Termpaper, 2005, 20 Pages
Author: Lydia Gaukler
Subject: Communications: Mass Media
Details
Institution/College: University of Mannheim
Tags: Radio-Comedy, Humor, Medien
Year: 2005
Pages: 20
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 21 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-88042-8
ISBN (Book): 978-3-640-33063-8
File size: 84 KB
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Abstract
Radio-Comedy gibt es, seit es das Radio gibt. Comedy im Radio ist nicht nur sehr erfolgreich, sondern auch äußerst wichtig für die Hörerbindung. Eine Studie der hr-Medienforschung von 2001 ergab, dass der Traumsender unbedingt Humor haben und den Hörer zum Lachen bringen müsse. Und nicht nur das: 74% der Radiohörer wünschen sich mehr Humor. So kommt Andreas Liebold vom Frühstyxradio zu dem Fazit: „Comedy ist die wichtigste Hörfunk-Innovation der Neunzigerjahre.“ Folgende Arbeit konzentriert sich auf Comedy im Radio. Im ersten Teil werden zunächst die Begriffe Comedy und Humor sowie die unterschiedlichen Humortheorien erläutert. Anschließend werden die Merkmale der Radio-Comedy und deren Formen sowie Formate erklärt. Der zweite Teil widmet sich dann der Praxis. Ziel ist es, die theoretisch abgehandelten Merkmale der Comedy anhand eines Beispiels zu analysieren.
Excerpt (computer-generated)
Radio-Comedy
Hausarbeit
vorgelegt am 03.03.2006
Lehrstuhl für Medien- und Kommunikationswissenschaft
Universität Mannheim
von
Lydia Gaukler
3. Semester Diplom-Anglistik mit wirtschaftswissenschaftlicher Qualifikation
Mannheim, den 03. März 2006
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 1
TEIL I ... 3
1. Einleitung 3
2. Theoretischer Hintergrund 3
2.1. Der Comedy-Begriff 3
2.2. Der Humorbegriff 4
3. Humortheorien 5
3.1. Die Inkongruenztheorie 5
3.2. Die Entspannungstheorie 6
3.3. Die Aggressionstheorie 7
4. Historische Entwicklung der Radio-Comedy 7
5. Besonderheiten der Radio-Comedy 8
5.1. Besonderheiten des Radios im Allgemeinen 8
5.2. Besonderheiten der Radio-Comedy im Speziellen 10
6. Merkmale der Radio-Comedy 10
7. Formate der Radio-Comedy 12
8. Formen der Radio-Comedy 12
9. Analyse einer Radio-Comedy am Beispiel von „Feinkost-Zipp 14
10. Zusammenfassung 17
Literaturverzeichnis 18
Internetquellen 19
TEIL I
1. Einleitung
Radio-Comedy gibt es, seit es das Radio gibt. Comedy im Radio ist nicht nur sehr erfolgreich, sondern auch äußerst wichtig für die Hörerbindung. Eine Studie der hr- Medienforschung von 2001 ergab, dass der Traumsender unbedingt Humor haben und den Hörer zum Lachen bringen müsse. Und nicht nur das: 74% der Radiohörer wünschen sich mehr Humor.1 So kommt Andreas Liebold vom Frühstyxradio zu dem Fazit: „Comedy ist die wichtigste Hörfunk-Innovation der Neunzigerjahre.“
Folgende Arbeit konzentriert sich auf Comedy im Radio. Im ersten Teil werden zunächst die Begriffe Comedy und Humor sowie die unterschiedlichen Humortheorien erläutert. Anschließend werden die Merkmale der Radio-Comedy und deren Formen sowie Formate erklärt. Der zweite Teil widmet sich dann der Praxis. Ziel ist es, die theoretisch abgehandelten Merkmale der Comedy anhand eines Beispiels zu analysieren.
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Der Comedy-Begriff
Der Comedy-Begriff ist schwer zu definieren, da vom kurzen Spot bis hin zur mehrstündigen Sendung alles unter diesem Begriff subsumiert wird.
Der Begriff Comedy erschien in Deutschland Anfang der 90er Jahre als Abgrenzung gegen das politische Kabarett. Der Kabarettist hat einen hohen inhaltlichen Anspruch, während der Comedian die Welt einfach nur zum Lachen bringen will.2 So wird in England bzw. in den USA, dem Ursprung des Wortes, Comedy definiert als alles, was Erheitern und zum Lachen bringen möchte - unabhängig davon, ob es satirisch, humoristisch, derb oder subtil ist.3
Auch Reinhard unterscheidet zwischen Comedy und Kabarett: Während sie Comedy als Sammelbegriff für alle Phänomene des Komischen, d.h. der „Komödie in all ihren Erscheinungsformen“ 4 beschreibt, definiert sie Kabarett „als Kleinkunst, die kleine Formen der darstellenden Kunst als humoristisch-satirisch oder politisch-gesellschaftskritisches Programm zur Aufführung bringt, [und] als eigenständige Bühnenform existiert, sich aber darüber hinaus einen Verbreitungsweg im Fernsehen gesucht hat.“5
2.2. Der Humorbegriff
Der Begriff des Humors stammt aus von dem lateinischen Wort ‚umor’, was Feuchtigkeit bzw. Flüssigkeit bedeutet.6 Bis ins Mittelalter hinein war Humor ursprünglich die Bezeichnung für das jedem Lebewesen eigene Temperament, das sich aus der Mischung der vier elementaren Körpersäfte ergab.7 Der Vorherrschaft eines Körpersaftes wurde nach der antiken Temperamentenlehre von Galen ein besonderer Typ Mensch zugeordnet. Ein Ungleichgewicht dieser Flüssigkeiten wurde zunächst für Krankheiten, ab dem 16. Jahrhundert dann für Launen oder für bestimmte Charakterzüge eines Menschen verantwortlich gemacht.8 So stand ein ausgeglichenes Verhältnis der Säfte für eine Person mit einem guten Sinn für Humor, ein Ungleichgewicht wurde mit einer humorlosen Person gleichgesetzt. 9
Im 18. Jahrhundert entwickelt sich der Humorbegriff zu dem, was wir heute darunter verstehen: Ein heiteres und gelassenes Verhalten „inmitten aller Widerwärtigkeiten und Unzulänglichkeiten des Daseins“10, zu dessen Eigenschaft es gehörte, mit Kritik und Spott souverän umgehen zu können. Menschen, die dazu fähig waren, hatten nach damaligem Verständnis einen Sinn für Humor, auch wenn dies damals so noch nicht formuliert wurde.11
[....]
1 Vgl. Dachselt, Schwarz, Sprang (2003): S.15.
2 Vgl. Dachselt, Schwarz, Sprang (2003): S.16.
3 Vgl. Dachselt, Schwarz, Sprang (2003): S.16.
4 Reinhard (2006): S. 8 f.
5 Reinhard (2006): S. 8 f.
6 Vgl. Häcker, Stapf (2004): S. 417.
7 Vgl. Meyer (2001): S. 105.
8 Vgl. Ossowski (2004): S.3.
9 Vgl. Merzinger (2005): S. 27.
10 Meyer (2001): S. 105.
11 Vgl. Ossowski (2004): S. 3.
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