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Essay, 2005, 5 Seiten
Autor: Garbi Yildiz
Fach: Philosophie - Philosophie der Antike
Details
Institution/Hochschule: Universität Bielefeld
Tags: Nikomachische, Ethik-Buch, Philosophische, Lebensentwürfe, Antike, Mittelalter
Jahr: 2005
Seiten: 5
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 1 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-82207-7
Dateigröße: 56 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Das Werk „ Die Nikomachische Ethik“ Aristoteles, der von 384 bis 322 v. Chr. gelebt hat und Schüler Platons war, ist eine repräsentative Zusammenfassung der philosophischen Ethik. In dem zehnten Buch des Werkes gilt Aristoteles Erkenntnisinteresse dem höchsten Gut und der Glückseligkeit. In diesem Buch erläutert er, was das höchste Gut nicht sein kann, was es ist, die Beziehung dessen mit einem glückseligen Leben und wie tugendhaftes Leben im Staat (Gesellschaft) durchgesetzt werden kann. Der vorliegende Text ist eine sehr gut formulierte Zusammenfassung des Werkes.
Textauszug (computergeneriert)
Universität Bielefeld
Fakultät für Geschichtswissenschaften und Philosophie
Abteilung: Philosophie
Veranstaltung: Philosophische Lebensentwürfe in Antike und Mittelalter
Thema:
Die Nikomachische Ethik-Buch 10
von
Garbi Yildiz
Das Werk " Die Nikomachische Ethik" Aristoteles, der von 384 bis 322 v. Chr. gelebt hat und Schüler Platons war, ist eine repräsentative Zusammenfassung der philosophischen Ethik.
In dem zehnten Buch des Werkes gilt Aristoteles Erkenntnisinteresse dem höchsten Gut und der Glückseligkeit. In diesem Buch erläutert er, was das höchste Gut nicht sein kann, was es ist, die Beziehung dessen mit einem glückseligen Leben und wie tugendhaftes Leben im Staat (Gesellschaft) durchgesetzt werden kann.
Lust als nicht höchstes Gut
Zunächst argumentiert Aristoteles wider derer, die die Lust als höchstes Gut bezeichnen.
Er ist der Ansicht, dass die Lust nicht als höchstes Gut anerkannt werden kann. Zunächst erkennt er, dass die wünschbare Lust durch das Beifügen anderer Dinge wünschenswerter wird. Nach Aristoteles kann das höchste Gut durch nichts Beigefügtes wünschbarer werden. (Vgl. S. 283) Das höchste Gut wächst nur durch sich selbst. Da es im Falle der Lust dem nicht so ist, kann sie auch nicht das höchste Gut sein.
Ferner ist das Lustempfinden je nach Typ Mensch und Art der Lust ambivalent. So können schlechte Menschen etwas als Gut bezeichnen, was etwa besser ist als sie selbst, aber dennoch immer noch schlecht ist. Ein weiterer Aspekt ist, dass schlechte Menschen negative Lüste als lustvoll (ein Gut) bezeichnen, wobei andere (edle) Menschen die selbe Art Lust als abartig verurteilen. So ist es aber auch, dass nicht gerechte Menschen keine jegliche Lust an der Gerechtigkeit empfinden.
Die Tatsache, dass Lust durch Beigefügtem wünschbarer wird und viele verschiedene Formen von ihr existieren, positive sowie negative, kann Lust unmöglich als höchstes Gut bezeichnet werden. Denn die Möglichkeit, dass etwas negatives ein Teil des höchsten Gutes sein kann, muss ausgeschlossen sein. Demnach ist die Lust nicht das höchste Gut. Später wird dargestellt, was nach Aristoteles das höchste Gut ist. Was ist also dann Lust?
Vollkommenheit der Lust und Betrachtung und ihre Beziehung zueinander
Aristoteles stellt die Vollkommenheit der Lust dar und argumentiert somit gegen die, die die Lust als Bewegung definieren. Er ist der Ansicht, dass Bewegungen mehrere und verschiedene Prozesse beinhalten, die sich auf ein Ziel hin orientieren. Diese Bewegungen sind jedoch unvollkommen. Um es einem Beispiel festzuhalten: Wenn man ein Haus zu bauen beabsichtigt, errichtet man Wände und später dann ein Dach, usw. Jedes dieser Bewegungen (Prozesse) ist nur Mittel zum Zweck. Zwei wesentliche Argumente nennt Aristoteles, um zu belegen, dass die Lust keine Bewegung ist. Die Errichtung einer Wand wird nicht ihres selbst wegen vollzogen, sondern das Ziel ist etwas anderes, nämlich das Haus. Ferner sind die jeweiligen Prozesse unvollkommen, da ja immer etwas anderes dazu kommen muss, damit es vollendet ist. Bei der Lust ist es eben nicht so. Die Lust braucht keine Entwicklungszeit. Sie braucht nichts dazu zu bekommen, damit sie vollendet ist. Man hat abrupt Lust, wenn man sie denn hat. Das Wesen der Lust ist jederzeit vollkommen. (vgl. S.287)
So ist es auch mit dem Sehen. Das Sehen entwickelt sich nicht und es braucht nichts weiteres, um vollkommen zu sein. Ferner wird das Sehen wegen ihres selbst getan, d. h. dass das Ziel des Sehens das Sehen selbst ist. Es ist sich also selbst genug. Es ist jederzeit vollkommen.
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