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Bildungscontrolling - Ein Konzept zur Steuerung der betrieblichen Weiterbildung

Diploma Thesis, 2007, 88 Pages
Author: Marianne Stracke
Subject: Nursing / Foster Care Management / Social Services

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2007
Pages: 88
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 63  Entries
Language: German
Archive No.: V80795
ISBN (E-book): 978-3-638-85772-7

File size: 487 KB


Excerpt (computer-generated)

Hochschule Niederrhein – Fachbereich
Sozialwesen

Weiterbildender Verbundstudiengang Sozialmanagement

Diplomarbeit
zur Erlangung des Grads einer Diplom-Sozialwirtin (FH)
über das Thema

Bildungscontrolling –
Ein Konzept zur Steuerung der betrieblichen Weiterbildung

Autorin:
Marianne Stracke

 

 

Inhaltsverzeichnis ... I

Abbildungsverzeichnis ... III

Abkürzungsverzeichnis ... IV

1 Einleitung ... 1

1.1 Ausgangslage und Problemstellung ... 1

1.2 Ziel der Arbeit ... 3

1.3 Aufbau der Arbeit ... 4

2 Einordnung des Bildungscontrollings ... 5

2.1 Begriffsabgrenzung ... 5
2.1.1 Personalentwicklung ... 6
2.1.2 Weiterbildung ... 8
2.1.3 Controlling ... 11
2.1.4 Personalcontrolling ... 13

2.2 Ansätze zur Steuerung betrieblicher Bildungsarbeit ... 14
2.2.1 Evaluation ... 14
2.2.2 Qualitätssicherung ... 16

3 Grundlagen des Bildungscontrolling ... 20

3.1 Definition von Bildungscontrolling ... 20

3.2 Ziele und Funktionen des Bildungscontrolling ... 21

3.3 Aufgaben des Bildungscontrolling ... 26

3.4 Anforderungen an das Bildungscontrolling ... 28

4 Prozess und Instrumente des Bildungscontrolling ... 32

4.1 Bildungsbedarfsanalyse ... 34

4.2 Festlegung der Bildungsziele ... 47

4.3 Planung der Bildungsmaßnahmen ... 50

4.4 Durchführung der Bildungsmaßnahmen ... 55

4.5 Transfersicherung ... 59

4.6 Erfolgskontrolle ... 65

5 Fazit ... 75

 

 

1 Einleitung

1.1 Ausgangslage und Problemstellung

Das Thema „Bildungscontrolling“1 genießt in den letzten Jahren – insbesondere im Hinblick auf betriebliche Weiterbildung – immer größere Aufmerksamkeit. Ausgelöst wird die Diskussion von verschiedenen Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie (vgl. Abb.1).

(Abbildung 1: Wandlungsprozesse2 - In der Downloadversion enthalten)

Die in Abbildung 1 dargestellten Wandlungsprozesse gestalten sich als generelle Herausforderung zu Bildungsprozessen, mit dem Ziel, personale, soziale und handlungsrelevante Kompetenzen zu vermitteln.3

Die Dynamik technischer und wirtschaftlicher Veränderungen hat zur Folge, dass sich auch die Qualifikations- und Leistungsanforderungen an die Mitarbeiter4 kontinuierlich verändern und erhöhen.5

Ganz gleich um welche Aufgaben es sich im Unternehmen handelt, überall
gewinnt die Anpassung der Mitarbeiterqualifikation an die sich verändernden Praxiserfordernisse und damit die systematische Steuerung, Organisation und Durchführung von Weiterbildungsaktivitäten im Sinne eines Bildungscontrolling6 immer mehr an Bedeutung.7

Weiterbildung wird als „Investition in das Humankapital“ für die Betriebe immer wichtiger und verpflichtet die Unternehmen zu wirtschaftlicher Verwendung der finanziellen Mittel.8 Damit bekommt das in einem Unternehmen verfügbare Humankapital für dessen Wachstums- und Wettbewerbsfähigkeit eine bestimmende Bedeutung. Der Erwerb neuer Kenntnisse und Qualifikationen bilden die Basis für den Wissensvorsprung, den technologischen und wirtschaftlichen Erfolg. Gleichzeitig steigt aber auch der wirtschaftliche Druck, den Wertschöpfungsbeitrag jedes Unternehmensbereichs, so auch den der betrieblichen Weiterbildung, zu belegen oder zumindest Kosten und Nutzen von Bildungsmaßnahmen9, d.h. ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg, nachzuweisen.10

Maßnahmen im Bildungsbereich rechnen sich, wenn „die richtigen Mitarbeiter zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Weiterbildungen besuchen“.11 Die Berechnung des Nutzens sagt jedoch nichts über den Erfolg der Bildungsmaßnahme aus.12

Im Zentrum eines jeden Unternehmensmanagements muss daher immer die Frage stehen: Wie sind Persönlichkeits- und Arbeitsfaktoren zu kombinieren, um einen größtmöglichen Einfluss auf den Erfolg von Bildungsmaßnahmen zu erreichen und wie kann dann der Einsatz der Maßnahme optimiert werden?.13

Hier setzt Bildungscontrolling als Konzept zur zielorientierten und systematischen Erfassung und Steuerung der betrieblichen Bildungsarbeit ein, um die Weiterbildungsmaßnahmen an den Kriterien Effektivität, im Sinne von Erfolg, Ergebnis, Nutzen für das Unternehmen („die richtigen Dinge tun“) und Effizienz14, im Sinne von Wirtschaftlichkeit einer Maßnahme („die Dinge richtig tun“) auszurichten.15

Weiterbildungsaktivitäten sind dabei sowohl unter pädagogischen Gesichtspunkten, die sich auf Ziele und Inhalte beziehen, und unter Beachtung ökonomischer Kriterien, die auf Kosten und Nutzen der betrieblichen Weiterbildung Bezug nehmen, zu steuern und zu optimieren.16 Dieser Sachverhalt wird allgemein als „Bimentalität des Bildungscontrolling“ bezeichnet.17 Für die Einführung eines Controlling-Konzeptes sind beide Perspektiven besonders gefordert, dennoch konzentriert sich die Verfasserin in ihrer Arbeit vermehrt auf den betriebswirtschaftlichen Ansatz, was mit dem Wissenshintergrund und der Studienrichtung begründet wird.

Im Rahmen dieser Arbeit soll der Problemstellung nachgegangen werden, ob und in welchem Umfang das Konzept „Bildungscontrolling“ Ansätze und Instrumente18 liefert und damit die Möglichkeit bietet, im Bereich der betrieblichen Weiterbildung ergebnisorientiert zu handeln und den Weiterbildungsprozess transparenter zu gestalten.

1.2 Ziel der Arbeit

Ziel dieser Diplomarbeit ist es, einen Überblick über die Vielfältigkeit des Bildungscontrolling-Konzeptes zu geben. Dabei kann kein einheitliches Konzept für alle Unternehmen entwickelt werden, da zu viele Determinanten den Bildungsbereich in Unternehmen beeinflussen und gestalten.

Vielmehr wird im Rahmen dieser Arbeit modellhaft ein Konzept vorgestellt, das Ansätze und Instrumente liefert, die von Unternehmen individuell angewendet werden können. In diesem Zusammenhang wird der Bildungscontrolling-Zyklus als prozessorientierter Ansatz dargestellt, der die Aktivitäten bzw. Phasen des Bildungscontrolling mit seinen unterschiedlichen Instrumenten verdeutlicht.

Somit beschränkt sich die vorliegende Arbeit nicht nur auf die theoretischen Ausführungen, sondern sie ist auch in die Praxis übertragbar.

[...]


1 Sofern es sich nicht um wörtliche Zitate handelt, wird bei Komposita jeweils die Schreibweise ohne Bindestrich verwendet (vgl. Dudenredaktion, 1999, S. 27).

2 Quelle: Hofer (1994), S. 237

3 vgl. ebenda

4 In der vorliegenden Arbeit wird ausschließlich aus Gründen der besseren Lesbarkeit nur die männliche Form verwendet. Gemeint sind jedoch stets Personengruppen, die beide Geschlechter umfassen.

5 vgl. Bötel/Krekel (1999), S. 5

6 Auf das Konzept des Bildungscontrolling wird in Kapitel 4 ausführlich eingegangen.

7 vgl. Bötel/Krekel (1999), S. 5

8 vgl. Bardeleben/Herget (1999), S. 82

9 Kosten und Nutzen von Bildungsmaßnahmen werden in Abschnitt 4.6 beschrieben.

10 vgl. Bardeleben/Herget (1999), S. 82

11 Buchhester (2005), S. 97

12 vgl. ebenda, S. 95

13 vgl. ebenda, S. 97

14 Die Begriffe Effektivität und Effizienz werden in Abschnitt 2.1.2 definiert.

15 vgl. Gerlich (1999), S. 2

16 vgl. Seeber et al. (2000) S. 9; sowie Hummel (2001), S. 15 und Lang (2006), S. 18

17 vgl. von Landsberg (1992), S. 18; sowie Gnahs/Krekel (1999), S. 22

18 Der Begriff Instrumente umfasst alle Methoden, Verfahren, Techniken usw., die zur Erfüllung der Aufgaben des Bildungscontrolling eingesetzt werden können und einen Beitrag zur Erreichung der Unternehmensziele leisten (vgl. Hentze/Kammel, 1993, S. 67).


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