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Termpaper, 2004, 10 Pages
Author: Thomas Dassler
Subject: History - 19. Century
Details
Institution/College: http://www.uni-jena.de/ (Historisches Institut)
Tags: Süden, Populismus, Süden
Year: 2004
Pages: 10
Grade: 2
Bibliography: ~ 14 Literaturquellen Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-69051-5
File size: 97 KB
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Excerpt (computer-generated)
Friedrich-Schiller-Universität Jena, Historisches Institut
Übung: ‚Der neue Süden der USA 1877-1914’
WS 2003/04, 4. Semester
Der neue Süden der USA - Populismus
von
Thomas Daßler
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Der Begriff Populismus 1
2.1 Gruppierungen und Vereinigungen auf dem populistischen Weg 2
2.2 Einteilungsmöglichkeiten der historischen Betrachtungen 4
2.2.1 Überblickswerke 4
2.2.2 Werke zum Gedankengut 5
3. Zusammenfassung 6
4. Literaturverzeichnis 8
1. Einleitung
Mit meiner Arbeit möchte ich, wie auch schon in meinem Vortrag, auf die Entwicklung der Geschichtsschreibung über den amerikanischen Populismus eingehen. Die Betrachtungen der Historiker unterschieden sich voneinander. Konzentrierte man sich beim klassischen Historismus noch auf große Persönlichkeiten, die Geschichte machten, rückte später die gesamte Gesellschaft in den Mittelpunkt. Diese Entwicklung beeinflusste auch die verschiedenen Historiker, welche sich mit dem Populismus beschäftigten. Der Inhalt ihrer Abhandlungen und die daraus resultierende Meinung sind sehr verschieden. Das werde ich im Kapitel 2.2 zeigen. Beginnen möchte ich mit einem begrifflichen Definitionsversuch des Populismus. Dann möchte ich einen Überblick über die Geschichtsschreibung bezogen auf vorkommende Vereinigungen konstruieren und verschiedene Historiker in Abhandlungsblöcke einordnen.1 Diese werde ich jeweils miteinander vergleichen und versuchen Zusammenhänge, aber auch Unterschiede, herauszustellen. Ziel ist es zu erkennen, wie sich die verschiedenen Ansätze der Geschichtsschreibung gegenseitig beeinflusst haben. In wie weit widersprechen sich die Historiker immer wieder gegenseitig. Auch soll die Frage beantwortet werden, warum zum größten Teil konträre Meinungen zu finden sind. Zum Ende versuche ich, Folgerungen zu ziehen und Erkenntnisse zusammenzutragen. Danach werden aktuelle Tendenzen in diesem Zusammenhang aufgezeigt, wie die der ‚Gender Studies’. Dies soll zeigen, dass die Entwicklung auf diesem Gebiet nie abgeschlossen sein wird.
2. Der Begriff Populismus
Wir finden die verschiedensten Definitionsversuche für den amerikanischen Populismus des 19. Jahrhunderts. Viele bekannte Historiker haben sich mit diesem Thema beschäftigt und nach verschiedenen Betrachtungsansätzen abgehandelt. Die Ergebnisse variieren, hauptsächlich aber nicht aufgrund unterschiedlicher Definitionen, sondern aufgrund der differierenden Perspektiven. Um eine konkrete und kurz gefasste Definition zu finden, muss man sich eines Überblickwerkes bedienen. Zu finden ist dann zum Beispiel folgendes: „Der Populismus bezeichnet eine Politik, die sich volksnah gibt, die Emotionen, Vorurteile und Ängste der Bevölkerung für eigene Zwecke nutzt und vermeintlich einfache und klare Lösungen für politische Probleme anbietet.“2 Dieser Definitionsversuch ist meiner Meinung nach nicht auf die Populisten des New South anwendbar. Er ist zwar sehr verallgemeinert, trotzdem tauchen Begriffe wie ‚Ängste’ und ‚wirtschaftliche Probleme’ auch in Bezug auf die Geschichtsschreibung zum New South auf. Dies wird im nächsten Kapitel ersichtlich, in welchem Grundtendenzen der sich bildenden Gruppen sichtbar werden.
2.1 Gruppierungen und Vereinigungen auf dem Populistischen Weg
Wollen wir den Populismus näher betrachten, müssen wir auf die Bevölkerungsschichten eingehen, wo dieser seine Wurzeln findet und Einfluss genommen hat. Welche Gruppierungen und Vereinigungen treten auf? Zum ersten organisierten Zusammenschluss der weißen Farmer im Süden kommt es schon im Jahre 1860. Diese ‚Granges’ hatten eher ein soziales Interesse, als dass sie Politik machen wollten. Die Mitglieder suchten nach Geselligkeit und Anderen mit ähnlichen Hoffnungen und Wünschen. Zuerst bildeten sich aber nur kleine Gruppen. Erst nach dem Bürgerkrieg im Jahre 1867 vereinigten sich mehrere von ihnen. Es entstand die ‚National Grange of the Patrons of Husbandry’. Das Hauptziel war es, einen gemeinsamen Zusammenhalt gegen die ländliche Einsamkeit zu generieren, aber auch um landwirtschaftliche Produktionstechniken zu verbreiten und gemeinsam davon zu profitieren. Bis 1877 kam es zu einem stetigen Anstieg der Mitgliederzahlen. Doch zu Beginn der ersten wirtschaftlichen Depression 1878 wuchs die Gemeinschaft sprunghaft an. Die Organisation zählte zu diesem Zeitpunkt 800.000 Mitglieder, welche in 20.000 Ortsgruppen vereint waren. Mit dieser Masse an Menschen entstanden auch neue Ziele. Ökonomische Interessen wurden wichtiger wie die anfänglichen sozialen Bedürfnisse. Eigene Handelsbetriebe und Läden sollten errichtet werden. Dies scheiterte aber meist auf Grund von Misswirtschaft oder dem Widerstand der bestehenden Händlerschaft. Auch politisch wurde die Gemeinschaft aktiv. Nicht mehr einzeln sondern gemeinschaftlich organisiert, als eigener Zweig neben den bestehenden Parteien, sollte aufgetreten werden. Es kam sogar soweit, dass eigene Kandidaten bei Wahlen aufgestellt wurden, welche aber keinen großen Erfolg erringen konnten. Ab 1880 verbesserte sich die wirtschaftliche Lage im Süden und die Mitgliederzahlen sanken wieder. Viele sahen keinen Sinn mehr in der Vereinigung, oder erhofften sich keinen Vorteil mehr aus der Mitgliedschaft in dieser. Die ‚National Grange of the Patrons of Husbandry’ verlor ihren Einfluss.
[...]
1 siehe Tabelle auf Folie am Ende der Arbeit
2 Schubert; Klein: Das Politiklexikon. Verlag J.H.W. Dietz. Bonn 2001. S.269
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