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Das sprachliche Zeichen: Saussure, Peirce und die Entstehung der Schrift

Hausarbeit, 2006, 15 Seiten
Autor: Olivia Schellenberg
Fach: Sprachwiss. / Sprachforschung (fachübergreifend)

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 15
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 5  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V73802
ISBN (E-Book): 978-3-638-74339-6

Dateigröße: 174 KB


Textauszug (computergeneriert)

Humboldt-Universität zu Berlin
Philosophische Fakultät IV
Institut für Rehabilitationswissenschaften
Sommersemester 2006
Vorlesung: Grundlagen der Linguistik und Semiotik

Hausarbeit

Das sprachliche Zeichen: Saussure und Peirce
und
Die Entstehung der Schrift

von

Olivia Schellenberg 

Studienfach: Rehabilitationspädagogik
Fachsemester: 2
Berlin, 27. 07. 2006

 

 

Inhalt

Einleitung 3

1 Saussure 4
1.1 Synchronie- Diachronie 4
1.2 Dyadisches Zeichenmodell 5

2 Peirce 7
2.1 Triadische Zeichenmodell 7
2.2 Naturalistische Theorie 8
2.2.1 Das Zeichen als Symbol 9
2.2.2 Das Zeichen als Index 10
2.2.3 Das Zeichen als Ikon 10

3 Entstehung der Schrift 11
3.1 Sprache und Schrift 11
3.2 Geschichte der Schrift 12
3.2.1 Schriftsysteme 12
3.2.1.1 Nichtphonologische System 12
3.2.1.2 Phonologisches System 14

Ausblick 14

Literaturverzeichnis 15

 

 

Einleitung

Was ist Sprache und wie funktioniert sie? Warum haben Gegenstände genau diesen Namen? Warum heißt Auto Auto?

Diesen Fragen auf den Grund zu gehen, ist sehr schwer und es gibt unterschiedliche Ansätze in der Forschung. Mehrere Linguisten haben sich mit dem Thema des sprachlichen Zeichens beschäftigt und versuchten herauszufinden, in welchem Zusammenhang die Bedeutung mit der gemeinten Sache steht. Um dies zu verdeutlichen und die Ansicht der Linguistik darzustellen, befasst sich diese Arbeit mit dem sprachlichen Zeichen aus der Sicht von Ferdinand de Saussure und Charles S. Peirce.

Des Weiteren ist eine kurze Übersicht zu der Geschichte der Schrift im Übergang von Peirce gegeben.

Betrachtet man die Sprache genauer, ist zu erkennen, dass sie ein System aus Zeichen ist (vgl. Bünting 1993, S.32). Die Linguistik ist also ein Teilgebiet der Semiotik. Um zu beschreiben wie ein Zeichen mit dem Inhalt im Zusammenhang stehen, wurden zwei verschiedene Modelle erschaffen: das dyadische und das triadische Zeichensystem.

1 Saussure

Der Genfer Sprachwissenschaftler Ferdinand de Saussure (1857-1913) erhob Anfang des 20. Jahrhunderts Thesen, in denen er die Sprache als Zeichensystem formulierte. Damit hat Saussure den Strukturalismus begründet und ist auch einer der Hauptvertreter der europäischen Strukturalisten. Der Strukturalismus ist eine wissenschaftliche Richtung, welche die Sprache als eine Struktur versteht.

1.1 Synchronie- Diachronie

Saussure verfasste die Dichotomie "Diachronie- Synchronie". Synchronie beschreibt den Sprachzustand zu einem Zeitpunkt. Die Synchronie versucht herauszufinden, mit welchen Ressourcen und Regeln die Sprache ausgestattet ist, um zu funktionieren (vgl. Bünting 1993, S. 27).

Die Diachronie hingegen beschreibt die Sprache im Prozess des zeitlichen Verlaufs als ein ständig wandelndes Medium. Sie sucht, ausgehend von einer alten Sprachstufe, nach den Gründen der Veränderungen und Entwicklungen einer Sprache (vgl. Bünting 1993, S. 27).

Saussure hält die Synchronie für bedeutungsvoller als die Diachronie. Er vertritt den Standpunkt, dass die Diachronie einer Sprache in Abhängigkeit von der Synchronie steht und auch nur so verständlich ist. Umgekehrt ist dies allerdings nicht der Fall. Das heißt, Synchronie wird immer erkannt, auch wenn historische Hintergründe unbekannt sind. Um allerdings Diachronie verstehen zu können, sind synchronische Arbeiten erforderlich. Saussure formuliert ein Beispiel aus dem Schachspiel, um dies verständlicher zu machen. So ist eine momentane Spielsituation im Schach (hier Synchronie), durch Betrachten der Stellung der Spielfiguren für eine dritte fremde Person nachvollziehbar, ohne von Beginn an dabei gewesen zu sein (vgl. Crystal 1993, S. 407). Die folgende Darstellung soll diese Situation verdeutlichen. AB stellt dabei die synchrone Achse der Zeitgleichheit dar und CD die diachrone Achse der Zeitabfolge.

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