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Seminararbeit, 2006, 12 Seiten
Autoren: Katharina Kaiser, Anna Katharina Braune
Fach: Französisch - Sonstiges
Details
Institution/Hochschule: Universität Mannheim (Romanisches Seminar)
Tags: Lautlehre, Phonetik, Phonologie, Einführungsseminar, Sprachwissenschaft
Jahr: 2006
Seiten: 12
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 8 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-62902-7
Dateigröße: 514 KB
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Lautlehre: Phonetik und Phonologie
von: Katharina Kaiser und Anna Katharina Braune
1. Fachsemester
Gliederung
1 Gegenüberstellung Phonologie / Phonetik ...2
2 Der Sprechapparat ...3
2.1. Subglottale Organe ...3
2.2 Supraglottale Organe ...4
3 Lautbildung ...7
3.1. Vokale ...7
3.2 Konsonanten ...8
4 Lautschrift ...9
5 Bibliographie ...12
1 Gegenüberstellung Phonologie / Phonetik
Phonologie und Phonetik sind beides Teile der Lautlehre, die wiederum dem Gebiet der allgemeinen Linguistik angehört. Die Phonologie beschäftigt sich mit der Analyse von Lauten hinsichtlich ihrer Funktionalität, d.h. hinsichtlich ihrer Fähigkeit sprachliche Zeichen zu differenzieren. Sie zerlegt Laute in ihre distinktiven Komponenten. Diese kleinsten, bedeutungsunterscheidenden Einheiten bezeichnet man als Phoneme. vgl. Pöckl et al. 2003: 82
Im Gegensatz zur Phonologie, die sich mit Lauten als Einheiten im System einer Sprache befasst, betrachtet die Phonetik Laute unabhängig von solchen Systemüberlegungen. Die Phonetik ist die Lehre der von den Menschen hervorgebrachten Laute. Artikulierte Laute werden mit natuwissenschaftlichen Methoden, d.h. beispielsweise durch Experimente, als konkrete physikalische Erscheinungen untersucht und beschrieben. Die Phonetik wird in drei Teilbereiche eingeteilt. Am wichtigsten ist die artikulatorische Phonetik, die sich mit der Bildung von Sprachlauten durch die Sprachorgane beschäftigt. Die akustische Phonetik untersucht die physikalischen Vorgänge bei der Übertragung von Schallwellen (Lautstärke, Frequenz, Klangfarbe und Tonhöhe), wohingegen die auditive Phonetik sich mit dem Empfang der Laute über das menschliche Gehör befasst. vgl. Pöckl et al. 2003: 5ff
2 Der Sprechapparat
Im Rahmen der bereits erwähnten artikulatorischen Phonetik spielt der Sprechapparat eine wichtige Rolle. Er umfasst alle Organe, die für die Lautbildung von Bedeutung sind. Man kann ihn in zwei gößere Teilbereiche gliedern.
2.1. Subglottale Organe
Zu den subglottalen Organen zählen all jene Organe, die unterhalb der Stimmritze (lat. glottis) liegen. Dazu gehören die Lunge, das Zwerchfell, die Luftröhre und der Kehlkopf. Die Lunge ist eines der wichtigsten Organe bei der Lautbildung, da sie dafür sorgt, dass beim Ein- und Ausatmen ein Luftfluss entsteht, durch den letztendlich Laute gebildet werden können. Das Zwerchfell ist ein Organ, das aus Muskeln und Gewebe besteht und die Bauchhöhle von der Brusthöhle separiert. Beim Einatmen spannt sich das Zwerchfell an, um die Lungenflügel zu dehnen und ermöglicht es dem Körper so Luft aufzunehmen. Die Luftröhre stellt die Verbindung zwischen dem Kehlkopf und den Bronchien dar. Durch sie fließt die Luft bei der Atmung. Am oberen Ende der Luftröhre befindet sich der Kehlkopf. Dieser ist sehr komplex aufgebaut. Für die Stimmbildung wichtig sind die in ihm befindlichen Stimmlippen und deren Funktion. Sie sind am Schildknorpel, welcher auch als Adamsapfel bezeichnet wird, befestigt. Je nach dem Anspannungsgrad der Stimmlippen variieren Tonhöhe, Lautstärke und Sprechstimmlage des Menschen. Konsonanten kann man durch Untersuchung der Schwingungen der Stimmlippen in stimmlose und stimmhafte Kategorien aufteilen. (Genauere Erläuterungen hierzu folgen unter Punkt 3.1). Die Stimmritze ist der Raum zwischen den Stimmlippen. Je nach Art der verschiedenen Sprachlaute ändert sich ihre Weite, d.h. ihr Öffnungsgrad. Allgemein wird bei den Sprachlauten zwischen Geräuschlauten und Klanglauten unterschieden. Bei ersteren zeigen die Stimmlippen keine Aktivität, die Stimmritze ist also komplett geschlossen. Diese Stellung wird als Phonationsstellung bezeichnet. (So bei der Artikulation stimmloser Konsonanten, wie z.B. beim Phonem [s] im Wort Haus). Beim Atmen hingegen ist sie geöffnet; durch die Schwingungen der Stimmlippen entstehen Klanglaute. Folgende Graphik veranschaulicht beide Situationen:
[...]
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