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Hausarbeit, 2001, 14 Seiten
Autor: Anna Fehmel
Fach: Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
Details
Institution/Hochschule: Freie Universität Berlin (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaften)
Tags: vierte Gewalt, Medien, Rassismus
Jahr: 2001
Seiten: 14
Note: 2+
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-14438-4
Dateigröße: 182 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Eine Vierte Gewalt? Der Einfluß der bundesdeutschen Medien
auf die Bevölkerung am Beispiel des Rassismus in der Presse
von Anna Fehmel
Inhalt
1. Einführung S. 03
2. Aufgaben und Wirkung der Medien S. 03
2.1. Politische Funktionen S. 04
2.2. Wirklichkeitsvermittlung S. 04
2.3. Wirkung und Verantwortung S. 06
3. Medien - die vierte Gewalt im Staat? S. 06
4. Rassismus in den und durch die Medien S. 07
4.1. Sprache und Begriffe S. 08
4.2. Ein Beispiel chauvinistischer Berichterstattung in SPIEGEL S. 09
4.3. Rechtsextremismus in der Presse S. 10
4.4. MigrantInnen in der Presse S. 11
5. Schlußbemerkung S. 11
6. Literaturverzeichnis S. 13
1. Einführung
Welche Macht, insbesondere welche politische, üben die Medien in der Bundesrepublik Deutschland auf den Bürger aus? Angesichts der "Rolle der Medien bei der Information, der Kommunikation, der Urteils- und der politischen Bewußtseinsbildung in der Massendemokratie" , erscheint es immer wieder erstaunlich, wie vehement Medienmacher ihren "Einfluß auf das gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Geschehen" leugnen bzw. als überaus gering einschätzen . Auch der Vergleich mit einer so genannten "vierten Gewalt" wird von den Medienverantwortlichen selbst durchweg gescheut.
Im Folgenden soll es nun darum gehen, nach den Funktionen und der Wirkung der Medienberichterstattung zu fragen und dabei insbesondere auf die Rolle der Medien bei der Entstehung und Verfestigung rassistischer Haltungen bis hin zur Aufstachelung zu rassistisch motivierten Handlungen einzugehen. Natürlich kann angesichts der Fülle an Informationen und der Eingeschränktheit des Platzes jeder dieser Punkte nur angerissen und ausschnittsweise betrachtet werden. So soll diese Arbeit keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit erheben, sondern einen (groben) Überblick über das Gebiet des medialen Einflusses auf den Bundesbürger geben.
2. Aufgaben und Wirkung der Medien
Die Aufgaben bzw. Funktionen der Medien liegen in der Information (der Bevölkerung), dem Mitwirken an der Meinungsbildung (innerhalb der Bevölkerung), der Kontrolle und Kritik (der staatlichen Herrschaftsausübung) . Diese komplexen Funktionen und ihre gegenseitigen Beziehungen können im Folgenden nur sehr knapp angerissen werden.
2.1. Politische Funktionen
Zur aktiven Partizipation in der demokratischen Gesellschaft ist es notwendig, dem öffentlichen Geschehen folgen zu können, politische, wirtschaftliche und soziale Zusammenhänge zu sehen und zu verstehen, seine eigene Position innerhalb der Gesellschaft zu (er)kennen, "die demokratische Verfassungsordnung (zu) verstehen (...) und über die Absichten und Handlungen aller am politischen Prozeß Beteiligten (...) unterrichtet (zu) sein" . Eine Aufgabe der Medien ist nun, dies durch sachliche, verständliche und vollständige Information des Bürgers zu gewährleisten. Desweiteren spielen sie bei der Meinungsbildung eine wichtige Rolle.
Bei der Kritik und der Kontrolle der Herrschenden fällt den Medien die Aufgabe zu, durch Transparenzbildung, das Berichten über Mißstände und die Anregung der Untersuchung solcher Mißstände (Beispiel CDU-Schwarzgeld oder Leuna-Affäre), die Demokratie vor "Korruption oder bürokratischer Willkür" zu retten.
Politische und wirtschaftliche Hürden erschweren den Medien die Ausübung ihrer politischen Funktionen. So neigen beispielsweise Presseämter und Verbände verstärkt dazu, die Medien einseitig bzw. interessengebunden zu informieren, und Behörden verweigern Zusammenarbeit und Auskunft. Wirtschaftlich sind die meisten Zeitungen und Zeitschriften von ihren Anzeigenkunden sowie den Verkaufszahlen abhängig, und die JournalistInnen stehen in Abhängigkeit zu ihren Verlagen, die wiederum - so sollte man zumindest annehmen - auf einer (politischen) Linie mit ihren EignerInnen sind, was sowohl Auswirkungen auf die Personaleinstellungen als auch auf die Berichterstattung hat.
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