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Zu Georg Heym: Ophelia - Textanalytische Übung

Seminararbeit, 2005, 19 Seiten
Autor: Sven Köhler
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Details

Veranstaltung: Einführung in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Institution/Hochschule: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Tags: Georg, Heym, Ophelia, Textanalytische, Einführung, Neuere, Literaturwissenschaft
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2005
Seiten: 19
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 20  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V80667
ISBN (E-Book): 978-3-638-87926-2
ISBN (Buch): 978-3-638-87931-6
Dateigröße: 151 KB

Zusammenfassung / Abstract

Die vorliegende Arbeit soll GEORG HEYMS Gedicht OPHELIA nach den Kategorien der formalen Gedichtanalyse beschreiben und erläutern. Dies geschieht unter Berücksichtigung des Paratextes HAMLET von WILLIAM SHAKESPEARE. Wie sich an späterer Stelle zeigen wird, hat jener Text eine wesentliche Funktion für das vorliegende Werk. Eventuell vorstellbare Analogien zwischen beiden Werken sollen aufgezeigt, in ihrer Wirkung beurteilt und schließlich das Für und Wider abgewogen werden. Weiterhin werden die im Verlaufe dieser Arbeit näher beschriebenen Oppositionsbildungen innerhalb der OPHELIA näher untersucht. Abschließend soll eine Zusammenfassung zeigen, welche Charakteristika das Werk HEYMS prägen und wie sich deren Wirkung gestaltet.


Textauszug (computergeneriert)

Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main
Begleitseminar: Einführung in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft
SS 2005, 28. Juni 2005

Zu Georg Heym: Ophelia - Textanalytische Übung

von

Sven Köhler

 


Gliederung

1 Aufbau... 4

2 Kommunikationsstrukturen... 5

2.1 Perspektive... 5

2.1.1 Textsubjekt und erste Person... 5
2.1.2 Die zweite Person... 6

2.1.3 Die dritte Person... 6
2.2 Zeit... 7
2.3 Raum... 7

3 Metrische Analyse... 8

3.1 Versform... 8
3.2 Reimschema... 9
3.3 VERSENDEN... 9

4 Syntaktische Analyse... 10

5 Rhetorische Analyse... 11

5.1 Der Fluss... 11
5.2 Die Tiere... 11
5.3 Die Farben... 12
5.4 Die Wasserleiche... 13
5.5 Die Stadt... 14
5.6 Die Naturlandschaft... 15

6 Literatur- und Quellenverzeichnis... 18

6.1 Primärtext... 18
6.2 Monographien... 18
6.3 Herausgeberschriften... 19
6.4 Aufsätze... 19
6.5 Lexikonartikel... 19
6.6 Titel... 19


 

I. EINLEITUNG

Die vorliegende Arbeit soll Georg Heyms Gedicht Ophelia nach den Kategorien der formalen Gedichtanalyse beschreiben und erläutern. Dies geschieht unter Berücksichtigung des Paratextes Hamlet von William Shakespeare. Wie sich an späterer Stelle zeigen wird, hat jener Text eine wesentliche Funktion für das vorliegende Werk. Eventuell vorstellbare Analogien zwischen beiden Werken sollen aufgezeigt, in ihrer Wirkung beurteilt und schließlich das Für und Wider abgewogen werden. Weiterhin werden die im Verlaufe dieser Arbeit näher beschriebenen Oppositionsbildungen innerhalb der Ophelia näher untersucht. Abschließend soll eine Zusammenfassung zeigen, welche Charakteristika das Werk Heyms prägen und wie sich deren Wirkung gestaltet.

II. HAUPTTEIL

1 Aufbau

Hinsichtlich des Aufbaus ist zunächst festzustellen, dass sich die zwölf Strophen, die aus insgesamt achtundvierzig Versen bestehen, in Abschnitte teilen, die mit den römischen Ziffern I und II markiert sind. Diese äußere Zweiteilung korrespondiert mit dem inhaltlichen Aufbau: Der erste Abschnitt beschreibt, wie Ophelia durch eine ursprüngliche und natürliche Umgebung treibt. Der zweite Abschnitt hingegen gestaltet sich wesentlich aktiver und spiegelt einen Vorgang wider: Der Leichnam Ophelias treibt zunächst durch ein ländliches Umfeld zur Mittagszeit, dann durch eine industriell entwickelte Stadt zur Abendzeit und zuletzt wiederum durch eine eher beschauliche Landschaft in einer idyllischen Abendstimmung. Die formale Ausgestaltung innerhalb der Abschnitte stellt sich sehr konsequent dar: Die vier Strophen des ersten Abschnitts sind, genau wie die acht Strophen des zweiten Abschnitts jeweils aus vier Versen zusammengesetzt. Innerhalb der Strophen des zweiten Abschnittes fällt aber auf, dass die Übereinstimmung zwischen „äußerem Aufbau“1 mit „innerem Aufbau“2 aufgelöst wird: Die strophische Gliederung wird überspielt, indem sich die inhaltlichen Zusammenhänge über die Strophengrenzen hinweg entfalten. Dieses Spannungsverhältnis kann als erstes Indiz für eine Entfremdung des Ophelia-Motivs von ihrer literarischen Vorgängerin gesehen werden. Mithin dient dieser Umstand als Vorbote der nachfolgend aufgezeigten permanenten Oppositionsbildung auf motivischer Ebene.

2 Kommunikationsstrukturen

Der SHAKESPEARESCHE Paratext hat eine wesentliche Funktion für das vorliegende Werk: OPHELIA lässt sich nicht mehr unbefangen lesen, da der literaturhistorisch vorgeprägte Titel sofort auf die Gestalt der OPHELIA aus HAMLET verweist und das Gedicht HEYMS hierdurch eine deutliche Tiefendimension und -funktion erhält. Die Rezeption verläuft faktisch unter einer ständigen Ermahnung zum Vergleich. Im Folgenden soll nun überprüft werden, an welchen Stellen eine Analogie zwischen der vorliegenden OPHELIA und ihrer literarischen Vorgängerin angezeigt ist und welche Argumente für und gegen eine solche Hochrechnung sprechen könnten.

2.1 Perspektive

2.1.1 Textsubjekt und erste Person

[...]


1 DIETER BURDORF: Einführung in die Gedichtanalyse. 2., überarbeitete und aktualisierte Auflage. Stuttgart/Weimar 1997, S. 128.

2 BURDORF, Einführung in die Gedichtanalyse, S. 128.


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