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Ärger und Ärgerbewältigung

Zwischenprüfungsarbeit, 2004, 24 Seiten
Autor: Jessica Preuß
Fach: Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft

Details

Veranstaltung: Belastungen im Lehrerberuf
Institution/Hochschule: Universität Potsdam (Institut für Psychologie)
Tags: Belastungen, Lehrerberuf
Kategorie: Zwischenprüfungsarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 24
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 10  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V81802
ISBN (E-Book): 978-3-638-88531-7

Dateigröße: 173 KB

Zusammenfassung / Abstract

Die Arbeit erläutert was Ärger ist und welche Komponenten damit verbunden sind. Es wird dargestellt, wie Ärger ausgelöst werden kann, welche Funktionen er hat und welche Formen der Ärgerreaktion es gibt. Des Weiteren wird auf die gesundheitlichen Folgen des Ärgers und auf die Bewältigung des Ärgers eingeganen und der konstruktive Umgang mit Ärger aufgezeigt.


Textauszug (computergeneriert)

Universität Potsdam, Institut für Psychologie
Seminar: „Belastungen im Lehrerberuf“
SoSe 2004

Zwischenprüfung
Ärger und Ärgerbewältigung

von

Jessica Preuß

 


Inhalt

Einleitung... 3

1. Was ist Ärger?... 3

1.1. Die physiologische Komponente... 4
1.2. Die expressive Komponente... 4
1.3. Die kognitive Komponente... 5
1.4. Die motivational-aktionale Komponente... 7
1.5. Die subjektive Komponente... 8

2. Die Funktion des Ärgers... 8

3. Was Ärger auslöst... 9

4. Formen der Ärgerreaktion... 13

4.1. Ausdruck... 13
4.2. Reaktion... 13
4.3. Bewältigung... 14

5. Ärger und dessen gesundheitliche Folgen... 15

5.1. Auf welche Krankheiten hat Ärger Einfluss?... 16

6. Ärgerbewältigung... 17

6.1. Effektive Formen der Ärgerbewältigung... 18
6.2. Der Gegensatz Konfrontation und Vermeidung:... 19

7. Der konstruktive Umgang mit Ärger... 21

Literaturnachweise... 24


 

Einleitung

Im Alltag gibt es viele Situationen die Ärger auslösen und die bewältigt werden müssen. Der Beruf des Lehrers ist häufig mit Ärger verbunden. Es gibt unendlich viele Gründe, die Ärger seitens des Lehrers auslösen. Um nur einige Beispiele aus der Vielfalt der Situationen zu nennen: Die Schüler sind unruhig, arbeiten nicht mit und nur die wenigsten von ihnen haben die aufgegebenen Hausaufgaben auch wirklich bearbeitet. Ebenso vielfältig sind die Reaktionen auf den erlebten Ärger. Der eine Lehrer unterdrückt den empfundenen Ärger, währenddessen ein Anderer sofort darauf reagiert und seinen Ärger nach Außen hin offen ausdrückt, oder seinen Ärger erst später zulässt. Da der Umgang mit dem, meist als unangenehm empfundenem, Gefühl des Ärgers sehr individuell vor sich geht, sind auch einige Probleme damit verknüpft. So ist es heutzutage nicht selten, dass es zu physischen und psychischen Erkrankungen kommen kann, weil mit dem erlebten Ärger falsch umgegangen wird und eine Bewältigung möglicherweise ausbleibt.1

1. Was ist Ärger?

„ Ärger, das ist dieses brennende Gefühl im Bauch, das immer schlimmer wird, bis der ganze Körper in Flammen steht und es aus den Ohren raucht. Die gute Laune ist dahin, Gelassenheit passé. Man ist erregt, gereizt, empört, wenn einen etwas wurmt, unzufrieden und verstimmt, bis dann der Kragen platzt und Selbstbeherrschung in unerreichbare Ferne rückt.“2 Dieses Zitat beschreibt sehr treffend das Empfinden von Ärger, doch was genau ist Ärger? In der Fachliteratur wird der Begriff des Ärgers in ganz unterschiedlicher Weise aufgefasst. Kast versteht unter diesem Begriff „eine Emotion der Feindseligkeit.“3 Bei Hodapp und Schwenkmezger „ stellt Ärger eine spezifische Emotion dar.“4 Die Fachliteratur ist sich darin Einig, das Ärger eine Emotion darstellt. Nach Hannelore Weber ist Ärger eine Emotion, die aus fünf Komponenten besteht.5 Diese Komponenten setzen sich aus der physiologischen, der expressiven, der kognitiven, sowie der motivational - aktionalen und der subjektiven Komponente zusammen. Im Folgenden sollen diese Komponenten kurz erläutert werden.

1.1. Die physiologische Komponente

Tritt Ärger auf, so wird der Körper aktiviert. Im Körper selbst ereignen sich nun verschiedene Prozesse. Nach dem Vergleich der verschiedensten Theorien, gelangt sie zu dem Schluss, dass durch die Emotion Ärger das sympathische Nervensystem aktiviert wird. Bei auftretendem Ärger werden die so genannten Katecholamine aktiviert.6 Bei den Katecholaminen handelt es sich um chemische Stoffe. Sie gelten als Neurotransmitter und sind in den Synapsen des zentralen Nervensystems, sowie im Sympathikus, vorhanden.7 Bemerkt der Körper das Ärger auftritt, so kommt es, laut Webers Vermutung, zu einer erhöhten Ausschüttung des Hormons Noradrenalin, welches Auswirkungen auf das Herz und die zu ihm gehörigen Gefäße haben kann.8

1.2. Die expressive Komponente

Das Gesicht nimmt einen ärgertypischen Ausdruck an, sobald die Emotion Ärger verspürt wird. Weber benennt sechs typische Mimiken, die im Gesicht eines Ärgerverspürenden Menschen zu beobachten sind:

- nach unten gezogene und zugleich zusammengezogene Augenbrauen
- die so genannte Zornesfalte zwischen den Brauen
- angespannte Ober- und Unterlider
- die Augen blicken stechend und treten eventuell leicht hervor
- angespannte Lippen, die fest zusammengepresst oder offen sein können
- geweitete Nasenflügel9

Die Reaktionen des Körpers sind jedoch vielfältig und äußern sich somit auch unterschiedlich. Nicht selten laufen vom Ärger betroffene Personen rot an und beginnen zu zittern. Wieder andere dagegen bekommen einen dicken Hals. für Außenstehende Personen wird der Ärger an bestimmten Körpersignalen sichtbar. Zum Beispiel signalisieren ein versteinertes Gesicht oder zu Fäusten geballte Hände den anderen Personen, dass Ärger verspürt wird.10 Jedoch ist zu beachten, dass der Ausdruck von Emotionen in den verschiedenen Kulturen variabel ist und charakteristischen Regeln unterliegt. Durch diese Regeln ist festgelegt, in welcher Weise eine Emotion gezeigt werden darf und wem sie in dieser Weise gezeigt werden darf. Weber be- zieht sich in diesem Punkt auf Ekman, der diesen kulturabhängigen Ausdruck zu erklären versuchte. Die Mimik kann sich in vier verschiedenen Arten zeigen, wenn zum Beispiel Ärger auftritt. So kann der Ausdruck eben jener Emotion entweder verstärkt, abgeschwächt, neutralisiert oder durch eine andere Emotion überdeckt werden.11

1.3. Die kognitive Komponente

[...]


1 vgl. Anna Thal, Ärger macht Flügel (2000; Berlin: Econ Ullstein List Verlag GmbH & Co. Kg, 2000) 10.

2 ebd.

3 Verena Kast, Vom Sinn des Ärgers ( 1998; Stuttgart: Kreuz Verlag Stuttgart, 1998) 13.

4 Volker Hodapp und Peter Schwenkmezger ( Hrsg.), Ärger und Ärgerausdruck ( 1993; Bern: Verlag Hans Huber, 1993) 11.

5 vgl. Hannelore Weber, Ärger: Psychologie einer alltäglichen Emotion (1994; Weinheim; München: Juventa Verlag, 1994) 13.

6 ebd., S 46.

7 vgl. Philip G. Zimbardo, Psychologie(1988; Berlin; Heidelberg: Springer Verlag, 1995) 127.

8 vgl. Hannelore Weber, Ärger: Psychologie einer alltäglichen Emotion (1994; Weinheim; München: Juventa Verlag, 1994) 47.

9 vgl. ebd., S 21.

10 Anna Thal, Ärger macht Flügel ( 2000; Berlin: Econ Ullstein List Verlag GmbH & Co. Kg, 2000) 11.

11 vgl. Hannelore Weber, Ärger: Psychologie einer alltäglichen Emotion ( 1994; Weinheim; München: Juventa Verlag, 1994) 22.


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