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Warum der "war on terrorism" nicht zu gewinnen ist

Termpaper, 2007, 20 Pages
Author: Katrin Lange
Subject: Politics - International Politics - Topic: Peace and Conflict Studies, Security

Details

Category: Termpaper
Year: 2007
Pages: 20
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 23  Entries
Language: German
Archive No.: V78233
ISBN (E-book): 978-3-638-82835-2

File size: 202 KB

Abstract

Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auf das New Yorker World Trade Center und das Pentagon, bei denen 3.126 Menschen ihr Leben verloren haben, einschließlich der 19 identifizierten Selbstmordattentäter, befinden sich die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) in einem »Krieg gegen den Terrorismus«. In dieser Arbeit soll deshalb der Frage nachgegangen werden, ob dieser von den USA erklärte oder erklärt bekommene »war on terrorism« überhaupt von ihr bzw. von der »westlichen Welt« gewonnen werden kann. Hierfür soll versucht werden die gewählten politischen und militärischen Instrumente vor dem Hintergrund einer bestimmten politischen Ideologisierung der amerikanischen Regierung zu analysieren. In der Gesamtheit der gewählten Mittel durch die spezifische Interpretation der Ereignisse vom 11. September 2001 und einer dazu passende »Strategie«, welche vor allem in der Bush-Doktrin (National Security Strategy 2002) ihren Ausdruck findet, soll sich für die amerikanische Regierung ein gewünscht großer Gestaltungs- und Handlungsspielraum eröffnen, um nach ihrer Meinung »angemessen« auf die durch den 11. September 2001 neu geschaffenen Verhältnisse in den internationalen Beziehungen reagieren und agieren zu können. Bei dieser Analyse soll verdeutlicht werden, dass es sich erstens, um nur eine mögliche Interpretation des 11. Septembers 2001 handelt, welche von der Bush jr. Regierung gewählt wurde, um den »war on terrorism« eine möglichst langlebige und unangefochtene Legitimation zu verleihen. Tatsächlich hat sich durch die Anschläge aber ein ganzer Raum von möglichen Erklärungen, Deutungen und Interpretationen eröffnet, der noch heute viele Spekulationen über die Terroranschläge in der Welt kursieren lässt. Auf die besondere Bedeutung der Massenmedien und des Internets dabei, sei hier nur verwiesen. Zweitens soll in dieser Arbeit verdeutlicht werden, dass die Bush jr. Regierung sich klassischen Mitteln der Moderne bediente bzw. bedienen musste, um auf den 11. September 2001 mit »Krieg« antworten zu können. Hierfür mussten die Terroranschläge als »kriegerische Handlungen« umdefiniert werden, was wiederum den USA eine Rolle beimaß, selbst aktiv werden zu können.


Excerpt (computer-generated)

Universität Leipzig

Institut für Politikwissenschaft

Die USA ... einzig verbleibende Supermacht? Internationale Beziehungen Wintersemester 2006/07

»WARUM DER ›WAR ON TERRORISM‹ NICHT ZU GEWINNEN IST?«

Katrin Lange

 

 

Einleitung ... 3

1. Der 11. September 2001 ... 5

2. »War on Terrorism« ... 7
2.1. Die Konstruktion des Feindes ... 8
2.2. »Rogue States« ... 11

3. Die Gegenseite: »Islamistischer Terrorismus« ... 14

Schluss ... 17

Quellenverzeichnis ... 18

 

 

Einleitung ...

Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auf das New Yorker World Trade Center und das Pentagon, bei denen 3.126 Menschen ihr Leben verloren haben, einschließlich der 19 identifizierten Selbstmordattentäter, befinden sich die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) in einem »Krieg gegen den Terrorismus«. In dieser Arbeit soll deshalb der Frage nachgegangen werden, ob dieser von den USA erklärte oder erklärt bekommene »war on terrorism« überhaupt von ihr bzw. von der »westlichen Welt« gewonnen werden kann. Hierfür soll versucht werden die gewählten politischen und militärischen Instrumente vor dem Hintergrund einer bestimmten politischen Ideologisierung der amerikanischen Regierung zu analysieren. In der Gesamtheit der gewählten Mittel durch die spezifische Interpretation der Ereignisse vom 11. September 2001 und einer dazu passende »Strategie«, welche vor allem in der Bush-Doktrin (National Security Strategy 2002) ihren Ausdruck findet, soll sich für die amerikanische Regierung ein gewünscht großer Gestaltungs- und Handlungsspielraum eröffnen, um nach ihrer Meinung »angemessen« auf die durch den 11. September 2001 neu geschaffenen Verhältnisse in den internationalen Beziehungen reagieren und agieren zu können.

Bei dieser Analyse soll verdeutlicht werden, dass es sich erstens, um nur eine mögliche Interpretation des 11. Septembers 2001 handelt, welche von der Bush jr. Regierung gewählt wurde, um den »war on terrorism« eine möglichst langlebige und unangefochtene Legitimation zu verleihen. Tatsächlich hat sich durch die Anschläge aber ein ganzer Raum von möglichen Erklärungen, Deutungen und Interpretationen eröffnet, der noch heute viele Spekulationen über die Terroranschläge in der Welt kursieren lässt. Auf die besondere Bedeutung der Massenmedien und des Internets dabei, sei hier nur verwiesen. Zweitens soll in dieser Arbeit verdeutlicht werden, dass die Bush jr. Regierung sich klassischen Mitteln der Moderne bediente bzw. bedienen musste, um auf den 11. September 2001 mit »Krieg« antworten zu können. Hierfür mussten die Terroranschläge als »kriegerische Handlungen« umdefiniert werden, was wiederum den USA eine Rolle beimaß, selbst aktiv werden zu können. Dazu passend musste ein Feind und eine Bedrohung konstruiert werden, um Klarheit darüber zu schaffen gegen wen und wofür man kämpft bei gleichzeitiger Lokalisierung des Kampffeldes, um zu wissen, wo man kämpft. Hierbei kommt vor allem die ideologisch notwendige Komponente des Krieges zu tragen; die Bush jr. Regierung hat dafür ein klares Freund-/Feind- bzw. Gut-/Böse-Schema verwendet, welches schon vorher im theoretisch-wissenschaftlichen Diskurs zirkulierte.

[...]


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