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Strategische Handelspolitik und das Beispiel Airbus

Scholary Paper (Seminar), 2007, 25 Pages
Author: Jonas Weidtmann
Subject: Politics - International Politics - Topic: Globalisation, Political Economics

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2007
Pages: 25
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 32  Entries
Language: German
Archive No.: V77651
ISBN (E-book): 978-3-638-81903-9
ISBN (Book): 978-3-638-82057-8
File size: 255 KB

Abstract

... (1) Die Theorie der strategischen Handelspolitik von Barbara Spencer und James Brander wirft ein neues Bild auf die Sinnhaftigkeit staatlicher Interventionen bei international oligopolistischer Marktstruktur. Der Fall Airbus bietet ein Beispiel für Subventionspolitik, zu deren Rechtfertigung diese Theorie herangezogen wird. Mit Hilfe politischer Unterstützung – ja, von der Politik initiiert – wurde ein Unternehmen auf dem Weltmarkt etabliert, dass nur noch Boeing als einzigem Konkurrenten gegenüber steht. Ziel der deutschen und französischen Regierungen war es, die Abhängigkeit in der Luftfahrt von den USA zu verringern und die zersplitterte europäische Flugzeugindustrie zu stärken... ...(2) Theorie der strategischen Handelspolitik, (3) die Besonderheiten des Marktes für zivile Großraumflugzeuge, (4) das Airbus-Konsortium, (5) Einblick in den handelspolitischen Konflikt zwischen den USA und der EU, (6) Stellungnahme zur Subventionspraxis.


Excerpt (computer-generated)

Ruhr-Universität Bochum

Lehrstuhl für Internationale Politik Seminar: Globalisierung Sommer 2006

Jonas Weidtmann

Strategische Handelspolitik und das Beispiel Airbus

 

 

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung ... 1

2 Strategische Handelspolitik ... 3
2.1 Das Brander/Spencer-Modell ... 3
2.2 Marktversagen ... 5

3 Der Markt für zivile Großraumflugzeuge ... 6
3.1 Unvollständiger Wettbewerb ... 6
3.2 Verknüpfung mit dem Militärsektor ... 9

4 Airbus ... 11

5 Transatlantischer Auseinandersetzung ... 13
5.1 GATT-Abkommen von 1980 ... 13
5.2 Agreement on Trade in Large Civil Aircraft ... 14
5.3 Verschärfter Wettbewerb der 90er Jahre ... 15
5.4 Jüngste Entwicklungen ... 17
5.5 Lösung vor der WTO nicht sinnvoll ... 19

6 Fazit ... 20

7 Literaturverzeichnis ... 22

 

 

1 Einleitung

Freihandel ist die beste handelspolitische Strategie; das zumindest versprechen uns die Theorien des internationalen Handels. Bei Aufnahme von Handelsbeziehungen und Spezialisierung basieren Wohlfahrtsgewinne bei der Theorie komparativer Kostenvorteile von David Ricardo etwa auf unterschiedlicher Produktivität. Die (Neo-) Faktorproportionenmodelle lassen Wohlfahrtsgewinne aller am Handel teilnehmenden Länder aufgrund ihrer unterschiedlichen Ausstattung an Produktionsfaktoren (Kapital, Arbeit, Humankapital) erwarten. Auch neuere Theorien, die die Annahme vollständiger Konkurrenz aufgeben, stützen die Freihandelsdoktrin; so etwa das Krugman-Modell mit economies of scale bei monopolistischer Konkurrenz. Es gibt wenige Ausnahmen: Das Erziehungszoll-Argument steht für einen kurzen bis mittelfristigen Schutz gering entwickelter Industrien, sozusagen für eine Schonzeit, um sie hiernach dem freien Markt auszusetzen. Auch ein Vorteil durch Einfuhrzölle sehr großer Länder mit Einfluss auf den Weltmarktpreis (Optimalzoll-Theorie) kann zwar – bei sehr viel größeren Einbußen in der Weltwohlfahrt – theoretisch nachgewiesen werden, jedoch stellt dieser spezielle Fall den Freihandel keineswegs infrage. So überstand die Freihandelsdoktrin auch die politisch motivierten Denkrichtungen von Merkantilismus und Dependenzia weitgehend unbeschadet. Die Theorie der strategischen Handelspolitik von Barbara Spencer und James Brander wirft nun ein neues Bild auf die Sinnhaftigkeit staatlicher Interventionen bei international oligopolistischer Marktstruktur.1 Der Fall Airbus bietet ein Beispiel für Subventionspolitik, zu deren Rechtfertigung diese Theorie herangezogen wird. Mit Hilfe politischer Unterstützung – ja, von der Politik initiiert – wurde ein Unternehmen auf dem Weltmarkt etabliert, dass nur noch Boeing als einzigem Konkurrenten gegenüber steht. Ziel der deutschen und französischen Regierungen war es, die Abhängigkeit in der Luftfahrt von den USA zu verringern und die zersplitterte europäische Flugzeugindustrie zu stärken.2

Ich beginne mit der Vorstellung der Theorie (2.) und werde die Besonderheiten des Marktes für zivile Großraumflugzeuge erläutern. (3.) Hierauf folge ich mit einem kurzen Überblick über das Airbus-Konsortium (4.), um anschließend einen Einblick in den handelspolitischen Konflikt zwischen den USA und der EU zu geben. (5.) In einem Fazit (6.) werde ich zur Subventionspraxis Stellung beziehen und versuchen, eine Verbindung von Theorie und Praxis der Strategischen Handelspolitik zu erstellen.

[...]


1 Vgl. z.B. Bender (2003) oder Krugman (2000).

2 Vgl. Heymann (2006), S. 1.


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