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Charles de Gaulle - Mythos und Legende

Scholary Paper (Seminar), 2002, 17 Pages
Author: Anne Sophie Günzel
Subject: History - Non-German

Details

Event: Personenkult in der Moderne - Von Mussolini zu Putin
Institution/College: University of Tubingen (Historisches Seminar)
Tags: Charles, Gaulle, Mythos, Legende, Personenkult, Moderne, Mussolini, Putin
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2002
Pages: 17
Grade: 2,7
Language: German
Archive No.: V9301
ISBN (E-book): 978-3-638-16038-4

File size: 194 KB


Excerpt (computer-generated)

Charles de Gaulle - Mythos und Legende

von Anne Sophie Günzel

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3

2. Der Begriff "Personenkult 4

3. De Gaulles Umgang mit Worten 4

3.1 Zur Person 4
3.2 "Magier der Worte" 5
3.3 Pressekonferenzen 6

4. De Gaulles Beziehungen  7

4.1 Beziehung zu den Franzosen  7
4.2 Beziehung zu den Deutschen 9
4.3 Beziehung zu Konrad Adenauer 11

5. De Gaulles Tod  12

5.1 Reaktion der Franzosen 12
5.2 Reaktion der Deutschen 13

6. Schlusswort 15

7. Literaturverzeichnis 16




1. Einleitung

"Frankreich ist verwitwet". Mit diesen Worten wandte sich der neue Staatspräsident George Pompidou an die französische Nation, um den Tod des Generals Charles de Gaulle bekannt zu geben. Diese Worte sollen ausdrücken, dass Frankreich einen seiner bedeutendsten Staatsmänner des 20. Jhs. verloren hatte und damit einen Teil von sich selbst. Wie viele andere seiner Landsleute lebte de Gaulle in und mit der Geschichte. Er versuchte sich selbst als Teil der französischen Geschichte zu begreifen, verkörperte Frankreich, sah sich sogar als Personifizierung seines Landes. De Gaulle gab nicht nur den Franzosen, sondern besonders auch den Deutschen ihre Identität, die im Zweiten Weltkrieg verloren gegangen war, zurück. Sein Ziel war Frankreich einen Platz und eine bedeutende Rolle innerhalb Europas zu verschaffen. Außerdem strebte er eine deutsch-französische Aussöhnung und Zusammenarbeit an.
Im Folgenden werden jedoch weniger die politischen Vorgänge während der Ära de Gaulles im Vordergrund stehen. Viel mehr soll das Wirken und die Faszination Charles de Gaulles zusammengetragen und anhand mehrerer Beispiele verdeutlicht werden, die sich in der Zeit von 1958 mit seinem 2. Amtsantritt als Staatspräsident Frankreichs bis zu seinem Tod 1970 ereignet haben.
Die Darstellung seiner Wirkung ist nicht leicht, da bis heute nur zahlreiche Biographien über de Gaulle erschienen sind, die zwar in einigen Abschnitten auf die Faszination des Generals eingehen, sich ansonsten jedoch nur auf dessen Politik beziehen. Bis zum heutigen Tag ist noch kein Buch publiziert worden in dem ausschließlich über die Wirkung dieser Person berichtet wird. Meine Darstellung wird sich auf folgende explizite Beispiele beschränken: Zuerst soll die Beziehung zu Franzosen, Deutschen und insbesondere die Beziehung zwischen Adenauer und de Gaulle dargestellt werden. Einen wichtigen Bestandteil dieser Untersuchung bilden de Gaulles Pressekonferenzen und de Gaulle als "Magier der Worte" . Abschließend soll geschildert werden wie Deutsche und Franzosen mit de Gaulles Tod 1970 umgingen.
In diesem Zusammenhang stellt sich mir die Frage, ob man bei de Gaulle überhaupt von Personenkult sprechen kann. Deshalb werde ich zu Beginn des Hauptteils einen kurzen Definitionsversuch von Personenkult versuchen.

2. Der Begriff "Personenkult"

Bevor ich mich mit der Darstellung der Person Charles de Gaulles befasse, soll an dieser Stelle ein kurzer Definitionsversuch von Personenkult, in Anlehnung an das Proseminar, vorgenommen werden, um dann am Ende meiner Ausführungen die Frage, ob man bei Charles de Gaulle überhaupt von einem Personenkult sprechen kann, leichter beantworten zu können.
Meiner Meinung nach handelt es sich bei Personenkult um die Idealisierung einer führenden Persönlichkeit in einem System (Ideologie, Staat). Der Person werden Eigenschaften zugeschrieben, welche die hohe Stellung dieser im System rechtfertigen. Das System kann durch die Person, um die sich der Kult dreht, gerechtfertigt werden. Die Idealisierung wird durch die Verwendung von Massenmedien, bildlichen Darstellungen (Münzen, Plakate) und Texten (Biographien) erreicht. Meist wird eine Symbolik für den Kult eingeführt oder auf eine in der Gesellschaft verbreitete Symbolik zurückgegriffen.

3. De Gaulles Umgang mit Worten

[...]


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