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Komposition im Horrorfilm

Subtitle: Einsatz, Platzierung und Wirkung von Genrefilmmusik

Bachelor Thesis, 2007, 81 Pages
Author: Florian Jung
Subject: Communications - Media History

Details

Category: Bachelor Thesis
Year: 2007
Pages: 81
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 31  Entries
Language: German
Archive No.: V89377
ISBN (E-book): 978-3-638-03338-1
ISBN (Book): 978-3-638-92939-4
File size: 458 KB

Abstract

Der Horrorfilm ist seit jeher eine filmische Ausdrucksweise, die sich auf das Übersinnliche, Übermenschliche und Fiktive spezialisiert hat. Damit ein Film dieser Art seine Wirkung voll entfalten kann, braucht er eine gute Story, gute Schauspieler, einen guten Regisseur und – gute Musik. Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Entstehen der Musik, mit der Frage, welche Wirkungsformen sie haben kann, welche Aufgaben sie im Film übernimmt und wo sie am besten innerhalb des Filmes zu hören sein sollte. Musikwissenschaftler ebenso wie Komponisten und Regisseure kommen zu Wort. Sowohl die theoretische Sichtweise der Wissenschaftler wie auch die aus der Praxis stammenden Erkenntnisse der Komponisten und Regisseure ergeben zusammen einen Überblick über die verschiedenen Auffassungen von Filmmusik. Insbesondere die Frage nach dem Stellenwert von Musik im Film wird diskutiert: ist Musik unabdinglich oder ist sie doch nur Beiwerk zu einem Film?


Excerpt (computer-generated)

Kompositionen im Horrorfilm - 

Einsatz, Platzierung und Wirkung von Genrefilmmsik

Verlust der Wirkung eines Horrorfilmes ohne Musik

Bachelorarbeit

Hochschule Mittweida (FH)
University of Applied Sciences
Fachbereich Medien
Mittweida, 2007

Vorgelegte Arbeit wurde eingereicht am: 30. Juni 2007

von

Florian Jung

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis ...  ii

1. Einleitung: grundlegende Fragestellung und Herangehensweise  ...  1

2. Einführung in die Geschichte der Filmmusik ...  3

3. Horrorfilmmusik ...  14
3.1 Funktionen des Genrefilms ...  14
3.2 Modelle und Formen von Musik und Kompositionsweisen  ...  27
3.3 Arbeitsweisen der Komponisten – Pioniere des Genres ...  40
3.3.1 Sonderfall John Carpenter  ...  50
3.4 Einsatz der Musik  ...  55
3.4.1 Platzierung  ...  56
3.5 Wirkungsweisen der Musik ...  58

4. Überlegung zur Grundlegenden These: Horrorfilme verlieren ohne Musik ihre Wirkung ...  67
4.1 Bilder haben einen höheren Stellenwert als Musik ...  67
4.2 Die Seele des Horrorfilmes ist seine Musik  ...  69

Literaturverzeichnis  ...  I

1. Lehrbücher und Fachliteratur ...  I
2. Fachartikel  ...  II
3. Linksammlung und Quellen aus dem Internet ...  II

 

 

1. Einleitung: grundlegende Fragestellung und Herangehensweise

In dieser Arbeit soll festegestellt werden, welchen Stellenwert die Musik in Horrorfilmen hat, wie Sie komponiert wird, welche Kriterien von Seiten des Komponisten und des Regisseurs eine Musik bestimmen und wie sie innerhalb des Filmes unter welchen Kriterien platziert wird. Es wird also beleuchtet, welche Aufgaben Musik im Horrorfilm hat.

Die grundlegende, sich daraus ergebene Frage, die diskutiert werden soll, ist folgende:

Würde ein Horrorfilm ohne Musik funktionieren?

Anhand der Diskussion um die Aufgaben der Filmmusik, die verschiedenen Modelle der Funktionen sowie die Arbeitsweisen der Komponisten und schließlich der Wirkungsweisen von Musik, soll diese Frage beantwortet werden.

Zunächst werden - nach dem zweiten Kapitel, der Einführung in die Geschichte der Filmmusik - im dritten Kapitel die einzelnen Funktionen der Musik näher betrachtet. Hierbei gibt es verschiedene Modelle, die sich in Teilen ähneln, in anderen jedoch unterscheiden. Worin besteht die Aufgabe der Musik, wie wirkt sie beim Zuschauer? Diese Frage gilt es näher zu beleuchten. Um das besser verstehen zu können, erklärt die Arbeit die verschiedenen musikalischen Formen und Modelle, nach deren Schema Komponisten arbeiten. Beschrieben werden Liedstrukturen vor allem aber der Zusammenhang zwischen Bildsprache und Musik bei Spielfilmen. Es wird dabei nicht ausschließlich der Horrorfilm Gegenstand der Analyse sein, sondern in weiten Teilen der Spielfilm allgemein, da so ein besserer Überblick gewährleistet wird.

Außerdem wird anhand von drei Beispielen beschrieben, wie Komponisten arbeiten, welche Mittel sie dazu nutzen und wie sie sich inspirieren lassen. Inwieweit die Zusammenarbeit zwischen Regisseur und Komponist zu einem Ergebnis führt, inwieweit Kompromisse geschlossen werden müssen oder ob Komponisten freie Hand bei der Gestaltung gelassen ist eine zu erläuternde Frage.

Auf die besondere Sparte des Horrorfilmes und der dazu komponierten Musik wird hier eingegangen.

Besonders hervorzuheben in dieser Diskussion der Sonderfall John Carpenter, der in fast allen seiner Filme sowohl Regie führt wie auch die Musik schreibt. Er vereinigt beide Sichtweisen in sich und kann so von beiden Standpunkten berichten.

Weiterführend wird sich mit dem Einsatz der Musik auseinandergesetzt. Wann gehört welche Musik wohin ? Wann ist Musik unabdingbar, wann stört sie ? Hier nun wird nach einem allgemeinen Überblick auf die spezielle Rolle der Musik in Horrorfilmen eingegangen. Warum ist sehr genaue Platzierung in Horrorfilmen wichtig ? Warum wird ein richtig getimter Einsatz unter Umständen zum entscheidenden Moment im ganzen Film ? Hier wird schon in Ansätzen auf die nun folgende Diskussion der zu besprechenden These eingegangen: welche Auswirkungen können falsche oder gar komplett fehlende Musikunterlegungen haben ? Inwieweit unterstützen die Soundtracks die Intention der Handlung im szenischen Augenblick ? Eng damit zusammen hängt die Platzierung der Musik. Nachdem die Frage "wann und wie viel Musik" geklärt wurde, muss dann darüber nachgedacht werden, "wohin kommt die Musik".

Das vierte Kapitel beschäftigt sich nach der nun erklärten Vorarbeit zum näheren Verständnis mit der These zur Wirksamkeit eines Horrorfilmes ohne Musik. Es wird erläutert, welchen Stellenwert die beiden Komponenten Bild und Musik haben. Die beiden gegenläufigen Standpunkte werden erörtert:


1. Bilder haben einen höheren Stellenwert
2. Die Seele des Filmes ist seine Musik

Verschiedene Auffassungen von Komponisten, Regisseuren und von einer befragten Testgruppe werden ausgewertet Es werden sowohl die Meinungen der Konsumenten als auch der Produzenten (unter Produzenten sind nicht nur Geldgeber gemeint, sondern alle, die am Entstehungsprozess eines Filmes beteiligt sind) dargestellt und hinterfragt.

Das letzte Kapitel versucht einen Blick in die Zukunft der Filmmusik zu werfen. Welche Arten von Musik werden eventuell benutzt werden ? Welche Formen der Kompositionen könnten möglich werden? Welcher Trend zeigt sich heute schon?

Die Arbeit soll Interessierten die Möglichkeit geben, den Hintergrund von Musik im Film zu verstehen. Sie versteht sich als Versuch, das näher zu bringen, was oftmals der Aufmerksamkeit der Zuschauer (aber eben auch Zuhörer) entgeht oder kaum bewusst wahrgenommen wird.

Hinzuzufügen ist, dass Literatur bezüglich Filmmusik spärlich gesät ist. Standartwerke (wie bspw. "Die Ästhetik der Filmmusik" von Zofia Lissa) sind aus den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Daher wird vieles in dieser Arbeit auf eigenen Erfahrungen, Anschauungen und auch auf Erfahrungsberichte von Komponisten, Regisseuren und Wissenschaftlern beruhen.

[....]


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