Subtitle: Grundlagen und ihre Anwendung im Personalbereich
Scholary Paper (Seminar), 2005, 32 Pages
Author: Stefan Haggenmüller
Subject: Economics / Business: Personnel and Organisation
Details
Tags: Outsourcing
Year: 2005
Pages: 32
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 4 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-63040-5
ISBN (Book): 978-3-638-82252-7
File size: 202 KB
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Abstract
1. Einleitung Das Thema „Outsourcing“ wird gegenwärtig äußerst intensiv in deutschen Unternehmen diskutiert. Führungskräfte sehen darin insbesondere die Möglichkeit, Kosten zu reduzieren und sich von unliebsamen Prozessen und Aufgaben zu trennen. Hingegen fürchten die Arbeitnehmer den Verlust ihres Arbeitsplatzes und vor allem die damit verbundenen Konsequenzen. Aufgrund der Tatsache, dass das Thema „Outsourcing“ ganze Bücher füllt, beschränke ich mich in dieser Seminararbeit auf die wesentlichsten Punkte. Das Vorgehen hierbei wird folgendermaßen erfolgen, zuerst werden die allgemeinen Grundlagen des Outsourcing erläutert, danach wird ganz explizit auf das Thema Outsourcing im Personalbereich eingegangen. Das Kapitel 4 beschäftigt sich dann mit der Thematik Change Management bei Outsourcing-Vorhaben. Im fünften und letzten Kapitel wird auf das Thema Vertragsgestaltung und arbeitsrechtliche Aspekte bei Outsourcing eingegangen. Abrundung des Ganzen wird ein Fazit sein, welches eine kurze Zusammenfassung sowie einen Ausblick in die Zukunft gibt. Ziel dieser Seminararbeit ist es, einen Einblick in das umfangreiche Thema Outsourcing zu geben.
Excerpt (computer-generated)
Fachhochschule Neu-Ulm
Seminararbeit
Studienschwerpunkt: Personalwesen und Arbeitsrecht
Wintersemester 2005/2006
Thema:
Outsourcing
Thema erhalten am: 07.01.2005
Arbeit abgegeben am: 13.10.2005
Verfasser:
Stefan Haggenmüller
Inhaltsverzeichnis:
Abbildungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
2. Grundlagen des Outsourcing 1
2.1. Definition und Historie 1
2.2. Chancen und Risiken des Outsourcing 3
2.2.1. Chancen 3
2.2.2. Risiken 5
2.3. Dimensionen des Outsourcing 7
2.3.1. Unternehmenszugehörigkeit 8
2.3.1.1. Internes Outsourcing 8
2.3.1.2. Externes Outsourcing 9
2.3.2. Leistungsumfang 9
2.3.2.1. Partielles Outsourcing 9
2.3.2.2. Totales Outsourcing 9
2.3.2.3. Business Process Outsourcing 10
2.3.3. Eine Leistung (wieder) ins Unternehmen holen 10
2.3.3.1. Insourcing 10
2.3.3.2. Backsourcing 11
2.3.4. Anzahl der Leistungsersteller 11
2.3.4.1. Single-Sourcing 11
2.3.4.2. Multi-Sourcing 11
2.3.5. Standort 11
2.3.5.1. Offshoring 11
2.3.5.2. Nearshoring
3. Outsourcing im Personalbereich 12
3.1. Personalmanagement im Wandel 12
3.2. Ansätze zur Neugestaltung der Personalarbeit in Unternehmen 13
3.2.1. Nutzen der Human Resources Transformation 14
3.3. Outsourcing als Organisationsalternative 15
3.3.1. Die 4 Kategorien des Personal-Outsourcing 15
3.3.1.1. Professional Employer Organisations (PEOs) 15
3.3.1.2. Business Process Outsourcing (BPOs) 15
3.3.1.3. Application Service Provider (ASPs) 16
3.3.1.4. E-Services 16
3.3.2. Gründe für Outsourcing 16
3.3.3. Geeignete Bereiche für die Verlagerung von Dienstleistungen 17
3.3.4. Einblick in den Markt für Outsourcing-Leistungen im HR-Bereich 17
3.3.4.1. USA 18
3.3.4.2. Europa 18
3.3.4.3. Asien 18
3.3.5. Anbieterauswahl 18
3.3.6. Risiken des Personal-Outsourcing 19
3.3.7. Die Vertragsgestaltung 20
4. Change Management bei Outsourcing-Vorhaben 20
4.1. Ziele des Change Management 21
4.2. Steuerung des Veränderungsprozesses 22
4.3. Widerstände und Hindernisse bei Outsourcing Vorhaben 23
4.4. Change-Management Strategien 23
4.4.1. Klassische Strategien zur Intervention 24
4.4.2. Maßnahmen 24
5. Vertragsgestaltung und arbeitsrechtliche Aspekte bei Outsourcing 24
5.1. Kennzeichen eines Outsourcing Vertrages 25
5.2. Wann liegt ein Betriebsübergang i.S.d. § 613a BGB vor? 25
5.3. Rechtsfolgen eines Betriebsübergangs 26
6. Fazit 27
7. Literaturverzeichnis IV
1. Einleitung
Das Thema "Outsourcing" wird gegenwärtig äußerst intensiv in deutschen Unternehmen diskutiert. Führungskräfte sehen darin insbesondere die Möglichkeit, Kosten zu reduzieren und sich von unliebsamen Prozessen und Aufgaben zu trennen. Hingegen fürchten die Arbeitnehmer den Verlust ihres Arbeitsplatzes und vor allem die damit verbundenen Konsequenzen. Aufgrund der Tatsache, dass das Thema "Outsourcing" ganze Bücher füllt, beschränke ich mich in dieser Seminararbeit auf die wesentlichsten Punkte. Das Vorgehen hierbei wird folgendermaßen erfolgen, zuerst werden die allgemeinen Grundlagen des Outsourcing erläutert, danach wird ganz explizit auf das Thema Outsourcing im Personalbereich eingegangen. Das Kapitel 4 beschäftigt sich dann mit der Thematik Change Management bei Outsourcing-Vorhaben. Im fünften und letzten Kapitel wird auf das Thema Vertragsgestaltung und arbeitsrechtliche Aspekte bei Outsourcing eingegangen. Abrundung des Ganzen wird ein Fazit sein, welches eine kurze Zusammenfassung sowie einen Ausblick in die Zukunft gibt.
Ziel dieser Seminararbeit ist es, einen Einblick in das umfangreiche Thema Outsourcing zu geben.1
2. Grundlagen des Outsourcing
2.1 Definition und Historie
"Beim Begriff "Outsourcing" handelt es sich um ein in den späten 1980er-Jahren in der amerikanischen Managementpraxis geschaffenes Kunstwort, das sich aus den Worten outside, resource und using zusammensetzt und demnach die "Nutzung externer Ressourcen" bedeutet2 ." Man sollte allerdings noch den Annex "nach vorheriger Selbsterstellung" ergänzen. Denn Unternehmen die eine bestimmte Leistung nie selbst erstellt haben, können diese auch nicht outsourcen. Olfert und Rahn definieren Outsourcing folgendermaßen: "Als Outsourcing wird das Ausgliedern oder den Fremdbezug notwendiger Dienstleistungen aus der eigenen Unternehmenskompetenz bezeichnet, z.B. eine Verlagerung von Dienstleistungen eines Rechenzentrums nach außen3 ." Seit Begriff und Konzept in den 1990er-Jahren ihren Weg nach Europa gefunden haben, ist die Popularität des Outsourcing ungebrochen. Experten gehen davon aus, dass die Bedeutung von Outsourcing in Deutschland in der Zukunft noch stark zunehmen wird. So soll das Marktvolumen von Outsourcing-Dienstleistungen im Jahr
2008 bereits 16,2 Mrd. Euro betragen. Outsourcing basiert auf dem Prinzip der Arbeitsteilung. Es lässt sich bis zu den Anfängen der modernen Betriebswirtschaftslehre zurückverfolgen.
Adam Smith beschrieb bereits Ende des 18. Jahrhunderts in seinem Werk "Wohlstand der Nationen", dass die Spezialisierung der Mitarbeiter auf jene Bereiche, in denen sie das größte Können aufweisen, zu einer erhöhten Produktivität führt. Die Autoindustrie perfektionierte diese Erkenntnis im 20. Jahrhundert mit dem Einsatz des Fließbandes durch die Ford Motor Company im Jahre 1913. Dieses ermöglichte die Aufteilung des Produktionsprozesses in standardisierte, sequenziell ablaufende Tätigkeiten, die von spezialisierten Arbeitern ausgeführt wurden. In den letzten Jahrzehnten reduzierten Unternehmen die Fertigungstiefe immer mehr und konzentrierten sich auf jene Schritte des Produktionsprozesses, welche die höchste Wertschöpfung generierten. Vor- und nachgelagerte Arbeitsschritte wurden an Drittunternehmen outgesourct. Dies führte zur Bildung von Netzwerken aus innovativen Zulieferern. Enorme Entwicklungen der Informations- und Kommunikationstechnologien erlauben es, diesen Grundgedanken auch auf Dienstleistungen zu übertragen. Hierbei wird anstatt der Fertigungstiefe die Leistungstiefe optimiert. "Administrative Prozesse und unterstützende Funktionen werden kritisch durchleuchtet und gegebenenfalls an Drittunternehmen bzw. an eigenständige, unternehmensinterne Service Center abgegeben1." Der Transaktionskostenansatz von Ronald Coase liefert eine Entscheidungshilfe für die Frage, welche Geschäftsprozesse ausgelagert werden sollten. Transaktionskosten sind die beim Austausch von Gütern und Dienstleitungen anfallenden Kosten. Beim Outsourcing entstehen durch die Nutzung des Marktes Kosten. Diese kann man in folgende vier Kostenarten differenzieren:
o Anbahnungskosten
o Vereinbarungskosten
o Kontrollkosten
o Anpassungskosten
Um Transaktionskosten zu minimieren sollten daher primär standardisierte, wenig komplexe und wenig strategisch relevante Leistungen über den Markt bezogen werden.
Die erste große Welle des Outsourcing begann im Jahr 1989, als Eastman Kodak die Outsourcing-Partnerschaft unter anderem mit IBM und DEC bekannt gab. Ermöglicht wurde diese Maßnahme durch die rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien. Eine Leistungsfähigere und vor allem kostengünstigere Kommunikation machte eine Auslagerung von Leistungen zu räumlich getrennten Unternehmen erst rentabel. Das von Gary Hamel und C. K. Prahalad propagierte Konzept der Kernkompetenzen verstärkte die Outsourcing-Aktivitäten Anfang der 1990er-Jahre nochmals. Eine Konzentration auf die Kernkompetenzen bedeutet im Umkehrschluß jedoch auch, dass Funktionen die nicht zu den Kernkompetenzen gehören weniger wichtig sind. Deshalb wurden vor allem die Bereiche IT und Rechnungswesen auf ihre Auslagerungsfähigkeit überprüft1.
[....]
1 vgl. Hermes/Schwarz (Outsourcing, 2005) S. 11
2 Hermes/Schwarz (Outsourcing, 2005) S. 15
3 Olfert/Rahn (Lexikon der Betriebswirtschaftslehre, 2004) S. 807
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1 Hermes/Schwarz (Outsourcing, 2005) S. 17
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1 vgl. Hermes/Schwarz (Outsourcing, 2005) S. 15 ff.
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