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Bedeutung familienpolitischer Maßnahmen der Bundesregierung für eine familienbewusste Personalpolitik

Diplomarbeit, 2007, 119 Seiten
Autor: Maja Livic
Fach: Politik - Pol. Systeme - Politisches System Deutschlands

Details

Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2007
Seiten: 119
Note: 2,7
Literaturverzeichnis: ~ 70  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V82175
ISBN (E-Book): 978-3-638-84782-7

Dateigröße: 2126 KB

Zusammenfassung / Abstract

Täglich neue Nachrichten und Berichterstattungen aus dem Bereich der Familienpolitik machen offensichtlich, dass aufgrund intensiven wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels familienpolitischer Handlungsbedarf stärker im Fokus steht als in den vergangenen Jahren. Die Bundesregierung verleiht der Familienpolitik einen neuen Stellenwert und fördert das öffentliche und wirtschaftliche Interesse an familienpolitischen Themen. Den zahlreichen Debatten über niedrige Geburtenraten, demographischer Veränderung und den gesellschaftlichen Wandel in der Bundesrepublik Deutschland mit seinen vielschichtigen Ursachen und zukünftigen Auswirkungen kommt eine zunehmend gesellschafts- und gesamtwirtschaftliche Bedeutung zu. Die Familie ist das Fundament der Gesellschaft. Neben anderen solidarischen Netzwerken ist die Familie Grundlage für eine erfolgreiche und effiziente Wirtschaft und die soziale Sicherung des Staates. Die traditionelle Familie nach dem Alleinverdienermodell, in dem Frauen vorwiegend die Versorgungs- und Betreuungsfunktion von Kindern übernehmen, Männer für das Erwerbseinkommen verantwortlich sind, entspricht nicht mehr den neuen gesellschaftlichen Ansprüchen an die individuelle Lebensgestaltung. Die Vielseitigkeit des bestehenden Ausbildungsangebotes und das steigende Bildungsniveau von Frauen haben zur Folge, dass auch der Anspruch auf eine berufliche Verwirklichung und finanzielle Unabhängigkeit bei weiblichen Beschäftigten, insbesondere junger Akademikerinnen, stetig zunimmt. Dennoch bleibt das vorrangige Ziel, neben dem beruflichen Erfolg, eine Familie zu gründen, da diese nach wie vor für über 90% der Menschen1 den meist geschätzten Lebensbereich darstellt und eine freiwillige Kinderlosigkeit selten ist2. Die Vereinbarkeit von Familien- und Berufsleben wird aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung und der steigenden Frauenerwerbstätigkeit zu einem wichtigen familienpolitischen Thema.


Textauszug (computergeneriert)

Ludwig-Maximilians-Universität München
-Sozialwissenschaftliche Fakultät-

Die Bedeutung der familienpolitischen Maßnahmen der
Bundesregierung für eine familienbewusste Personalpolitik
in Unternehmen

Diplomarbeit

vorgelegt von: Maja Livić

Inhaltsverzeichnis

Darstellungsverzeichnis ... V

1 Einleitung ... 1

1.1 Aktualität und Komplexität der Thematik ... 1
1.2 Eingrenzung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit ... 4

2 Bedeutung der Familie ... 6

2.1 Definition und Funktionen der Familie ... 6

2.2 Externe Effekte der Familie auf Wirtschaft und Gesellschaft ... 8

2.3 Wertewandel und Familienbedeutung ... 10
2.3.1 Soziokulturelle Faktoren ... 10
2.3.2 Familienökonomische Faktoren ... 15

3 Grundzüge der Familienpolitik in der Bundesrepublik Deutschland ... 18

3.1 Begriffliche Definition und familienpolitische Typologisierung ... 18

3.2 Historischer Hintergrund der Familienpolitik ... 21

3.3 Ziele und Notwendigkeit der Familienpolitik ... 22

3.4 Ausgewählte Instrumente der Familienpolitik ... 25
3.4.1 Finanzielle Transferleistungen ... 25
3.4.1.1 Steuerlicher Kinderfreibetrag und Kindergeld ... 26
3.4.1.2 Ehegattensplitting ... 30
3.4.1.3 Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten ... 32
3.4.1.4 Elterngeld ... 33
3.4.2 Familienpolitisch relevante Rechtsnormen ... 33
3.4.2.1 Mutterschutzgesetz ... 34
3.4.2.2 Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) ... 35
3.4.3 Realtransfer: Kinderbetreuung und Bildungssystem ... 35
3.4.4 Sozialversicherungssysteme ... 38

3.5 Reformbedarf der Familienpolitik ... 39

4 Familienpolitische Maßnahmen der Bundesregierung zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ... 42

4.1 Familienpolitischer Perspektivenwechsel ... 42
4.1.1 Hintergrund: Demographische Entwicklung ... 42
4.1.2 Wirtschaftliche und gesellschaftliche Notwendigkeit ... 44
4.1.3 Vereinbarkeit von Familie und Beruf ... 47

4.2 Einführung des neuen Elterngeldes und Elternzeit ... 49
4.2.1 Notwendigkeit des neuen Elterngeldes ... 49
4.2.2 Sozialpolitische und volkswirtschaftliche Ziele ... 52
4.2.2.1 Sozialer und finanzieller Ausgleich ... 52
4.2.2.2 Gleichberechtigtes Rollenverständnis ... 53
4.2.2.3 Wirtschaftliche Nutzeffekte ... 55
4.2.3 Ausgestaltung und Gesetzliche Regelungen ... 56
4.2.3.1 Finanzieller Umfang ... 56
4.2.3.2 Flexibler Bezugszeitraum ... 57
4.2.3.3 Gestaltung der Elternzeit ... 58

4.3 Ausbau der institutionellen Kinderbetreuung ... 59
4.3.1 Problematik des bestehenden Kinderbetreuungsangebotes ... 59
4.3.2 Notwendigkeit des Kinderbetreuungsausbaus ... 63
4.3.2.1 Gesellschaftspolitische Perspektive ... 63
4.3.2.2 Volkswirtschaftliche Perspektive ... 64
4.3.3 Sozialpolitisches Ziele und gesetzliche Grundlage ... 66
4.3.4 Erwartungen an den geplanten Ausbaus der Kinderbetreuung ... 66
4.3.5 Aktuelle Debatte zum geplanten Kinderbetreuungsangebot ... 67

5 Familienbewusste Personalpolitik in Unternehmen ... 69

5.1 Ziele und Notwendigkeit einer familienbewussten Personalpolitik ... 69

5.2 Nutzeneffekte familienbewusster Personalpolitik ... 72
5.2.1 Betriebswirtschaftlicher Nutzen ... 73
5.2.1.1 Reduzierung der Fluktuationskosten ... 74
5.2.1.2 Kontinuität des betriebsspezifischen Wissens ... 75
5.2.1.3 Geringere Überbrückungskosten ... 76
5.2.1.4 Geringere Wiedereingliederungskosten ... 78
5.2.1.5 Weniger Fehl- und Krankheitszeiten ... 79
5.2.1.6 Gesteigerte Produktivität der Beschäftigten ... 80
5.2.2 Nutzen für die Beschäftigten ... 81
5.2.3 Gesellschaftlicher und gesamtwirtschaftlicher Nutzen ... 82

5.3 Ausgewählte Strategien familienbewusster Personalpolitik ... 83
5.3.1 Förderung der Kinderbetreuung ... 83
5.3.1.1 Unternehmenseigene und -unterstützte Kinderbetreuung ... 84
5.3.1.2 Notfallbetreuung ... 85
5.3.1.3 Förderung von Elterninitiativen ... 86
5.3.1.4 Steuerfreier Kinderbetreuungszuschuss ... 86
5.3.2 Flexible Arbeitszeitmodelle ... 87
5.3.2.1 Teilzeitmodelle ... 87
5.3.2.2 Gleitzeit ... 89
5.3.2.3 Telearbeit ... 89
5.3.3 Förderung von Wiedereinstiegsprogrammen ... 90

5.4 Herausforderungen bei der Implementierung ... 92

5.5 Konzept aus der Praxis ... 93

6 Bedeutung familienpolitischer Maßnahmen für die Ausgestaltung einer familienbewussten Personalpolitik ... 97

6.1 Gemeinsames Ziel von Politik und Unternehmen? ... 97
6.2 Rechtliche Normen – Restriktiver Einfluss auf familienbewusste Personalpolitik ... 98
6.3 Komplementäre Wirkung ... 100
6.4 Herausforderung an die Flexibilität der Unternehmen ... 101
6.5 „Allianz für die Familie“ – Nachhaltige Kooperation ... 102

7 Fazit ... 104

Literaturverzeichnis ... 109
Gesetzestexte ... 113
Internetquellen ... 114


1 Einleitung

1.1 Aktualität und Komplexität der Thematik

Täglich neue Nachrichten und Berichterstattungen aus dem Bereich der Familienpolitik machen offensichtlich, dass aufgrund intensiven wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels familienpolitischer Handlungsbedarf stärker im Fokus steht als in den vergangenen Jahren. Die Bundesregierung verleiht der Familienpolitik einen neuen Stellenwert und fördert das öffentliche und wirtschaftliche Interesse an familienpolitischen Themen.

Den zahlreichen Debatten über niedrige Geburtenraten, demographischer Veränderung und den gesellschaftlichen Wandel in der Bundesrepublik Deutschland mit seinen vielschichtigen Ursachen und zukünftigen Auswirkungen kommt eine zunehmend gesellschafts- und gesamtwirtschaftliche Bedeutung zu.

Die Familie ist das Fundament der Gesellschaft. Neben anderen solidarischen Netzwerken ist die Familie Grundlage für eine erfolgreiche und effiziente Wirtschaft und die soziale Sicherung des Staates.

Die traditionelle Familie nach dem Alleinverdienermodell, in dem Frauen vorwiegend die Versorgungs- und Betreuungsfunktion von Kindern übernehmen, Männer für das Erwerbseinkommen verantwortlich sind, entspricht nicht mehr den neuen gesellschaftlichen Ansprüchen an die individuelle Lebensgestaltung. Die Vielseitigkeit des bestehenden Ausbildungsangebotes und das steigende Bildungsniveau von Frauen haben zur Folge, dass auch der Anspruch auf eine berufliche Verwirklichung und finanzielle Unabhängigkeit bei weiblichen Beschäftigten, insbesondere junger Akademikerinnen, stetig zunimmt. Dennoch bleibt das vorrangige Ziel, neben dem beruflichen Erfolg, eine Familie zu gründen, da diese nach wie vor für über 90% der Menschen1 den meist geschätzten Lebensbereich darstellt und eine freiwillige Kinderlosigkeit selten ist2. Die Vereinbarkeit von Familien- und Berufsleben wird aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung und der steigenden Frauenerwerbstätigkeit zu einem wichtigen familienpolitischen Thema.

Das kompetitive Arbeitsumfeld im Zeitalter der Globalisierung fordert von den Beschäftigten immer mehr Flexibilität und Einsatz, wodurch die Balance zwischen Familie und Beruf nur schwer zu erreichen ist. Insbesondere bei Ehepaaren mit Kindern ist es meist die Frau, die ihre Berufstätigkeit zu Gunsten der Familie und Kinder einschränkt bzw. aufgibt und nach einer maximalen Elternzeit von drei Jahren pro Kind wieder ins Berufsleben zurückkehrt. Unter ökonomischen Gesichtspunkten ist diese sukzessive Vereinbarkeit von Familie und Beruf vor allem bei hoch qualifizierten Müttern mit wirtschaftlichen Einbußen zu belegen.

In Familienhaushalten entstehen durch das Aufgeben der Berufstätigkeit und der zunehmenden Selbstverständlichkeit weiblicher Erwerbstätigkeit als Beitrag zum Haushaltseinkommen, hohe Opportunitätskosten. Grund hierfür sind ein unterbrechungsbedingter Lohnrückgang und eine ausbleibende Akkumulation des Humanvermögens3. Eine nachhaltige Balance von Familien- und Berufsleben, die durch eine familienorientierte Personalpolitik des Arbeitgebers und entsprechende flankierende institutionelle Maßnahmen erreicht wird, kann eine „kontinuierliche Erwerbsbiografie und verbesserte berufliche Entwicklungsperspektiven“4 für arbeitende Eltern entscheidend begünstigen.

Der staatliche Profit durch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zeigt sich sowohl kurzfristig wie auch langfristig. Geringere finanzielle Verluste aufgrund einer erhöhten Frauenerwerbsbeteiligung und dem damit verbundenem Mehr an Steuereinnahmen und Sozialbeiträgen machen sich unmittelbar für den Staat bemerkbar. Langfristig gesehen wird durch stärker nachkommende Generationen und kontinuierliche demographische Entwicklung die Absicherung der sozialen Renten- und Krankenversicherungssysteme gewährleistet. Ein Gleichgewicht zwischen Erwerbs- und Familienleben unterstützt auf staatlicher Ebene die Erfüllung sozialpolitischer Ziele und begünstigt die gesellschaftliche Stabilität.

Gesamtwirtschaftlich betrachtet wird sich eine verstärkte Vereinbarkeit von Familie und Beruf positiv auf das notwendige wirtschaftliche Wachstum auswirken. Eine steigende Erwerbsbeteiligung der beruflich und hoch qualifizierten Frauen bringt die Möglichkeit mit sich, den drohenden Fachkräftemangel am Arbeitsmarkt zu regulieren5 und dem Verlust von Humankapital durch Erwerbsauszeiten entgegenzuwirken. Folglich ist mit einem Wirtschaftswachstum als Folge gesteigerter Produktivität und mit dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit zu rechnen.

Für die Unternehmen bedeutet eine familienbewusste Personalpolitik das Verhindern von qualifikationsunabhängigen Mitarbeiterverlusten, den Erhalt von betriebsspezifischem Wissen bzw. ein effizientes Ausschöpfen von Mitarbeiterpotentialen und eine Reduzierung der Wiederbeschaffungskosten zur Besetzung der Vakanzen. Eine unzureichende Vereinbarkeit von Familie und Beruf bedingt einen Anstieg der betrieblichen Mehrkosten durch die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung6. Im Sinne eines wirtschaftlichen Wachstums und gesellschaftlicher Stabilität fordert die aktuelle zukunftsorientierte und nachhaltige Familienpolitik der Bundesregierung die deutsche Wirtschaft und ihre Unternehmen zu einem verbesserten Gleichgewicht von Familie und Beruf auf und unterstützt dies durch politische Maßnahmen.

Den Unternehmen stehen vielfältige Instrumente zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf zur Verfügung: personalstrategische Planungen, familienadäquate Arbeitszeitmodelle und betriebseigene Infrastrukturen sowie die Schaffung einer familienbewussten Unternehmenskultur. Die Bereitschaft der Bundesregierung familienpolitische Änderungen in Form der Einführung eines neuen Elterngeldes und des Kinderbetreuungsausbaus zu intensivieren und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern, schaffen neue institutionelle Rahmenbedingungen für die Unternehmen und ihre Beschäftigten eine familienbewusste Personalpolitik zu gestalten und umzusetzen.


1.2 Eingrenzung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Analyse der familienpolitischen Maßnahmen der Bundesregierung unter besonderer Berücksichtigung des Schwerpunktes „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ und deren Bedeutung für die Ausgestaltung einer familienbewussten Personalpolitik in Unternehmen.

Im Anschluss an die Einführung in die Thematik werden im zweiten Kapitel, als Grundlage zum besseren Verständnis der darauf folgenden Analyse der Familienpolitik, die Bedeutung der Familie, insbesondere ihre gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Funktionen und Effekte, sowie der Wandel der Familienbedeutung in der Gesellschaft beschrieben.

Im dritten Teil der Arbeit werden die Grundzüge der Familienpolitik in der Bundesrepublik Deutschland mit ihrer Notwendigkeit und ihren Zielen dargelegt. Durch ausgewählte Instrumente sollen die familienpolitischen Handlungsmöglichkeiten veranschaulicht werden. Als Ausgangspunkt der weiteren Argumentation im vierten Teil wird die Familienpolitik kurz in einen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext gestellt.

Nachdem die grundlegenden Aspekte für das Gesamtverständnis der Arbeit thematisiert wurden, beschäftigt sich der vierte Teil insbesondere mit den familienpolitischen Maßnahmen der Bundesregierung zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zunächst werden Gründe für die (gesamt-)wirtschaftliche und gesellschaftliche Notwendigkeit eines familienpolitischen Perspektivenwechsels angeführt und die Ziele einer verstärkten Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf erörtert. Anschließend erfolgt eine Analyse aktueller familienpolitischer Maßnahmen durch die Darstellung ihrer Notwenigkeit und Ziele sowie ihrer Ausgestaltung und gesetzlichen Rahmenbedingungen. Im Fokus stehen hierbei insbesondere die Einführung des neuen Elterngeldes und der Elternzeit sowie der Ausbau des öffentlichen Kinderbetreuungsangebotes.

Der darauf folgende fünfte Abschnitt beinhaltet die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten, eine familienbewusste Personalpolitik in Unternehmen zu gestalten und dadurch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. Hierbei werden, nach Bestimmung der Notwendigkeit und Ziele einer familienbewussten Unternehmenspolitik, ausgewählte Strategien zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf vorgestellt. Es folgt eine Bewertung der familienbewussten Strategien sowohl anhand der betriebswirtschaftlichen Vorteile wie auch dem Nutzen für Beschäftigte, Gesellschaft und Wirtschaft. Abschließend werden die Herausforderung bei der Implementierung familienbewusster Personalpolitik sowie erfolgreiche Konzepte aus der Praxis kurz aufgegriffen.

Nach der theoretischen Darlegung der familienpolitischen Maßnahmen und den Möglichkeiten der familienbewussten Personalpolitik, folgt im sechsten Kapitel zusammenfassend die Bedeutung familienpolitischer Maßnahmen für die Ausgestaltung einer familienbewussten Personalpolitik in Unternehmen. Dargestellt wird, wie die institutionellen Rahmenbedingungen den Handlungsspielraum für die familienbewusste Personalpolitik determinieren. Zugleich wird erörtert, wie familienpolitisches und wirtschaftliches Handeln mit dem gemeinsamen Ziel der Balance von Familie und Beruf komplementär in Wirkung treten können. Die Herausforderung für Unternehmen, in Form von betrieblichen Änderungen flexibel auf familienpolitische Vorgaben zu reagieren, zeigt sich im Folgenden als notwendig für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Im Anschluss wird durch das Beispiel der „Allianz für Familie“ veranschaulicht, wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch die intensive Kooperation von Unternehmen und Staat gefördert werden kann.

Im abschließenden siebten Teil der Arbeit wird ein Fazit gezogen, welches die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammenfasst und darüber hinaus einen kurzen Ausblick zu weiteren familienpolitischen Reformen der Bundesregierung gibt.

[ ... ]


1 Siebter Familienbericht, BT Drs. 16/1360, Berlin, 2006, S.XXIV.

2 Vgl. Kaufmann, Franz-Xaver: Zukunft der Familie im vereinten Deutschland. Gesellschaftliche und politische Bedingungen, München: Beck, 1995, S.82.

3 Vgl. Althammer, Jörg: Ökonomische Theorie der Familienpolitik. Theoretische und empirische Befunde zu ausgewählten Problemen staatlicher Familienpolitik (Studies in Contemporary Economics), Heidelberg: Physica, 2000, S. 89.

4 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.): Betriebswirtschaftliche Effekte familienfreundlicher Maßnahmen. Kosten- Nutzen- Analyse, Studie der Prognos AG, Berlin, 2006, S.7.

5 Vgl. BMFSFJ [Betriebswirtschaftliche Effekte], 2006, S.7.

6 Ebd., S.9.


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