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Subtitle: Eine Untersuchung zum Gewaltdiskurs auf politischen Plakaten 1918-1933
Termpaper, 2004, 19 Pages
Author: Norman Grüneberg
Subject: History - World War I, Weimar Republic
Details
Tags: Politische, Gewalt, Weimarer, Republik
Year: 2004
Pages: 19
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 21 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-85124-4
ISBN (Book): 978-3-638-85072-8
File size: 127 KB
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Abstract
Der politische Alltag der Weimarer Republik ist abgesehen von einigen scheinbar ruhigen Mitteljahren geprägt von gewalttätigen Auseinandersetzungen. Revolution, Klassenkampf, Streiks, Straßenkämpfe und Wahlschlachten prägen die politische Kultur. Die Auseinandersetzungen um Kriegsschuld und Niederlage, Für und Wider des Staates, die unterschiedlichen Gesellschaftsbilder und –utopien finden ihre Widerspiegelung auf einer Vielzahl von Plakaten, die ohne staatliche Zensur in den Dienst der politischen Auseinandersetzung gestellt wurde. In dem Maße, wie sich die innenpolitische Auseinandersetzung zuspitzte, veränderten und radikalisierten sich auch die Plakatinhalte. Texte und Bilder zeugen von einer extremen Bereitschaft zu Gewalttaten, indem einem jeweiligen politischen Gegner und/oder dem herrschenden politischen und gesellschaftlichen System auf drastische Art und Weise Kampfansagen erteilt werden. Die vorliegende Arbeit soll zeigen, dass der Gebrauch symbolischer und visuell-realistischer Gewaltandrohung bzw. –anwendung nicht auf die politischen Extreme beschränkt ist, sondern in allen Parteien in unterschiedlichen Ausprägungen zu finden ist. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche Provenienz die verwendeten Symbole haben und wie definiert diese in Bezug auf eine Partei sind. Ausgehend von einem weit gefassten Gewaltbegriff werden Wahlplakate unterschiedlicher Parteien – die das gesamte politische Spektrum der Weimarer Republik vertreten – im Hinblick auf Gewaltdarstellungen in Wort und Bild untersucht. Der Rahmen der Arbeit impliziert eine Beschränkung, dennoch liegt in der exemplarischen Darstellung der Vorteil der Übersichtlichkeit und Detailliertheit der Darstellung. Nach allgemeinen Begriffsklärungen sollen methodische Aspekte näher erläutert werden, bevor eine Analyse der im Anhang abgebildeten Plakate erfolgt.
Excerpt (computer-generated)
Politische Gewalt in der Weimarer Republik - Eine Untersuchung zum Gewaltdiskurs auf politischen Plakaten 1918-1933
Norman Grüneberg
1. Einleitung
1.1. Gewaltbegriff
1.2. Politisches Plakat
2. Methode
2.1. Bild- und Textanalyse
2.2. Wirkungsmächtigkeit
2.3. Auswahl
3. Plakatuntersuchungen
3.1. 1924 – KPD und SPD
3.2. 1930 – DDP und SPD
3.3. 1932 – KPD, DVP, NSDAP und Zentrum
4. Fazit
5. Literatur
1. Einleitung
Der politische Alltag der Weimarer Republik ist abgesehen von einigen scheinbar ruhigen Mitteljahren geprägt von gewalttätigen Auseinandersetzungen. Revolution, Klassenkampf, Streiks, Straßenkämpfe und Wahlschlachten prägen die politische Kultur. Die Auseinandersetzungen um Kriegsschuld und Niederlage, Für und Wider des Staates, die unterschiedlichen Gesellschaftsbilder und –utopien finden ihre Widerspiegelung auf einer Vielzahl von Plakaten, die ohne staatliche Zensur in den Dienst der politischen Auseinandersetzung gestellt wurde. In dem Maße, wie sich die innenpolitische Auseinandersetzung zuspitzte, veränderten und radikalisierten sich auch die Plakatinhalte. Texte und Bilder zeugen von einer extremen Bereitschaft zu Gewalttaten, indem einem jeweiligen politischen Gegner und/oder dem herrschenden politischen und gesellschaftlichen System auf drastische Art und Weise Kampfansagen erteilt werden.
Die vorliegende Arbeit soll zeigen, dass der Gebrauch symbolischer und visuell-realistischer Gewaltandrohung bzw. –anwendung nicht auf die politischen Extreme beschränkt ist, sondern in allen Parteien in unterschiedlichen Ausprägungen zu finden ist. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche Provenienz die verwendeten Symbole haben und wie definiert diese in Bezug auf eine Partei sind. Ausgehend von einem weit gefassten Gewaltbegriff werden Wahlplakate unterschiedlicher Parteien – die das gesamte politische Spektrum der Weimarer Republik vertreten – im Hinblick auf Gewaltdarstellungen in Wort und Bild untersucht.
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