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Kinder und Medien

Subtitle: Gefahren und Chancen des Medienkonsums

Examination Thesis, 2006, 122 Pages
Author: Inga Baumhoer
Subject: Pedagogy - Media Pedagogy

Details

Institution/College: University of Lüneburg
Tags: Kinder, Medien
Category: Examination Thesis
Year: 2006
Pages: 122
Grade: 1,00
Language: German
Archive No.: V74496
ISBN (E-book): 978-3-638-63291-1
ISBN (Book): 978-3-638-93180-9
File size: 388 KB

Abstract

„Kinder und Medien“ gehören zunehmend zu den wichtigsten Forschungs- und Diskussionsthemen der Pädagogen, Psychologen, Neurologen, Pädiater und anderer Wissenschaftler. Das geradezu explosive Wachstum, vor allem der elektronischen Medien, wirkt tiefgreifend in unsere Gesellschaft und sozialisiert vor allem unsere Kinder. Neben dem einfachen Fernsehapparat gibt es in den Haushalten immer mehr Computer mit Internetzugang, Videogeräte, Handys und MP3-Player, die alle auch von Kindern genutzt werden. Die heutige Generation der Kinder ist diejenige, die mit dem größten Medienzuwachs lebt und aufwächst. Die Medien greifen intensiv in den Alltag der Kinder ein. Die Tragweite all dieser Reize, ihrer Einwirkung auf die kindliche Psyche, ist immer noch umstritten und wird kontrovers diskutiert. Angesichts der Tatsache, dass es kaum möglich ist, sich dem Einfluss der Medien, die ja zum Alltag gehören, zu entziehen, ist es unabdingbar, dass sich Eltern und Pädagogen mit diesem Thema auseinandersetzen. Sie müssen die Bedeutung der Medien bedenken und prüfen, ihre Risiken im Blick haben, aber auch über den sinnvollen Umgang mit ihnen orientiert sein. Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick über den komplexen Themenbereich „Kinder und Medien“ bieten. Ziel ist es festzustellen, ob die negativen Möglichkeiten der Medien die positiven überwiegen. Folgende Gliederung liegt der Arbeit zugrunde: Kapitel 2 fokussiert „Kinder und Medien“, indem neben einer Definition des Begriffs „Medium“ die Situation von Kindern und ihrem Alltag mit der Mediennutzung beleuchtet wird. Das dritte Kapitel widmet sich dem Thema der Medienwirkungsforschung mit ihrer Geschichte und ihren verschiedenen Ansätzen. Kapitel 4 bildet zusammen mit dem fünften Kapitel den Schwerpunkt der Arbeit. Hier werden die verschiedenen Gefahren der Mediennutzung angesprochen. Das fünfte Kapitel enthält mögliche Chancen einer Mediennutzung. Das sechste Kapitel hat das Thema Medien und Entwicklung zum Gegenstand. Kapitel 7 thematisiert Präventionsmöglichkeiten gegenüber möglichen negativen Auswirkungen des Medienkonsums. Dabei wird auf das Kinder- und Jugendschutzgesetz eingegangen. Danach folgt der Bereich der Medienpädagogik. Darüber hinaus werden im hier vorgelegten Kontext relevante Aspekte der Medienpädagogik in der Schule erläutert...


Excerpt (computer-generated)

Hausarbeit im Rahmen der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt
an Grund-, Haupt- und Realschulen
angefertigt im Prüfungsfach Pädagogik


Kinder und Medien –
Gefahren und Chancen des Medienkonsums


Inga Baumhoer

14.11.2006

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung ... 1
1.1 Ergänzende Anmerkungen ... 3

2. Kinder und Medien ... 4
2.1 Medien – Ein Definitionsversuch ... 4
2.2 Kinder und Mediennutzung – Die KIM-Studie ... 5
2.2.1 Häufigste Freizeitaktivitäten ... 5
2.2.2 Liebste Freizeitaktivitäten ... 6
2.2.3 Themeninteressen ... 7
2.2.4 Geräteausstattung ... 9
2.2.5 Medienbindung ... 9
2.2.6 Computernutzung ... 10
2.2.6.1 Tätigkeiten am Computer ... 10
2.2.6.2 Computerspiele ... 11
2.2.6.3 Internetnutzung ... 12
2.2.7 Resümee der KIM-Studie ... 13

3. Medienwirkungsforschung ... 15
3.1 Geschichte der Medienwirkungsforschung ... 15
3.1.1 Erste Phase: Die wirkungsstarken Medien ... 15
3.1.2 Zweite Phase: Die wirkungsschwachen Medien ... 16
3.1.3 Dritte Phase: Die neuen Konzepte ... 17
3.2 Zusammenfassung der Ansätze ... 19

4. Gefahren der Mediennutzung ... 20
4.1 Medien und Gewalt ... 20
4.1.1 Was ist Gewalt? Ein Definitionsversuch ... 20
4.1.2 Thesen der Gewaltwirkung ... 21
4.1.2.1 Schlussfolgerung aus den Thesen ... 26
4.1.3 Gewalt und Computerspiele ... 27
4.1.3.1 Gewalt und mangelnde Empathiefähigkeit durch Computerspiele ... 27
4.2 Medien und schulische Leistungen ... 31
4.2.1 Fernsehen, Computer und Schulleistungen ... 31
4.2.2 Medien und Lesen ... 34
4.2.3 Fernsehen und Konzentrationsprobleme ... 39
4.3 Gefahr Internetsucht? ... 41
4.3.1 Definition Sucht ... 41
4.3.2 Definition Internetsucht ... 41
4.3.3 Ergebnisse einzelner Studien ... 43
4.4 Gefahr Fernsehsucht? ... 45
4.5 Fernsehen und Angst ... 47
4.6 Macht Fernsehen dick? ... 50
4.7 Weitere negative Auswirkungen des starken Medienkonsums auf den menschlichen Körper ... 51
4.8 Zusammenfassung der Gefahren des Medienkonsums ... 54

5. Chancen der Mediennutzung ... 56
5.1 Bildungsfernsehen: Förderung der Wissensvermittlung? ... 56
5.2 Medien als Alltagshilfe? Medien und ihre Funktionen ... 59
5.2.1 Funktionen nach Ploetz ... 59
5.2.2 Funktion nach Theunert, Lenssen und Schorb (1995) ... 61
5.3 Medien zur Bewältigung von Entwicklungsaufgaben ... 64
5.4 Positive Auswirkungen von Computerspielen ... 65
5.5 Neues Lernen mit Laptops ... 67
5.5.1 Exkurs: Pro und contra Computereinsatz in der Schule ... 70
5.5.1.1 Abwägung der Argumente ... 73
5.6 Zusammenfassung der Chancen des Medienkonsums ... 74

6. Medien und Entwicklung ... 75
6.1 Kognitive Entwicklung ... 75
6.2 Emotionale Entwicklung ... 79
6.3 Moralische Entwicklung ... 80
6.4 Schlussfolgerung ... 82

7. Präventionsmöglichkeiten gegenüber möglichen Gefahren ... 83
7.1 Das Kinder- und Jugendschutzgesetz ... 83
7.1.1 JuSchG und Medien ... 84
7.1.2 Fazit ... 87
7.2 Medienpädagogik ... 88
7.2.1 Die Geschichte der Medienpädagogik ... 88
7.2.2 Medienkompetenz als Ziel der Medienpädagogik ... 90
7.2.3 Medienerziehung in der Schule ... 91
7.2.3.1 Ziele der Medienerziehung in der Schule ... 94
7.2.3.2 Medienerziehung und Kerncurricula ... 96
7.2.3.3 Probleme schulischer Medienerziehung ... 99
7.2.4 Medienkompetenz und KIM-Studie ... 100
7.2.5 Medienerziehung und Familie ... 101
7.2.6 Schlussfolgerung ... 103

8. Resümee und Schlussbetrachtung ... 105

Literaturverzeichnis ... 108


 

1. Einführung

„Kinder und Medien“ gehören zunehmend zu den wichtigsten Forschungs- und Diskussionsthemen der Pädagogen, Psychologen, Neurologen, Pädiater und anderer Wissenschaftler.

Das geradezu explosive Wachstum, vor allem der elektronischen Medien, wirkt tiefgreifend in unsere Gesellschaft und sozialisiert vor allem unsere Kinder. Neben dem einfachen Fernsehapparat gibt es in den Haushalten immer mehr Computer mit Internetzugang, Videogeräte, Handys und MP3-Player, die alle auch von Kindern genutzt werden. Die heutige Generation der Kinder ist diejenige, die mit dem größten Medienzuwachs lebt und aufwächst.

Die meisten Kinder sehen täglich fern, beschäftigen sich mit Computerspielen oder surfen im Internet und nehmen eine Vielzahl an visuellen Eindrücken und Erfahrungen auf. Die Medien greifen intensiv in den Alltag der Kinder ein. Die Tragweite all dieser Reize, ihrer Einwirkung auf die kindliche Psyche, ist immer noch umstritten und wird kontrovers diskutiert. Im Vordergrund steht die Frage nach den schädlichen Einflüssen auf die Entwicklung der Kinder. Einerseits behaupten Studien, dass häufiger Medienkonsum die Kinder „verdummt“, Gewaltbereitschaft und – durch Bewegungsmangel - Fettleibigkeit fördert. Andererseits wird davon ausgegangen, dass frühe Medienerfahrungen den Schulalltag und das spätere Berufsleben erleichtern können.

Angesichts der Tatsache, dass es kaum möglich ist, sich dem Einfluss der Medien, die ja zum Alltag gehören, zu entziehen, ist es unabdingbar, dass sich Eltern und Pädagogen mit diesem Thema auseinandersetzen. Sie müssen die Bedeutung der Medien bedenken und prüfen, ihre Risiken im Blick haben, aber auch über den sinnvollen Umgang mit ihnen orientiert sein.

Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick über den komplexen Themenbereich „Kinder und Medien“ bieten. Die Methode dieser Arbeit ist als kritischer Forschungsliteratur-Bericht zu verstehen. Ziel ist es festzustellen, ob die negativen Möglichkeiten der Medien die positiven überwiegen. Es soll insbesondere herausgefunden werden, ob Medien u.a. für Gewalt unter Kindern und Jugendlichen,Konzentrationsstörungen, Ängste, schlechte schulische Leistungen und Übergewicht verantwortlich sind oder ob die negativen Wirkungen geringer sind als angenommen.

Folgende Gliederung liegt der Arbeit zugrunde:
Kapitel 2 fokussiert „Kinder und Medien“, indem neben einer Definition des Begriffs „Medium“ die Situation von Kindern und ihrem Alltag mit der Mediennutzung beleuchtet wird. Die Kernfrage lautet hier, ob der Kinderalltag heute auch als Medienalltag bezeichnet werden kann.

Das dritte Kapitel widmet sich dem Thema der Medienwirkungsforschung mit ihrer Geschichte und ihren verschiedenen Ansätzen.

Kapitel 4 bildet zusammen mit dem fünften Kapitel den Schwerpunkt der Arbeit. Hier werden die verschiedenen Gefahren der Mediennutzung angesprochen. Konkret geht es um die Frage, ob Medien Aggressionen fördern, kognitive Kompetenzen beeinträchtigen, Suchtpotentiale bergen, Angst oder Übergewicht auslösen können.

Das fünfte Kapitel enthält mögliche Chancen einer Mediennutzung. Aspekte des Kapitels sind u.a. das Bildungsfernsehen und verbessertes Lernen durch Laptops. Gefragt wird außerdem, ob Medien eine Alltagshilfe sind, welche Funktionen sie erfüllen, ob sie helfen können, Entwicklungsaufgaben zu bewältigen und inwieweit sich Computerspiele auch positiv auf den Nutzer auswirken können.

Das sechste Kapitel hat das Thema Medien und Entwicklung zum Gegenstand. Es wird versucht, das Thema auch aus entwicklungs-psychologischer Perspektive zu betrachten.

Kapitel 7 thematisiert Präventionsmöglichkeiten gegenüber möglichen negativen Auswirkungen des Medienkonsums. Dabei wird auf das Kinder- und Jugendschutzgesetz eingegangen, mit dem Blickwinkel auf entsprechende Passagen zum Thema „Kinder und Medien“. Danach folgt der Bereich der Medienpädagogik. Hier soll erläutert werden, was unter dem Begriff zu verstehen ist und welche Zielsetzungen er beinhaltet. Darüber hinaus werden im hier vorgelegten Kontext relevante Aspekte der Medienpädagogik in der Schule erläutert.

Das achte Kapitel bildet mit dem Resümee den Abschluss dieser Arbeit. Darin sollen die Kernaussagen zusammenfassend dargestellt und in Verbindung mit der Ausgangsfrage - „Worin bestehen die Gefahren und Chancen des Medienkonsums?“ - erläutert werden.
 

1.1 Ergänzende Anmerkungen

Die ausgewählten Beispiele sollen exemplarisch für die vielfältigen Bereiche dieses Themas stehen und grundsätzliche Diskussionspunkte aufzeigen. Es könnten daher auch andere Materialien von Daten und Quellen eine sinnvolle Ergänzung sein. Die Arbeit erhebt somit keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern will lediglich einen Einblick in ein komplexes Themenfeld liefern. Da die Literaturrecherche sehr umfangreich ausfiel und die Ergebnisse ein überwältigendes Datenmaterial lieferten, wird in dieser Arbeit das Augenmerk hauptsächlich auf die Medien Fernseher, Computer und Internet gerichtet sein, um so Schwerpunkte zu setzen und die Arbeit in einem entsprechend eng geführten Rahmen zu halten. Andere Medien, wie das Radio, Printmedien o.Ä. werden nur dort erwähnt, wo sie zu weiteren Erkenntnissen führen und nicht im Einzelnen dargestellt.

Es wurde hauptsächlich die Altersgruppe von Kindern zwischen 6-13 Jahren untersucht. Wird in der Arbeit von Kindern gesprochen, so ist in der Regel diese Altersgruppe gemeint. Auf die gesonderte Nennung der weiblichen Form wird überwiegend verzichtet, sie ist impliziert.

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