Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2005, 16 Pages
Author: Verena Blümel
Subject: German Studies - Miscellaneous
Details
Institution/College: University of Frankfurt (Main)
Tags: Deutsche, Hörbuchpreise, Literatur, Hören
Year: 2005
Pages: 16
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 8 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-03002-1
File size: 129 KB
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Abstract
Diese Arbeit soll einen Überblick über die bisher wichtigsten Auszeichnungen für Hörbücher innerhalb der deutschen Hörbuchbranche geben. Die wichtigsten nationalen Preise werden von mir nacheinander vorgestellt, wobei die gewählte Reihenfolge sich nach der Gründung der Initiativen richtet. Die Beschreibung der einzelnen Preise beinhaltet Informationen zu den Preisen selbst, den verschiedenen Jurys und der Preisfindung. Es wird sich dabei zeigen, dass sich einige Initiativen stark von anderen unterscheiden. Auf dieser Beschreibungsgrundlage werde ich versuchen, die Vor- und Nachteile der einzelnen Auszeichnungen für Hörbucher herauszustellen. In einem abschließenden Fazit werde ich die allgemeine Bedeutung der Preise insgesamt noch einmal hervorheben. Beginnen möchte ich allerdings mit der Fragestellung, warum es überhaupt Hörbuchpreise gibt, beziehungsweise geben muss. Seit 1954 das erste deutsche Hörbuch mit Faust I in der legendären Inszenierung mit Gustaf Gründgens bei der Deutschen Grammophon Gesellschaft erschien, hat sich einiges getan. Mittlerweile gibt es auf dem deutschen Hörbuchmarkt eine unüberschaubare Menge von etwa 8000 lieferbaren Titeln, vertrieben von fast 400 deutschen Verlagen, wobei jedes Jahr etwa 800 bis tausend neue Titel hinzukommen , nicht eingerechnet die billigen Kinderkassetten, die in Kaufhäusern angeboten werden. Das Angebot ist schier unübersehbar, die Zahl der Verlage nimmt ständig zu, und was immer man sucht, ob Roman oder Gedicht, Drama oder Novelle, Krimi oder Science-Fiction, Kindergeschichte, Fantasy oder Information: Das Angebot umfasst sämtliche Gattungen und Sparten. Unter den Tausenden von Hörbüchern gibt es – wie im Printmarkt auch – Hörenswertes und weniger Hörenswertes: schlechte Sprecher, billige Aufnahmen oder fehlende Hörspieldramaturgie. Durchaus sinnvoll ist es deshalb, dass Hörfunksender und andere Institutionen Bestenlisten erstellen und Hörbuchpreise ausloben, um dem interessierten Endverbraucher eine qualitative Orientierungshilfe an die Hand zu geben. Der Preis der Deutschen Schallplattenkritik ist der älteste deutsche Preis für Hörbücher und wird seit dem Jahre 1980 sowohl als Quartals- als auch als Jahrespreis vergeben. Wie auf der Homepage www.schallplattenkritik.de betont wird, ist die Aufgabe des Preises bis heute, „die Öffentlichkeit auf künstlerisch, repertoirepolitisch und tontechnisch herausragende Aufnahmen des Tonträger- und Bildtonträgerangebots aufmerksam zu machen“.
Excerpt (computer-generated)
,,Deutsche Hörbuchpreise"
eine Hausarbeit
für das Hauptseminar
Literatur zum Hören
im Wintersemester 2004/22005
eingereicht von:
Verena Blümel
am: 1. November 2005
INHALTSVERZECHNIS:
1. EINLEITUNG 3
2. WARUM HÖRBUCHPREISE ? 3
3. PREIS DER DEUTSCHEN SCHALLPLATTENKRITIK E.V 4
3.1. DIE JURY 4
3.2. DIE VIERTELJÄHRLICHEN BESTENLISTEN UND DER JAHRESPREIS 5
3.3. VOR- UND NACHTEILE DES PREISES 5
4. DIE HR2-HÖRBUCHBESTENLISTE UND DAS HÖRBUCH DES JAHRES 6
4.1. DIE JURY 7
4.2.VOR- UND NACHTEILE 7
5. DER HÖRKULES 8
5.1. DAS AUSWAHLVERFAHREN 9
5.2. VOR- UND NACHTEILE DES HÖRKULES 9
6. DAS HÖRBUCH DES MONATS 11
6.1. DIE JURY 11
6.2. VOR- UND NACHTEILE DES PREISES 12
7. DER DEUTSCHE HÖRBUCHPREIS 12
7.1. DIE JURY 13
7.2. VOR_ UND NACHTEILE DES PREISES 13
8. FAZIT 14
9.0. QUELLENVERZEICHNIS 15
2
1. EINLEITUNG
Diese Arbeit soll einen Überblick über die bisher wichtigsten Auszeichnungen für Hörbücher1
innerhalb der deutschen Hörbuchbranche geben. Die wichtigsten nationalen Preise werden
von mir nacheinander vorgestellt, wobei die gewählte Reihenfolge sich nach der Gründung
der Initiativen richtet.
Die Beschreibung der einzelnen Preise beinhaltet Informationen zu den Preisen selbst, den
verschiedenen Jurys und der Preisfindung. Es wird sich dabei zeigen, dass sich einige
Initiativen stark von anderen unterscheiden. Auf dieser Beschreibungsgrundlage werde ich
versuchen, die Vor- und Nachteile der einzelnen Auszeichnungen für Hörbucher
herauszustellen. In einem abschließenden Fazit werde ich die allgemeine Bedeutung der
Preise insgesamt noch einmal hervorheben.
Beginnen möchte ich allerdings mit der Fragestellung, warum es überhaupt Hörbuchpreise
gibt, beziehungsweise geben muss.
2. WARUM HÖRBUCHPREISE ?
Seit 1954 das erste deutsche Hörbuch mit
Faust I
in der legendären Inszenierung mit Gustaf
Gründgens bei der Deutschen Grammophon Gesellschaft erschien, hat sich einiges getan.
Mittlerweile gibt es auf dem deutschen Hörbuchmarkt eine unüberschaubare Menge von etwa
8000 lieferbaren Titeln, vertrieben von fast 400 deutschen Verlagen, wobei jedes Jahr etwa
800 bis tausend neue Titel hinzukommen2, nicht eingerechnet die billigen Kinderkassetten,
die in Kaufhäusern angeboten werden. Das Angebot ist schier unübersehbar, die Zahl der
Verlage nimmt ständig zu, und was immer man sucht, ob Roman oder Gedicht, Drama oder
Novelle, Krimi oder Science-Fiction, Kindergeschichte, Fantasy oder Information: Das
Angebot umfasst sämtliche Gattungen und Sparten.
Unter den Tausenden von Hörbüchern gibt es wie im Printmarkt auch Hörenswertes und
weniger Hörenswertes: schlechte Sprecher, billige Aufnahmen oder fehlende
Hörspieldramaturgie. Durchaus sinnvoll ist es deshalb, dass Hörfunksender und andere
Institutionen Bestenlisten erstellen und Hörbuchpreise ausloben, um dem interessierten
Endverbraucher eine qualitative Orientierungshilfe an die Hand zu geben.
1 Ein Überblick der wichtigsten Preise wurde von René Wagner, Betreiber von www.hoerothek.de, für den
Arbeitskreis Hörbuchverlage erstellt. Nachzulesen unter www.hoerothek.de/hoerbuchpreise.htm
2 http://www.hoerjuwel.de/cms-hoerjuwel/index.php, gelesen am 23. Januar 2005
3
3. PREIS DER DEUTSCHEN SCHALLPLATTENKRITIK e.V.
Der Preis der Deutschen Schallplattenkritik ist der älteste deutsche Preis für Hörbücher und
wird seit dem Jahre 1980 sowohl als Quartals- als auch als Jahrespreis vergeben. Wie auf der
Homepage www.schallplattenkritik.de betont wird, ist die Aufgabe des Preises bis heute, ,,die
Öffentlichkeit auf künstlerisch, repertoirepolitisch und tontechnisch herausragende
Aufnahmen des Tonträger- und Bildtonträgerangebots aufmerksam zu machen".3
Damit ist auch der Unterschied zu den folgenden hier vorgestellten deutschen Hörbuchpreisen
deutlich. Der Preis der Deutschen Schallplattenkritik ist kein reiner Hörbuchpreis. Es werden
Tonträger aller Sparten, ja sogar neuerdings Bildtonträger ausgezeichnet. Auf dieser
Grundlage sind seit Bestehen 614 Produktionen mit einem Jahrespreis der deutschen
Schallplattenkritik ausgezeichnet worden; darunter jedoch bislang nur vier Wortproduktionen
wie Gert Westphals Lesung von Flauberts ,,
Madame Bovary"
und Walter Moers ,,
Die 13 ½
Leben des Käpt´n Blaubär"
gelesen von Dirk Bach.
3.1. DIE JURY
Die Juroren müssen laut Satzung in deutscher Sprache publizierende Schallplattenkritiker und
Rundfunkredakteure sein. Damit knüpft der inzwischen eingetragene Verein mit Hauptsitz in
Frankfurt am Main an die Tradition des gleichnamigen ersten deutschen Schallplattenpreises
an, der im Jahre 1963 von dem Bielefelder Verleger Richard Kaselowsky gestiftet wurde.4
Derzeit verteilen sich 114 Fachleute auf 27 Jurys. Jeder Juror darf maximal drei Bereiche
betreuen, wobei jeder Bereich mit mindestens fünf Juroren besetzt sein soll.
Für den Bereich Hörbuch, der Wort und Kabarett einschließlich historischer Aufnahmen,
Kinder- und Jugendaufnahmen umfasst, sind in der Jury 2004 verantwortlich gewesen: Peter
Fuhrmann, Matthias Gretzschel, Edgar Sebastian Hasse, Matthias Hutzel, Dorothee Meyer-
Kahrweg, Martin Elste, Jörg Polzin, Wolfgang Schreiber, Thomas Voigt, Christoph
Zimmermann, Carola Benninghoven, Regina Himmelbauer, Ingeborg Neumann, Friederike
Raderer und Bernhard Streerath.
3 www.schallplattenkritik.de, gelesen am 8.März 2005
4 Elste, Martin (Hrsg.):
Ausgezeichnet! Klassik, Jazz, Rock und Pop die besten CDs und LPs. 40 Jahre Preis
der deutschen Schallplattenkritik
. Berlin: Henschel Verlag, 2004, S. 10.
4
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