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Verrechnungspreise in divisionalisierten Unternehmungen

Hausarbeit, 2007, 18 Seiten
Autor: Swetlana Katolnik
Fach: Wirtschaft - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2007
Seiten: 18
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 23  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V72309
ISBN (E-Book): 978-3-638-63254-6
ISBN (Buch): 978-3-640-11714-7
Dateigröße: 144 KB

Zusammenfassung / Abstract

Die Frage der Verrechnungspreisbildung gehört zu den frühesten betriebswirtschaftlichen Diskussionsfeldern und reicht bereits in das Jahr 1903 auf Schmalenbach zurück.1 Andere Ansätze folgen in den Jahren 1955 (Dean, Cook) und 1956/1957 (Hirshleifer), begleitet von mathematischen Lösungskonzepten der linearen Programmierung in den Jahren 1960 (Wolfe) bis 1964 (Whinston, Baumol/Fabian).2 Später durchdringen auch organisatorische und psychologische Reflexionen die Thematik der Transferpreisbildung, die infolge eines Wandels zu vermehrt dezentralen Unternehmensformen zunehmend an Aktualität gewinnt.3 So begegnet man heute in der wissenschaftlichen Betriebsführung, der ökonomischen Literatur wie auch im Rahmen des Rechnungswesens zahlreichen Ausarbeitungen und Theorien zur Bestimmung von Verrechnungspreisen divisionalisierter Unternehmungen.4 Die vorliegende Darstellung untersucht die sich an dezentrale Unternehmensformen anlehnende Transferpreissystematik. Es werden differenzierte Verfahren zur Ausarbeitung von Verrechnungspreisen unter Berücksichtigung unternehmensinterner und marktmäßiger Prämissen reflektiert. Als Zielsetzung soll die Effizienz dieser Modelle anhand der von Transferpreisen ausgehenden Funktionen beurteilt werden.5 [...]


Textauszug (computergeneriert)

Leibniz Universität Hannover, Institut für Produktionswirtschaft
Veranstaltung: „Fallstudie Kosten- und Erlösrechnung“
WS 2006/2007, Abgabedatum: 30.03.2007

Verrechnungspreise in divisionalisierten Unternehmungen

von: Svetlana Katolnik

 


Inhaltsverzeichnis

1 PROBLEMSTELLUNG - 3 -

2 ORGANISATORISCHE RAHMENBEDINGUNGEN UND ZIELSETZUNGEN VON VERRECHNUNGSPREISEN - 3 -

2.1 BEGRIFFSABGRENZUNG - 3 -
2.2 VORAUSSETZUNGEN FÜR DEN EINSATZ VON VERRECHNUNGSPREISEN - 4 -
2.3 FUNKTIONEN VON VERRECHNUNGSPREISEN - 5 -

3 KONZEPTE ZUR BESTIMMUNG VON TRANSFERPREISEN - 7 -

3.1 MARKTORIENTIERTE VERRECHNUNGSPREISE - 7 -
3.2 KOSTENORIENTIERTE VERRECHNUNGSPREISE - 8 -
3.3 SONSTIGE VERRECHNUNGSPREISE - 12 -

4 SCHLUSSBETRACHTUNG - 13 -

LITERATURVERZEICHNIS 15 -

 


Abkürzungsverzeichnis

EVA = Economic Value Added
ROI = Return on Investment

 

1 Problemstellung

Die Frage der Verrechnungspreisbildung gehört zu den frühesten betriebswirtschaftlichen Diskussionsfeldern und reicht bereits in das Jahr 1903 auf Schmalenbach zurück.1 Andere Ansätze folgen in den Jahren 1955 (Dean, Cook) und 1956/1957 (Hirshleifer), begleitet von mathematischen Lösungskonzepten der linearen Programmierung in den Jahren 1960 (Wolfe) bis 1964 (Whinston, Baumol/Fabian).2 Später durchdringen auch organisatorische und psychologische Reflexionen die Thematik der Transferpreisbildung, die infolge eines Wandels zu vermehrt dezentralen Unternehmensformen zunehmend an Aktualität gewinnt.3 So begegnet man heute in der wissenschaftlichen Betriebsführung, der ökonomischen Literatur wie auch im Rahmen des Rechnungswesens zahlreichen Ausarbeitungen und Theorien zur Bestimmung von Verrechnungspreisen divisionalisierter Unternehmungen.4

Die vorliegende Darstellung untersucht die sich an dezentrale Unternehmensformen anlehnende Transferpreissystematik. Es werden differenzierte Verfahren zur Ausarbeitung von Verrechnungspreisen unter Berücksichtigung unternehmensinterner und marktmäßiger Prämissen reflektiert. Als Zielsetzung soll die Effizienz dieser Modelle anhand der von Transferpreisen ausgehenden Funktionen beurteilt werden.5

2 Organisatorische Rahmenbedingungen und Zielsetzungen von Verrechnungspreisen

2.1 Begriffsabgrenzung

Unter dem Verrechnungspreisbegriff werden Wertbestimmungen für den unternehmensinternen Austausch von Lieferungen und Leistungen innerhalb verschiedener abgegrenzter Unternehmenssektionen subsumiert.6 Hierbei sind drei unterschiedliche Konstellationen denkbar: Zum einen kann der Transfer von Gütern und Dienstleistungen zwischen unterschiedlichen Kostenstellen erfolgen, weiterhin sind auch Leistungsströme zwischen abgeschlossenen Geschäftssparten, Abteilungen oder Werken denkbar wie auch Lieferverflechtungen zwischen wirtschaftlich zusammengehörigen, aber rechtlich selbständigen Konzernunternehmungen.7 Im Gegensatz zum Marktpreis als Konsequenz von Angebots- und Nachfragerelationen gilt der Transferpreis als ein zweckgebundenes Instrumentarium.8 Seine Höhe ermittelt sich aus dem zugrunde liegenden Verrechnungspreismechanismus, der im Hinblick auf das gewählte Verrechnungspreissystem und die dahinter stehenden verschiedenen unternehmerischen Zielsetzungen variieren kann. Die Verteilung von Kosten erfolgt dabei vielfach auf Grundlage innerbetrieblicher Umlageverfahren.9

2.2 Voraussetzungen für den Einsatz von Verrechnungspreisen

Transferpreissysteme werden bei Vorliegen dezentraler Organisationsformen für die Ermittlung von Bereichserfolgen in einem Unternehmen etabliert. Als repräsentatives Organisationssystem kann in diesem Zusammenhang das Profit-Center-Konzept10 mit Zentralisierung der Einzelsparten nach Objekten wie Regionen, Produkt- oder Kundengruppen angeführt werden. Die Verantwortung der Abteilungsmanager erstreckt sich auf das jeweilige Geschäftsbereichsergebnis.11 Für die Implementierung divisionaler Unternehmensstrukturen sind die wirtschaftliche Selbständigkeit und eigene Erfolgsverantwortung der einzelnen Unternehmenssparten, verbunden mit einer strategischen Diversifikationspolitik, grundlegend. Ferner sind auch steigende Geschäftsvolumina für die zunehmende Divisionalisierung eines Unternehmens förderlich. Eine wirkungsvolle Koordination der einzelnen Bereiche erfordert zudem die Etablierung zentraler Steuerungsmechanismen. 12 Die organisatorischen Einheiten (Responsibility-Center) können je nach Verantwortlichkeitsgrad in die Kategorien Cost-Center, Expense-Center, Revenue-Center, Profit-Center und Investment- Center untergliedert werden:13

[...]


1 Vgl. Kotschenreuther, H. (1997), S. 445.

2 Vgl. Watson, D. J. H./Baumler, J. V. (1975), S. 466.

3 Vgl. Kotschenreuther, H. (1997), S. 446.

4 Vgl. Watson, D. J. H./Baumler, J. V. (1975), S. 466.

5 Kernpunkt sind hierbei die praktischen Ansätze und Konzeptionen zur Verrechnungspreisbildung. Zu den wissenschaftstheoretischen Grundlagen von Transferpreissystemen siehe beispielsweise Gschwend, W. (1986), S. 7-62.

6 Vgl. Abdel-Khalik, A. R./Lusk, E. J. (1974), S. 8 oder Gschwend, W. (1986), S. 66-68 bzw. Ewert, R./Wagenhofer, A. (2005), S. 577. Weitere Definitionen, wie Lenk-, Knappheits- oder Transferpreise, werden bei der Bewertung von innerbetrieblichem Austausch von Materialien, Vor- und Fertigprodukten sowie internen Dienstleistungen gleichbedeutend angewandt. Vgl. Kreuter, A. (1997), S. 14.

7 Vgl. Kotschenreuther, H. (1997), S. 446. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den beiden erstgenannten Bereichen. Die Thematik der Konzernverrechnungspreise wird in der Literatur vielfach als eigenständiger Komplex unter Berücksichtigung besonderer Prämissen, wie beispielsweise steuerlicher Aspekte, betrachtet.

8 Vgl. Kotschenreuther, H. (1997), S. 446.

9 Vgl. Bruckschen, H.-H. (1981), S. 84f.

10 Die vielfach in der Literatur verwendeten Begriffe wie Sparten-, Geschäftsbereichsorganisation und Division sind in diesem Zusammenhang synonym zu verstehen. Vgl. Kreuter, A. (1997), S. 9.

11 Vgl. Anthony, R. N./Dearden, J. (1980), S. 211 bzw. Coenenberg, A. G. (2003), S. 521 und Ronen, J./McKinney, G. (1970), S. 99.

12 Vgl. Coenenberg, A. G. (2003), S. 522.

13 Vgl. Kreuter, A. (1997), S. 10.


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