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Wirklichkeitsbegriffe im Zeichen Neuer Medien

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2006, 30 Pages
Authors: Vincent Steinfeld, Daniel Mielke
Subject: Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2006
Pages: 30
Grade: 1,0
Language: German
Archive No.: V71468
ISBN (E-book): 978-3-638-63203-4

File size: 208 KB
Notes :
Die Arbeit behandelt den Wandel des Wirklichkeitsbegriffs in der Zeit der Neuen Medien (Fernsehen, Computer, virtual reality...).



Excerpt (computer-generated)

Technische Universität Darmstadt
Fachbereich III Humanwissenschaften
Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik

Hauptseminar: Technologie als Spiegel des Menschen

Wirklichkeitsbegriffe im Zeichen Neuer Medien

Vincent Steinfeld

Coautor: Daniel Mielke

 

Inhaltsverzeichnis


1. Einführung ... 1

2. Unterschiedliche Wirklichkeitsbegriffe – der ontologische und formale Ansatz ... 3

2.1. Platon: Scheinhaftigkeit der gewöhnlichen Welt und „überhimmlische“ Wirklichkeit ... 6
2.2. Leibniz’ Serienmodell ... 9

3. Der potentielle Raum – ein moderner Wirklichkeitsbegriff ... 12

3.1. Potentieller Raum als Ort des Austausches zwischen Subjekt- und Objekt-Welt ... 12
3.2. „Invertierte Imitation“ als Gefährdung des individuellen potentiellen Raums ... 16

4. Fazit ... 20

5. Quellen- und Literaturverzeichnis ... 27

 

 

1. Einführung

Die vorliegende Hausarbeit thematisiert zwei Wirklichkeitsbegriffe unterschiedlicher Couleur und versucht dabei, ihre Kompatibilität mit den Neuen Medien herauszustellen. In Anbetracht der großen Materialdichte – allein mittels einer Internetsuchmaschine lassen sich 14.600.000 einschlägige Einträge in deutscher Sprache finden1 – sowie des uns zur Verfügung stehenden Seitenumfangs, haben wir uns auf zwei klassische Realitätsverständnisse konzentriert, welche uns als Grundlage o.a. Untersuchung dienen.

Jenen Realitätsverständnissen widmet sich Punkt 2. Hier wird zunächst eine kurze Einführung in beide Wirklichkeitskonzeptionen gegeben, bevor einige begriffliche Voraberklärungen in puncto „Wirklichkeit“ erfolgen, gleichwohl „Virtualität“ genauso wie der Personal Computer in seiner großen Bedeutung eben für das von uns behandelte Thema genauer bearbeitet werden. Weiterhin schildert dieses Kapitel etwaige Wechselwirkungen der Dimensionen Wirklichkeit und Virtualität, was aber im Fazit vertieft wird.

2.1. referiert über PLATONs Theorem, um wie auch hinsichtlich der LEIBNIZ’schen Sichtweise, welche Gegenstand von 2.2. ist, schlussendlich zu einer fundierten Bewertung gelangen zu können, für die selbstredend zunächst eben jene Präsentation des ontologischen bzw. formalen Ansatzes erfolgen muss. Zum besseren Verständnis des jeweiligen Entwurfs haben wir signifikante Beispiele verwendet, welche die Philosophen ihrerseits einst selbst ersonnen hatten.

Hernach befasst sich Abschnitt 3.1. mit einem gewissermaßen „modernen“ – weil zeitlich noch jungen – Wirklichkeitsverständnis, das von Donald W. WINNICOTT entworfen wurde – der „potentielle Raum“. Besonderes Interesse gilt hier den nötigen Voraussetzungen, welche für den Austausch zwischen Subjekt-Objekt-Welt elementar sind, was den potentiellen Raum ja ausmacht. Dies ist schon hinführend auf 3.2., wo die „invertierte Imitation“ als Gefährdung zuvor erläuterter Realität behandelt wird. Besonderes Augenmerk muss demnach vorangehend noch den Neuen Medien gelten, weshalb wir uns eigens mit dem kybernetischen Raum/ der „virtual reality“ näher befassen, um herauszustellen, inwiefern vermeintlich revolutionäre Prozesse im Zeichen von „www., Chatrooms und ebay“ umwälzend sind – falls überhaupt. Darüber hinaus zeigt das Kapitel etwaige (segensreiche?) Möglichkeiten dargelegter Phänomene auf.

Abschnitt 3.2. hat, wie man dem Titel entnehmen kann, ein von manchen namhaften Sachverständigen mit Argwohn beobachtetes Gefahrenpotenzial zum Thema. Hier nun wird vorderhand über die „Turing-These“ referiert, bevor wir uns neben ihrer Bedeutung für eine „Degradierung“ des Menschen auch mit einem kurzen (wohl recht erschreckenden) Zukunftsgedanken auseinandersetzen.

Das Fazit gleicht schließlich die Kompatibilität mit den Neuen Medien des platonischen sowie leibnizschen Ansatzes detailliert ab und belegt weiterhin, welcher dem anderen ggf. vorzuziehen ist, ergo besser mit den progressiven Umbrüchen unter Beachtung seines theoretischen Sinngehalts zu Rande kommt. Darüber hinaus führen wir die Synthese von Alltags- und Medienerfahrung näher aus, um die medieninduzierten Veränderungsprozesse in ihrer ganzen Tragweite besser konkretisieren zu können, bevor wir uns ein Urteil hinsichtlich der Konsequenzen für die Pädagogik mit besonderer Betrachtung des potenziellen Raums erlauben. Außerdem spricht dieses Kapitel neben den handfesten Konsequenzen des virtuellen Raums noch in einigen kurzen Worten Folgen von dessen Ausgreifen in alle – selbst intimste Lebensbereiche – an.

 

[...]


1 http://www.google.de/search?client=firefox-a&rls=org.mozilla%3Ade%3Aofficial_s&hl=de&q=wirklichkeit&meta=lr%3Dlang_de&btnG=Google-Suche [07/04/06]


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