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Arbeitsschutzmanagement in kleinen und mittleren Bauunternehmen

Studienarbeit, 2002, 82 Seiten
Autor: Julia Katharina Voigtmann
Fach: Bauingenieurwesen

Details

Kategorie: Studienarbeit
Jahr: 2002
Seiten: 82
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V8482
ISBN (E-Book): 978-3-638-15439-0

Dateigröße: 310 KB
Anmerkungen :
Bei der Arbeit handelt es sich um eine Studienarbeit. Eine Studienarbeit vom Anspruch ähnlich wie die eigentliche Diplomarbeit, jedoch ist die Bearbeitungsdauer kürzer.


Zusammenfassung / Abstract

Der Arbeitsschutz hat in Deutschland in den letzten Jahren ein hohes Niveau erreicht. Dennoch treten bei der praktischen Umsetzung immer noch Mängel auf. Diese sind vor allem auf unzureichende organisatorische Bedingungen zurückzuführen. Die Problematik zeigt sich besonders in kleinen und mittelständischen Unternehmen. In Unternehmen mit weniger als 200 Beschäftigten ist die Unfallquote fast dreimal so hoch, wie in Unternehmen mit mehr als 1000 Beschäftigten [1, S. 7]. Mehr als ein Drittel aller Arbeitsunfälle im Jahr 2000 ereigneten sich im Baugewerbe [2]. Ziel der vorliegenden Arbeit ist die systematische Darstellung und Analyse von Managementsystemen im Arbeitsschutz und deren Eignung für kleine mittelständige Unternehmen im Bauwesen. Im Verlauf dieser Arbeit werden auf Basis der rechtlichen Grundlagen vorhandene Organisationsstrukturen des Arbeitsschutzes in Unternehmen analysiert. Es werden die Möglichkeiten zur Verbesserung der bestehenden Situation im Bereich des Arbeitsschutzes aufgeführt und erläutert. Deren Anwendbarkeit wird in kleinen und mittelständischen Unternehmen und speziell im Baugewerbe untersucht


Textauszug (computergeneriert)

Studienarbeit
Bauproduktionstechnik

Studie zum Thema Arbeitsschutz-Management
in kleinen und mittleren Bauunternehmen

Bauhaus-Universität Weimar
Fakultät Bauingenieurwesen
Professur Baubetrieb und Bauverfahren

Bearbeiter: Julia Katharina Thomas

Inhaltverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis ... 6
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis ... 7

1 Einleitung ... 8

2 Grundlagen des Arbeitsschutzes ... 9
   
2.1 Begriffe im Arbeitsschutz ... 9
    2.2 Notwendigkeit des Arbeitsschutzes ... 10
    2.3 Ziele des Arbeitsschutzes ... 11
    2.4 Felder des Arbeitsschutzes ... 13
    2.5 Träger des Arbeitsschutzes ... 14

3 Rechtsverordnungen und Unfallverhütungsvorschriften ... 16
   
3.1 Rahmenrichtlinien der Europäischen Union ... 16
    3.2 Basisgesetze ... 19
    3.3 Arbeitschutzgesetze ... 19
    3.4 Vorschriften der Unfallverhütungsträger ... 23
    3.5 Normen und Regeln ... 24

4 Sicherheitsgerechte Organisation ... 26
   
4.1 Betriebliche Sicherheitsorganisation ... 26
        4.1.1 Unternehmer und Führungskräfte ... 26
        4.1.2 Arbeitnehmer ... 27
        4.1.3 Betriebsrat ... 28
        4.1.4 Sicherheitsbeauftragter und Sicherheitsausschuss ... 28
        4.1.5 Fachkraft für Arbeitssicherheit ... 29
        4.1.6 Betriebsarzt ... 31
        4.1.7 Arbeitsschutzausschuss ... 32
    4.2 Strukturen betrieblicher Sicherheitsorganisation ... 32
        4.2.1 Organisationsmodelle ... 32
        4.2.2 Besonderheiten der betrieblichen Sicherheitsorganisation in
        kleinen und mittelständischen Unternehmen ... 35
    4.3 Außerbetriebliche Sicherheitsorganisation ... 36
        4.3.1 Europäische Gemeinschaft ... 36
        4.3.2 Staatliche Gesetzgebung und Aufsicht ... 37
        4.3.3 Gesetzliche Unfallversicherung ... 38
        4.3.4 Sachverständige ... 39
        4.3.5 Koordinierungsgremien und Forschungsinstitute ... 39
        4.3.6 Sozialpartner ... 40
        4.3.7 Normensetzer ... 40
        4.3.8 Wissenschaftliche Gesellschaften ... 40
        4.3.9 Berufsständige Organisationen ... 41
    4.4 Zusammenwirken betrieblicher und außerbetrieblicher Organe ... 41

5 Arbeitsschutzmanagement ... 43
   
5.1 Notwendigkeit und Anforderungen ... 43
    5.2 Konzepte ... 45
    5.3 Vorhandene Ansätze ... 48

6 Arbeitschutzmanagementsysteme für kleine und mittelständische
Bauunternehmen ... 52
   
6.1 Grundlagen ... 52
        6.1.1 Besonderheiten in kleinen und mittelständischen Bauunternehmen ... 52
        6.1.2 Anforderungen an AMS-Konzepte für kleine und mittelständische
        Bauunternehmen ... 54
        6.1.3 Anforderungen an kleinbetriebstaugliche Arbeitsschutz-
        managementsysteme ... 55
    6.2 Praktische Umsetzung im Unternehmen ... 61
        6.2.1 Rahmenbedingungen ... 61
        6.2.2 Vorgehensweise ... 62
    6.3 AMS auf Baustellen ... 67
    6.4 Unterstützung für KMU ... 69
        6.4.1 Anleitungen, Checklisten, Handbücher und Leitfäden ... 69
        6.4.2 Informationsmaterial, Datenbanken und Netzwerke ... 70
        6.4.3 Beratung und Schulung ... 72
        6.4.4 Weitere Instrumente und Datenquellen ... 72

7 AMS in der betrieblichen Praxis ... 73
   
7.1 Einstellung zum Arbeitsschutz und Anwendung der AMS ... 73
    7.2 Defizite der Arbeitsschutzmanagementsysteme ... 74
    7.3 Verbesserungsmöglichkeiten ... 76

8 Zusammenfassung ... 78

Literaturverzeichnis ... 79


1 Einleitung
Der Arbeitsschutz hat in Deutschland in den letzten Jahren ein hohes Niveau erreicht. Dennoch treten bei der praktischen Umsetzung immer noch Mängel auf. Diese sind vor allem auf unzureichende organisatorische Bedingungen zurückzuführen. Die Problematik zeigt sich besonders in kleinen und mittelständischen Unternehmen. In Unternehmen mit weniger als 200 Beschäftigten ist die Unfallquote fast dreimal so hoch, wie in Unternehmen mit mehr als 1000 Beschäftigten [1, S. 7]. Mehr als ein Drittel aller Arbeitsunfälle im Jahr 2000 ereigneten sich im Baugewerbe [2].

Ziel der vorliegenden Arbeit ist die systematische Darstellung und Analyse von Managementsystemen im Arbeitsschutz und deren Eignung für kleine mittelständige Unternehmen im Bauwesen.

Im Verlauf dieser Arbeit werden auf Basis der rechtlichen Grundlagen vorhandene Organisationsstrukturen des Arbeitsschutzes in Unternehmen analysiert. Es werden die Möglichkeiten zur Verbesserung der bestehenden Situation im Bereich des Arbeitsschutzes aufgeführt und erläutert. Deren Anwendbarkeit wird in kleinen und mittelständischen Unternehmen und speziell im Baugewerbe untersucht.

2 Grundlagen des Arbeitsschutzes
2.1 Begriffe im Arbeitsschutz

Arbeitsschutz
Unter dem Begriff Arbeitsschutz ist die Summe aller rechtlichen, organisatorischen, medizinischen und technischen Maßnahmen zu verstehen, die zum Schutz der körperlichen und geistigen Unversehrtheit und der Persönlichkeitsrechte der Arbeitnehmer bei der Arbeit getroffen werden müssen. Es wird zwischen

  • technischem, sozialem und medizinischem Arbeitsschutz (sachliche Betrachtungsweise) und
  • staatlichem und selbstverwalteten Arbeitsschutzrecht (formelle Betrachtungsweise)

unterschieden [3, S. 218 ff.].

Arbeitssicherheit
Arbeitssicherheit bezeichnet den Zustand, bei dem die Berufausübung gefahrenfrei erfolgen kann [4]. Arbeitssicherheit ist das Ziel der Maßnahmen des Arbeitsschutzes.

Arbeitsschutzvorschrift
Nach dem allgemeinen Begriffverständnis umfassen Arbeitsschutzvorschriften alle staatlichen Bestimmungen (Gesetze und Verordnungen) und die von den Berufgenossenschaften erlassenen Unfallverhütungsvorschriften. Rechtssystematisch zählen zu den Arbeitsschutzvorschriften nur die staatlichen Bestimmungen [3, S. 219]. Im Weiteren wird der Begriff der Vorschrift sowohl für die staatlichen als auch für die nicht staatlichen Verordnungen und Regelungen verwendet.

Richtlinie
Richtlinien sind Verwaltungsvorschriften, die dazu dienen, Organisation und Handeln der Verwaltung näher zu bestimmen [3, S. 231].

Unfall
Als Unfall wird ein plötzliches, ungewolltes, einen Personenschaden bewirkendes Ereignis bezeichnet. Dieses resultiert durch Aufeinanderwirken von Mensch und einen die Köperverletzung bewirkenden Gegenstand [4, S. 523]. Im Gegensatz dazu bezeichnet ein Störfall ein ungewolltes Ereignis, welches Personen- und/oder Sachsschäden bewirkt.

2.2 Notwendigkeit des Arbeitsschutzes
Arbeitssicherheit als Ziel des Arbeitsschutzes ist ein anzustrebender gefahrenfreier Zustand bei der Berufsausführung. Die auf den Menschen bezogenen Auswirkungen sind Personenschäden als Folge von [4, S. 20]:

  • Verletzungen (Unfällen),
  • Berufskrankheiten und
  • sonstigen schädigenden Einflüssen auf die Gesundheit.

Das Wohlbefinden und die wirtschaftliche Existenz eines Beschäftigten sind abhängig von der Vermeidung berufsbedingter gesundheitlicher Schädigungen. Es liegt folglich ein grundlegendes Bedürfnis nach Selbsterhaltung vor [4, S. 20].
Davon ausgehend ergibt sich die gesellschaftsorientierte Begründung der Notwendigkeit des Schutzes vor berufsbedingten Personenschäden. Es wird unterschieden zwischen humanen (moralisch-ethischen) sowie wirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Gründen [4, S. 20].

[...]


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