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Eine Analyse zu Martin Walsers "Ein fliehendes Pferd" close

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Eine Analyse zu Martin Walsers "Ein fliehendes Pferd"

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2007, 12 Pages
Author: Verena Blümel
Subject: German Studies - Modern German Literature

Details

Event: Die Novelle. Theorie und Geschichte vom 18. bis zum 20. Jahrhundert
Institution/College: University of Frankfurt (Main) (Institut für Deutsche Sprache und Literatur)
Tags: Eine, Analyse, Martin, Walsers, Pferd, Novelle, Theorie, Geschichte, Jahrhundert
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2007
Pages: 12
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 10  Entries
Language: German
Archive No.: V88642
ISBN (E-book): 978-3-638-02862-2

File size: 106 KB

Abstract

„Martin Walsers Novelle ‚Ein fliehendes Pferd’ halte ich für sein reifstes, sein schönstes und bestes Buch. Diese Geschichte zweier Ehepaare, die sich zufällig während ihrer Ferien in einem Ort am Bodensee treffen, ist das Glanzstück deutscher Prosa dieser Jahre, in dem sich Martin Walser als Meister der Beobachtung und der Psychologie, als Virtuose der Sprache bewährt.“ So lobend urteilte der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, als er den Vorabdruck der Walserschen Novelle im Jahr 1978 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung las. Entstanden innerhalb von wenigen Wochen im Sommer 1977 und ab dem 24. Januar 1978 erschienen als Vorabdruck in der FAZ, wurde der Text bereits einen Monat später im Suhrkamp-Verlag als Hardcover veröffentlicht. Die zahlreichen positiven Rezensionen, allen voran die des oben genannten Kritikers trugen wohl auch mit dazu bei, dass die Erstauflage von 25 000 Exemplaren rasch vergriffen war. Bis heute hat Walsers Werk in seiner Beliebtheit nichts eingebüßt, erscheint Ein fliehendes Pferd - inzwischen in der Reihe suhrkamp taschenbuch – doch bereits in der fünfunddreißigsten Auflage. Der Text schildert das zufällige Treffen zweier sehr unterschiedlicher Paare am Bodensee. Studienrat Helmut Halm, sechsundvierzig Jahre alt, und seine Frau Sabine verbringen ihren Urlaub dort. Wie jedes Jahr seit elf Jahren. Doch in diesem Jahr wird ihre Routine gestört. Ein ehemaliger Schul- und Studienkollege Helmuts, Klaus Buch, und seine fast zwanzig Jahre jüngere Frau stehen plötzlich vor ihnen. Die beiden Männer verbindet nichts mehr und sie sind so grundverschieden, wie man es sich nur vorstellen kann. Dennoch gestalten die beiden Paare ihren Urlaub nun gemeinsam. Vielmehr: der dynamische Klaus Buch plant die Tage der Vier. Auf einem Segeltörn schließlich versucht Klaus Helmut davon zu überzeugen, dass es besser sei, Sabine zu verlassen und mit ihm auf die Bahamas zu gehen, einfach auszusteigen. Als ein Sturm aufkommt und Klaus die beiden mit seinem Gehabe in eine riskante Situation bringt, reißt Helmut ihm vor Panik die Pinne aus der Hand und Klaus stürzt vom Boot. Nach diesem Vorfall ist nichts mehr wie zuvor. Zumindest einen Tag lang. Denn: der tot geglaubte Klaus taucht unvermittelt wieder auf. Die folgende Referatsausarbeitung befasst sich in einem ersten Teil mit der Charakterisierung der männlichen Figuren Helmut Halm und Klaus Buch.


Excerpt (computer-generated)

Johann Wolfgang Goethe- Universität Frankfurt am Main

Institut für Deutsche Sprache und Literatur

Ausarbeitung des Referats

zu Martin Walsers

,,Ein fliehendes Pferd",

gehalten am 20. Juli 2007

im Rahmen des Hauptseminars

,,Die Novelle. Theorie und Geschichte vom 18. bis zum 20. Jahrhundert"

vorgelegt von:

Verena Blümel

Hanau, den 13. Dezember 2007


Inhaltsverzeichnis

1.0. Einleitung 3

1.1 Aufbau der Arbeit 4

2.0. Figurenanalyse der beiden männlichen Protagonisten 4

2.1. Helmut Halm 4

2.2. Klaus Buch 5

3. Die Schlüsselszenen der Novelle 6

4. Flucht als zentrales Motiv der Novelle 7

5.

Ein fliehendes Pferd

­ eine Novelle im klassischen Sinne ? 8

6. Schlussbetrachtungen 9

7.0. Literaturverzeichnis 11

7.1. Verzeichnis der Primärliteratur 11

7.2. Verzeichnis der Sekundärliteratur 11

2


1.0. Einleitung

,,Martin Walsers Novelle ,Ein fliehendes Pferd′ halte ich für sein reifstes, sein

schönstes und bestes Buch. Diese Geschichte zweier Ehepaare, die sich zufällig während
ihrer Ferien in einem Ort am Bodensee treffen, ist das Glanzstück deutscher Prosa dieser
Jahre, in dem sich Martin Walser als Meister der Beobachtung und der Psychologie, als
Virtuose der Sprache bewährt."1

So lobend urteilte der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, als er den Vorabdruck der

Walserschen Novelle im Jahr 1978 in der

Frankfurter Allgemeinen Zeitung

las. Entstanden

innerhalb von wenigen Wochen im Sommer 19772 und ab dem 24. Januar 1978 erschienen als

Vorabdruck in der

FAZ

, wurde der Text bereits einen Monat später im Suhrkamp-Verlag als

Hardcover veröffentlicht.

Die zahlreichen positiven Rezensionen, allen voran die des oben genannten Kritikers trugen

wohl auch mit dazu bei, dass die Erstauflage von 25 000 Exemplaren rasch vergriffen war.

Bis heute hat Walsers Werk in seiner Beliebtheit nichts eingebüßt, erscheint

Ein fliehendes

Pferd

- inzwischen in der Reihe

suhrkamp taschenbuch

­ doch bereits in der

fünfunddreißigsten Auflage.3

Der Text schildert das zufällige Treffen zweier sehr unterschiedlicher Paare am Bodensee.

Studienrat Helmut Halm, sechsundvierzig Jahre alt, und seine Frau Sabine verbringen ihren

Urlaub dort. Wie jedes Jahr seit elf Jahren. Doch in diesem Jahr wird ihre Routine gestört. Ein

ehemaliger Schul- und Studienkollege Helmuts, Klaus Buch, und seine fast zwanzig Jahre

jüngere Frau stehen plötzlich vor ihnen. Die beiden Männer verbindet nichts mehr und sie

sind so grundverschieden, wie man es sich nur vorstellen kann. Dennoch gestalten die beiden

Paare ihren Urlaub nun gemeinsam. Vielmehr: der dynamische Klaus Buch plant die Tage der

Vier.

1 Reich-Ranicki, Marcel: Entgegnung. Zur deutschen Literatur der siebziger Jahre.1981, S. 182.

2 Über den Entstehungsprozess der Novelle gibt Walser selbst genau Auskunft. Nachzulesen in: Rzehak,

Wolfgang:

Gespräch mit Martin Walser.

Veröffentlicht im ,,Online-Forum Medienpädagogik"

(http://lbs.bw.schule.de/onmerz) Sigmaringen 1996.

3 Bis zum Januar 2002 verkaufte der Verlag über eine Million Exemplare der Novelle. Eine genaue und vor allen

Dingen aktuelle Zahl war selbst nach mehrmaligem Nachfragen beim Vertrieb des Verlages nicht zu erhalten.

3



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