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Peisitratos - Tyrann von Athen

Subtitle: Machtergreifung - Herrschaft - Nachfolger

Termpaper, 1999, 17 Pages
Author: M.A. Daniela Maschmann
Subject: History - Early and Ancient History

Details

Category: Termpaper
Year: 1999
Pages: 17
Grade: gut
Language: German
Archive No.: V7602
ISBN (E-book): 978-3-638-14813-9
ISBN (Book): 978-3-638-86573-9
File size: 180 KB

Abstract

Peisistratos Herrschaft als Tyrann von Athen bedeutete eine wichtige Zäsur in der Geschichte der Stadt. Seine Tyrannis schuf die Grundlage für eine neue, demokratische Gesellschaft und war gleichzeitig das Verbindungsstück zwischen der Krise des Adelsstaates und einem demokratischen Neubeginn. Sozusagen eine Etappe zur Verstaatlichung der athenischen Gesellschaft. Diese Arbeit soll nun, nach einer kurzen Einführung in den Begriff des Tyrannen im alten Griechenland, von der Machtergreifung über die Herrschaft bis hin zu der Nachfolge der Söhne, die Geschichte des Tyrannen Peisistratos grob nachzeichnen. Ziel ist es, einen Überblick über die Maßnahmen und vor allem über die Verände-rungen während der Tyrannis der Peistratiden zu geben. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der eigentlichen Herrschaftszeit Peisistratos und damit auf den Geschehnissen in der Innen- und Außenpolitik, sowie in dem Bereich Kultur und Religion. Die einzel-nen Kapitel bauen chronologisch aufeinander auf, schneiden jedoch die meisten Sachverhalte nur kurz an, da eine detailliertere Ausführung den Rahmen dieser Ar-beit sprengen würde. Die Arbeit basiert vor allem auf, durch Geschichtswissenschaftler zusammengefaßte, antiken Informationen von Aristoteles, Herodot und anderen antiken Überliefern. Besonders die Werke von Jochen Bleicken , Erich Bayer und Carl W. Weber kommen in dieser Arbeit zum Tragen, wobei hinzugefügt werden muß, das die Literatur Carl W. Webers in der Forschung wohl nicht als richtungsweisend gelten darf, jedoch die damalige Situation gut veranschaulicht. Und obwohl auch die weiteren hier genannten Werke lediglich Zusammenfassungen über die Geschehnisse enthal-ten, kann von einer wissenschaftlich korrekteren Analyse ausgegangen werde. Im weiteren werden einige sachliche und zeitliche Unterschiede in der verwendeten Literatur in dieser Arbeit kenntlich gemacht, jedoch nicht näher untersucht.


Excerpt (computer-generated)

Peisitratos - Tyrann von Athen. Machtergreifung - Herrschaft - Nachfolger

von Daniela Maschmann


Inhaltsübersicht

1. Einleitung 2

2. Die Tyrannis im alten Griechenland 4

3. Peisistratos auf dem Weg zur Macht 6

4. Die Herrschaft des Peisistratos 8

4.1 Innenpolitik 8

4.2 Kultur und Religion 10

4.3 Außenpolitik 10

5. Die Nachfolger - Peisistratos` Söhne 12

6. Zusammenfassung 14

7. Literaturverzeichnis 15

 


1. Einleitung

Peisistratos Herrschaft als Tyrann von Athen bedeutete eine wichtige Zäsur in der Geschichte der Stadt. Seine Tyrannis schuf die Grundlage für eine neue, demokratische Gesellschaft und war gleichzeitig das Verbindungsstück zwischen der Krise des Adelsstaates und einem demokratischen Neubeginn. Sozusagen eine Etappe zur Verstaatlichung der athenischen Gesellschaft.
Diese Arbeit soll nun, nach einer kurzen Einführung in den Begriff des Tyrannen im alten Griechenland, von der Machtergreifung über die Herrschaft bis hin zu der Nachfolge der Söhne, die Geschichte des Tyrannen Peisistratos grob nachzeichnen. Ziel ist es, einen Überblick über die Maßnahmen und Veränderungen im politischen und wirtschaftlichen Bereich während der Tyrannis der Peistratiden zu geben. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der eigentlichen Herrschaftszeit Peisistratos, genauer auf den Geschehnissen in der Innen- und Außenpolitik, sowie in der Kultur und Religion. Die einzelnen Kapitel bauen chronologisch aufeinander auf, schneiden jedoch die Sachverhalte nur kurz an, da eine detailliertere Ausführung den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde.
Die Arbeit basiert vor allem auf, durch Geschichtswissenschaftler zusammengefaßte, antiken Informationen von Aristoteles, Herodot und anderen antiken Überliefern. Besonders die Werke von Jochen Bleicken , Erich Bayer und Carl W. Weber kommen hier zum Tragen, wobei hinzugefügt werden muß, daß die Literatur Carl W. Webers in der Forschung wohl nicht als richtungsweisend gelten darf, jedoch die damalige Situation gut veranschaulicht. Und obwohl auch die weiteren hier genannten Werke lediglich Zusammenfassungen über die Geschehnisse enthalten, kann von einer wissenschaftlich korrekteren Analyse ausgegangen werden. Im weiteren werden einige sachliche und zeitliche Unterschiede in der verwendeten Literatur innerhalb dieser Arbeit kenntlich gemacht, jedoch nicht näher untersucht.

Zum Forschungsstand kann gesagt werden, daß gerade der Bereich der athenischen Geschichte einen viel untersuchten Komplex darstellt. Besonders durch die das frühere Griechenland betreffenden archäologischen Forschungen konnten in den letzten Jahren wesentliche Kenntnisse in diesem Bereich gewonnen werden. So ist auch die hier benutzte Literatur auf einem aktuellen Stand. Nachteilig ist hierbei lediglich die Kürze, in der die einzelnen Unterthemen abgehandelt werden. Und dennoch bietet der Forschungsteil der Literatur, neben dem wissenschaftlichen Unterbau zur Darstellung, auch eigene wichtige Informationen.

2. Die Tyrannis im alten Griechenland

Die griechische Tyrannis findet etwa um 700 v. Chr. ihren Ursprung. Erklärend könnte man sie als eine "Zusammenfassung der politischen Gewalt in den Händen mächtiger Persönlichkeiten [...] " beschreiben, die "ohne Rücksicht auf die Bürger der einzelnen Gemeinden mit unumschränkter Gewalt regiert[en]".
Wo in Krisenzeiten eine gütliche Einigung nicht zustande kam oder scheiterte, gab es keine Erhebung des Volkes, sondern ein Adeliger usurpierte von da an als Tyrann die alleinige Macht. Und obwohl sich jede Tyrannenherrschaft maßgeblich von anderen unterschied, wiesen doch Menschentyp und Struktur in den einzelnen Erscheinungsformen viele gemeinsame Züge auf.
Die Etablierung der Monarchie verlangte in jeden Fall als ersten Schritt eine starke Ausgangsposition des Tyrannen. Dennoch war eine Machtergreifung im ‚Alleingang′ nicht möglich. Es bedurfte eines starken Anhangs, der sich entweder aus einer sozialen Unzufriedenheit heraus bildete oder sich aus, von jeher von politischen Rechten ausgeschlossenen Gruppen zusammensetze. Und damit der Tyrann sich seiner Anhänger auch sicher sein konnte, war es für die Sicherung nach Innen von Nöten, ihnen entsprechend entgegenzukommen. In der Regel unterlagen die Tyrannen somit dem Zwang einer Sozialpolitik. Ihre innere Politik war so in vielen Fällen ausgesprochen durch Mittelstandspolitik geprägt.

[...]


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