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Diploma Thesis, 1999, 106 Pages
Author: Mag. Dr. Bernhard Marckhgott
Subject: Economics / Business: Trade and Distribution
Details
Tags: Bedeutung, Telekommunikation, Import-, Exportgeschäfte, Klein-, Mittelbetrieben
Year: 1999
Pages: 106
Grade: 2
Bibliography: ~ 45 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-90909-9
ISBN (Book): 978-3-638-90913-6
File size: 429 KB
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Abstract
Im Zuge der Internet-Revolution erlebt der elektronische Geschäftsverkehr einen außerordentlichen Boom und eine radikale Veränderung. In einem sich rasch weiterentwickelnden Umfeld läßt der elektronische Geschäftsverkehr eine ganze Reihe innovativer Unternehmen, Märkte und Handelsgemeinschaften entstehen und schafft so neue Funktionen und neue Einkommensströme sowohl im indirekten elektronischen Geschäftsverkehr (elektronische Bestellung materieller Güter) als auch im direkten Geschäftsverkehr (Online-Lieferung immaterieller Güter). Der elektronische Geschäftsverkehr bietet den Verbrauchern und Unternehmen in Europa, insbesondere den KMU, vielfältige Möglichkeiten. Seine rasche Einführung muß für Handel, Industrie und Behörden in Europa Vorrang haben. Er macht es möglich, zwischen Regionen und Ländern zu geringen Kosten Handel zu treiben. Der elektronische Geschäftsverkehr fördert den Wettbewerb im Binnenmarkt und bringt bereits tiefgreifende strukturelle Veränderungen mit sich. Zur Erhaltung der Konkurrenzfähigkeit Europas werden neue Fähigkeiten benötigt, um den Vorsprung, den beispielsweise die USA in diesem Bereich haben, aufzuholen. In zahlreichen Mitgliedstaaten holt der Internet-Geschäftsverkehr jedoch auf. Auch die Einführung einer gemeinsamen Währung auf dem weltgrößten Binnenmarkt wird ein starker Anreiz für den Ausbau des elektronischen Geschäftsverkehrs in Europa sein. Zur Verbesserung der Unternehmensbedingungen gehören auch die Förderung des Einsatzes der wirkungsvollsten Methoden im Telekommunikationsbereich in den europäischen Unternehmen, sowie eine verstärkte, vertrauenschaffende Aufklärung der Verbraucher über den elektronischen Geschäftsverkehr. Besonders für Klein- und Mittelbetriebe stellt sich die Problematik des Einsatzes moderner Telekommunikation, da gerade das Medium Internet ihnen plötzlich annähernd die selben Möglichkeiten bieten neue Märkte zu erobern wie sie bisher nur große, finanziell starke Unternehmen mit großem Informationsvorsprung hatten. Das Problem ist aber nun, daß sich KMU dieser Chancen teilweise nicht bewußt sind bzw. nicht wissen woher sie die richtigen Informationen beziehen können. Ziel dieser Arbeit ist es unter anderem, zwei der Projekte, die zur Aufklärung von KMU über den Einsatz moderner Telekommunikation dienen, vorzustellen. Hier soll gezeigt werden wie solche Programme aufgebaut sind und wie die Unternehmer konkret informiert werden.
Excerpt (computer-generated)
Wirtschaftsuniversität Wien
Diplomarbeit
Titel der Diplomarbeit
Die Bedeutung moderner Telekommunikation für
Import- und Exportgeschäfte von Klein- und
Mittelbetrieben
Verfasser
Bernhard Marckhgott
Studienrichtung: J 151 - Betriebswirtschaftslehre
Institut für Betriebswirtschaftslehre des
Außenhandels
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung ... 5
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit ... 5
1.2 Aufbau der Arbeit ... 7
2 Allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Telekommunikationsaustattung von KMU ... 8
2.1 Begriffsbestimmung: KMU ... 8
2.1.1 Qualitative Abgrenzung ... 8
2.1.2 Quantitative Abgrenzung ... 11
2.2 Situation der KMU in Österreich ... 12
2.2.1 Konjunkturelle Situation ... 13
2.2.2 Arbeitsmarkt ... 15
2.2.3 Situation des österreichischen Außenhandel ... 17
2.2.4 EU Beitritt und Ostöffnung ... 18
2.2.5 Technologische Entwicklung ... 20
2.2.6 Stärken und Schwächen von KMU ... 21
2.3 Telekommunikationsstruktur in KMU in Österreich ... 22
2.3.1 Sprachgebundene Telekommunikation ... 24
2.3.1.1 Festnetztelefon ... 24
2.3.1.2 Mobiltelefon ... 26
2.3.2 Nicht-sprachgebundene Telekommunikation ... 27
2.3.2.1 Endgeräte: Faxgerät und Computer ... 27
2.3.2.2 Die Optimierung von Endgeräten: ISDN – Modems – Internet ... 29
2.3.3 Ergebnis der Telefonumfrage ... 32
2.4 Telekommunikation als Schwerpunkt der Gemeinschaftsinitiative KMU der Europäischen Kommission ... 33
2.4.1 Allgemeine ... 33
2.4.2 Die Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung ... 34
2.4.3 Der elektronische Geschäftsverkehr ... 36
3 Einsatzmöglichkeiten moderner Telekommunikation ... 39
3.1 Entwicklung einer Telekommunikationsstrategie ... 39
3.1.1 Gestaltungsprobleme ... 40
3.1.2 Projektphasen ... 41
3.1.2.1 Zielfestlegung ... 42
3.1.2.2 Potentialanalyse ... 42
3.1.2.3 Information und Beteiligung der Mitarbeiter ... 43
3.1.2.4 Ist-Analyse der Telekommunikationsinfrastruktur ... 43
3.1.2.5 Ausarbeitung der Alternativen ... 44
3.1.2.6 Festlegung des Sollzustande ... 44
3.1.2.7 Planerstellung ... 45
3.1.2.8 Umsetzung und Realisation ... 45
3.2 Einsatz von moderner Telekommunikation im Geschäftsablauf von Exportgeschäften ... 46
3.2.1 Auftragserteilung des Kunden ... 49
3.2.2 Produktion ... 50
3.2.3 Versand ... 52
3.2.4 Annahme der Ware ... 55
3.2.5 Bezahlung der Ware ... 55
3.3 Internet und Marketing ... 56
3.3.1 Reichweite und Benutzer des Internet ... 57
3.3.2 Internet als Informationsverteiler ... 58
3.3.2.1 Information als Produkt ... 58
3.3.2.2 Informationen über Leistungsangebote ... 59
3.3.2.3 Informationen über Nachfrager ... 60
3.3.2.4 Informationen über Anbieter ... 61
3.3.3 Gestaltungsaspekte der Informationen im Internet ... 62
3.3.4 Internet und andere Medien ... 63
3.4 Das Resider Projekt der VA Stahl als Beispiel für den Einsatz moderner Telekommunikation im Geschäftverkehr ... 64
3.4.1 Projektbeschreibung ... 64
3.4.2 Erwartete Probleme bei der Durchführung ... 65
3.4.3 Projektziele ... 66
3.4.4 Projektablauf ... 67
3.4.5 Bedeutung des Projekts für die Region ... 69
3.4.5.1 Beschäftigungseffekt ... 69
3.4.5.2 Wertschöpfungseffekt ... 70
3.4.5.3 Ökologische Effekte ... 70
4 Beschreibung zweier transeuropäischer Telekommunikationsprojekte im Rahmen des Telematics Applications Programme ... 71
4.1 SME WEB ... 74
4.1.1 Kurzbeschreibung des Projekt ... 74
4.1.2 Die Projektpartner ... 75
4.1.3 Die Projektziele ... 77
4.1.4 Die Work Packages (WP) des Projekt ... 78
4.1.5 Die Projektorganisation ... 84
4.1.6 Der Zeitplan ... 85
4.2 TeleRegions-SUN ... 86
4.2.1 Kurzbeschreibung des Projekt ... 86
4.2.2 Die Projektpartner ... 89
4.2.3 Die Projektziele ... 89
4.2.3.1 Ausbildung ... 90
4.2.3.2 KMU ... 90
4.2.3.3 Gesundheitswesen und Research ... 91
4.2.3.4 Verkehr ... 91
4.2.4 Die Work Packages (WP) des Projekt ... 92
4.2.5 Die Projektorganisation ... 97
4.2.6 Der Zeitplan ... 98
5 Zusammenfassung und Ausblick ... 100
6 Anhang ... 102
6.1 Abbildungsverzeichnis... 102
6.2 Literaturverzeichnis ... 103
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
Die Möglichkeiten, die die moderne Telekommunikation im globalen, elektronischen Geschäftsverkehr bietet, umfassen ein breites Spektrum an Tätigkeiten, von denen einige (z.B. Telefon, Fax, etc.) seit langem eingeführt, die meisten aber ganz neu sind.
Im Zuge der Internet-Revolution erlebt der elektronische Geschäftsverkehr einen außerordentlichen Boom und eine radikale Veränderung. In einem sich rasch weiterentwickelnden Umfeld läßt der elektronische Geschäftsverkehr eine ganze Reihe innovativer Unternehmen, Märkte und Handelsgemeinschaften entstehen und schafft so neue Funktionen und neue Einkommensströme sowohl im indirekten elektronischen Geschäftsverkehr (elektronische Bestellung materieller Güter) als auch im direkten Geschäftsverkehr (Online-Lieferung immaterieller Güter).
Der elektronische Geschäftsverkehr bietet den Verbrauchern und Unternehmen in Europa, insbesondere den KMU, vielfältige Möglichkeiten. Seine rasche Einführung muß für Handel, Industrie und Behörden in Europa Vorrang haben. Er macht es möglich, zwischen Regionen und Ländern zu geringen Kosten Handel zu treiben. Damit seine Vorteile voll genutzt werden können, sind effiziente Vertriebskanäle und transeuropäische Netze für die reale Auslieferung elektronisch bestellter Waren einschließlich leistungsfähiger, moderner Postdienste erforderlich.
Der elektronische Geschäftsverkehr fördert den Wettbewerb im Binnenmarkt und bringt bereits tiefgreifende strukturelle Veränderungen mit sich. Zur Erhaltung der Konkurrenzfähigkeit Europas werden neue Fähigkeiten benötigt, um den Vorsprung, den beispielsweise die USA in diesem Bereich haben, aufzuholen. In zahlreichen Mitgliedstaaten holt der Internet-Geschäftsverkehr jedoch auf. Auch die Einführung einer gemeinsamen Währung auf dem weltgrößten Binnenmarkt wird ein starker Anreiz für den Ausbau des elektronischen Geschäftsverkehrs in Europa sein.
Zur Verbesserung der Unternehmensbedingungen gehören auch die Förderung des Einsatzes der wirkungsvollsten Methoden im Telekommunikationsbereich in den europäischen Unternehmen, sowie eine verstärkte, vertrauenschaffende Aufklärung der Verbraucher über den elektronischen Geschäftsverkehr. Dabei spielt auch die öffentliche Verwaltung als Auftraggeber eine wichtige Rolle.
Besonders für Klein- und Mittelbetriebe stellt sich die Problematik des Einsatzes moderner Telekommunikation, da gerade das Medium Internet ihnen plötzlich annähernd die selben Möglichkeiten bieten neue Märkte zu erobern wie sie bisher nur große, finanziell starke Unternehmen mit großem Informationsvorsprung hatten.
Das Problem ist aber nun, daß sich KMU dieser Chancen teilweise nicht bewußt sind bzw. nicht wissen woher sie die richtigen Informationen beziehen können. Um KMU wirklich diese Chancengleichheit zu verschaffen, müssen vor allem ihre Interessensvertretungen das Bewußtsein über die Problematik wecken und sie im Umgang und im richtigen Einsatz moderner Telekommunikation schulen.
Bis jetzt ist bereits eine Vielzahl von Projekten und Aufklärungsmaßnahmen in fast allen Bereichen der Wirtschaft und des sozialen Lebens angelaufen. Natürlich birgt ein gleichzeitiges Aktivwerden von regionalen, nationalen und supranationalen Stellen in einem Feld, dem der modernen Telekommunikation, eine sehr große Flut an Information in sich. Um sich diese nutzbar zu machen und effizient einzusetzen, ist es zuerst notwendig eine Struktur zu schaffen, mit deren Hilfe die richtigen und benötigten Informationen gefiltert und nutzbar gemacht werden können.
Ziel dieser Arbeit ist es unter anderem, zwei der Projekte, die zur Aufklärung von KMU über den Einsatz moderner Telekommunikation dienen, vorzustellen. Hier soll gezeigt werden wie solche Programme aufgebaut sind und wie die Unternehmer konkret informiert werden.
Der Erfolg dieser Maßnahmen hängt aber nicht nur von den aufklärenden und informierenden Stellen und Organisationen ab, sondern wird auch durch die Bereitschaft der kleinen und mittleren Unternehmer getragen, Veränderungen, Anpassungen und Erneuerungen in ihrem Betrieb vor- und hinzunehmen.
So ist es ein weiteres Ziel der Arbeit einerseits eine Strategie zur Modernisierung der technischen Anlagen aus der Sicht der Unternehmer zu erarbeiten, andererseits zu zeigen, auf welche Weise diese neuen Anlagen den Ablauf von Kommunikationsprozessen in Export- und Importgeschäften effizienter gestalten können.
1.2 Aufbau der Arbeit
Diese Arbeit soll einen Einblick in das Segment der Klein- und Mittelbetriebe, und deren Möglichkeiten, Telekommunikation für Auslandsgeschäfte zu nutzen, geben.
Dabei soll ein Bogen gespannt werden, der von einer Beschreibung der allgemeinen Rahmenbedingungen für KMU und deren momentaner Ausstattung mit Telekommunikationsmitteln im zweiten Kapitel ausgeht. Hier soll aufgezeigt werden, wie weit Klein- und Mittelbetriebe in der Nutzung der technischen Möglichkeiten fortgeschritten sind und wie intensiv die Aufrüstung mit verbesserter Hard- und Software voranschreitet.
Der Bogen soll sich im dritten Kapitel weiter über die speziellen Einsatzmöglichkeiten, die für kleine und mittlere Unternehmen gegeben sind, spannen. Hier soll gezeigt werden, welche Prozesse im Außenhandel von KMU durch moderne Telekommunikation erleichtert werden.
Das vierte Kapitel der Arbeit beinhaltet die Beschreibung zweier Projekte, deren Ziel es ist, KMU über den richtigen Einsatz moderner Telekommunikation zu informieren. Hier wird sich zeigen, daß maßgeschneiderte Lösungen oft unverzichtbar sind. Dies heißt, daß für die Anforderungen, die ein Unternehmen hat, eine passende Lösung gefunden werden muß und auch kann, diese sich jedoch von der anderer Unternehmen immer etwas unterscheiden wird. Der Unternehmer ist also auf Beratung angewiesen, um sich eine Übersicht über die vielen Möglichkeiten zur Vereinfachung der Geschäftsabläufe zu verschaffen. Hat er die verbesserungsfähigen Felder identifiziert, kann er eine passende Strategie zur Implementierung der gewählten Maßnahmen entwickeln und diese umsetzen.
2 Allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Telekommunikationsaustattung von KMU
In diesem Kapitel soll nach einer Begriffsbestimmung zuerst auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eingegegangen werden, die österreichische KMU vorfinden. Anschließend wird die derzeitige Telekommunikationsstruktur betrachtet. Hier soll vor allem die Verbreitung und Verwendung einzelner Telekommunikationsmöglichkeiten dargestellt werden. Abschließend werden die Ziele die Gemeinschaftsinitiative KMU der Europäischen Kommission in Bezug auf Telekommunikationsförderung beschrieben.
In diesem Kapitel wurden, neben der Bearbeitung von Sekundärliteratur, Informationen aus mehreren Interviews mit Ing. Michael Seifert (WIFI Österreich) und DI Günther Lechner (Außenwirtschaftsabteilung der Wirtschaftskammer Österreich) verwendet.
2.1 Begriffsbestimmung: KMU
Bis jetzt gibt es keine einheitliche und allgemein anerkannte Definition des Begriffs „Klein- und Mittelbetriebe“. Es kann jedoch sowohl eine qualitative, als auch eine quantitative Abgrenzung des Begriffs vorgenommen werden.
2.1.1 Qualitative Abgrenzung
Die qualitative Abgrenzung kann durch zwei alternative Möglichkeiten vorgenommen werden: Einerseits durch einen Merkmalskatalog, der ein bestimmtes Mindestmaß an Merkmalen festlegt, die erfüllt werden müssen, um als Klein- oder Mittelbetrieb zu gelten, andererseits durch Typologien, die aus der Summe verschiedener Merkmale verschiedene Klassen von unterschiedlichen Klein- und Mittelbetrieben bilden.
[...]
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