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Die Abenteuer des Herakles in Wort und Bild

Textbook, 2002, 52 Pages
Author: Ernst Probst
Subject: History - Early and Ancient History

Details

Category: Textbook
Year: 2002
Pages: 52
Language: German
Archive No.: V7557
ISBN (E-book): 978-3-638-14778-1
ISBN (Book): 978-3-638-73444-8
File size: 1245 KB

Abstract

Herakles (Herkules) gilt als der bedeutendste Held der griechischen Sagenwelt und als Halbgott. Er war der Sohn von Göttervater Zeus und der irdischen Königsgattin Alkmene. Im Dienst von König Eurystheus vollbrachte Herakles zwölf Heldentaten. Durch das von Deianira geschickte und mit dem Blut des Zentauren Nessus getränkte Gewand litt Herakles unerträgliche Schmerzen, ließ sich deswegen verbrennen, wurde in den Olymp aufgenommen und erhielt Hebe als Gemahlin.


Excerpt (computer-generated)

HERAKLES
Die Abenteuer des Herkules

Verlag Ernst Probst

 

Herakles’ Jugend

Herakles war ein Sohn Zeus. Seine Mutter hieß Alkmene und war die Gattin des Königs Amphitryon von Mykene, der eines Mordes wegen in Theben am Hofe König Kreons in der Verbannung lebte.

Die Göttermutter Hera, die Gemahlin des Weltenbeherrschers, blickte voll Haß auf den Neugeborenen und suchte ihn zu verderben. Sie sandte zwei Schlangen an die Wiege des Knaben in Alkmenes Gemach, die ihn töten sollten. Als die giftigen Nattern seinen Hals umstrickten, erwachte Herakles mit einem Schrei. Um sich von dem lebenden Halsband, das sich immer enger zusammenzog, zu befreien, richtete er sich von seinem Lager auf, ergriff mit jeder Hand eine Schlange im Genick und erwürgte sie, noch ehe die erschrockene Mutter herbeigeeilt war, mit eigenen Händen. Staunend standen die Eltern vor dieser Probe übermenschlicher Kraft. Sie sahen darin ein Wunderzeichen, in dem die Götter für ihres Sohnes Zukunft Großes offenbarten. Schnell lernte Herakles alle Fertigkeiten, die einen Helden auszeichnen, und schon in jungen Jahren erschlug er einen mächtigen Löwen, der im Bergwalde Kithairon die Menschen und die Herden seines Vaters in Schrecken hielt.

Als Herakles einst an einer Weggabelung saß und darüber nachsann, welche Lebensbahn er einschlagen solle, kamen aus verschiedenen Richtungen zwei schöne Frauen auf ihn zu. „Du bist unschlüssig, Herakles, welchem Lebensweg du folgen sollst,“ begann die erste, die ein prächtiges Gewand trug. „Nimm mich als Freundin und Begleiterin, so werde ich dich die angenehmste und gemächlichste Straße führen. Alle Freuden, welche diese Erde zu bieten vermag, werde ich dir gewähren und Last und Sorge von dir fernhalten.“

[...]


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