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Die Rolle der Medien im Krieg - Kriegsberichterstattung, Zensur und Propaganda

Hauptseminararbeit, 2002, 24 Seiten
Autor: Dipl. Päd. (Univ.) Thomas Ziegler
Fach: Politik - Int. Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit

Details

Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 24
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V7158
ISBN (E-Book): 978-3-638-14501-5

Dateigröße: 206 KB


Textauszug (computergeneriert)

Die Rolle der Medien im Krieg - Kriegsberichterstattung, Zensur und Propaganda

von Thomas Ziegler


Gliederung

1. Einleitung 3

2. Kriegsberichterstattung - Ein Dilemma 4

3. Dichtung oder Wahrheit - Die Funktionsweise der Medien im Krieg 5

3.1 Wie neutral sind Informationen? 5
3.2 Der Krieg - Ein ideales Nachrichtenobjekt 8
3.3 Kriegsberichterstatter - Mittendrin und doch nicht dabei 10

4. Zensur und Propaganda - Wie das Militär die Medien manipuliert 12

4.1 Die Zensur 12
4.1.1 Das Ziel der Zensur 13
4.1.2 Arten und Maßnahmen 13
4.2 Propaganda 15

5. Gibt es einen Ausweg aus dem Dilemma der Kriegsberichterstattung? 17

6. Resümee 19

Literaturverzeichnis 21

1. Einleitung

Wir schreiben den 7. Oktober 2001. Es ist 18.27 Uhr als der Angriff der Amerikaner und ihrer Verbündeten auf Afghanistan beginnt. Der US-Sender CNN überträgt "exclusive" Live-Bilder aus der afghanischen Hauptstadt Kabul. Doch mit der Exklusivität der Bilder ist es nicht weit her. Fernsehstationen rund um den Globus fangen die Berichte ab und verbreiten sie weiter. Die USA führen Krieg gegen die Taliban und die gesamte Welt ist live dabei!
Bereits im Golfkrieg vor zehn Jahren konnte die Menschheit, dank CNN, die Detonation der US-Raketen in Bagdad und die grünen Blitze der irakischen Flugabwehrgeschosse im Fernsehen mitverfolgen. Mit zahlreichen Sondersendungen, Live-Berichten und -Bildern versorgten die Medien ihre Zuschauer rund um die Uhr.
Alle Menschen waren live dabei und doch erfuhren sie nichts!
Das Militär zensierte und präsentierte geschönte Informationen. Eine wahrheitsgemäße Kriegsberichterstattung war unmöglich. Wie sich nach dem Ende des Golfkrieges herausstellte, hatte das US-Militär die freien Medien zu ihren "Komplizen" im Kampf gegen Saddam Hussein gemacht. Von der Rolle der Medien als neutrale Berichtererstatter kann also kaum die Rede sein.
In meiner Arbeit gehe ich der Frage nach, wie diese Rolle der Medien konkret aussieht, wie sie zustande kommt und ob es nicht andere Möglichkeiten der Kriegsberichterstattung gibt. Nachdem ich die unterschiedlichsten Erwartungen an die Medien in der Kriegsberichterstattung konkretisiert habe (zweites Kapitel), werde ich darstellen, wie die Medien im Krieg arbeiten und welche Gründe hierfür Ausschlag gebend sind. Kapitel drei behandelt die Funktionsweise des Mediensystems und dessen Abhängigkeit von Zielgruppen, Mitarbeitern und Geldgebern. In Kriegszeiten sind die Medien für das Militär von immenser Bedeutung, da sie die Meinung der eigenen aber auch der gegnerischen Bevölkerung beeinflussen. Der vierte Teil beschäftigt sich deshalb mit den Möglichkeiten der militärischen Führung, die Kriegsberichterstattung in eine gewünschte Richtung zu lenken. Ich werde hierzu vor allem auf Zensur und Propagandamaßnahmen eingehen. Anschließend werde ich mich im fünften Kapitel mit möglichen Auswegen aus dem Dilemma der Kriegsberichterstattung beschäftigen.

2. Kriegsberichterstattung - ein Dilemma

Der Journalismus hängt zwischen Staat, Kapital und ziviler Gesellschaft. Jeder stellt seine eigenen Forderungen an die Kriegsberichterstattung. Es ist deshalb für die Medien nicht einfach, sich zu behaupten, eigenständig und unabhängig in ihrer Berichterstattung zu sein.
Sie sehen sich dabei mit folgenden Erwartungen konfrontiert:

· Der Zuschauer oder Leser in der Heimat möchte nicht nur umfassend informiert, sondern auch unterhalten werden.
· Jedes Medienunternehmen benötigt hohe Einschaltquoten, bzw. Umsatzzahlen, um im Haifischbecken der Medienlandschaft überleben zu können.
· Das Militär / die politische Führung benötigt eine regierungsfreundliche Berichterstattung um sicher zu stellen, dass die eigene Bevölkerung das militärische Vorgehen unterstützt.
· Der Pressekodex, herausgegeben vom Deutschen Presserat, gibt Richtlinien für publizistische Arbeit vor:

[...]


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