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Nonverbale Kommunikation: Signale zwischen Menschen - Formen nichtsprachlicher Kommunikation

Essay, 2008, 17 Pages
Author: Dr. Stefan Schweizer
Subject: Pedagogy - General

Details

Category: Essay
Year: 2008
Pages: 17
Bibliography: ~ 5  Entries
Language: German
Archive No.: V91352
ISBN (E-book): 978-3-638-03887-4
ISBN (Book): 978-3-638-93556-2
File size: 279 KB

Abstract

Zu einem Menschen gehört nicht nur alleine die Fähigkeit zur Sprache als mögliches Kommunikationsmittel. Die Möglichkeit zur verbalen Kommunikation ist aber ein wesentliches Unterscheidungskriterium des Menschen zum Tier. Die Fähigkeit zur Sprache zeichnet den Menschen also unstrittig aus. Aber auch die verschiedensten Formen nichtsprachlicher Kommunikation bilden eine ganz wesentliche und konstituierende Komponente des Menschseins. Die sprachliche und die nonverbale Kommunikation zusammengenommen gehören zu den wesentlichen Faktoren, die die Kommunikation der Menschen überhaupt ausmachen. Beide Kommnukationsformen werden häufig interaktiv verwendet. Die nonverbalen Komponenten der Gesamtkommunikation sind den Menschen häufig nicht richtig bewußt.


Excerpt (computer-generated)

Nonverbale Kommunikation: Signale zwischen Menschen - 

Formen nichtsprachlicher Kommunikation

von

Dr. Stefan Schweizer

 

 

 

Gliederung

I. Einleitung ... S. 1

I.I. Zur Person des Autors  ... S. 3

II. Kommunikation durch geruchliche Signale  ... S. 3

III. Kommunikation durch Berührungssignale   ... S. 5

IV. Kommunikation durch hörbare Signale ...  S. 7

V. Kommunikation durch sichtbare Signale  ... S. 8

V.I. Proxemik  ... S. 8
V.II. Gestik  ... S. 9
V.III. Kopfnicken und Kopfschütteln  ... S. 9
V.IV. Mimik  ... S. 10
V.IV.I. Lächeln ...  S. 11
V.IV.II. Weinen  ... S. 12

 

 

I. Einleitung

Zu einem Menschen gehört nicht nur alleine die Fähigkeit zur Sprache als mögliches Kommunikationsmittel. Die Möglichkeit zur verbalen Kommunikation ist aber ein wesentliches Unterscheidungskriterium des Menschen zum Tier. Die Fähigkeit zur Sprache zeichnet den Menschen also unstrittig aus. Aber auch die verschiedensten Formen nichtsprachlicher Kommunikation bilden eine ganz wesentliche und konstituierende Komponente des Menschseins. Die sprachliche und die nonverbale Kommunikation zusammengenommen gehören zu den wesentlichen Faktoren, die die Kommunikation der Menschen überhaupt ausmachen. Beide Kommnukationsformen werden häufig interaktiv verwendet. Die nonverbalen Komponenten der Gesamtkommunikation sind den Menschen häufig nicht richtig bewußt:

„Trotz - oder vermutlich sogar richtiger: wegen - ihrer unterschwelligen Wirkungsweise kommt den nonverbalen Verhaltensformen eine wesentliche Funktion bei der Koordination und der Kooperation von Gesprächspartnern zu; und das Unbehagen, das viele Menschen dem Telefon gegenüber hegen, dürfte weitgehend daher rühren, daß bei Telefongesprächen die nonverbale Komponente wegfällt.“1

Ein sehr wichtiger Punkt wird in diesem Zitat angesprochen. Die nonverbalen Verhaltensformen laufen oft unbewußt ab. Aus diesem Grunde nehmen wir sie häufig nicht mit der nötigen Achtsamkeit wahr, obwohl sie, wie in dem Zitat angedeutet wird, eine relevante Rolle in der Alltagskommunikation spielen. In der Schule oder an der Universität treten die nonverbalen Verhaltensformen naturgemäß tagtäglich in großer Zahl auf. So könnte es für einen potentiellen späteren Pädagogen wichtig sein, nonverbale Verhaltensformen seiner eventuellen Schüler später auch als solche wahrnehmen zu können. Anzeichen und Botschaften, die die Schüler einem durch die nonverbale Kommunikation liefern, sollte man als Lehrender beurteilen und in ihrer Tragweite richtig einschätzen können. Im Duden findet man folgendes über das Wort Kommunikation:

„Verständigung untereinander, zwischenmenschlicher Verkehr besonders mit Hilfe von Sprache, Zeichen.“2

Betrachtet man diese Definitionen eingehend, so wird auch hier deutlich ersichtlich, daß nichtsprachliche Interaktionen zwischen Menschen unter dem Sammelbegriff der Kommunikation zu subsumieren sind. Bei den verschiedenen Arten der nichtsprachlichen Kommunikation werde ich in diesem Aufsatz geruchliche Signale, Berührungssignale, hörbare Signale und sichtbare Signale behandeln. Innerhalb dieser vier verschiedenen Themengebiete werde ich das Hauptgewicht auf die Kommunikation durch sichtbare Signale legen, da sich dieses Themengebiet wiederum in sehr viele andere Teilgebiete zerlegen läßt und somit thematisch am weitesten gefächert ist. Die Einheit der sichtbaren Signale und der Berührungssignale kann man als Körpersprache bezeichnen, wie David Crystal dies tut. 3 Unter dem Wort Körpersprache findet man im Duden folgenden Eintrag, der sich von David Crystals Definition etwas unterscheidet:

„in Körperhaltung, Bewegung, Gestik, Mimik, sich ausdrückende psychische Konstitution, Gestimmheit.“4

Im Duden sind die Berührungssignale also nicht wie bei David Crystal explizit aufgeführt. Festzuhalten bleibt, daß Körpersprache auf jeden Fall die visuelle Kommunikation beinhaltet. In einem ganz kleinen Abschnitt der Schrift werde ich drei kurze Hypothesen vorstellen, die zu erklären versuchen, wie der Mensch zur verbalen Sprache gekommen sein könnte. Im letzten Abschnitt des Essays werde ich eine Form der symbolischen Kommunikation aus Hochland-Neuguinea beschreiben und erläutern.

Meine vorliegende Ausführungen basieren vor allem auf einem Aufsatz des Humanethologen Wulf Schiefenhövel, Signale zwischen Mensche -, Formen nichtsprachlicher Kommunikation fundiert. Andere Literatur wurde zu diesem Aufsatz komplementär verwendet.

[....]


1 Angelika Linke / Markus Nussbaumer / Paul R. Portmann, S. 273

2 Duden, S. 865

3 David Crystal, S. 399

4 Duden, S. 885

 


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