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Seminararbeit, 2002, 17 Seiten
Autor: Barbara Eigner
Fach: Russistik / Slavistik
Details
Institution/Hochschule: Universität Wien (Institut für Slawistik)
Tags: Autochthone, Minderheiten, Sprachen, Volksgruppe, Kärnten, Proseminar, Sprachen, Nachbarn, Sprachen
Jahr: 2002
Seiten: 17
Note: 2
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-15677-6
Dateigröße: 298 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Autochthone Minderheiten und ihre Sprachen in Österreich
- Die slowenische Volksgruppe in Kärnten
von Barbara Eigner
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Geschichtlicher Überblick 4
3. Die slowenische Volksgruppe in Kärnten heute 8
3.1 Schulen 8
3.1.1 Kindergärten und Volksschulen 8
3.1.2 Hauptschulen 9
3.1.3 Höhere Schulen 9
3.1.4 Weitere Bildungsangebote 10
3.2 Slowenische Verbände 10
3.3 Mediales Angebot 10
3.4 Amtssprache 11
3.5 Topographische Aufschriften 12
4. Resümee 12
5. Literaturverzeichnis 14
1. Einleitung
Die Geschichte der slowenischen Volksgruppe in Kärnten ist alles andere als konfliktlos verlaufen. Auf eine völlige Akzeptanz seitens des Staates sowie der Mehrheitsbevölkerung warten die Kärntner Slowenen bis heute. So hat beispielsweise die Ortstafelfrage vor kurzem in den Medien viel Staub aufgewirbelt. Mein Ziel ist es, einen Überblick über die Geschichte und die aktuelle Situation der Kärntner Slowenen zu geben.
Der Aufbau dieser Arbeit ist folgender: Nach einem aktuellen Einstieg, den die vorläufigen Ergebnisse der Volkszählung 2001 bieten, möchte ich im Kapitel 2 einige wesentliche Punkte in der Geschichte der Volksgruppe zusammenfassen. Anschließend wird die Präsenz des Slowenischen in Kärnten heute behandelt, wobei ich auf verschiedene Institutionen der Volksgruppe eingehen und die Handhabung der Rechte der Volksgruppe im öffentlichen Bereich beleuchten möchte.
Die vorläufigen Ergebnisse der Volkszählung 2001 zeigen folgendes Bild: In 197 Kärntner Ortschaften leben mehr als 10% Österreicher slowenischer Umgangssprache, darunter in 94 mehr als 25%. 12.586 österreichische Staatsbürger in Kärnten haben "Slowenisch" als Umgangssprache angekreuzt. Die Zahl ist seit 1991 damit um 9,9% gesunken. Im Vergleich zu den vorhergehenden Dekaden vergrößerte sich der Rückgang damit wieder (in der Dekade 1981-1991 betrug er nur -1,7%), jedoch erreichte er nicht den extremen Wert von -16,5% der Dekade 1971-1981.
Etwa zwei Drittel des Rückgangs gehen laut Statistik Austria auf das überdurchschnittliche Alter der Volksgruppe zurück, ein Drittel, so wird vermutet, auf geändertes Angabeverhalten.
Laut Eigeneinschätzung regierungsunabhängiger Vertretungsorganisationen leben in Österreich zur Zeit ca. 40 000 - 50 000 Slowenen . Hier zeigt sich also ein gravierender Unterschied zwischen Untersuchungsergebnissen und Schätzungen. Anhand dieser Zahlen kann man bereits Schlussfolgerungen das Prestige des Slowenischen in Österreich betreffend ableiten.
Um die starke Veränderung im letzten Jahrhundert aufzuzeigen, eignet sich die von Bogataj angeführte erste Untersuchung über die sprachliche Zugehörigkeit der österreichischen Bevölkerung, die im Jahre 1846 durchgeführt wurde. Für Kärnten brachte sie folgende Ergebnisse: Von den 318.577 Bewohnern waren 223.033 (70,01%) Deutsche und 95.544 (29,99%) Slowenen. Analysen ergaben laut Bogataj, dass die Angaben für die gemischtsprachigen Orte ungenau seien und dass etwa ein Viertel mehr Slowenen anzunehmen sei. Umgerechnet auf Kärnten in den heutigen Grenzen lebten demnach 1846 südlich der Sprachgrenze rund 103.000 Slowenen und 16.000 Deutschsprachige.
Das Siedlungsgebiet der slowenischen Volksgruppe erstreckt sich heute auf die Täler Gailtal/Zilja, Rosental/Ro(?), Jauntal/Podjuna sowie die Region Völkermarkt/Velikovec. In der Steiermark leben Angehörige der slowenischen Volksgruppe v.a. im Radkersburger Winkel und entlang der Grenze zu Slowenien.
Um die heutige Situation der slowenischen Volksgruppe verständlich zu machen, möchte ich zuerst auf einige wichtige historische Entwicklungen zu sprechen kommen.
2. Geschichtlicher Überblick
[...]
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