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Thesis (M.A.), 2004, 94 Pages
Author: M.A. Barbara Urban
Subject: Sport - Media and Communication
Details
Tags: Analyse, Perspektive, Gesundheitsportals, Internet, Beispiel, Gesund, Süden
Year: 2004
Pages: 94
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 70 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-74100-2
File size: 5090 KB
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Abstract
Das Internet entwickelt sich zunehmend zu einem besonders wichtigen, universellen Medium für Werbung, Verkauf und Informationsgewinnung. Der Verbraucher bekommt präzise Informationen über das Netz und hat damit die Möglichkeit permanent den Raum und die Zeit auf dem Datenhighway zu überwinden. Die unterschiedlichen Bereiche der neuen Medien wachsen seit Jahren inflationär. So nimmt die weltweite Zahl der Internetanwender mit jeder Sekunde um sieben weitere Nutzer zu (e-commerce magazin, 2000. Online-Käufer sind untreu). Electronic Commerce Info Net (ECIN, 2003) berichtet in diesem Zusammenhang, dass das Internet die Medien Fernsehen und Zeitschriften als Informationsquelle längst abgelöst hat. Diese Entwicklung wird insbesondere durch die immer besser werdende und kontinuierlich steigende Ausstattung privater Haushalte mit Informations- und Kommunikationstechnologien begünstigt. So hatte 2003 jeder zweite Haushalt einen eigenen Internetanschluss (51 Prozent) – im Vergleich dazu hatte 1998 nur jeder zwölfte Haushalt einen Anschluss (8 Prozent). Im internationalen Vergleich liegt die deutsche Verbreitung der Internetzugänge zwar etwas über dem EU-Durchschnitt, erreichte aber bislang nicht das Niveau führender EU-Länder, wie z.B. das der Niederlande mit 66 Prozent. Ebenso konnte die USA und Kanada bislang nicht von der deutschen Internetverbreitung eingeholt werden (Statistisches Bundesamt, 2004. Informationstechnologie in Haushalten). (...) Gesundheitsthemen spielen bei der Informationssuche eine immer größere Rolle. Denn die Qualität der Leistungen des Gesundheitssystems in Deutschland ist enorm hoch und die sinkenden Einnahmen der gesetzlichen Krankenversicherer sowie steigende Kosten für medizinische Versorgung und Medikamente erhöhen den Druck auf das bestehende Gesundheitssystem (Baur et al., 2001. E-Health in Deutschland). Diese Entwicklung verursacht sowohl stärkere Bedürfnisse nach Informationen als auch eine zunehmende Integration der Betroffenen. So kommt es, dass sich durch die Entwicklung der elektronischen Medien immer mehr Patienten mit zusätzlichen Informationen über das Internet versorgen oder eine zweite Meinung zu medizinischen Problemen einholen. (...)
Excerpt (computer-generated)
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Institut für Sport und Sportwissenschaft
Magisterarbeit
zur Erlangung des Magister Artium (M. A.)
Analyse und Perspektive eines Gesundheitsportals im Internet am Beispiel von "Gesund im Süden"
Barbara Urban
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung ... 2
1.1 Problemstellung ... 7
1.2 Vorgehensweise der Untersuchung ... 7
2 Gesundheit und Internet ... 8
2.1 Der Begriff „Gesundheitsportal“ ... 11
2.2 Der Begriff „e-Health“ ... 12
2.3 Rahmenbedingungen Gesundheit im Web ... 13
2.3.1 Gesundheitsinformationen im Internet ... 13
2.3.2 Soziodemographisches Umfeld in Bezug auf Gesundheitsinformationen ... 14
2.3.3 e-Commerce im Thema Gesundheit ... 16
2.3.3.1 Definition e-Commerce ... 16
2.3.3.2 Arzneimittelvertrieb im Internet ... 17
2.3.3.3 Vertrieb von Rehabilitation im Internet ... 21
2.3.3.4 Wellness und Wellnessreisen im Internet ... 22
3 Branchenumfeldanalyse ... 24
3.1 Gesundheitsportale ... 24
3.1.1 Vitanet GmbH ... 27
3.1.2 NetDoktor.de GmbH ... 32
3.2 Rehabilitation- und Wellnessportale ... 35
3.2.1 Rehabilitation am Beispiel von www.rehaklinik.com ... 35
3.2.2 Wellness am Beispiel von www.wellness.de ... 38
4 Internetportal „Gesund im Süden“ ... 45
4.1 Das Konzept ... 45
4.2 Die Realisierung ... 47
4.2.1 Analyse der Usability ... 48
4.2.1.1 „Gesundheit“ ... 50
4.2.1.2 „Wellness“ ... 62
4.2.1.3 „Wellness Stars“ ... 72
4.2.1.4 „Reisen“ ... 80
4.2.1.5 „Service“ ... 83
4.2.1.6 „Newsletter“ ... 85
4.2.1.7 „Partner“ und „Impressum“ ... 85
4.2.2 Zugriffszahlen ... 86
4.2.3 Fazit www.gesund-im-sueden.de ... 87
5 Schlussfolgerung ... 88
6 Literaturverzeichnis ... 90
1 Einleitung
Das Internet entwickelt sich zunehmend zu einem besonders wichtigen, universellen Medium für Werbung, Verkauf und Informationsgewinnung. Der Verbraucher bekommt präzise Informationen über das Netz und hat damit die Möglichkeit permanent den Raum und die Zeit auf dem Datenhighway zu überwinden.
Die unterschiedlichen Bereiche der neuen Medien wachsen seit Jahren inflationär. So nimmt die weltweite Zahl der Internetanwender mit jeder Sekunde um sieben weitere Nutzer zu (e-commerce magazin, 2000. Online-Käufer sind untreu). Electronic Commerce Info Net (ECIN, 2003) berichtet in diesem Zusammenhang, dass das Internet die Medien Fernsehen und Zeitschriften als Informationsquelle längst abgelöst hat.
Diese Entwicklung wird insbesondere durch die immer besser werdende und kontinuierlich steigende Ausstattung privater Haushalte mit Informations- und Kommunikationstechnologien begünstigt. So hatte 2003 jeder zweite Haushalt einen eigenen Internetanschluss (51 Prozent) – im Vergleich dazu hatte 1998 nur jeder zwölfte Haushalt einen Anschluss (8 Prozent). Im internationalen Vergleich liegt die deutsche Verbreitung der Internetzugänge zwar etwas über dem EU-Durchschnitt, erreichte aber bislang nicht das Niveau führender EU-Länder, wie z.B. das der Niederlande mit 66 Prozent. Ebenso konnte die USA und Kanada bislang nicht von der deutschen Internetverbreitung eingeholt werden (Statistisches Bundesamt, 2004. Informationstechnologie in Haushalten).
Die Anzahl der Bevölkerung, die das Internet im Jahr 2003 für berufliche oder private Zwecke nutzte, hat sich um rund sechs Millionen auf insgesamt 38,1 Millionen Menschen erhöht (GfK, 2004. Online-Einkauf gewinnt an Marktbedeutung). Damit liegt Deutschland im internationalen Vergleich – die Bevölkerung im Alter zwischen 16 und 74 Jahren beschränkt – im Mittelfeld. Die Ergebnisse der Studie des Statistischen Bundesamtes (2004) belegen, dass im Vergleich zu anderen europäischen Ländern der Anteil der online-gehenden Bevölkerung in den skandinavischen Länder deutlich höher liegt als in Deutschland. Denn in Dänemark und Schweden griffen über 70 Prozent der Bevölkerung auf das Internet zu, in Finnland immerhin 66 Prozent. An letzter Stelle ist Griechenland – mit nur 16 Prozent – anzusiedeln.
Abb. 1: Statistisches Bundesamt, 2004 (nur in der Kaufversion verfügbar)
Das Statistische Bundesamt (2004) fand weiterhin heraus, dass die Intensität der deutschen Internetnutzung mit dem Alter der Internetanwender korreliert. 84 Prozent der 15 bis 24-Jährigen nutzten im ersten Quartal 2003 das Internet, während lediglich 11 Prozent der Personen ab 65 Jahren online gingen.
Abb. 2: Statistisches Bundesamt, 2004 (nur in der Kaufversion verfügbar)
Ebenso zeigen sich geschlechtsspezifische Differenzen in Bezug auf das Alter. Überholen Frauen in den jüngeren Altersgruppen bis 24 Jahre die Männer beim Gang ins Internet leicht, zeigt sich die weibliche Altersgruppe ab 55 Jahren deutlich zurückhaltender. So nutzen ab diesem Alter nur noch 5 Prozent Frauen gegenüber 18 Prozent der Männer das Internet (Statistisches Bundesamt, 2004. Informationstechnologie in Haushalten).
Entsprechend ihres Alters und den Ausbildungsanforderungen zeigt die Studie des Statistischen Bundesamtes (2004), dass Studierende mit 97 Prozent eine Spitzenposition unter den Internetanwendern einnehmen, gefolgt von Schülern und Auszubildenden, die mit 86 und 81 Prozent ebenfalls eine hohe Affinität zur modernen Technologie zeigen. Dagegen ist die Internetnutzung in den übrigen sozialen Gruppen weniger ausgeprägt. Lediglich 68 Prozent der Erwerbstätigen, 47 Prozent der Arbeitslosen und 16 Prozent der Rentner nutzten 2003 das World Wide Web. Auffällig dabei ist, dass die zuletzt genannten Bevölkerungsschichten verstärktem Wachstum unterliegen.
Abb. 3: Statistische Bundesamt, 2004 (nur in der Kaufversion verfügbar)
Die Informationssuche spielt mit insgesamt 82 Prozent eine bedeutende Rolle bei der Nutzung des WWW, allen voran die Suche nach Produktinformationen und Dienstleistungen. Auch Käufe via Internet (38 Prozent) werden immer populärer. Im Vergleich zu 2002 haben sowohl die Informationsrecherchen als auch die Käufe erheblich zugenommen, ebenso wie das Abwickeln von Bankgeschäften (35 Prozent) und der Verkauf von Waren über Internetauktionen (17 Prozent). Während jüngere Leute eher zum Zweck der Freizeitbeschäftigung surfen, nutzen ältere das Internet insbesondere zweckorientiert. 57 Prozent der Onliner im Alter von 25 bis 34 Jahren verweilen dabei länger als zwei Stunden pro Woche im Netz, davon 34 Prozent mindestens sechs Stunden pro Woche. Das Interesse dieser Altersgruppe liegt insbesondere in zeitintensiven Inhalten wie Chatten oder dem Download von Spielen und Musik. Mit zunehmendem Alter sinkt die Nutzungsdauer wieder und im Vordergrund stehen vielmehr Recherchen wie beispielsweise die Suche nach Informationen oder das Bestellen von Waren. Dagegen spielt in allen Altersgruppen die Kommunikation mittels e-Mail eine gleichermaßen große Rolle (Statistisches Bundesamt, 2004. Informationstechnologie in Haushalten).
Abb. 4: Statistisches Bundesamt, 2004 (nur in der Kaufversion verfügbar)
Die Ergebnisse des Online Shopping Survey der Enigma GfK (2004) belegen ebenfalls, dass die Zahl der „e-Shopper“ im letzten Jahr um 15 Prozent auf insgesamt 23 Millionen gestiegen ist. Dies bedeutet, dass über ein Drittel der Bevölkerung ab 14 Jahren via Internet shoppt. Im ersten Halbjahr 2004 kauften deutsche Konsumenten für über 5,3 Milliarden Euro im Internet ein. Für das Gesamtjahr 2004 wird laut Hochrechnung der GfK-Studie (2004) ein Umsatz von über 11 Milliarden Euro prognostiziert. Dabei bilden die wachstumsstärksten Bereiche des Online-Shoppings nach wie vor Bücher, aber auch Eintrittskarten für Kino, Konzerte, Theater und Sportveranstaltungen sind sehr gefragt, ebenso wie Bekleidung, CD’s, Computersoftware und PC-Spiele. Weiterhin steigt auch die Nachfrage nach Digitalkameras, Geräten der Unterhaltungselektronik und Autozubehör. Der Online Shopping Survey (2004) zeigt, dass e-Commerce mit privaten Konsumenten auch künftig enormen Zuwachs erfahren wird. Der Vorteil des Einkaufs über das Netz liegt insbesondere in der Möglichkeit, das gewünschte Produkt zum jeweils günstigsten Preis auf einfache Weise finden zu können und zudem direkt nach Hause liefern zu lassen. In dieser Hinsicht sind die stationären Fachhandelsgeschäfte, aber auch Kauf- und Warenhäuser benachteiligt. Denn neben des kostenintensiven Personalbedarfs und der notwendigen Lagerhaltungskosten in den jeweiligen Niederlassungen können sie einem automatisierten Informations- und Abverkaufsprozess der virtuellen Anbieter im Preiswettbewerb sowie in der Sortimentsvielfalt wenig entgegensetzen (GfK, 2004. Online-Einkauf gewinnt an Marktbedeutung).
Neben dem e-Commerce hat die Präsenz öffentlicher Verwaltungen im Internet – das sogenannte e-Government – wachsendes Interesse der User erfahren, so die Ergebnisse der Pilotstudie für das Jahr 2003 des Statistischen Bundesamtes. Denn die meisten öffentlichen Verwaltungen und Behörden sind mittlerweile im e-Government aktiv und bieten auf Internetseiten unterschiedlich viele Informationen und Dienstleistungen an. 46 Prozent der Internetanwender hat Anfang 2003 diverse Behördenseiten zu Informationszwecken aufgerufen, ein Formular heruntergeladen oder direkt online ausgefüllt und anschließend versendet, wobei die Informationssuche auf den Webseiten öffentlicher Einrichtungen mit insgesamt 40 Prozent aller Internetnutzenden die bedeutenste Rolle spielt. Dagegen werden elektronische Formulare von weitaus weniger Personen genutzt. Betrachtet man die Zahlen des Jahres 2002, ist insgesamt ein Anstieg bei der Verwendung von e-Government-Angeboten zu verzeichnen.
„Das Internet macht mehr Informationen mehr Menschen (vor allem Laien und Konsumenten) schneller und einfacher zugänglich …. Das Internet verbindet mehr (und andere) Menschen direkt miteinander, als dies jemals vorher möglich war“ (Tautz, 2002. E-Health und die Folgen).
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