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Cyberethik

Diploma Thesis, 2003, 98 Pages
Author: Sabine Kübert
Subject: Communications: Ethics in the Media

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2003
Pages: 98
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 139, davon 82 Internetquellen  Entries
Language: German
Archive No.: V74025
ISBN (E-book): 978-3-638-68123-0

File size: 542 KB
Notes :
Gewünschter Angebotspreis: 29,90 Euro



Excerpt (computer-generated)

Cyberethik

Diplomarbeit

an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt
Fachbereich Betriebswirtschaft
Zur Erlangung des akademischen Grades
Diplom-Betriebswirtin (FH)

vorgelegt von: 

Sabine Kübert

im SS 2003

 

 

Inhaltsverzeichnis

INHALTSVERZEICHNIS ... 1
ABBILDUNGSVERZEICHNIS  ... 3

1 EINLEITUNG  ... 4
1.1 Fragestellung und Zielsetzung  ... 4
1.2 Vorgehensweise  ... 5

2 INTERNETETHIK  ... 6
2.1 Internet  ... 6
2.1.1 Technische Grundlagen und Geschichte ...  6
2.1.2 Dienste  ... 7
2.2 Ethik ...  8
2.2.1 Begriffsdefinitionen  ... 8
2.2.2 Grundlegendes zur Medienethik  ... 10
2.2.3 Ansätze einer Internetethik  ... 12

3 REGULIERUNGSANSÄTZE ...  15
3.1 Regulierungsbedarf  ... 15
3.2 Die Rolle des Staates ...  18
3.3 Selbstregulierung  ... 20
3.3.1 Die Netiquette  ... 20
3.3.2 Mögliche Sanktionen  ... 23
3.3.3 Filtersysteme ...  24
3.3.4 Private Netzinitiativen  ... 25
3.4 Das Projekt ICANN  ... 26

4 ETHISCHE PROBLEMSTELLUNGEN  ... 29
4.1 Virtualität: Bedeutung von Raum, Zeit und Identität  ... 29
4.1.1 Der virtuelle Raum - ein Raum ohne Grenzen?  ... 29
4.1.2 Raum Internet  ... 32
4.1.3 Bedeutung der Zeit  ... 35
4.1.4 Identität im digitalen Zeitalter  ... 39
4.2 Ein Medium mit weitreichenden Folgen  ... 42
4.3 Kommerzialisierung von Information  ... 46
4.3.1 Forderung nach freiem Zugriff auf Information  ... 46
4.3.2 Unerwünschte Information  ... 54
4.4 Vertrauen im E-Commerce  ... 56
4.4.1 E-Commerce  ... 56
4.4.2 Der Begriff Vertrauen  ... 58
4.4.3 Vertrauensbildende Maßnahmen  ... 60
4.5 Das Internet als Informations- und Nachrichtenmedium  ... 66
4.5.1 Zwischen Meinungsfreiheit und Zensur  ... 66
4.5.2 Die Rolle im Irak-Krieg  ... 73
4.6 Digitale Spaltung ...  78
4.6.1 Die Situation in Deutschland  ... 78
4.6.2 Das Projekt Simputer  ... 84

5 FAZIT  ... 86

LITERATURVERZEICHNIS  ... 90
Monographien, Zeitschriften:  ... 90
Internetquellen:  ... 93

 

 

1 Einleitung

1.1 Fragestellung und Zielsetzung

In den letzten Jahren hat sich das Internet vor allem in den westlichen Ländern und Teilen Asiens zu einem weiteren ernst zu nehmenden Medium neben Presse, Rundfunk und Fernsehen entwickelt. Während bei den traditionellen Medien schon längere Zeit rege medienethische Diskussionen geführt werden, stellt der Bereich Internet hier noch Neuland dar. Deshalb soll mit dieser Arbeit das Thema Cyberethik, auch Internet- oder Netzethik genannt, näher dargestellt werden.

Das Internet steht zunächst für eine neue technologische Entwicklung. Doch es ist weit mehr als das. Das Netz beeinflusst und verändert unser gesellschaftliches Leben - sei es in der Arbeitswelt oder im Privatleben, sei es die Wirtschaft oder die Politik. Es eröffnet neue Formen der Kommunikation und Interaktion, die viele Chancen mit sich bringen. So wird beispielsweise wissenschaftliche Zusammenarbeit erleichtert, es können neue Absatzmärkte erschlossen werden oder es besteht die Chance, die Bürger aktiver am politischen Geschehen teilhaben zu lassen, etwa über das Angebot eines "virtuellen Rathauses" oder per Meinungsumfragen. Neben Chancen birgt das Internet jedoch auch (ethische) Probleme wie Datenmissbrauch, ethisch fragwürdige Inhalte und Zugangsschranken. Solche ethischen Probleme aufzuzeigen steht im Mittelpunkt dieser Arbeit. Betonen möchte ich, dass es sich hierbei nur um eine Auswahl handelt, denn eine vollständige Darstellung würde den Rahmen der Arbeit sprengen und wird wohl auch nicht zu erreichen sein, weil das Angebot im Netz zu vielseitig ist und das Internet einem permanenten Wandel unterliegt. Neben rein ethischen Problemstellungen werden auch technische, rechtliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Gegebenheiten und Probleme des Internets dargelegt, weil diese teilweise grundlegend für ein Verständnis der ethischen Fragen sind. Da es bisher noch wenig wissenschaftliche Literatur zum Thema Cyberethik gibt, ist es das Ziel dieser Arbeit, für derzeitige ethische Probleme die das Internet aufwirft zu sensibilisieren, zu reflektieren welche ethischen Herausforderungen in Zukunft in den Vordergrund rücken könnten und darzustellen wie Wirtschaft, Gesetzgebung und Gesellschaft bisher auf diese Anforderungen reagieren. Zudem soll aufgezeigt werden, dass nationale Gesetze aufgrund der Globalität des Netzes schnell an ihre Grenzen stoßen und daher vor allem jene Aktivitäten und Entwicklungen unterstützt werden sollten, die versuchen, das Netz eigenverantwortlich zu regeln und eine Selbstbindung der Internetnutzer an allgemein akzeptierte ethische Normen zu erreichen, wie sie für den Bereich der sozialen Umgangsformen im Netz beispielsweise in der Netiquette festgehalten sind.

1.2 Vorgehensweise

Um die ethischen Herausforderungen des Internets erkennen zu können, ist es zunächst einmal nötig, das Medium zu verstehen. Daher werden zu Beginn einige technische Grundlagen und die wesentlichen Dienste des Internets dargelegt. Anschließend werden die Begriffe Ethik und Moral näher erläutert. Da bisher nur Ansätze einer eigenen Internetethik vorhanden sind, sollen in diesem Zusammenhang einige Aspekte der Medienethik aufgezeigt werden, die auch für eine Ethik des Internets von zentraler Bedeutung sind. Es folgt eine kurze Zusammenfassung der netzethischen Positionen von Bernhard Debatin und Andreas Greis, die meines Erachtens grundlegende Beiträge zum Thema Internet und Ethik geliefert haben und von denen deshalb einige ihrer Ansätze in dieser Arbeit übernommen werden.
Eine wichtige Aufgabe der Internetethik ist es, zu reflektieren, wie das Netz und die Handlungen der am Netz beteiligten Akteure reguliert werden. Es soll aufgezeigt werden, ob neben technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Regelungen auch "ethische Mechanismen der Selbstregulation" wirksam im Internet umgesetzt werden können. Deshalb werden im dritten Abschnitt neben gesetzlichen Vorschriften und technischen Standards vor allem ethische Normen geschildert, denen sich die Netzbürger, Internetdiensteanbieter und Verbände verpflichten und es wird für die Netiquette dargelegt, wie die Einhaltung ethischer Normen erreicht werden kann.

Im letzten Abschnitt, dem Schwerpunkt der Arbeit, werden einige (ethische) Problemstellungen aufgegriffen und teilweise kurze Lösungsansätze aufgezeigt. Es werden sowohl Probleme geschildert, die schon seit längerer Zeit die ethische Diskussion über das Netz beherrschen, als auch Probleme, die aus aktuellem Anlass in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt sind. Das wichtige Themengebiet Datenschutz und Datensicherheit, möchte ich hierbei bewusst nur kurz anreißen, da es überwiegend den juristischen Bereich betrifft. Zudem sind die gesetzlichen Regelungen hierzu noch nicht abgeschlossen und derzeit noch einem starken Wandel unterworfen.

Da das Internet ein globales Medium ist, das Länder mit unterschiedlichstem historischem und kulturellem Hintergrund vernetzt, ist die Vielfalt an Denkmodellen und Wertvorstellungen groß. Daher beziehen sich die ethischen Gesichtspunkte dieser Arbeit hauptsächlich auf deutsche Wertmaßstäbe, wobei das Hauptaugenmerk auf den privaten Internetnutzer gerichtet ist. Angemerkt werden soll noch, dass man sich der Ethik aus philosophischer und theologischer Sichtweise nähern kann. In dieser Arbeit wird der erste Weg gewählt.

2 Internetethik

2.1 Internet

2.1.1 Technische Grundlagen und Geschichte

Das Internet besteht aus einer Vielzahl miteinander verbundener Netzwerke. Diese sind voneinander unabhängig, was das Internet sehr störungssicher macht. Eine zentrale Steuerung gibt es nicht, jedoch gewährleisten die NICs, die "Network Information Center", ein organisatorisches Minimum im Netz. Sie und ihre Unterorganisationen weltweit sind für die Vergabe der Adressen und Domainnamen zuständig.

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