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Scholary Paper (Seminar), 2001, 29 Pages
Author: Christian Heger
Subject: Communications: Journalism, Journalism Professions
Details
Tags: Unmoral, Selbstkritik, Journalistenbild, Johannes, Mario, Simmels, Roman, Stoff, Träume
Year: 2001
Pages: 29
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 36 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-06220-6
File size: 252 KB
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Abstract
Die Arbeit befasst sich mit dem Journalistenbild in Johannes Mario Simmels Bestseller "Der Stoff aus dem die Träume sind". Der Roman wird dabei im sowohl im Kontext medienhistorischer Aspekte untersucht als auch mit Simmels Biographie als Journalist abgeglichen.
Excerpt (computer-generated)
Johannes Gutenberg-Universität, Mainz
Unmoral und Selbstkritik
Zum Journalistenbild in Johannes Mario Simmels
Roman ,,Der Stoff aus dem die Träume sind"
Von Christian Heger
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung _______________________________________________________________ 2
II. Johannes Mario Simmel Vom Journalist zum Bestsellerautor ___________________ 3
III. ,,Der Stoff aus dem die Träume sind" Absicht und Inhalt ______________________ 4
IV. BRD anno 1968 Gesellschaft und Mediensystem _____________________________ 6
V. Die Zeitschrift BLITZ Merkmale und Strukturen ____________________________ 10
1. Auflage und Kapitalumfang___________________________________________________ 10
2. Rechtliche Bestimmungen ____________________________________________________ 12
3. Journalistische Ausbildung und Werdegänge ____________________________________ 14
4. Berichterstattung und Redaktionsaufbau________________________________________ 16
VI. Der Protagonist Starreporter Walter Roland ________________________________ 20
VII. Schlußbemerkung______________________________________________________ 23
Literaturverzeichnis ________________________________________________________ 25
Abbildungen ______________________________________________________________ 27
1
I. Einleitung
,,Mit der Journaille ist Simmel bei seinem Thema an sich"1, bemerkte der Literaturkritiker
Wolf Donner anläßlich seiner Rezension des damals jüngst erschienenen Romans von
Johannes Mario Simmel, ,,Der Stoff aus dem die Träume sind"2, 1971 in der renommierten
deutschen Wochenzeitung ,,Die Zeit". ,,Nicht daß es ihm plötzlich gelänge, ein Milieu, einen
Berufstypus plastisch und plausibel zu schildern: trotz langer Nachholkurse über das
Zeitschriftengewerbe und sarkastischer Weisheiten über die
,Träume-Verkäufer′
, die in
,diesem Schweinestall, in dieser durch und durch verlogenen >Traumfabrik
Massenverblödung′ arbeiten, gelingt es dem Autor noch immer, die abgegriffensten Klischees
zusammenzutragen, prägen sich bei ihm Figuren nur ein, wenn sie zu unglaubwürdigen
Karikaturen aufgebläht werden"3.
Tatsächlich ist ,,Der Stoff aus dem die Träume" eines der persönlichsten Bücher des
Bestsellerautors Simmel. Donner konstatiert: ,,Es fällt nicht schwer, in Walter Roland (dem
Protagonisten des Romans; d. Verf.) ein kaschiertes oder ein unfreiwillig dazu gewordenes
Selbstportrait Simmels zu entdecken. Immerhin war er ja selber jahrelang Illustriertenreporter,
unter anderem für ,Quick′."4
Was indessen die Bewertung von Simmels Darstellung des bundesdeutschen
Zeitschriftenbetriebes Ende der 1960er Jahre anbelangt, so darf dessen durchweg illusorischer
Charakter in Anbetracht auch durchaus positiver Stimmen zumindest bezweifelt werden.
Christa Rotzoll erklärt die Romanhandlung so beispielsweise zum ,,Kursus über die Natur der
Presse"5, während Heino Eggers, Kulturkritiker des Berliner ,,Telegraf", gar die
überschwenglichsten Lobesworte findet: ,,Die Demaskierung der Regenbogenpresse, die
skrupellos menschliches Leid für sich ausbeutet und in Pseudo-Humanität ummünzt, ist ihm
hervorragend gelungen."6
1 Donner, Wolf: ... zum Zwecke der Massenverblödung. In: Die Zeit. 15.10.1971. Abdruck in: Schmiedt-Schomaker, Monika
[Hrsg.]: Zum Beispiel: Simmel. Werke und Wirkungen eines Bestsellerautors. Frankfurt am Main 1983. S. 9-13. dort S. 10
2 Simmel, Johannes Mario: Der Stoff aus dem die Träume sind. Roman. München / Zürich 1971 (weiterhin zitiert als ,,Stoff")
3 Donner, W. ... zum Zwecke der Massenverblödung. a. a. O. S. 10 (Hervorhebungen im Original); Simmel versucht diesen
Vorwurf bereits in seinem Roman selbst zu entkräften, indem er seinen Ich-Erzähler folgende Worte in den Mund legt:
,,Vielleicht werden sie glauben, daß ich hier übertreibe, Menschen zu Karikaturen verzerre. Das tue ich nicht." (Stoff. S. 293)
4 Donner, W.: ... zum Zwecke der Massenverblödung. a. a. O. S. 10.; vgl. auch: Weber, Albrecht: Das Phänomen Simmel.
Grundzüge des Werkes in wertungsdidaktischer Sicht. In: Skreb, Zdenko / Baur, Uwe [Hrsg.]: Erzählgattungen der
Trivialliteratur. Innsbruck 1984 (= Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft Germanistische Reihe; Bd. 18). S. 283-
298. dort S. 290: ,,Romane wie der Stoff aus dem die Träume sind (1971) und Niemand ist eine Insel (1975) dürfen auch als
Abrechnung mit der eigenen journalistischen Vergangenheit gelesen werden." (Hervorhebungen im Original); vgl. auch
Simmels Selbsterwähnung: ,,Erinnern Sie sich noch? ,Es muß nicht immer Kaviar sein′ Da hat doch dieser Simmel einen
Roman geschrieben, in dem kochte ein Geheimagent leidenschaftlich, und alle Kochrezepte waren mitgedruckt. Nicht bei uns
erschienen in der QUICK." (Stoff. S. 224)
5 In: Süddeutsche Zeitung. 4./5.12.1971. Zit. nach: Langenbucher Wolfgang R.: Johannes Mario Simmel oder: Skizzen zu
einer Theorie des Unterhaltungsromans. In: ders. [Hrsg.]: »Berichte über die Zeit, in der ich lebe...«. Johannes Mario Simmel
und seine Romane. Eine Dokumentation. München / Zürich 1978. S. 7-26. dort S. 22
6 In: Telegraf (Berlin). 19.12.1971. Zit. nach: Langenbucher, W. R.: Johannes Mario Simmel oder: Skizzen zu einer Theorie
des modernen Unterhaltungsromans. a. a. O. S. 22f.
2
Anhand der vorliegenden Studie sollen solcherlei divergierende Auffassungen mit den Mitteln
einer tiefergehenden Textanalyse relativiert und dabei auf ihre Grundlagen hin untersucht
werden. Dabei ist weniger eine literaturwissenschaftliche Betrachtung des Romans
beabsichtigt als vielmehr eine wertfreie Erarbeitung der wesentlichen Merkmale in der
Simmel′schen Beschreibung von Journalist und Journalismus.
II. Johannes Mario Simmel Vom Journalist zum Bestsellerautor
Johannes Mario Simmel, am 7. April 1924 in Wien geboren, zählt zu den erfolgreichsten
deutschsprachigen Schriftstellern nach 19457. Seine umfangreichen Unterhaltungsromane mit
Auflagenerfolgen, zu denen ,,nur gelegentlich einmal Autoren wie Günter Grass, Siegfried
Lenz, Heinrich Böll oder Peter Handke aufschließen können"8, fanden und finden noch
einen derartig breiten Rezipientenkreis, daß Albrecht Weber in seiner Arbeit zum ,,Phänomen
Simmel" gar zu dem Schluß kommt: ,,Literarisch gesehen, leben wir in einer von Simmel
dominierten Lesekonsumgesellschaft"9.
Simmel wächst in einem wohlbegüterten Elternhaus auf, verbringt seine Jugend ,,teils in
Österreich, teils in England"10, wo der Vater vorübergehend berufstätig ist. Er absolviert eine
Ausbildung zum ,,Chemo-Ingenieur" und arbeitet während des Zweiten Weltkrieges als
Chemiker in einem kriegswichtigem Betrieb. Mit 17 Jahren schreibt er mit der
Novellensammlung ,,Begegnung im Nebel" sein erstes Buch. Nach Kriegsende wird er dank
seiner Sprachkenntnisse Dolmetscher für die amerikanische Militärregierung in Österreich.
Neben weiteren Belletristik-Veröffentlichungen schreibt Simmel fortan auch Drehbücher für
die bundesdeutsche Filmbranche. 1950 übersiedelt er nach Westdeutschland, wo er von der
Münchner Illustrierten ,,Quick" als ,,Mädchen für alles"11 angestellt wird; nach eigenen
Aussagen schreibt er oft ,,zwei Drittel des Textteils"12 unter verschiedenen Pseudonymen. Als
Reporter unternimmt er zahlreiche Reisen auch nach Übersee. 1960 gelingt dem Autor
Simmel der Durchbruch mit dem Agentenroman ,,Es muß nicht immer Kaviar sein" seinem
7 Jacek Rzeszotnik spricht in seiner im Jahre 2000 erschienen Studie von einer Gesamtauflage des Simmel′schen Werkes
,,von etwa 100 Millionen Exemplaren" (Rzeszotnik, Jacek: Literarische Kommunikationsstrategien. Zum Bestsellerroman
und dessen Autoren in der zweiten Hälfte des 19. und des 20. Jahrhunderts am Beispiel von Karl May und Johannes Mario
Simmel. Meitingen 2000. S. 71) seit dem Erscheinen von ,,Es muß nicht immer Kaviar sein" (1960); vgl. auch
www.literaturhaus.at/buch/buch/rez/simmel2/bio.html (Zugriff vom 31.07.2001): Simmel wird hier als ,,Bestsellerautor mit
Auflagen von über 72 Millionen in 33 Sprachen" bezeichnet.
8 Langenbucher, W. R.: Johannes Mario Simmel oder: Skizzen zu einer Theorie des Unterhaltungsromans. a. a. O. S. 7
9 Weber, Albrecht: Das Phänomen Simmel. Zur Rezeption eines Bestseller-Autors unter Schülern und im Literaturunterricht.
Mit 7 Modellinterpretationen. Freiburg im Breisgau 1977 (= Herderbücherei Fachserie Deutschunterricht; Bd. 9303). S. 15
10 Simmel, Johannes Mario: Ich über mich. In: Schmiedt-Schomaker, M. [Hrsg.]: Zum Beispiel: Simmel. a. a. O. S. 26-29.
dort S. 26. Die folgende Darstellung lehnt sich an letztgenannten Artikel an.
11 ebd.
12 ebd.
3
bis heute erfolgreichstem Buch und dem von der Kritik hochgelobten Theaterstück ,,Der
Schulfreund". Nach einer schweren persönlichen Krise beschließt er 1963, sich fortan ganz
dem Schreiben von Romanen zu widmen. Seine nun folgenden Bücher werden im Verlag
,,Droemer Knaur" erscheinend allesamt zu Bestsellern. Simmel avanciert zum
auflagenstärksten Autor seiner Zeit, dessen Werke auch immer wieder verfilmt werden13.
Von der deutschsprachigen Literaturkritik wird er nach anfänglichem Lob seit dem Einsetzen
seines Erfolges zu Beginn der 1960er Jahre als ,,,Nestbeschmutzer′, ,brutaler Erfolgsjäger′,
,Trivialliterat′ oder ,Bestseller-Mechaniker′"14 betitelt, erst nach und nach setzt eine
fundiertere Analyse seines Werkes ein15.
In seinen Romanen setzt sich der Schriftsteller regelmäßig mit grundlegenden Problemen der
westlichen Gegenwartsgesellschaft auseinander16, die er freilich um die Lektüre interessant
zu gestalten und somit einen möglichst großen Leserkreis zu erreichen in einer konstruierten
Handlung mit ,,Sex and Crime"-Elementen ,,verpackt"17.
Johannes Mario Simmel lebt gegenwärtig in Zug in der Schweiz18. Bis heute hat er über 25
Romane, 5 Kinderbücher, 36 Drehbücher und ein Theaterstück veröffentlicht19.
III. ,,Der Stoff aus dem die Träume sind" Absicht und Inhalt
Der Roman ,,Der Stoff aus dem die Träume sind" erschien 1971 als mittlerweile sechstes
Buch Simmels, das bei ,,Droemer Knaur" verlegt und mit großem Werbeaufwand publiziert
wurde. Bis heute ist es eines der erfolgreichsten Werke des Autors bei einer Startauflage
von 100 000 Exemplaren20 betrug die Auflage Anfang 1983 bereits 3,8 Millionen21.
13 u. a. auch ,,Der Stoff aus dem die Träume sind" (BRD 1972, Regie: Alfred Vohrer)
14 Rzeszotnik, J.: Literarische Kommunikationsstrategien. a. a. O. S. 71
15 Als einer der ersten Arbeiten ist hier der Artikel ,,Die Welt des Johannes Mario Simmel. Wie man für Millionen schreibt"
von Günther Rühle aus der ,,Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom 26.9.1970 zu nennen (Rühle, Günther: Die Welt des
Johannes Mario Simmel. Wie man für Millionen schreibt. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 26.9.1970. Abdruck in:
Schmiedt-Schomaker, M. [Hrsg.]: Zum Beispiel: Simmel. a. a. O. S. 5-9).
16 vgl. dazu Blumenberg, Hans C.: Niemand ist eine Insel. In: Kölner Stadtanzeiger. 23./24.8.1975. Zit. nach: Langenbucher,
W. R.: Johannes Mario Simmel oder: Skizzen zu einer Theorie des modernen Unterhaltungsromans. a. a. O. S. 26: ,,Er macht
es sich wahrhaftig nicht leicht. Er hat gewichtige Themen unters Volk gebracht, kein Eisen war ihm zu heiß, kein Anliegen
zu gewichtig: Tunnelbau an der Berliner Mauer, Jagd auf KZ-Ärzte, Aufstieg der NPD, Verfolgung der Juden, Experimente
mit chemischen und biologischen Waffen, Prager Frühling, Hysterie der Boulevardpresse, weltweite Wirtschaftskrise.";
Simmel selbst meint stets Themen auszuwählen, ,,die nicht gerade den Kern für einen Bestseller in sich tragen" (Werth,
German: Erfolg beim Publikum. In: Deutschlandfunk. 2.6.1974. Abdruck in: Langenbucher, W. R. [Hrsg.]: »Berichte über
die Zeit, in der ich lebe...«. a. a. O. S. 54-64. dort S. 55); vgl. auch: Riedler, Rudolf: Gespräch mit Johannes Mario Simmel:
In: Schmiedt-Schomaker, M. [Hrsg.]: Zum Beispiel: Simmel. a. a. O. S. 32-34. dort S. 33: ,,Ich habe eigentlich immer
versucht, die Leute zu beunruhigen und auf Gefahren und auf Mißstände hinzuweisen, die gerade in aller Munde waren".
17 vgl. Neumann, Bernd: Die ,,Verpackung". In: Schmiedt-Schomaker, M. [Hrsg.]: Zum Beispiel: Simmel. a. a. O. S. 76-80
18 vgl. www.literaturhaus.at/headlines/1999/04/072/ (Zugriff vom 15.08.2001)
19 vgl. www.literaturhaus.at/buch/buch/rez/simmel2/werke.html (Zugriff vom 31.07.2001); vgl. auch Simmel, J. M.: Ich über
mich. a. a. O. S. 27
20 vgl. Donner, W.: ... zum Zwecke der Massenverblödung. a. a. O. S. 9
4
In einem Interview des Deutschlandfunks äußerte sich Simmel über seine aufklärerischen
Ambitionen: ,,Ich habe diesen Roman geschrieben, um zu zeigen aus eigener Kenntnis und
aus Mitteilungen, die ich bekommen habe , wie Illustrierte arbeiten, wie sie leider Gottes
zum Medium der Massen-Verdummung geworden sind und der Geschmacks-Verflachung."22
Rasch freilich fügt er hinzu: ,,Und daß der Roman so erfolgreich geworden ist, liegt bestimmt
nicht daran, daß ich nur Tagträume und die Flucht aus der Wirklichkeit liefern wollte."23
In der Tat ist so der häufig vorgebrachte Einwand der Literaturwissenschaft die
Simmel′sche Kritik an der Vorgehensweise der Illustriertenpresse in nicht unbeträchtlichem
Maße auf den Roman selbst anwendbar: ,,Da ist ein gewaltiger Apparat gewissenloser und
gerissener Macher, die Träume für Millionen entwerfen. Eine Welt, in der es nicht anderes
gibt als Jagd nach Sensationen und verlorene Rührseligkeit"24, zitiert Alice Schwarz das
Credo des Verlags-Werbetextes und bemerkt im Anschluß: ,,Aber auch Simmels Roman ist
nach der gleichen Masche gestrickt...: Jagd nach Sensationen fehlt da ebensowenig wie
Rührseligkeit."25
Im Zentrum der Romanhandlung steht der Journalist Walter Roland, umjubelter Starreporter
von Deutschlands auflagenstarker Boulevard-Zeitschrift BLITZ. Ende 1968 erhält er von der
Zeitschriftenleitung den Auftrag, gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Bertie
Engelhardt, BLITZ′ bestem Fotografen, in das norddeutsche Flüchtlingslager Neurode zu
fahren, um dort mit den Recherchen für einen Bericht über das Schicksal osteuropäischer
Flüchtlingskinder zu beginnen. Im Zuge dieses Besuchs machen sie die Bekanntschaft mit der
scheinbar schizophrenen Aufseherin Luise Gottschalk, die während der weiteren Ereignisse
eine wichtige Rolle spielt, und einem achtzehnjährigem tschechischen Flüchtlingsmädchen
namens Irina Indigo. Im Verlauf ihres Aufenthalts im Lager werden sie Zeuge eines auf Irina
gerichteten, jedoch mißglückten gewaltsamen Entführungsversuches, bei dem ein kleiner
tschechische Junge Karel ums Leben kommt. Weitere Nachforschungen bringen die
beiden Journalisten mehr und mehr einem internationalem Skandal auf die Spur: Irinas
Verlobter, ein flüchtiger Tscheche mit Namen Jan Bilka, ist im Besitz sämtlicher Pläne der
Warschauer-Pakt-Staaten für den Fall eines Kriegsausbruchs in Europa und plant, sie gegen
21 vgl. Bialik, Wlodzimierz: Johannes Mario Simmel oder der unvermeidliche Erfolg. Erzähl- und Verkaufsstrategien des
Unterhaltungsromans in der Bundesrepublik Deutschland. Pozna 1987 (= Uniwersytet Im. Adama Mickiewicza W Pozanui
Seria Filologia Germaska; Bd. 25). S. 113; Lizenzausgaben liegen vor für die USA, die Türkei, Frankreich, Holland,
Dänemark, Spanien, Brasilien, Jugoslawien (slowenisch und serbokroatisch) und Italien (vgl. Langenbucher, W. R. [Hrsg.]:
»Berichte über die Zeit, in der ich lebe...«. a. a. O. S. 106). Der Roman umfaßt 720 Seiten und ist in die sieben Abschnitte
,,Recherche", ,,Layout", ,,Setzerei", ,,Korrektur", ,,Umbruch", ,,Imprimatur" und ,,Druckbeginn" jeweils mit einzelnen
Unterkapiteln untergliedert.
22 Werth, G.: Erfolg beim Publikum. a. a. O. S. 55
23 ebd.
24 Schwarz, Alice: Träume aus dem Computer. In: Israel Nachrichten. 17.9.1976. Abdruck in: Langenbucher, W. R. [Hrsg.]:
»Berichte über die Zeit, in der ich lebe...«. a. a. O. S. 108-109. dort S. 109
25 ebd.
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