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Termpaper, 2007, 14 Pages
Author: Ann-Carolin Helmreich
Subject: Pedagogy - Intercultural Pedagogy
Details
Institution/College: University of Education Heidelberg
Tags: Auswirkungen, Dschihad, Handlungsfelder, Gewalt, Schule, Islam, Pädagogik, Unterricht, Realschule, Handlungsempfehlungen
Year: 2007
Pages: 14
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 11 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-73111-9
ISBN (Book): 978-3-638-79523-4
File size: 124 KB
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Abstract
Nach dem 11.September 2001 schreit die Welt auf und liegt im Wandel. Der Focus richtet sich zunehmend auf die islamische Welt, welche für den Terror in New York und das schreckliche Verbrechen verantwortlich sein soll. Zum ersten Mal wird in der Presse ein Begriff immer wieder erwähnt, der sich in unseren Köpfen einbrennt – Dschihad – der heilige Krieg. Ein Krieg mit religiöser Legitimierung wurde auch vom Christentum geführt, jedoch liegen die Kreuzzüge soweit zeitlich zurück, dass sich in der westlichen Welt ein religiöser Krieg wie eine Farce anhören mag. Jedoch lohnt sich die Beschäftigung mit dem Thema, welches seine Präsenz nicht eingebüßt hat. Nicht nur in den Medien sind fundamentalistische Gedankenströmungen aus der islamischen Welt immer wieder ein Thema, auch der Pädagoge setzt sich mit diesen Strömungen zunehmend auseinander.
Excerpt (computer-generated)
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Fachbereich: Pädagogik, WiSe 2006
حركة الجهاد الإسلا
Der Dschihad – Auswirkungen auf pädagogische Handlungsfelder
Beispiele und didaktische Überlegungen
von
Ann-Carolin Helmreich
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG 2
2. DSCHIHAD – EIN HEILIGER KRIEG? 3
2.1. Bedeutung für Deutschland 4
2.2. Koranschulen 5
2.3. Deutsche Schulen und der Islam 6
3. PÄDAGOGISCHER UMGANG MIT DEM THEMA 8
3.1 Fächerspezifische Annährung 8
3.2. Stigmatisierung vermeiden 9
4. DIDAKTISCHE ÜBERLEGUNGEN 10
4.1 Didaktische Vorgehensweise 10
4.2 Zugewinn für den Unterricht? 11
5. FAZIT 12
6. LITERATURVERZEICHNIS 13
1. Einleitung
Nach dem 11.September 2001 schreit die Welt auf und liegt im Wandel. Der Focus richtet sich zunehmend auf die islamische Welt, welche für den Terror in New York und das schreckliche Verbrechen verantwortlich sein soll. Zum ersten Mal wird in der Presse ein Begriff immer wieder erwähnt, der sich in unseren Köpfen einbrennt – Dschihad – der heilige Krieg. Ein Krieg mit religiöser Legitimierung wurde auch vom Christentum geführt, jedoch liegen die Kreuzzüge soweit zeitlich zurück, dass sich in der westlichen Welt ein religiöser Krieg wie eine Farce anhören mag.
Jedoch lohnt sich die Beschäftigung mit dem Thema, welches seine Präsenz nicht eingebüßt hat. Nicht nur in den Medien sind fundamentalistische Gedankenströmungen aus der islamischen Welt immer wieder ein Thema, auch der Pädagoge setzt sich mit diesem Thema zunehmend auseinander.
Durch die verstärkte Migration muslimischer Mitbürger stellt sich die Frage, wie man mit dem Thema in der Schule umgeht. Eine Unwissenheit seitens der Pädagogen würde fatale Folgen mit sich bringen. Es gilt, gut informiert zu sein, um den Islam nicht polarisierend zu begreifen, jedoch bei ersten Anzeichen eines Mißbrauchs religiöser Überzeugnung eingreifen zu können. Diese Verantwortung nehmen Pädagogen auf sich, vor allem, wenn sie Fächer wie Religion, Gemeinschaftskunde oder Politik unterrichten. Die Arbeit soll einen Überblick verschaffen über das Thema Dschihad im pädagogischen Kontext und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Desweiteren werden Möglichkeiten aufgezeigt, dem Thema in einer Unterrichtseinheit gerecht zu werden.
Da das Thema dieser Seminararbeit sehr umfassend und es im Rahmen einer wissenschaftlichen Ausarbeitung nicht möglich ist, die ganze Spannbreite darzustellen, erhebt diese Arbeit keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit.
2. Dschihad – Ein heiliger Krieg?
The Arabic term jihad, usually translated into European languages as ′holy
war′, rather more on the basis of its juridical usage in Islam than on its
much more universal meaning in the Quran and Hadith, is derived from
the root jhd, whose primary meaning is ′to strive′ or ′to exert oneself′. Its
translation into ′holy war′, combined with the erroneous notion of Islam
prevalent in the West as the ′religion of the sword′, has helped to eclipse its
inner and spiritual significance and to distort its connotation. 1
Betrachtet man den Ursprung des Wortes Dschihad, (arabisch: جهاد dschihad, von جاهد dschahada, „sich bemühen, sich anstrengen, kämpfen“; auch Djihad oder gelegentlich in der englischen Schreibweise Jihad) 2 fällt auf, dass sich selbst im Islam niemand darüber einig ist, welche Bedeutung das Wort haben soll. Im Koran selbst erfährt es nur viermal eine Erwähnung, wobei sowohl von Friede, als auch von kriegerischen Absichten die Rede ist. Sicher ist nur, dass es bei diesem Begriff um die Verbreitung des Islams weltweit geht. Ob nun mit kriegerischer oder friedlicher Facon, bleibt offen.
Seit den 1970er Jahren verbreitete sich dann zunehmend die offensive Dschihad-
Lehre von Sayyid Qutb, der vier Phasen des Dschihad unterscheidet, die vom
friedlichen Kampf bis zum offensiven Krieg gegen alle Nichtmuslime reicht. Die
Muslime müssen, nach Qutb, je nach Situation verschiedene Arten von Dschihad
führen, wenn sie jedoch stark genug seien, müssten sie einen offensiven militärischen
Dschihad führen. 3
Auch Papst Benedikt XVI. hat zusammen mit 28 rennomierten islamischen Gelehrten den Begriff zusammengefasst unter der Bedeutung: Kampf einschließlich Gewalteinwendung.
[...]
1 http://arabworld.nitle.org
2 http://de.wikipedia.org/wiki/Dschihad
3 http://de.wikipedia.org/wiki/Dschihad
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