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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2005, 47 Pages
Author: Dipl. Oec. Sebastian Gröll
Subject: Economics / Business: Political Economics
Details
Tags: Soziale, Existenzsicherung
Year: 2005
Pages: 47
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 38 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-04911-5
File size: 2098 KB
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Abstract
Die soziale Existenzsicherung besteht aus einem engmaschigen Netz verschiedener öffentlicher Hilfeleistungen, die bedürftigen Menschen ein Leben in Würde ermöglicht. Sie hilft denen, die den Anforderungen des Arbeitsmarktes nicht gewachsen sind oder aus anderen Gründen in Not geraten sind. Jedoch führt diese Ausgestaltung des Grundsicherungssystems, gerade im Bezug zum Arbeitsmarkt, zu weitreichenden Fehlern. Diese gilt es im ersten Abschnitt der Arbeit anhand einer Analyse des Status quo zu verdeutlichen. Im Hauptteil der Arbeit werden anschließend verschiedene Reformkonzepte vorgestellt, die allesamt versuchen, die Defizite zu korrigieren und eine funktionierende Grundsicherung zu modellieren. Es werden hierbei verschiedene Blickwinkel unterschieden, eine ganzheitliche Subventionierung für alle Bürger oder ein gezielter Transfer lediglich an bestimmte Personengruppen. Vor allem Personengruppen mit direktem Bezug zum Arbeitsmarkt kommen hierbei in Betracht. Zum Schluss wird ein Konzept vorgestellt, das versucht, ein optimal auf Deutschland zugeschnittenes Reformpaket zusammenzustellen. In Form einer Blaupause werden zuvor vorgestellte Konzepte kombiniert, um somit ein optimales Ergebnis zu erzielen.
Excerpt (computer-generated)
Universität Hohenheim
Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Institut für Volkswirtschaftslehre
Seminararbeit über das Thema:
Soziale Existenzsicherung
Eingereicht am Lehrstuhl für Finanzwissenschaften
Von:
Dipl. Oec.: Sebastian Gröll
Abgabetag: 29.11.2005
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS I
ABBILDUNGSVERZEICHNIS II
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS III
SYMBOLVERZEICHNIS IV
1. EINFÜHRUNG IN DAS THEMA II
2. GRUNDLAGEN DER SOZIALHILFE - STATUS QUO 2
2. 1 GRUNDSICHERUNG IM STATUS QUO 2
2.2 AUSGABENENTWICKLUNG 3
2.3 KRITIK AM GESETZLICHEN STATUS QUO - FEHLANREIZE 4
2.4 ARBEITSKRÄFTEPOTENTIAL DES EMPFÄNGERKREISES 8
3. ANALYSE VERSCHIEDENER REFORMKONZEPTIONEN 10
3.1 INTEGRIERTES STEUER-TRANSFER-SYSTEM: BÜRGERGELD 10
3.1.1 Konzeption 10
3.1.2 Auswirkungen 11
3.1.3 Finanzierbarkeit 14
3.1.4 Ausblick und Fazit 15
3.2 ARBEITSMARKTORIENTIERTE REFORMANSÄTZE 17
3.2.1 Einstiegsgeld für Langzeitarbeitslose 17
3.2.2 Lohnsubvention 19
3.2.3 Earned Income Tax Credit 24
3.2.4 Aktivierende Sozialhilfe 25
3.4 FAZIT 27
4. HILFE ZUR ARBEIT EINE BLAUPAUSE 28
4.1 GRUNDÜBERLEGUNGEN 28
4.2 INDIVIDUELLE GRUNDSICHERUNG 29
4.3 GRUPPENSPEZIFISCHE GRUNDSICHERUNG 30
4.4 FINANZIERUNG, INDEXIERUNG UND ÜBERGANGSFRISTEN 30
4.5 SCHLUSSFOLGERUNGEN 31
5. AUSBLICK 32
6. ANHANG 33
7. LITERATURVERZEICHNIS 38
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1:
Struktur der Sozialhilfeausgaben nach Hilfearten
S.
2
Abbildung 2:
Grundsicherung im Sozialbudget 1998
S. 4
Abbildung 3:
Ausgaben für die Sozialhilfe nach Hilfearten
S. 4
Abbildung 4:
Grundsicherung und Arbeitsanreize im Status quo
S. 6
Abbildung 5:
Wirkung einer stilisierten Sozialhilfe auf den Arbeitseinsatz
S.
7
Abbildung 6:
Altersstruktur der Sozialhilfeempfänger
S. 8
Abbildung 7:
Steuertarif des Bürgergeldkonzeptes
S. 11
Abbildung 8:
Status quo versus Bürgergeld
S.
12
Abbildung 9:
Wirkung eines Bürgergeldes auf den Arbeitsanreiz
S.
13
Abbildung 10:
Veränderter Arbeitsanreiz durch das Bürgergeld
S. 14
Abbildung 11:
Einstiegsgeld für Langzeitarbeitslose
S. 19
Abbildung 12:
Lohnsubvention und Sozialhilfe im Vergleich
S.
21
Abbildung 13:
Degressive Lohnsatzsubvention und Einkommen
S. 22
Abbildung 14:
Earned
Income
Tax
Credit
S. 24
Tabelle 1:
Grundsicherungsausgaben
1980-2000
S. 33
Tabelle 2:
Empirische Studien zum Lohnabstand
S. 34
Tabelle 3:
Arbeitskräftepotential der Sozialhilfeempfänger
S.
35
Tabelle 4:
Determinanten des Sozialhilfebezugs
S. 9
Tabelle 5:
Empirische Kostenschätzungen zum Bürgergeld
S.
36
Tabelle 6:
Arbeitslosenquote nach Geschlecht und Qualifikation
S. 20
Tabelle 7:
Charakteristika bedeutender Transferprogramme in den USA
S. 37
II
Abkürzungsverzeichnis
BSHG Bundessozialhilfegesetz
DIW Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung
EITC Earned Income Tax Credit
vgl. vergleiche
BG Bürgergeld
SQ, STQ Status quo
III
Symbolverzeichnis
y
Einkommen
Steuersatz
yn
Nettoeinkommen
yB
Bruttoeinkommen
m
Existenzminimum
y*
Transfergrenze
w*
markträumender Lohnsatz
w
Lohnsatz
bS
Sozialhilfezahlung
u
Indifferenzkurven
h
Arbeitszeit
l
Freizeit
t
zur Verfügung stehende Zeit
IV
1. Einführung in das Thema
Die soziale Existenzsicherung besteht aus einem engmaschigen Netz verschiedener öffentli-
cher Hilfeleistungen, die bedürftigen Menschen ein Leben in Würde ermöglicht. Sie hilft de-
nen, die den Anforderungen des Arbeitsmarktes nicht gewachsen sind oder aus anderen Grün-
den in Not geraten sind. Jedoch führt diese Ausgestaltung des Grundsicherungssystems, gera-
de im Bezug zum Arbeitsmarkt, zu weitreichenden Fehlern. Diese gilt es im ersten Abschnitt
der Arbeit anhand einer Analyse des Status quo zu verdeutlichen. Im Hauptteil der Arbeit
werden anschließend verschiedene Reformkonzepte vorgestellt, die allesamt versuchen, die
Defizite zu korrigieren und eine funktionierende Grundsicherung zu modellieren. Es werden
hierbei verschiedene Blickwinkel unterschieden, eine ganzheitliche Subventionierung für alle
Bürger oder ein gezielter Transfer lediglich an bestimmte Personengruppen. Vor allem Perso-
nengruppen mit direktem Bezug zum Arbeitsmarkt kommen hierbei in Betracht. Zum Schluss
wird ein Konzept vorgestellt, das versucht, ein optimal auf Deutschland zugeschnittenes Re-
formpaket zusammenzustellen. In Form einer Blaupause werden zuvor vorgestellte Konzepte
kombiniert, um somit ein optimales Ergebnis zu erzielen.
1
2. Grundlagen der Sozialhilfe - Status quo
2. 1 Grundsicherung im Status quo
Das deutsche System der Grundsicherung umfasst im Kern fünf Grundelemente und geht weit
über die eigentliche Sozialhilfe hinaus. Es umfasst neben der Sozialhilfe das Wohngeld, Leis-
tungen an Asylbewerber, die Arbeitslosenhilfe und Teile der Pflegeversicherung.1
Die Sozialhilfe wurde 1962 eingeführt und gruppiert zwei Fürsorgeleistungen (vgl. Abbildung
1). Die laufenden Hilfe zum Lebensunterhalt und die Hilfe in besonderen Lebenslagen. Wäh-
rend die laufende Hilfe zum Lebensunterhalt nach Leistungspauschalen berechnet wird, wird
die Hilfe in besonderen Lebenslagen im Einzelfall bei außergewöhnlichen Finanzierungsbe-
darf aufgrund besonderer Lebenssituationen, die der Betroffene alleine nicht überwinden
kann, gewährt.2 Jedoch wird dieser Einzelfall in der weiteren Untersuchung vernachlässigt, da
diese Empfänger typischerweise arbeitsunfähig sind und kein Bezug zum Arbeitsmarkt und
veränderten Arbeitsanreizen besteht.3
Abbildung 1:
Struktur der Sozialhilfeausgaben nach Hilfearten
Legende:
Die Hilfe in besonderen Lebenslagen teilt sich auf in laufende Leistungen (pauschalisierte monatliche
Transfers) und einmalige Leistungen für Bedürfnisse, die unregelmäßig anfallen und deshalb bei den laufenden
Leistungen nicht berücksichtigt werden,
Quelle:
Feist (2000), S. 24
1 vgl. Raffelhüschen (2002), S. 85 f.
2 vgl. Kaltenborn (1998), S. 36 f.
3 vgl. Feist (2000), S. 23
2
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