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Seminararbeit, 2007, 23 Seiten
Autor: Swetlana Katolnik
Fach: Wirtschaft - Bank, Börse, Versicherung
Details
Institution/Hochschule: Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Tags: Konsolidierung, Konglomeration, Finanzsystem, Trends, Auswirkungen, Seminar, Banken, Versicherungen, Finanzmärkte
Jahr: 2007
Seiten: 23
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 28 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-02155-5
ISBN (Buch): 978-3-640-11715-4
Dateigröße: 304 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Zunehmende Finanzsektorkonsolidierung rückt immer stärker in das Blickfeld ökonomischer Diskussionen. Die stets weiter ansteigenden Volumina durchbrechen die bisherigen Barrieren der internationalen Konglomerationsprozesse und verändern damit den räumlichen und produktspezifischen Fokus weltweiter Bankentätigkeit. So stehen Finanzsysteme heute und auch zukünftig neuen Herausforderungen, Problemstellungen und Ungewissheiten gegenüber, die unter verschiedenen Facetten betriebs- und volkswirtschaftlicher Fragestellungen kritisch analysiert werden. Im Fokus stehen dabei die Motivation, die Auswirkungen wie auch die zukünftigen Implikationen der entsprechenden Konzentrationsvorgänge. Die vorliegende Arbeit untersucht zunächst die geschichtliche Entstehung von Fusionen und Übernahmen im Finanzsystem (Kapitel II), um dieser im Folgenden unter dem Hintergrund der unternehmensspezifischen und wirtschaftspolitischen Motive zu begegnen (Kapitel III). Der Hauptteil befasst sich mit den möglichen ökonomischen Folgen von Bankenkonzentrationen, die im Einzelnen eine Veränderung der Synergien, der Marktmacht wie auch der Kreditverfügbarkeit für kleingewerbliche Kunden beinhalten können (Kapitel IV). Hinzu kommen drei mögliche systemische Auswirkungen, die die Effizienz von Zahlungs- und Abwicklungsverfahren, das Systemrisikopotential wie auch geldpolitische Einflüsse umfassen (Kapitel V). Der Abschnitt VI fasst die wesentlichen Ergebnisse der Ausarbeitung noch einmal zusammen und gibt einen Ausblick auf die künftige Entwicklung.
Textauszug (computergeneriert)
Seminar: Banken, Versicherungen und Finanzmärkte
Wintersemester 2007/08
Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern, Leibniz Universität Hannover
Seminararbeit zum Thema
Konsolidierung und Konglomeration im
Finanzsystem Trends und Auswirkungen
Zuordnung zum Wahlfach ,,Banken und Finanzierung"
Vorgelegt von:
Svetlana Katolnik
9. Fachsemester
Studienfach: Wirtschaftswissenschaften
Abkürzungsverzeichnis
F&E
Forschung und Entwicklung
M&A
Mergers & Acqusitions, Fusionen und Übernahmen
US(A)
United States (of Amerika), Vereinigte Staaten (von Amerika)
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1:
Seite 2
Anzahl und Ausmaß weltweiter Bankenkonzentration (1985-2004)
Abbildung 2
Seite 3
M&A im Finanzsektor mit einem Transaktionswert von über 1 Mrd. US-Dollar (1990-1999)
Inhaltsverzeichnis
I Einleitung 1
II Entwicklungen und Trends von M&A im Finanzsektor 1
III Motive für Bankenzusammenschlüsse 3
III.1 Unternehmensbezogene Leitziele 3
III.2 Wirtschaftspolitisches Umfeld 4
IV Direkte und indirekte Wirkungen von Konzentrationen durch Finanzinstitutionen 6
IV.1 Synergieeffekte und Effizienz 6
IV.2 Marktmacht 7
IV.3 Kreditverfügbarkeit für kleingewerbliche Unternehmen 8
V Systemimmanente Implikationen von Bankenfusionen 10
V.1 Effizienz von Zahlungs- und Abwicklungsverfahren 10
V.2 Systemrisikopotential 11
V.3 Geldpolitische Einflüsse 12
VI Schlussbetrachtung 14
1
I Einleitung
Zunehmende Finanzsektorkonsolidierung rückt immer stärker in das Blickfeld ökonomischer
Diskussionen. Die stets weiter ansteigenden Volumina durchbrechen die bisherigen Barrieren
der internationalen Konglomerationsprozesse und verändern damit den räumlichen und pro-
duktspezifischen Fokus weltweiter Bankentätigkeit. So stehen Finanzsysteme heute und auch
zukünftig neuen Herausforderungen, Problemstellungen und Ungewissheiten gegenüber, die
unter verschiedenen Facetten betriebs- und volkswirtschaftlicher Fragestellungen kritisch ana-
lysiert werden. Im Fokus stehen dabei die Motivation, die Auswirkungen wie auch die zu-
künftigen Implikationen der entsprechenden Konzentrationsvorgänge.
Die vorliegende Arbeit untersucht zunächst die geschichtliche Entstehung von Fusionen und
Übernahmen im Finanzsystem (Kapitel II), um dieser im Folgenden unter dem Hintergrund
der unternehmensspezifischen und wirtschaftspolitischen Motive zu begegnen (Kapitel III).
Der Hauptteil befasst sich mit den möglichen ökonomischen Folgen von Bankenkonzentratio-
nen, die im Einzelnen eine Veränderung der Synergien, der Marktmacht wie auch der Kredit-
verfügbarkeit für kleingewerbliche Kunden beinhalten können (Kapitel IV). Hinzu kommen
drei mögliche systemische Auswirkungen, die die Effizienz von Zahlungs- und Abwicklungs-
verfahren, das Systemrisikopotential wie auch geldpolitische Einflüsse umfassen (Kapitel V).
Der Abschnitt VI fasst die wesentlichen Ergebnisse der Ausarbeitung noch einmal zusammen
und gibt einen Ausblick auf die künftige Entwicklung.
II Entwicklungen und Trends von M&A im Finanzsektor
Die historischen Anfänge der Finanzsektorkonsolidierung reichen in den Zeitraum der 1980er
und der frühen 1990er Jahre zurück, in denen sich - nach einer relativ stabilen Phase von 1950
bis 1980 - der Anbeginn einer Welle von Megafusionen in der US-amerikanischen Bankin-
dustrie abzeichnete (Mishkin 1998: 1f). Diese Trendwende betraf vor allem den Zeitabschnitt
von 1988 bis 1991, in dem eine rapide Erhöhung der Fusionsfälle bei noch zumeist relativ
leicht wachsenden Transaktionswerten datiert werden konnte. In den 1990er Jahren hielt die-
ser Fusionstrend an und erreichte 1995 sein Maximum mit einem Zusammenschlussvolumen
von über 400 Mrd. US Dollar bei mehr als 900 Fusionsfällen (vgl. Abbildung 1). So sank die
Summe an eigenständigen Instituten von Ende 1985 bis Ende 1995 um etwa 30 Prozent
(Peek/Rosengren 1997: 1 bzw. Mishkin 1996: 1). In der weiteren Entwicklung verringerte
sich die Anzahl an jährlichen M&A (Mergers & Acquisitions, Fusionen und Übernahmen)
von ca. 750 Fällen in 1996 auf etwa 450 in 2004. Im Gegenzug stiegen jedoch die jährlichen
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