Autor: Marie-Ann Geißler
Fach: Geschichte - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Details
Institution/Hochschule: Universität Hamburg (Fachbereich Philosophie und Geschichtswissenschaft)
Jahr: 2002
Seiten: 15
Note: 2
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 171 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-15451-2
Textauszug (computergeneriert)
Ansgars Missionsreise nach Schweden. Methoden und Probleme
der Christianisierung im Spiegel der Vita Anskarii Rimberts ( Kapitel 26-28).
von Marie-Ann Geißler
Inhaltsverzeichnis
1.-Vorstellung der Fragestellung
2.-Eine Heiligenvita und ihr Verfasser
2.1. Eine Heiligenvita im Mittelalter.
2.2. Rimbert und die Vita Anskarii.
3.-Mission in Kapitel 26-28 der Vita Anskarii
4.-Die Vita Anskarii im Vergleich mit anderen Quellen
4.1 Quelle 1 im Vergleich mit Quelle 2.
4.2 Quelle 1 im Vergleich mit Quelle 3.
4.3 Quelle 1 im Vergleich mit Quelle 4.
5. -Zusammenfassung der Ergebnisse
Quellenverzeichnis und Literaturverzeichnis
1. Vorstellung der Fragestellung.
Im Jahre 852 nahm der Hamburger Erzbischof Ansgar eine Reise zu dem Schwedischen Ort Birka auf sich, um den dortigen Heidenvölkern das Evangelium zu bringen. Es war nicht die erste Reise dieser Art. Bereits 829 war er in Birka als Verkünder des Wort Gottes tätig gewesen, im Auftrag von Kaiser Ludwig dem Frommen. Er erreichte hier eine Taufe des Präfekten Hergeirs, und konnte sogar eine Missionsstation aufbauen (830). Birka eignete sich besonders als Ort für erste Missionsversuche im Norden, weil die Stadt, als Fernhandelsplatz, bereits Kontakte zu Christen durch Handel und Verkehr hatte . Doch es gab Rückschläge bei der Christianisierung der Schweden, Ursachen waren die Überfälle von Wikingern und die Krise des Karolingerreiches, und so kam es zu einer zweiten Reise nach Schweden im Jahre 852. Über diese Reise gibt es in der Vita Anskarii, die nach seinem Tod von seinem, zu Lebzeiten stetem Begleiter Rimbert verfasst wurde, eine drei Kapitel umfassende Beschreibung, die uns heute gute Einblicke in die Umstände und Verhältnisse gibt, welche die Mission im Mittelalter bestimmten.
In dieser Hausarbeit möchte ich nun versuchen, Methoden und Probleme von Christianisierung, beziehungsweise Missionierung, im Mittelalter am Beispiel dieser drei Kapitel herauszuarbeiten. Die Aussagen über Christianisierung die in der Vita getroffen werden, werden dann später mit den Aussagen anderer Quellen verglichen, um mit Hilfe der festgestellten Unterschiede ein noch genaueres Bild von der Schwedenmission Ansgars schaffen zu können.
Zunächst werde ich aber kurz die Textgattung Heiligenviten, und den Verfasser der Vita, Rimbert, vorstellen.
2. Eine Heiligenvita und ihr Verfasser.
2.1. Eine Heiligenvita im Mittelalter
Die Vita Anskarii ist eine Heiligenvita. Im Mittelalter war der Wunsch groß, das Leben der verehrten Heiligen zu kennen, was dazu führte, dass Heiligenviten zahlreich geschrieben wurden. Die meisten wurden chronologisch abgefasst, und gaben das Leben eines Heiligen von der Geburt bis zum Tod wieder. Eine geschriebene Vita diente unterschiedlichen Zwecken, sie konnte privat gelesen werden, hatte aber auch einen festen Platz in dem klösterlichen Tagesablauf. Besonders an den jeweiligen Gedenktagen der Heiligen wurden beim Morgenoffizium oder im Refektorium Abschnitte aus Ihnen vorgelesen. Nicht zuletzt dienten sie aber auch zur Unterhaltung und Belehrung . Oft kann man feststellen, dass eine Vita das Ziel verfolgt, die beschriebene Person in einem bestimmten Licht erscheinen zu lassen, beziehungsweise die Beispielhaftigkeit des Heiligen besonders hervorzuheben . Da Viten meistens von Mönchen eines Klosters über die Heiligen des eigenen Hauses verfasst wurden, wurde so wohl auch versucht das Interesse am eigenen Kloster zu steigern .
2.2. Rimbert und die Vita Anskarii.
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