Subtitle: Symbolisches Wahrzeichen oder Luftschloss für die Reichen?
Termpaper, 2005, 14 Pages
Author: Bettina Arzt
Subject: Cultural Studies
Details
Tags: Elbphilharmonie
Year: 2005
Pages: 14
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 6 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-89312-1
File size: 136 KB
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Abstract
Mit den Beschluss der Hamburger Bürgerschaft vom 26. Oktober 2005 steht fest, dass in Hamburg ein neues architektonisches Wunderwerk entstehen wird. Die Elbphilharmonie, erbaut auf dem alten, von Architekt Werner Kallmorgen in den Jahren 1963-1965 errichteten Kakaospeicher A in der Speicherstadt. Für die einen ein Luftschloss im wahrsten Sinne des Wortes, ein utopisches, in dem vorgeschriebenen finanziellen Rahmen von 186 Millionen € nicht realisierbares Bauprojekt, für die anderen eine Chance, Hamburg in die Liga der weltweit renommierten Musikmetropolen zu erheben. In wieweit der geplante Jahrhundertbau tatsächlich das erhoffte weltweite musikalische Renomee und neue Anstöße für die Wirtschaft der Stadt bringen oder aber ob er lediglich ein Subventionsgrab wird, werde ich in der folgenden Hausarbeit erläutern.
Excerpt (computer-generated)
Die Elbphilharmonie
Symbolisches Wahrzeichen oder Luftschloss für die Reichen?
von
Bettina Arzt
Wintersemester 2005/ 2006
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung... 3
1.1. Die bisherigen Planungen... 3
1.2. HamburgMusik... 4
1.3. Das Gebäude... 4
1.4. Die Finanzierung der Elbphilharmonie... 5
2. Ein neues Wahrzeichen und wirtschaftlicher Aufschwung für Hamburg.
Oder: Warum die Elbphilharmonie gebaut werden sollte... 6
3. Ein Luftschloss für Besserverdienende und Subventionsgrab.
Oder: Warum die Elbphilharmonie nicht gebaut werden sollte... 9
4. Abschließende Betrachtung... 12
5. Quellen- und Bildnachweis... 14
1. Einleitung
Mit den Beschluss der Hamburger Bürgerschaft vom 26. Oktober 2005 steht fest, dass in Hamburg ein neues architektonisches Wunderwerk entstehen wird. Die Elbphilharmonie, erbaut auf dem alten, von Architekt Werner Kallmorgen in den Jahren 1963-1965 errichteten Kakaospeicher A in der Speicherstadt. Für die einen ein Luftschloss im wahrsten Sinne des Wortes, ein utopisches, in dem vorgeschriebenen finanziellen Rahmen von 186 Millionen € nicht realisierbares Bauprojekt, für die anderen eine Chance, Hamburg in die Liga der weltweit renommierten Musikmetropolen zu erheben. In wieweit der geplante Jahrhundertbau tatsächlich das erhoffte weltweite musikalische Renomee und neue Anstöße für die Wirtschaft der Stadt bringen oder aber ob er lediglich ein Subventionsgrab wird, werde ich in der folgenden Hausarbeit erläutern.
1.1. Die bisherigen Planungen:
Die Idee, auf dem Fundament des Kaispeichers A einen Konzertsaal der Spitzenklasse zu errichten, geht auf den deutsch-amerikanischen Architekten und Städteplaner Alexander Gérard zurück, der gemeinsam mit der Kunsthistorikerin Jana Marko ein Alternativ-Konzept für den im Rahmen des Hafencity-Masterplans aus dem Jahre 2000 geplanten Bau eines Bürogebäudes auf dem denkmalschutzwürdigen Kaispeicher A entwickelt hat. Wenig später bestätigte eine Machbarkeitsstudie der GEWOS, dem Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GmbH, dass der Bau der Elbphilharmonie sowohl wirtschaftlich als auch technisch realisierbar ist.
Im Juni 2003 wurde das inzwischen fertige Konzept der renommierten Schweizer Archtitekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron der Öffentlichkeit vorgestellt, wo es auf helle Begeisterung stieß. Nachdem Hartmut Wegener, seit 2003 Geschäftsführer der städtischen ReGe Hamburg Projekt-Realisierungsgesellschaft mbH, im Herbst 2005, zum Projektleiter ernannt wurde, übertrug man die Verantwortlichkeit für das Vorhaben Elbphilharmonie nach dem Ausstieg des Initiators Gérard vollständig an das Land Hamburg und somit an Kultursenatorin Karin von Welck. Die Kulturbehörde erarbeitete im Auftrag des Senats ein Nutzungskonzept für die Elbphilharmonie und im Februar 2005 begann die Suche nach privaten Investoren für das geplante Parkhaus im Innern des alten Speichers, die Hotelanlagen, Apartments, Bars etc. Der Beginn der Bauarbeiten ist auf den Januar 2007 festgelegt und in nur 27 Monaten möchte Projektleiter Hartmut Wegener das architektonische Wunderwerk fertig stellen, so dass in der Saison 2009/2010 bereits die Aufnahme des Spielbetriebs geplant ist.
1.2. HamburgMusik:
Das Nutzungskonzept für die Elbphilharmonie sieht vor, Hamburgs bisherige Musikhalle, die Laieszhalle, sowie die Elbphilharmonie unter einem Dach, der HamburgMusik zu vereinen. Um im Bezug auf die Rechtsform von den fiskalischen Vorteilen eines gemeinnützigen Unternehmens zu profitieren, wird die Gesellschaft HamburgMusik in zwei Einheiten geteilt: Die gewerbliche Einheit (Hamburg Musik Betriebs GmbH) ist dabei die Muttergesellschaft der gemeinnützigen Einheit (Hamburg Musik gGmbH). Unter einer Generalintendanz verwaltet sollen beide Musikhäuser von ihren bilateralen Synergieeffekten profitieren. Allerdings werden in der Laeiszhalle wie gewohnt eher klassische Musikevents stattfinden (in einem um 500 Plätze reduzierten Saal), während sich die Elbphilharmonie mit einem breiteren Musikrepertoire (nationale und internationale Orchester, Kammermusik, Chöre, Rock, Pop, Jazz, Kinderkonzerten, Shows und vielem mehr) auch neuen Zielgruppen öffnet.
1.3. Das Gebäude:
Der spektakuläre Jahrhundertbau Elbphilharmonie soll in seiner Architektur Alt und Neu verbinden. Der ursprüngliche Speicher, der Sockel des Baus, wird ein Parkhaus mit 600 Plätzen, Nebenräume der Philharmonie, eine Bar und das klingende Museum von Professor Albrecht beinhalten, wobei die markante Fassade des Speichers, repräsentativ für die moderne Industriearchitektur in Hamburg, erhalten bleibt. Auf der Schnittfläche zwischen dem Kaispeicher und dem Glasdach, einer gigantischen, 103 m hohen Wellenkonstruktion über den Konzerthallen, wird in 37 Metern Höhe ein öffentlicher Platz entstehen. Außerdem sollen ein Luxus-Hotel mit ca. 220 Zimmern, zahlreiche Luxus-Wohnungen, ein Wellness-Bereich und evtl. sogar ein Nachtclub eröffnet werden.
Im Innern der Elbphilharmonie soll der Besucher durch mit perlmuttähnlichen Material ausgekleideten verschlungenen Räumen in die imposante Konzerthalle geführt werden. Im großen Saal mit 2200 Plätzen wird der Fokus des Raumes durch das Orchester auf der Bühne gebildet, während das Publikum treppenartig ohne die klassische Vorn- und Hinten- Aufteilung in den weiten des Raumes sitzt, so dass jeder einzelne Platz, unabhängig seines Ranges, den gleichen akustischen Anspruch aufweist. Ein Grundprinzip der Elbphilharmonie, welches Konzeption, Realisation und Bau stets begleitet hat, wird also auch in der Architektur und Akustik des Saales dargelegt: Ein Musikhaus für alle zu sein. Der kleine Kammermusiksaal mit einer Besucherkapazität von 450 bis 600 Menschen kann wegen seiner flexiblen Podesttechnik auch für nicht musikalische Veranstaltungen zielgruppenübergreifend genutzt werden. Verantwortlich für die Akustik beider Säle der renommierte japanische Akustiker, Yasuhisa Toyota, der auch bereits die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles klanglich gestaltet hat.
1.4. Die Finanzierung der Elbphilharmonie:
[...]
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