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Presentation (Elaboration), 2003, 14 Pages
Author: Daniel Fischer
Subject: History - World War I, Weimar Republic
Details
Institution/College: Dresden Technical University (für Geschichte)
Tags: Fischer-Kontroverse, Kriegsschuldfrage, Erster, Weltkrieg, Hauptseminar, Große, Kontroversen, Geschichtswissenschaft
Year: 2003
Pages: 14
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 9 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-73888-0
ISBN (Book): 978-3-638-76965-5
File size: 106 KB
Kriegsschuldfrage Erster Weltkrieg, Fritz Fischer, Kontroversität und Multiperspektivität in der Geschichtswissenschaft
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Abstract
Fritz Fischer (1967): „Bei der angespannten Weltlage des Jahres 1914, nicht zuletzt als Folge der deutschen Weltpolitik - die 1905, 1909 und 1911 bereits drei gefährliche Krisen ausgelöst hatte -, musste jeder lokale Krieg in Europa, an dem eine Großmacht unmittelbar beteiligt war, die Gefahr eines allgemeinen Krieges unvermeidbar nahe heranrücken. Da Deutschland den österreichisch-serbischen Krieg gewollt und gedeckt hat und, im Vertrauen auf die deutsche militärische Überlegenheit, es im Juli 1914 bewusst auf einen Konflikt mit Russland und Frankreich ankommen ließ, trägt die deutsche Reichsführung den entscheidenden Teil der historischen Verantwortung für den Ausbruch des allgemeinen Krieges.“
Excerpt (computer-generated)
Technische Universität Dresden, Institut für Geschichte
HS: Große Kontroversen in der Geschichtswissenschaft
WiSe 2003/2004
Die Fischer-Kontroverse: Kriegsschuldfrage Erster Weltkrieg
von
Daniel Fischer
Gliederung
Einstieg 3
Vorbemerkungen 4
Punkt 1: „Vorbedingungen zum 1. Weltkrieg“ – die Ideen von 1914 6
Punkt 2: Das Jahr 1961: „Griff nach der Weltmacht“ Die Thesen Fritz Fischers 8
Punkt 3: Literaturangaben zur „Fischer-Kontroverse“ 13
Einstieg:
„Die Geschichte der Jahre 1914 bis 1918 ist so gut durchforscht
wie kaum eine andere Epoche. Der Historiker bewegt sich
überall auf sicherem Boden. Heftige Fehden in der
Öffentlichkeit, scharfe Auseinandersetzungen in der Wissen-
schaft sind ausgefochten worden - man wird zugestehen, dass mit
großem Aufwand Bleibendes erreicht wurde. Die Katastrophe
eines weltumspannenden Krieges der modernen Staatenwelt ...
steht uns heute vor dem geistigen Auge anders, als die
Mitlebenden sie mit leibhaftigen Augen sahen: schon in kühler
Distanz, in allen Einzelheiten beleuchtet, fast ohne Rätsel.
Forscher in allen Ländern sind sich über die Grundzüge der
Vorgänge im Großen und Ganzen einig - sofern nicht
ideologische Bindungen die unbefangene Beurteilung
beeinträchtigen.“
Walther Hubatsch (1955)
kritische Anmerkung dazu!
(als Einführung)
Vorbemerkungen:
Fritz Fischer (1967):
„Bei der angespannten Weltlage des Jahres 1914, nicht zuletzt als Folge der deutschen Weltpolitik - die 1905, 1909 und 1911 bereits drei gefährliche Krisen ausgelöst hatte -, musste jeder lokale Krieg in Europa, an dem eine Großmacht unmittelbar beteiligt war, die Gefahr eines allgemeinen Krieges unvermeidbar nahe heranrücken. Da Deutschland den österreichisch-serbischen Krieg gewollt und gedeckt hat und, im Vertrauen auf die deutsche militärische Überlegenheit, es im Juli 1914 bewusst auf einen Konflikt mit Russland und Frankreich ankommen ließ, trägt die deutsche Reichsführung den entscheidenden Teil der historischen Verantwortung für den Ausbruch des allgemeinen Krieges.“
Zusammenfassung:
- Ursachen, Schuldfrage und die deutschen Ziele des 1. WK
- BRD 60er Jahre: die Kontroverse Methoden der Geschichtsschreibung verbessert
- Überwindung der Ansicht vom Verteidigungskrieg
Hauptfragen:
1. Problem der Wechselwirkung von Innen- und Außenpolitik, sowie die innenpolitischen Antriebskräfte der Außenpolitik
2. Die Frage nach der Kontinuität deutscher Geschichte vor und nach dem 1. Weltkrieg
- innere Antriebskräfte: konservative Eliten im Kaiserreich Ableitung von
Spannungen nach außen - Grund: wirtschaftlich-gesellschaftlicher Wandel gefährdete die alten Eliten
[...]
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This text can be quoted and accessed from this url:
03.09.2007 09:23:52
Arbeit: "Wer trägt die Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkrieges? Die historische Kontroverse vor und nach Fritz Fischers Buch „Griff nach der Weltmacht“ als Grundlage multiperspektivischen Geschichtsverstehens und -unterrichtes" (Staatsexamensarbeit, Januar 2007)