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Dokumentenmanagement - als Teil des Wissensmanagements

Hausarbeit, 2001, 31 Seiten
Autor: Kerstin Albrecht
Fach: Wirtschaft - Unternehmensführung, Management, Organisation

Details

Veranstaltung: Lern- und Wissensmanagement
Institution/Hochschule: International School of Management Dortmund
Tags: Dokumentenmanagement, Wissensmanagement, Organisation
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2001
Seiten: 31
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V8243
ISBN (E-Book): 978-3-638-15265-5
ISBN (Buch): 978-3-638-63957-6
Dateigröße: 249 KB
Anmerkungen :
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich primär mit dem betriebswirtschaftlichen Aspekt des Dokumentenmanagements. Die informationstechnische Perspektive wird eher vernachlässigt. 393 KB


Zusammenfassung / Abstract

„Wissen ist Macht!“ Ist diese Lehre auch schon beinahe zur Phrase verkommen, so hat sie dennoch nicht an Bedeutung verloren. Gerade die zunehmende Globalisierung und die durch das multimediale Zeitalter immer größer werdende Informationsflut lassen das Wissensmanagement zu einem zentralen Thema der heutigen Zeit werden. Unternehmen, so scheint es, sind Weltmeister im Erwerben und Entwickeln von Wissen. Nur leider scheitern Konzepte des Wissensmanagements häufig an einem entscheidenden Faktor – der Wissensbewahrung. Gelingt es einem Unternehmen jedoch nicht, vorhandenes Wissen zu bewahren, wird der Wissenskreislauf unterbrochen – das Rad wird neu erfunden.


Textauszug (computergeneriert)

Dokumentenmanagement  -
als Teil des Wissensmanagements

Kerstin Albrecht

 

II. Inhaltsverzeichnis

Deckblatt  ... I
Inhaltsverzeichnis  ... II
Abkürzungsverzeichnis  ... III
Abbildungsverzeichnis  ... IV
Dokumentenmanagement  ... V

1. Einführung 1


1.1. Die Problematik 1
1.2. Das Hanse Modell 3

2. Wissen bewahren 6


2.1. Das Selegieren 6
2.2. Vom divergierten zum konvergenten System 7

3. Speichern von Wissen 8


3.1. Natürliche oder individuelle Speicherformen 8
3.2. Die Bewahrung von kollektivem Wissen 9
3.3. Das elektronische Gedächtnis 10
    3.3.1. Identifikation der Dokumentenart 11
    3.3.2. Festlegung der Dokumentationsanforderungen 11
    3.3.3. Dokumentations- Nummernsystem 13
    3.3.4. Normen festlegen 14
3.4. Die Praxis 14
    3.4.1 Erfassen von Dokumenten 15
    3.4.2. Indexieren 15
    3.4.3. Speichern 16
    3.4.4. Suchen und Finden 17
    3.4.5. Sicherheit 17

4. Qualitätssicherung und Aktualisierung 19

5. Die Vorteile und Nachteile von Dokumentenmanagement 21


5.1. Die Vorteile 21
5.2. Die Nachteile 22

6. Fazit 22

Literaturverzeichnis  ... VI
Eides stattliche Erklärung  ... VII

III. Abkürzungsverzeichnis

[...]

IV. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Bausteine des Wissensmanagements S. 1
Abbildung 2: Das Hanse Modell S. 3
Abbildung 3: Die Hauptprozesse der Wissensbewahrung S. 6
Abbildung 4: Vom divergierten zum konvergenten System S. 7
Abbildung 5: Dokumentenarten S. 11
Abbildung 6: Dokumentations- Anforderungsbeschreibung S. 12
Abbildung 7: Dokumentationsschlüssel S. 13
Abbildung 8: Todesspirale S. 17

 

1. Einführung
1.1. Die Problematik

„Wissen ist Macht!“ Ist diese Lehre auch schon beinahe zur Phrase verkommen, so hat sie dennoch nicht an Bedeutung verloren. Gerade die zunehmende Globalisierung und die durch das multimediale Zeitalter immer größer werdende Informationsflut lassen das Wissensmanagement zu einem zentralen Thema der heutigen Zeit werden. Unternehmen, so scheint es, sind Weltmeister im Erwerben und Entwickeln von Wissen. Nur leider scheitern Konzepte des Wissensmanagements häufig an einem entscheidenden Faktor – der Wissensbewahrung. Gelingt es einem Unternehmen jedoch nicht, vorhandenes Wissen zu bewahren, wird der Wissenskreislauf unterbrochen – das Rad wird neu erfunden.

Abb. 1: Bausteine des Wissensmanagements

[nur in der Downloadversion enthalten]

Ist der Begriff Dokumentmanagement auch jung, so ist das Konzept hinter ihm wesentlich älter. Rechnungen, Briefe und Geschäftsvorgänge aller Art wurden in Ordnern abgelegt, mit dem Zweck, Wissen zu bewahren und jedem Mitarbeiter schnellen Zugriff darauf zu gewähren.

Mangelhafte Organisation und Aktualisierung führten jedoch oftmals zu schnell wachsenden Ordnerfriedhöfen. Computer schienen die Lösung für die auftretenden Probleme zu sein, war es doch mit dem Computer einfacher, einmal vorhandenes Wissen zu speichern. Die immer größer werdende Informationsflut zeigte jedoch schnell, dass das Problem lediglich auf ein anderes Medium übertragen wurde. Laut einer Umfrage des Institutes für Beratung und Training (IBT) verschwenden Manager und Sachbearbeiter durchschnittlich 2,44 Std./Woche für die Suche nach Dokumenten. Das bedeutet jährliche Kosten von DM 7.320 pro Mitarbeiter (bei brutto Personalkosten von DM 120.000 pro Jahr)2. Wenn Mitarbeiter im Urlaub sind oder das Unternehmen verlassen, entstehen Wissenslücken, die nur schwer und nur mit Geduld und Kapital geschlossen werden können. Obschon 75% der Topunternehmen Wissen als entscheidenden Wettbewerbsfaktor bewerten, werden Entscheidungen und Arbeitsergebnisse lediglich von ¼ der Unternehmen dokumentiert und genutzt.3 Denn nur zu oft wird das bloße Speichern von Informationen mit Dokumentation gleichgesetzt.

Der Blick in die Literatur lässt jedoch keine eindeutige Definition erkennen. Bisher erklärt sich dies durch die Tatsache, dass Wissensbewahrung unter dem Oberbegriff Wissensmanagement steht. Unternehmen beispielsweise haben hier ihre eigenen Definitionen gefunden. Das Unternehmen Shema definiert elektronisches Dokumentmanagement als die Möglichkeit, Dokumente effizient zu verwalten und zu archivieren.4 Bei direkter Sicht auf die Wortkomponenten „Dokumentation“ und „Management“ lässt sich für unseren Zweck folgende Arbeitsdefinition aufstellen. Dokumentenmanagement ist die effiziente Zusammenstellung und Nutzbarmachung von Dokumenten jeder Art. Es soll sichergestellt werden, dass Dokumente zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, an den richtigen Empfänger geleitet werden.

Diese Arbeit richtet ihren Fokus primär auf den betriebswirtschaftlichen und erst in zweiter Linie auf den informationstechnischen Aspekt. In den folgenden Kapiteln sollen die Notwendigkeit und die daraus resultierenden Ziele eines Dokumentationsmanagements kritisch hinterfragt werden. Ferner wird untersucht, wie wichtiges Wissen von in der Zukunft nicht mehr relevantem Wissen unterschieden, Qualität gesichert und Wissen aktualisiert werden kann.

1.2. Das Hanse Modell

Bei der Frage, welches Wissen überhaupt gespeichert werden soll, hilft zum besseren Verständnis das Hanse Modell. Hat man entschieden, welches Wissen für die Zukunft relevantes Wissen ist, so bleibt eine weitere Frage zu klären. Sollen bei der Einführung von Dokumentenmanagementsystemen beispielsweise alle Kundendaten gelöscht werden, nur weil eine Abteilung in der Vergangenheit schlecht funktioniert hat? Sicher nicht!

Der Europa Direktor des Instituts für Knowledge Management Dave Snowden entwickelte ein Modell, mit dem eine sinnvolle Abtrennung möglich sein soll. In der englischen Literatur ist das Modell auch unter dem Namen „Ashen“ bekannt und setzt sich aus den Anfangsbuchstaben von Heuristiken, Artefakten, Natürliche Begabungen, Skills und Erfahrungen zusammen.

[...]

1 Probst, Gilbert J.B.: Wissen managen, 1999, S.58
2 IBT : Schlechtes Dokumentationsmanagement schwächt die Wirtschaft, 16.5.2001, URL: http://www.wissensmanagement.net/online/archiv/2000/0.../dokumentenmanagement.html
3 ILOI : Knowledge Management: Ein empirisch gestützter Leitfaden zum Management des Produktionsfaktors Wissen, 23.06.2001, URL: http://www.iloi.de/know.html
4 Shema: Index, 26.4.2001, URL: http://www.shema.de


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