Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Eogène Ionesco: Funktion der Bonnes bzw. der Ménagère in seinen Stücken close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Eogène Ionesco: Funktion der Bonnes bzw. der Ménagère in seinen Stücken

Subtitle: La Cantatrica chauve, La Lecon, Les Rhinocéros, mit abschließendem Vergleich der 3 Figuren

Scholary Paper (Seminar), 2004, 16 Pages
Author: Anja Maier
Subject: Romance Languages - French Literature

Details

Event: Absurdes Theater von Eugène Ionesco
Institution/College: University of Constance
Tags: Eogène, Ionesco, Funktion, Bonnes, Ménagère, Stücken, Absurdes, Theater, Eugène, Ionesco
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2004
Pages: 16
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 8  Entries
Language: German
Archive No.: V89681
ISBN (E-book): 978-3-638-03800-3

File size: 135 KB

Abstract

« Sans une virginité nouvelle de l’esprit, sans une nouvelle prise de conscience, purifiée, de la réalité existentielle, il n’y a pas de théâtre, pas de littérature. » Eugène Ionesco, der heute als einer der wichtigsten Autoren des absurden Theaters gilt, hat aus Abneigung gegen das Theater begonnen, selbst Theater zu schreiben. Durch die Parodie des Theaters schuf er eine neue Form, Stücke zu schreiben. In dieser Arbeit soll untersucht werden, welche Funktion er nach dieser Veränderung am klassischen, durch Aristoteles definierten Theater seinen Figuren zukommen lässt. Die Arbeit beschränkt sich dabei auf die beiden ‚Bonnes‘, die Hausangestellten in den Stücken La Cantatrice chauve und La Leçon, sowie die Ménagère, die Hausfrau, in Rhinocéros. Nach einer näheren Betrachtung von Ionescos Absichten und einer kurzen Einführung in die Stücke wird die Funktion der einzelnen Figuren in ihren Stücken untersucht, um abschließend einen Vergleich zwischen den Figuren und ihren Funktionen zu erstellen. In den Notes et contre-notes, in denen Ionesco rückblickend seine Motivation, absurdes Theater zu schreiben, zu erklären versucht, verneint er die Normen des aristotelischen Theaters, das für sich in Anspruch nimmt, wirklichkeitsgetreu abzubilden, und an denen alle vorangegangenen Theaterautoren gemessen wurden. Aristoteles fordert für ein harmonisches Ganzes eine inhaltliche Koheränz innerhalb der von ihm definierten formalen Einheiten und Normen (Einheit der Zeit, des Ortes und der Handlung) . Ionesco wendet sich vor allem der Mimesis, d. h. der Abbildung der Wirklichkeit auf der Bühne ab. Er meint, dass die Fiktion, die von den Schauspielern als Wahrheit dargestellt werden soll, durch die Darsteller selbst zerstört werde, da sie „nur“ spielen, aber nicht eins werden können mit der darzustellenden Rolle: « C’était [le théâtre] pour moi une sorte de tricherie grossière, cousue de fil blanc, inconcevable ». Ionesco setzt dies in seinen ersten Stücken um, indem er sich an die formalen Richtlinien Aristoteles hält, inhaltlich aber keine oder nur eingeschränkte Kohärenz und Logik konstruiert. Alle Figuren, Gegenstände und Handlungen dienen diesem Zweck. In den zu untersuchenden Stücken wird dies in verschieden starkem Maße deutlich, je nachdem, welches weitere Ziel vom Autor intendiert ist.


Excerpt (computer-generated)

Universität Konstanz

Absurdes Theater von Eugène Ionesco

Sommersemester 2004

Eugène Ionesco:

Funktion der Bonnes bzw. der Ménagère

in seinen Stücken

La Cantatrice Chauve, La Lecon

und Les Rhinocéros,

mit abschließendem Vergleich der 3 Figuren

Anja Maier

Französisch & Spanisch, Lehramt


Inhaltsverzeichnis:

I Einleitung 3

II Hauptteil 4

1 Ionescos Schreiben ­ Einführung in die Stücke 4

2. Die Bonne in der « Tragédie du langage » :

La Cantatrice Chauve

5

3 Konflikt mit einer Sprache ohne Sinn:

La Leçon

7

4 Fehlende Individualität in unserer Gesellschaft: die Ménagère in

Rhinocéros

10

5 Abschließender Vergleich der Figuren 12

III

Schluss 14

IV

Literaturverzeichnis: 15

2


I

Einleitung

« Sans une virginité nouvelle de l′esprit, sans une nouvelle prise de conscience, purifiée,

de la réalité existentielle, il n′y a pas de théâtre, pas de littérature. »1

Eugène Ionesco, der heute als einer der wichtigsten Autoren des absurden Theaters gilt, hat

aus Abneigung gegen das Theater begonnen, selbst Theater zu schreiben. Durch die Parodie

des Theaters schuf er eine neue Form, Stücke zu schreiben.

In dieser Arbeit soll untersucht werden, welche Funktion er nach dieser Veränderung am

klassischen, durch Aristoteles definierten Theater seinen Figuren zukommen lässt. Die Arbeit

beschränkt sich dabei auf die beiden ,Bonnes`, die Hausangestellten in den Stücken

La

Cantatrice chauve

und

La Leçon

, sowie die Ménagère, die Hausfrau, in

Rhinocéros.

Nach

einer näheren Betrachtung von Ionescos Absichten und einer kurzen Einführung in die Stücke

wird die Funktion der einzelnen Figuren in ihren Stücken untersucht, um abschließend einen

Vergleich zwischen den Figuren und ihren Funktionen zu erstellen.

1 Ionesco, Eugène:

Notes et contre-notes.

Paris 1975, S. 14.

3


II

Hauptteil

1

Ionescos Schreiben ­ Einführung in die Stücke

In den

Notes et contre-notes,

in denen Ionesco rückblickend seine Motivation, absurdes

Theater zu schreiben, zu erklären versucht, verneint er die Normen des aristotelischen

Theaters, das für sich in Anspruch nimmt, wirklichkeitsgetreu abzubilden, und an denen alle

vorangegangenen Theaterautoren gemessen wurden. Aristoteles fordert für ein harmonisches

Ganzes eine inhaltliche Koheränz innerhalb der von ihm definierten formalen Einheiten und

Normen (Einheit der Zeit, des Ortes und der Handlung)2. Ionesco wendet sich vor allem der

Mimesis, d. h. der Abbildung der Wirklichkeit auf der Bühne ab. Er meint, dass die Fiktion,

die von den Schauspielern als Wahrheit dargestellt werden soll, durch die Darsteller selbst

zerstört werde, da sie ,,nur" spielen, aber nicht eins werden können mit der darzustellenden

Rolle: « C′était [le théâtre] pour moi une sorte de tricherie grossière, cousue de fil blanc,

inconcevable ».3

Ionesco setzt dies in seinen ersten Stücken um, indem er sich an die formalen Richtlinien

Aristoteles hält, inhaltlich aber keine oder nur eingeschränkte Kohärenz und Logik

konstruiert. Alle Figuren, Gegenstände und Handlungen dienen diesem Zweck. In den zu

untersuchenden Stücken wird dies in verschieden starkem Maße deutlich, je nachdem,

welches weitere Ziel vom Autor intendiert ist.

Mit seinem ersten Stück

La cantatrice chauve

strebte er zunächst an, das klassische Theater

zu parodieren; er versuchte die Dialoge und Handlungen stark unnatürlich zu kreieren, so dass

die Personen des Stückes als Ganzes wieder natürlich erscheinen. « De cette façon, peut-être,

le non-naturel peut apparaître, dans sa violence, naturel, [...] ».4 Die Demonstration der

« Tragédie du langage »5 war eine weitere Motivation für dieses Stück. Der Sprache werden

im Laufe des Stückes alle Regeln entzogen, die ihr eigentlich ihren Sinn geben, und es kommt

zur absoluten Zerstörung der Sprache.

La cantatrice chauve

beinhaltet im Vergleich zu den

noch kommenden Stücken wenig Gesellschaftskritik, sondern beschränkt sich auf die massive

Kritik am klassischen, d.h. aristotelischen Theater.

Mit dem nur ein Jahr später als Auftragsstück geschriebenen Theater

La Leçon

strebt Ionesco

dieselbe oben beschriebene Ablehnung des klassischen Theaters an, es beinhaltet jedoch als

2 S. dazu: Aristoteles:

Poetik.

Übersetzt und herausgegeben von Manfred Fuhrmann, Stuttgart (1994) 2002.

3 Ionesco, Eugène:

Notes et contre-notes.

Paris 1975, S. 3. Im weiteren NCN genannt.

4 Ders.: NCN.

5 Ders.: « La Tragédie du langage ». In: ders. NCN. S. 155-160.

4



Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit

Author: Claudia Nickel
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR

Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens

Author: Maik Philipp
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/89681/eogene-ionesco-funktion-der-bonnes-bzw-der-menagere-in-seinen-stuecken
please wait Please wait