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Unterrichtsstunde: Handlungs- und produktionsorientierte Lernangebote zum Gedicht „Verblühter Löwenzahn“ (Josef Guggenmos), Klasse 2

Lesson Plan, 2007, 17 Pages
Author: Eva Fründt
Subject: German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies

Details

Category: Lesson Plan
Year: 2007
Pages: 17
Bibliography: ~ 4  Entries
Language: German
Archive No.: V93021
ISBN (E-book): 978-3-640-12019-2
ISBN (Book): 978-3-640-12974-4
File size: 512 KB

Abstract

Stundenziel: Die Schüler sollen gemäß der Lernangebote zum Gedicht „Verblühter Löwenzahn“ (Guggenmos) selbstständig: a) zu den einzelnen Textteilen des Gedichtes inhaltsadäquate Bilder zeichnen. b) das Gedicht betont lesen und dabei das Pusten der Protagonistin „Annette“ nachahmen. c) die Handlung des Gedichtes spielerisch darstellen. d) Musikinstrumente den einzelnen Textteilen des Gedichtes zuordnen und die Zuordnung durch mehrfache Verklanglichung des Gedichtinhaltes überprüfen. [...]


Excerpt (computer-generated)

Studienseminar Stade

Eva Fründt

für das Lehramt an Grund-, Haupt-
und Realschulen

Unterrichtsentwurf

anlässlich des ersten Protokollbesuches im Fach Deutsch

Datum: 08.06. 2007

Name LAn: Eva Fründt

Fach: Deutsch

Klasse: 2 (5 Mädchen/ 12 Jungen)

Unterrichtsstunde: 8:15 ­ 9:00 Uhr (1. Stunde)

Thema der Unterrichtseinheit: Handlungs- und produktionsorientierter Lyrikunterricht

Thema der Stunde: Handlungs- und produktionsorientierte Lernangebote zum Gedicht

,,Verblühter Löwenzahn" (Josef Guggenmos)

Stundenziel:

Die Schüler sollen gemäß der Lernangebote zum Gedicht ,,Verblühter Löwenzahn" (Guggenmos)

selbstständig:

a) zu den einzelnen Textteilen des Gedichtes inhaltsadäquate Bilder zeichnen.

b) das Gedicht betont lesen und dabei das Pusten der Protagonistin ,,Annette"

nachahmen.

c) die Handlung des Gedichtes spielerisch darstellen.

d) Musikinstrumente den einzelnen Textteilen des Gedichtes zuordnen und die

Zuordnung durch mehrfache Verklanglichung des Gedichtinhaltes überprüfen.

1


Gliederung der Einheit nach Stundenzielen:

Die Schüler/ innen sollen...

1. Stunde:

... zu den einzelnen Textteilen des Gedichtes ,,Der Hase mit der roten Nase" (Helme

Heine) passende Bilder malen und diese mit Denk- und Sprechblasen versehen.

2. Stunde:

... die Handlung des Gedichtes ,,Der Hase mit der roten Nase" (Helme Heine) in

Kleingruppen spielerisch darstellen.

3./ 4. Stunde:

... Musikinstrumente den einzelnen Textteilen des lyrischen Textes ,,Frühling"

(Vivaldi) zuordnen, die klanglich mit dem Inhalt des Textes harmonieren, und ihre

Zuordnung begründen.

5. Stunde:

... gemäß der Lernangebote zum Gedicht ,,Verblühter Löwenzahn" (Guggenmos)
selbstständig:

a) zu den einzelnen Textteilen des Gedichtes inhaltsadäquate Bilder zeichnen.
b) das Gedicht betont lesen und dabei das Pusten der Protagonistin ,,Annette"
nachahmen.
c) die Handlung des Gedichtes spielerisch darstellen.
d) Musikinstrumente den einzelnen Textteilen des Gedichtes zuordnen und die
Zuordnung durch mehrfache Verklanglichung des Gedichtinhaltes überprüfen.

2


1. Lernausgangslage

1.1 Allgemeine Lernvoraussetzungen

In der Klasse 2 unterrichte ich seit dem 02.01. 2007 11 Jungen und 5 Mädchen im Durchschnittsalter von 7

Jahren im Fach Deutsch eigenverantwortlich, wobei mir wöchentlich 3 von insgesamt 5 Unterrichtsstunden à

45 Minuten zur Verfügung stehen. In den beiden weiteren Stunden werden die Schüler (S 1 bis S 17) von

meiner Fachlehrerin Frau -- unterrichtet.

Das

Sozialverhalten

zeichnet sich in dieser Lerngruppe durch einen freundlichen Umgang untereinander

aus. Dennoch konnte ich beobachten, dass S 17 derzeit eine Außenseiterposition einnimmt. Er spielt in den

Pausen oft allein und möchte sich den übrigen Schülern dieser Klasse nicht so recht anschließen.

Die Schüler halten sich in der Regel an die vereinbarten Rituale (z.B. Leisezeichen, Klangstab) und

Klassenregeln. Wechselnde

Sozialformen stellen in dieser Klasse kein Problem dar. Das Bilden des

Stuhlhalbkreises ist organisiert und wird von den Schülern entsprechend ausgeführt.

Das

Lern- und Arbeitsklima

in dieser Klasse ist recht angenehm, wird jedoch durch den neuen Mitschüler

S 151 zeitweise gestört. S 15 fällt durch Albernheiten und körperliche Unruhe auf und überträgt dieses

Verhalten gelegentlich auf einige seiner Mitschüler, insbesondere S 8. In diesem Fall ermahne ich

entsprechende Schüler, um ihre Aufmerksamkeit wieder auf das Unterrichtsgeschehen zu lenken.2 Ursachen

für S 15s Verhalten sollen in einer anstehenden ärztlichen Untersuchung herausgestellt werden.

Bezüglich des

Lern- und Leistungsniveaus

liegt in dieser Lerngruppe im Fach Deutsch eine große

Spannbreite vor. S 14, S 8, S 16, S 5, S 1 und S 7 haben eine große Lernbereitschaft, arbeiten selbstständig

und können Sachverhalte schnell erschließen. S 6, S 5, S 13, S 7, S 14 und S 2 heben sich durch ihre

Kreativität im darstellenden Bereich hervor. S 11 zeigt sich im Deutschunterricht derzeit sehr motiviert,

arbeitet konzentriert und ordentlich. So ist eine positive Entwicklung in seinem Arbeitsverhalten zu

vermerken. Patricks positive Entwicklung bezüglich seiner sprachlichen und motorischen Kompetenzen

sowie seiner aktiven Mitarbeit stagniert derzeit. Ursachen hierfür vermute ich zum einen in der neuen

Sitzordnung und zum anderen in Saschas auffälligem Verhalten, das, wie oben beschrieben, Unruhe in die

Lerngruppe bringt. So muss ich S 10 durch direkte Ansprache häufig zu konzentrierter Mitarbeit motivieren.

S 17, S 9, S 3, S 12 und S 15 gelingt es meist nur über einen kurzen Zeitraum hinweg, konzentriert zu

arbeiten. Sie benötigen oft Hilfe und Unterstützung meinerseits oder seitens der Mitschüler.

1.2 Fach- und inhaltsspezifische Lernvoraussetzungen

Die Schüler bringen folgende Voraussetzungen in die vorliegende Stunde mit:

Der in der Einstiegsphase dieser Stunde gewählte Gedichtsvortrag (Impuls) ist den Schülern aus

vorhergegangenen Stunden bekannt. Allgemein reagiert diese Lerngruppe auf dererlei Impulse mit

1 Anm: S 15 ist aus der dritten Klasse zurückgestellt worden.

2 Anm: Des Weiteren wurde ein Smiley-System eingeführt, so dass Schüler bei länger andauerndem Störverhalten

einen warnenden gelben Smiley ­ entsprechend einer gelben Karte beim Fußball ­ erhalten. Erfolgt keine

Besserung, bekommen diese Schüler einen roten, weinenden Smiley ­ gleich einer roten Karte, was eine

Extraaufgabe als Konsequenz nach sich zieht. Dieses System und die daraus folgenden Konsequenzen wurden

zusammen mit den Schülern entwickelt.

3


zahlreichen Beiträgen. Ich vermute, dass die Schüler zunächst auf die Textform eingehen und sich

anschließend an den Inhalt herantasten werden. Da der Inhalt des Gedichtes ohne Benennung der Überschrift

,,Verblühter Löwenzahn" viel Interpretationsspielraum zulässt, werden die Schüler wahrscheinlich nicht

sofort auf den Löwenzahn kommen, so dass ich in diesem Fall mit Wort- und Bildimpulsen die Schüler zu

weiteren Überlegungen aktivieren muss. Auch diese Impulse sind den Schülern bekannt.

Die Schüler sind es aus dem Deutschunterricht gewöhnt, Inhalte eines Kurztextes oder Gedichtes aber auch

Arbeitsaufträge mit eigenen Worten wiederzugeben. S 15, S 17, S 9, S 12, und S 3 bereitet es dabei noch

Schwierigkeiten, ihre Überlegungen strukturiert darzulegen. Diese Schüler antworten in solchen Fällen z.T.

mit Einwortsätzen oder mit dem Wort ,,vergessen". Insbesondere S 15 hat Schwierigkeiten, Inhalte oder

Sachverhalte zu speichern und fragt deshalb häufig nach. Auch wenn ihm Inhalte und Aufgaben noch einmal

erklärt werden, kommt er während der Arbeitsphasen häufig zu mir, um sich noch einmal abzusichern.

Durch Werkstattarbeit u.a. im Sachunterricht sind die Schüler daran gewöhnt, als Partner zusammen zu

arbeiten. Sie wissen, dass sie dabei mit dem Arbeitstempo aufeinander Rücksicht nehmen müssen und sich

untereinander beraten sollen. Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit können bei S 16 und S 15 auftreten,

da sich S 15 aufgrund seines unruhigen Verhaltens nur mit viel Mühe auf konzentriertes Arbeiten einstellen

kann, was bei S 16 zu Frustrationen führen kann. Auch auf S 3 und S 4 muss bei der Partnerarbeit

besonderes Augenmerk gelegt werden. S 3 arbeitet häufig recht langsam und unkonzentriert, woraufhin er S

4 in seinem Arbeitsverhalten negativ beeinflussen kann und die Partnerarbeit mit dem Ziel des gemeinsamen

(Er-)Arbeitens nicht sinngemäß durchgeführt werden kann. Da S 9 an diesem Tag nicht in der Schule sein

wird, werden S 10 und S 17 zusammen arbeiten. Dies kann zu Konflikten führen, da S 17 derzeit eine

Außenseiterposition (vgl. 1.1) in dieser Lerngruppe einnimmt und S 10 sich zunächst nicht auf eine

Zusammenarbeit mit ihm einstellen wollte. Dies konnte jedoch in einem Gespräch gelöst werden.

Die Schüler sind damit vertraut, in Arbeitsphasen Aufgaben auf Arbeitsblättern selbstständig zu lesen, zu

erschließen und auszuführen. Anzumerken ist hier, dass sich einige Schüler (u.a. S 13, S 12) z.T. nicht die

Mühe machen, die Aufgaben ordentlich zu lesen, sondern stattdessen zunächst einmal nachfragen, was sie

tun sollen. Dem ist durch gezielte Anweisungen meinerseits entgegenzuwirken.

Das Gestalten eines Comics, die Verklanglichung eines Gedichtes sowie die spielerische Umsetzung eines

Gedichtes wurden in den vorherigen Stunden vorentlastet. Comics kennen einige Schüler (z.B. S 11, S 2, S

16) bereits aus dem außerschulischen Bereich, so dass sie Vorerfahrungen in den Unterricht mitbringen, die

sie an ihre Mitschüler weitergeben können. Die szenische Darstellung ist insbesondere bei den Mädchen (S

6, S 14, S 13, S 5, S 7) ein beliebtes Pausenspiel, so dass hier mit freudiger Mitarbeit zu rechnen ist. Das

betonte Lesen kann S 17, S 10, S 12, S 3 und S 2 Schwierigkeiten bereiten. Diese Schüler lesen noch

stockend.

Die Lerngruppe ist es gewohnt und in den meisten Fällen hoch motiviert, Arbeitsergebnisse vor der

Klasse zu präsentieren. Hierbei sind jedoch Albernheiten seitens der Schüler S 8 und S 15 zu

erwarten

.

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