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Bericht zum pädagogischen Einführungspraktikum am Berufskolleg

Internship Report, 2005, 18 Pages
Author: Elena Kramer
Subject: Pedagogy - School System, Educational and School Politics

Details

Category: Internship Report
Year: 2005
Pages: 18
Grade: 1.3
Bibliography: ~ 5  Entries
Language: German
Archive No.: V85992
ISBN (E-book): 978-3-638-04344-1

File size: 185 KB

Abstract

Der vorliegende Bericht beinhaltet die Erfahrungen und Eindrücke, die ich während meines vierwöchigen Pädagogischen Einführungspraktikums am Berufskolleg sammelte. Beginnend mit der Schulvorstellung und der Begründung der Wahl des Beobachtungsschwerpunktes werden im zweiten Kapitel die Berufsanforderungen und die Berufswahlmotivation des Lehrberufs beschrieben. Im Mittelpunkt des dritten Kapitels steht die Erläuterung des gewählten Beobachtungsschwerpunktes. Das Thema des Beobachtungsschwerpunktes lautet: „In wie fern unterscheidet sich das methodische Vorgehen eines Lehrers in zwei ganz unterschiedlichen Klassen?“ Das vierte Kapitel beinhaltet die Erfahrungen bei meinem ersten Versuch eine Unterrichtsstunde zu planen und durchzuführen, während das Gesamtresümee im letzten Kapitel den Abschluss des Berichts bildet.


Excerpt (computer-generated)

Inhaltsverzeichnis

1.

Einleitung S.2-3

1.1

Schulvorstellung S.2

1.2 Begründung der Wahl des Beobachtungsschwerpunktes S.3

2. Berufsanforderungen und Berufswahlmotivation

S.3-5

2.1 Vorstellungen über die Anforderungen im Lehrberuf

S.3-4

2.2

Berufswahlmotivation

S.4

2.3 Beobachtungen zu diesem Thema in der Praktikumsschule S.4

2.4 Reflexion: Veränderte Sichtweisen des Berufs

und

der

Berufswahlmotivation

S.5

3. Beobachtungen zum schulpraktischen Thema:

,,In wie fern unterscheidet sich das methodische Vorgehen eines

Lehrers in zwei ganz unterschiedlichen

Klassen?

S.5-12

3.1 Unterrichtsstunde in der 12.Klasse der Fachoberschule

S.5-6

3.1.1

Unterrichtskreuz

S.6-7

3.1.2

Reflexion

S.7-9

3.2 Unterrichtsstunde bei den Sozialhelfern

S.9-12

3.2.1

Unterrichtskreuz

S.10-11

3.2.2

Reflexion

S.11-12

3.3

Gesamtreflexionen

der

Beobachtungen

S.12

4. Erste Erfahrungen mit der Lehrerrolle und der Unterrichts-

gestaltung

S.12-15

4.1

Unterrichtskreuz S.14-15

5.

Gesamtresümee S.15-16

6.

Literaturverzeichnis

S.17

1


1. Einleitung

Der vorliegende Bericht beinhaltet die Erfahrungen und Eindrücke, die ich wäh-

rend meines vierwöchigen Pädagogischen Einführungspraktikums am Berufskol-

leg des Kreises X. sammelte. Beginnend mit der Schulvorstellung und der

Begründung der Wahl des Beobachtungsschwerpunktes werden im zweiten Kapi-

tel die Berufsanforderungen und die Berufswahlmotivation des Lehrberufs be-

schrieben. Im Mittelpunkt des dritten Kapitels steht die Erläuterung des gewählten

Beobachtungsschwerpunktes. Das Thema des Beobachtungsschwerpunktes lau-

tet: ,,In wie fern unterscheidet sich das methodische Vorgehen eines Lehrers in

zwei ganz unterschiedlichen Klassen?" Das vierte Kapitel beinhaltet die Erfahrun-

gen bei meinem ersten Versuch eine Unterrichtsstunde zu planen und durchzufüh-

ren, während das Gesamtresümee im letzten Kapitel den Abschluss des Berichts

bildet.

1.1 Schulvorstellung

Das Berufskolleg des Kreises X. ist eine öffentliche Schule, die zurzeit 1083 Schü-

ler an drei Bildungsstandorten (Y., X. und Z.) aufweist. Des Weiteren gehört die

seit 1917 bestehende Fachschule für Sozialpädagogik, welche sich am Haupt-

standort X. befindet, zum Berufskolleg X.. Kennzeichnende Merkmale dieser

Schule sind, dass eine Vielzahl von Bildungsgängen und Berufsabschlüssen an-

geboten werden, und dass demzufolge die Schülerschaft durch Heterogenität ge-

kennzeichnet ist. Die Heterogenität zeigt sich in den kognitiven Fähigkeiten, im

Alter, der Ethnizität sowie der unterschiedlichen Bildungsabschlüsse der Schüler-

schaft. Zum Angebot des Berufskollegs des Kreises X. gehören die Berufsschule,

Berufsfachschule, Fachoberschule, und die Fachschule für Wirtschaft und für So-

zialpädagogik. Des weitern besteht die Möglichkeit eine Berufausbildung als Kin-

derpfleger, Sozialhelfer und Erzieher zu absolvieren.1 Während meines

Pädagogischen Einführungspraktikums war ich in der Fachschule für Sozialpäda-

gogik eingesetzt, wo die Erzieherklassen, Sozialhelfer und Kinderpfleger unterrich-

tet werden.

1 Vgl. Berufkolleg des Kreises Olpe: Informationsbroschüre, 2005/ 2006, S. 1- 4.

2


1.2 Begründung der Wahl des Beobachtungsschwerpunktes

,,Weil Unterricht eine soziale Situation ist, agiert und reagiert der Lehrer am agie-

renden und reagierenden Gegenüber (einzelne Schüler, ganze Klasse)."2

Dem Zitat zu Folge, verfügt ein Lehrer nicht über so genanntes Rezeptwissen,

welches dem Pädagogen in jeder Situation genau vorgibt, wie er sich zu verhalten

hat. Das Agieren und Reagieren eines Lehrers gegenüber den Schülern ist daher

immer von der jeweiligen Situation abhängig. In Anlehnung an diese Tatsache,

habe ich den Beobachtungsschwerpunkt meines vierwöchigen Praktikums auf das

unterschiedliche methodische Vorgehen eines Lehrers in zwei ganz unterschiedli-

chen Klassen gesetzt. Meine Beobachtungen beziehen sich einerseits auf die

Klasse 12 der Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen und anderer-

seits auf die Klasse der Sozialhelfer, die sich im zweiten Ausbildungsjahr befinden.

2. Berufsanforderungen und Berufswahlmotivation

2.1 Vorstellungen über die Anforderungen an den Lehrberuf

Zur Beschreibung des Lehrerberufs können die pädagogischen Stichworte des

Unterrichts, der Erziehung und der Bildung herangezogen werden. Daraus wird

deutlich, dass sich die Aufgaben eines Lehrers durch Vielfältigkeit kennzeichnen

lassen.3 Neben der Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten nimmt der Leh-

rer auch die so genannte Beratungsfunktion ein. Unter einer Beratungsfunktion

versteht man, dass der Lehrer seinen Schülern Hilfe und Beratung in Bezug auf

die Bildungs- und Erziehungs-, Schullaufbahn und den weiteren beruflichen Wer-

degang geben soll.4 Die Arbeit des Lehrers kennzeichnet sich dadurch, dass er

am agierenden und reagierenden Gegenüber agierte und reagiert. Jedoch ist er

dabei an bestimmte Vorgaben wie beispielsweise das Dienstrecht, Schulrecht und

Lehrpläne gebunden.

2 Loser, Franz/ Terhart, Ewald: Schule als Lebensraum- Schüler und Lehrer. In: Roth, Leo (Hrsg.):

Pädagogik. Handbuch für Studium und Praxis, München 1991, S. 864, 865.

3 Vgl. Deutscher Bildungsrat: Empfehlungen der Bildungskommission. Strukturplan für das Bil-

dungswesen. 4. Auflage 1972, S. 217.

4 Vgl. Bildungskommission NRW: Zukunft der Bildung- Schule der Zukunft. Denkschrift der Kom-

mission >>Zukunft der Bildung- Schule der Zukunft<< beim Ministerpräsidenten des Landes Nord-

rhein- Westfalen. Neuwied, Kriftel, Berlin 1995, S. 304- 306.

3


Des Weiteren ist es hilfreich, wenn ein Lehrer mit Sach- Sozial- und Selbstkompe-

tenz ausgestattet ist, die ihm bei der Bewältigung seiner vielfältigen Aufgaben be-

hilflich sind.

2.2 Berufswahlmotivation

Die Motivation ein Lehramtsstudium aufzunehmen basiert auf meiner drei Jahre

langen Nachhilfetätigkeit. Ich gab einer 9- jährigen Grundschülerin in den Fächern

Deutsch und Mathematik Nachhilfeunterricht. Sowohl die Vermittlung von Kennt-

nissen und Fertigkeiten als auch die Arbeit mit andern Menschen machte mir sehr

viel Freude. Seit dieser Zeit stand mein Berufswunsch fest: Lehrerin zu werden.

Durch mein 13- wöchiges Praktikum im Jugendhof Pallotti- Haus in X. stellte ich

fest, dass mir die Arbeit mit 15- 20 jährigen noch mehr Spaß macht als mit Kin-

dern. Aufgrund dieser Feststellung entschloss ich mich für ein Lehramtsstudium

der Sekundarstufe II. Allerdings bin ich aufgrund des Besitzes der fachgebunde-

nen Hochschulreife sehr stark in der Wahl der Fächerkombinationen einge-

schränkt. Aus meinem Auswahlangebot entsprachen die Unterrichtsfächer

Sozialpädagogik und Psychologie meinen Interessen am Meisten, sodass ich mich

für ein Lehramtsstudium dieser Fächer entschied und das Studium an der Univer-

sität Dortmund aufnahm.

2.3 Beobachtungen zu diesem Thema in der Praktikumsschule

Die Atmosphäre in der Fachschule für Sozialpädagogik war locker und angenehm.

Diese Atmosphäre erlaubte es, einen Einblick in die verschiedenen Aufgabenbe-

reiche eines Lehrers zu bekommen. Ich stellte fest, dass sich die Arbeit eines Leh-

rers nicht nur auf die Unterrichtszeit bezieht, sondern er z.B. viele organisatorische

Dinge in der Pause und nach der Schule zu erledigen hat. Neben mir war noch

eine Praktikantin der Universität Siegen an der Fachschule eingesetzt. Wir wurden

zwar freundlich, allerdings auch gleichgültig von den dort tätigen Lehrern behan-

delt, was oftmals dadurch zum Ausdruck kam, dass nicht alle Lehrer bereit waren

uns in ihrem Unterricht hospitieren zu lassen.

4



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