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Der Jakobsweg - eine Pilgerreise nach Santiago de Compostela

Hausarbeit, 2006, 21 Seiten
Autor: Tanja Babischta
Fach: Geowiss. / Geographie - Sonstiges

Details

Veranstaltung: Orientierungskurs
Institution/Hochschule: Universität Passau (Universität)
Tags: Jakobsweg, Pilgerreise, Santiago, Compostela, Orientierungskurs
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 21
Note: 1,2
Literaturverzeichnis: ~ 20  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V79231
ISBN (E-Book): 978-3-638-85996-7
ISBN (Buch): 978-3-638-93933-1
Dateigröße: 284 KB

Zusammenfassung / Abstract

...Worin liegt nun die Bedeutung des Jakobswegs für die moderne Gesellschaft, aus welchen Gründen begeben sich Menschen heute wieder auf den Pilgerweg? Um die Klärung dieser Fragestellung ist diese Hausarbeit bemüht. Dabei wird zunächst auf die Legende des heiligen Jakobus und seine Bedeutung als Santiago Matamoros genauer eingegangen, um zu verstehen, was Santiago de Compostela als so bedeutende Pilgerstadt auszeichnet. Anschließend wird besonderes Augenmerk auf den Jakobsweg, mit seinen verschiedenen Stationen sowie seinem Ziel, gelegt. Als nächstes steht der Pilger im Mittelpunkt, seine Ausrüstung und die Rituale, die er auf seiner Reise begeht. Des Weiteren werden verschiedene Beweggründe für eine Pilgerreise noch einmal ausführlich angesprochen bzw. neu genannt. Abschließend werden die wichtigsten Aspekte der Arbeit unterstrichen, sowie nicht erwähnte angeführt...


Textauszug (computergeneriert)

Universität Passau
Katholisch-Theologische Fakultät
Lehrstuhl für
Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts
Wintersemester 2005/2006

Orientierungskurs: Einführung in elementare Theologie
vor den Herausforderungen der modernen Gesellschaft

Der Jakobsweg - Eine Pilgerreise nach Santiago de Compostela

vorgelegt von:

Tanja Babischta

Lehramt Grundschule 01

 

 

Inhaltsverzeichnis

1. Exposé  3

2. Die Pilgerschaft nach Santiago de Compostela  4

3. Ursprünge des Jakobskultes – „Geburt“ des Pilgerortes Santiago de Compostela  5
3.1 Die Legende des heiligen Jakobus  5
3.2 Die Reconquista und „Santiago Matamoros“  6

4. Verlauf des Jakobswegs  7
4.1 Stationen des Jakobswegs  7
4.2 Ziel: Santiago de Compostela  10

5. Der „Peregrinus“  12
5.1 Der Pilger und seine Ausrüstung  12
5.2 Rituale im Zuge der Pilgerreise  13

6. Beweggründe für eine Pilgerreise  16

7. Abschließende Gedanken  

8. Literaturverzeichnis  20

 

 

1. Exposé


[...]

2. Die Pilgerschaft nach Santiago de Compostela

Die bis heute andauernde Pilgerbewegung nach Santiago de Compostela leitet sich von der Wiederentdeckung des Grabes des heiligen Jakobus in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts ab1. Der Bischof von Le Puy, der rund 100 Jahre später mit seinem Gefolge zu dem Grab wanderte, hat damit offiziell den Weg nach Compostela begründet. Der geistliche Würdenträger machte die Pilgerroute in ganz Europa bekannt. Der historische Höhepunkt der Reisewelle ins ferne Galizien lag im 12. Jahrhundert. Etwa ein Drittel der westlichen Christenheit machte sich auf den Weg und kam geistig gestärkt in die Heimat zurück; viele aber starben auf dem langen und gefährlichen Weg2. In derselben Zeit erschien auch der fünfbändige Codex Calixtinus von Aimeric Picaud, einer der ersten Reiseführer in der Geschichte. Er beschreibt den Jakobsweg und gab dem damaligen Pilger nützliche Ratschläge für seine Reise nach Santiago de Compostela und zum Finis Terrae, dem heutigen Finisterre, wo sich der Schrein des heiligen Christus befindet3.

Im 15. Jahrhundert begannen die Wanderungen abzuflauen. Luther und andere Reformatoren sprachen sich gegen das Pilgern aus und endlose Kriege und Glaubenskämpfe machten den Weg unsicher. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts war wieder ein Aufschwung erkennbar. Dieser hielt jedoch nicht lange an. Ein starker Rückgang der Pilgerfahrten war bereits wieder im 18. Jahrhundert zu verzeichnen und dieser Trend setzte sich bis weit ins 20. Jahrhundert fort4. Erst in seinem letzten Viertel erwachte die Pilgerbewegung wieder zu neuem Leben, seit 1989 nimmt die Zahl der Wanderer kontinuierlich zu5. Die Krise der Pilgerbewegung scheint überwunden, der Jakobsweg hat wieder an Interesse gewonnen.

Worin liegt nun die Bedeutung des Jakobswegs für die moderne Gesellschaft, aus welchen Gründen begeben sich Menschen heute wieder auf den Pilgerweg? Um die Klärung dieser Fragestellung ist diese Hausarbeit bemüht. Dabei wird zunächst auf die Legende des heiligen Jakobus und seine Bedeutung als Santiago Matamoros genauer eingegangen, um zu verstehen, was Santiago de Compostela als so bedeutende Pilgerstadt auszeichnet. Anschließend wird besonderes Augenmerk auf den Jakobsweg, mit seinen verschiedenen Stationen sowie seinem Ziel, gelegt.

Als nächstes steht der Pilger im Mittelpunkt, seine Ausrüstung und die Rituale, die er auf seiner Reise begeht. Des Weiteren werden verschiedene Beweggründe für eine Pilgerreise noch einmal ausführlich angesprochen bzw. neu genannt. Abschließend werden die wichtigsten Aspekte der Arbeit unterstrichen, sowie nicht erwähnte angeführt.

3. Ursprünge des Jakobskultes – „Geburt“ des Pilgerortes Santiago de Compostela

3.1 Die Legende des heiligen Jakobus

Jakobus, der ältere Bruder des Apostels Johannes, war einer der ersten der zwölf Jünger Jesu. Er gab, neben Petrus6 und Johannes, auf ausdrücklichen Wunsch Jesu sein Leben als Fischer auf und gehörte fortan zu den engsten Vertrauten Jesu7. Laut dem im siebten Jahrhundert entstandenen „Breviarum Apostolorum“ soll Jakobus, nach dem Tod Christi, in Spanien gepredigt und dort das Christentum verbreitet haben. Um das Jahr 44 n. Chr. wurde er in Jerusalem von Herodes Agrippa als erster Apostel hingerichtet8. Seinen den Leichnam schafften die Jünger aus Angst vor den Juden auf ein Schiff, welches „(…) von der Hand Gottes auf

[....]


1 darauf wird im Kapitel 3.1 noch genauer eingegangen.

2 Barret/Gurgand 11-13.

3 Colom/la Hoz (Video).

4 Wegner 44f, Salamanca 20f.

5 Schönauer 04-4.

 


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