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Bachelorarbeit, 2008, 95 Seiten
Autor: Daniel Freudenberg
Fach: Wirtschaft - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Details
Tags: Cashflow, Cashflow-Analyse
Jahr: 2008
Seiten: 95
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 90 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-06436-1
ISBN (Buch): 978-3-638-95123-4
Dateigröße: 5964 KB
Erstellt im Rahmen des Studiengangs "Europäisches Finanz- und Rechnungswesen". Der Anhang enthält eine Fallstudie zur SolarWorld AG. Eine Cashflow-Analyse wird dabei, wie im theoretischen Teil entwickelt, auf einen Zeitraum von 5 Jahren angewandt. Dabei gilt das Jahr 2005 als Analysejahr. Grund für die Jahreswahl bildet die Möglichkeit die Instrumente und Entwicklungen mit dem tatsächlichen Zeitablauf abzugleichen.
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Zusammenfassung / Abstract
Die voranschreitende Globalisierung zwingt Unternehmen zur beschleunigten Adaption veränderter Wettbewerbsbedingungen. Dies geht mit einer verstärkten Fokussierung auf den operativen, finanzwirtschaftlichen und strategischen Erfolg von Unternehmen einher, welcher ein Interesse an Maßgrößen auslöst. Die betriebswirtschaftliche Theorie und Praxis befasst sich daher unter anderem mit der Entwicklung, Abgrenzung und Erprobung von Analyseinstrumenten. Diese sollen die Unternehmensleistung messbar und vergleichbar machen. Eine dieser Maßgrößen ist der Cashflow, welcher Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist. Entwickelt in der betriebswirtschaftlichen Praxis, spiegelt der Cashflow die Summe positiver und negativer Zahlungsströme eines Unternehmens, innerhalb einer Periode, wider. Die Einsatzgebiete des Cashflows reichen von der Rechnungslegung zur Bilanzanalyse, der Unternehmensbewertung und -steuerung sowie in die Finanz- und Geschäftsplanung. Im Folgenden werden ausschließlich die Bereiche der Rechnungslegung – die Kapitalflussrechnung als Bestandteil des Jahresabschlusses – und der Bilanzanalyse behandelt. In der Bilanzanalyse gilt der Cashflow überwiegend als Instrument zur Beurteilung der finanzwirtschaftlichen Situation von Unternehmen. Allerdings sind auch Ansätze verbreitet, welche den Cashflow als Indikator für den Erfolg nutzen. Ferner wird der Cashflow in der strategischen Bilanzanalyse zur ganzheitlichen Beurteilung von Unternehmen herangezogen. In der Literatur werden indessen verschiedene Auffassungen zum Cashflow vertreten. Regelmäßig wird die Eignung des Cashflows als Finanzindikator akzeptiert, während die Eignung als Erfolgsindikator als umstritten gilt. Gleichwohl sind auch Stimmen zu vernehmen, welche den Cashflow konzeptionell ablehnen und ihm jedwede Eignung als Analyseinstrument absprechen. Im Gegenzug sind auch Lobpreisungen auf den Cashflow vorhanden, die wiederum eine Zielscheibe der Kritiker darstellen. Dies wirft die Frage auf, wie der Cashflow tatsächlich als Analyseinstrument einzuschätzen ist: Kann anhand des Cashflows und der Cashflow-Analyse die finanzielle Stabilität, die Ertragskraft und das Erfolgspotential von Unternehmen beurteilt werden? Ist es gar möglich, dass der Cashflow als Universalmaßstab hinreichend Aufschluss über das Gesamtunternehmen liefert und andere Analyseinstrumente obsolet macht? Im Folgenden werden Ausführungen zum Cashflow und der Cashflow-Analyse diese Fragen beantworten.
Textauszug (computergeneriert)
Cashflow und Cashflow-Analyse
Bachelorthesis
8. Semester
Hochschule Bremen
Fakultät I - Wirtschaftswissenschaften
Studiengang Europäisches Finanz- und Rechnungswesen
Sommersemester 2008
vorgelegt von:
Daniel
Freudenberg
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Darstellungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis V
1.
Einleitung 1
2.
Begriffsabgrenzung 3
2.1
Der traditionelle Bilanzanalyseprozess 3
2.2
Die finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse 5
2.3
Die erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse 7
2.4
Die strategische Bilanzanalyse 9
3.
Cashflow und Cashflow-Analyse 11
3.1.
Entwicklung und Definition 11
3.2 Die
Kapitalflussrechnung 12
3.2.1 Grundlagen 13
3.2.2 Gestaltungsanforderungen 13
3.2.3 Abgrenzung des Fonds 14
3.2.4 Darstellung
und
Gliederung 15
3.2.5 Ermittlungstechniken 17
3.2.6 Nationale und internationale Standards und Konzeptionen 19
3.2.6.1 United States Generally Accepted Accounting Principles 20
3.2.6.2 International Financial Reporting Standards 20
3.2.6.3 Handelsgesetzbuch und DRS 2 21
3.3 Berechnungsmethoden 22
3.3.1 Direkte
Berechnungsmethode 23
3.3.2 Indirekte
Berechnungsmethode 25
3.3.3 Problematik uneinheitlicher Definition und Berechnung 26
I
3.4 Die
Cashflow-Analyse 27
3.4.1 Aufbereitung der Kapitalflussrechnung 28
3.4.2 Die finanzwirtschaftliche Cashflow-Analyse 31
3.4.2.1 Analyse des finanziellen Gleichgewichts 31
3.4.2.1.1 Betragsmäßige Analyse der Bereich-Cashflows 31
3.4.2.1.2 Analyse der Ein- und Auszahlungsstruktur 33
3.4.2.1.3 Aufspaltung der Bereich-Cashflows 34
3.4.2.2 Analyse der Finanzkraft und der Liquidität 39
3.4.2.3 Grenzen der finanzwirtschaftlichen Cashflow-Analyse 47
3.4.3 Die erfolgswirtschaftliche Cashflow-Analyse 50
3.4.3.1 Ergebnisanalyse 50
3.4.3.1.1 Erfolgsorientierte Cashflow-Größen 50
3.4.3.1.2 Analyse der Erfolgsqualität 52
3.4.3.2 Rentabilitätsanalyse 53
3.4.3.3 Grenzen der erfolgswirtschaftlichen Cashflow-Analyse 57
3.4.4 Die strategische Cashflow-Analyse 58
4.
Fazit 61
Anhang: Fallstudie SolarWorld 63
Literaturverzeichnis 81
II
Darstellungsverzeichnis
Darstellung 1: Der traditionelle Bilanzanalyseprozess 4
Darstellung 2: Die finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse 5
Darstellung 3: Die erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse 8
Darstellung 4: Die strategische Bilanzanalyse 9
Darstellung 5: Der Jahresabschluss 13
Darstellung 6: DRS 2: Kapitalflussrechnung Mindestgliederung 17
Darstellung 7: Ermittlungsmethoden der Kapitalflussrechnung 19
Darstellung 8: Cashflow direkte Berechnungsmethode 23
Darstellung 9: Cashflow ausführliche, direkte Berechnungsmethode 23
Darstellung 10: Cashflow indirekte Berechnungsmethode 25
Darstellung 11: Cashflow ausführliche, indirekte Berechnungsmethode 25
Darstellung 12: Cashflow-Analyse 28
Darstellung 13: Analyse der Ein- und Auszahlungsstruktur 33
Darstellung 14: Spaltung des operativen Cashflows direkt 34
Darstellung 15: Spaltung des operativen Cashflows indirekt 36
Darstellung 16: Spaltung des Cashflows aus Investitionstätigkeit 37
Darstellung 17: Spaltung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit 38
Darstellung 18: Umsatzüberschussrate 39
Darstellung 19: Finanzwirtschaftlicher Free-Cashflow 40
Darstellung 20: Finanzwirtschaftliche Free-Cashflow-Gesamtkapitalrendite 41
Darstellung 21: Investitionsdeckungsgrad 41
Darstellung 22: Außenfinanzierungsgrad 42
Darstellung 23: Investitionsgrad des operativen Cashflows 43
Darstellung 24: Dynamischer Verschuldungsgrad 44
Darstellung 25: Zinsdeckung 44
Darstellung 26: Dividendendeckung 45
Darstellung 27: Finanzbedarfsdeckung /
cashflow adequacy ratio
45
Darstellung 28: Dynamischer Liquiditätsgrad 46
Darstellung 29: Cash-burn Rate 47
Darstellung 30: Der Ertrags-Cashflow 51
Darstellung 31: Ergebnisqualität 53
Darstellung 32: Cashflow-Rentabilitäten 55
Darstellung 33: Cashflow je Aktie und Kurs/Cashflow-Verhältnis 56
Darstellung 34: Fiktives Investitionsprofil 59
Darstellung 35: Cash Value Added 60
Darstellung 36: Portfolioanalyse 60
III
Darstellung 37: Logo der SolarWorld AG 63
Darstellung 38: Wertschöpfungskette von SolarWorld 64
Darstellung 39: Die Kapitalflussrechnung 2005 der SolarWorld AG 65
Darstellung 40: Aufbereitung der Kapitalflussrechnung 2005 der SolarWorld AG 66
Darstellung 41: Betragsmäßige Cashflow-Analyse SolarWorld 2003 2005 67
Darstellung 42: Betragsmäßige Cashflow-Analyse SolarWorld 2005 2007 68
Darstellung 43: SolarWorld Ein- und Auszahlungen 2004/2005 69
Darstellung 44: SolarWorld Einzahlungsstruktur 2003 2007 70
Darstellung 45: SolarWorld Auszahlungsstruktur 2003 2007 71
Darstellung 46: SolarWorld Innenfinanzierungskraft 2003 2007 72
Darstellung 47: SolarWorld Außenfinanzierungsgrad 2003 2007 74
Darstellung 48: SolarWorld
cashflow adecuacy ratio
2003 2007 75
Darstellung 49: SolarWorld Dynamischer Liquiditätsgrad 2003 2007 76
Darstellung 50: SolarWorld Ergebnisanalyse 2003 2007 77
Darstellung 51: SolarWorld Ergebnisqualität 2003 2007 78
Darstellung 52: SolarWorld Cashflow-Rentabilitäten 2003 2007 79
IV
Abkürzungsverzeichnis
Abs. Absatz
AG Aktiengesellschaft
AICPA American Institute of Certified Public Accountants
APB Accounting Principles Board
AR The Accounting Review (Zeitschrift)
BCf Brutto-Cashflow
BIB Bruttoinvestitionsbasis
BilReG Bilanzrechtsreformgesetz
BiRiLiG Bilanzrichtliniengesetz
BP14 - Backpropagation-Netz 14
bspw. beispielsweise
bzw. beziehungsweise
ca. circa
CfROI Cashflow Return on Investment
DB Der Betrieb (Zeitschrift)
DCF Discounted Cashflow(s)
d.h. das heißt
DPS dividend per share
DRS Deutscher Rechnungslegungsstandard
DSR Deutscher Standardisierungsrat
DVFA Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung e. V.
EBIT Earnings before interest and taxes
EBITDA Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation
EPS earnings per share
EVA Economic Value Added
FAS Financial Accounting Standards
f. folgende Seite
ff. folgende Seiten
FB Finanzbetrieb (Zeitschrift)
FN Fußnote
ggf. gegebenenfalls
GuV Gewinn- und Verlustrechnung
HBR Harvard Business Review (Zeitschrift)
HGB Handelsgesetzbuch
Hrsg. Herausgeber
IAS International Accounting Standards
V
IASB International Accounting Standards Board
IASC International Accounting Standards Committee
i.d.R. in der Regel
IDW Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V.
IFRS International Financial Reporting Standards
i.V.m in Verbindung mit
JA Journal of Accountancy (Zeitschrift)
KFR Kapitalflussrechnung
KGV Kurs-Gewinn-Verhältnis
KonTraG Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich
Mio. Million(en)
MM Manager Magazin (Zeitschrift)
MVA Market Value Added
NB Neue Betriebswirtschaft (Zeitschrift)
NPA The National Public Accountant (Zeitschrift)
Nr. Nummer
o.Ä. oder Ähnliche(s)
o.V. ohne Verfasser
PER Price Earnings Ratio
S. Seite
SG Schmalenbach-Gesellschaft
sog. so genannt(e)
TransPuG Transparenz- und Publizitätsgesetz
u.a. unter anderem
usw. und so weiter
USA United States of America
US-GAAP United States Generally Accepted Accounting Principles
Vgl. Vergleich/vergleiche
WACC weighted average cost of capital
WiSt Wirtschaftswissenschaftliches Studium (Zeitschrift)
WiSu Das Wirtschaftsstudium (Zeitschrift)
WPg Die Wirtschaftsprüfung (Zeitschrift)
ZfbF Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung (Zeitschrift)
ZfgK Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen (Zeitschrift)
z.B. zum Beispiel
VI
1. Einleitung
Die voranschreitende Globalisierung zwingt Unternehmen zur beschleunigten Adaption
veränderter Wettbewerbsbedingungen. Dies geht mit einer verstärkten Fokussierung auf
den operativen, finanzwirtschaftlichen und strategischen Erfolg von Unternehmen einher,
welcher ein Interesse an Maßgrößen auslöst.1 Die betriebswirtschaftliche Theorie und
Praxis befasst sich daher unter anderem mit der Entwicklung, Abgrenzung und
Erprobung von Analyseinstrumenten. Diese sollen die Unternehmensleistung messbar
und vergleichbar machen. Eine dieser Maßgrößen ist der Cashflow, welcher Gegenstand
der vorliegenden Arbeit ist. Entwickelt in der betriebswirtschaftlichen Praxis, spiegelt der
Cashflow die Summe positiver und negativer Zahlungsströme eines Unternehmens,
innerhalb einer Periode, wider.2
Die Einsatzgebiete des Cashflows reichen von der Rechnungslegung zur Bilanzanalyse,
der Unternehmensbewertung und -steuerung sowie in die Finanz- und
Geschäftsplanung.3 Im Folgenden werden ausschließlich die Bereiche der
Rechnungslegung die Kapitalflussrechnung als Bestandteil des Jahresabschlusses
und der Bilanzanalyse behandelt. In der Bilanzanalyse gilt der Cashflow überwiegend als
Instrument zur Beurteilung der finanzwirtschaftlichen Situation (also des
finanzwirtschaftlichen Gleichgewichts, der Finanzkraft und der Liquidität) von
Unternehmen. Allerdings sind auch Ansätze verbreitet, welche den Cashflow als Indikator
für den Erfolg nutzen. Ferner wird der Cashflow in der strategischen Bilanzanalyse zur
ganzheitlichen Beurteilung von Unternehmen herangezogen.4
In der Literatur werden indessen verschiedene Auffassungen zum Cashflow vertreten.
Regelmäßig wird die Eignung des Cashflows als Finanzindikator akzeptiert, während die
Eignung als Erfolgsindikator als umstritten gilt.5 Gleichwohl sind auch Stimmen zu
vernehmen, welche den Cashflow konzeptionell ablehnen und ihm jedwede Eignung als
Analyseinstrument absprechen.6 Im Gegenzug sind auch Lobpreisungen auf den
1 Vgl. Ball/McCulloch/Frantz/Geringer/Minor, International Business The Challenge of Global Competition, 2006,
S. 10ff; Welge/Holtbrügge, Internationales Management, 2006, S. 26ff.
2 Vgl. Behringer, Cash-flow und Unternehmensbeurteilung, 2007, S. 56ff.
3 Vgl. Coenenberg/Alvarez/Meyer, Cashflow, in: Gerke/Steiner (Hrsg.) Handwörterbuch des Bank- und
Finanzwesens, 2001, S. 479.
4 Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 1011ff. und Meyer, Cashflow-
Reporting und Cashflow-Analyse, 2007, S. 461ff.
5 Unter anderem: Baetge/Kirsch/Thiele, Bilanzanalyse, 2004, S. 344ff.; Küting/Weber, Die Bilanzanalyse, 2006, S.
153ff und S. 233ff., Perridon/Steiner, Finanzwirtschaft der Unternehmung, 2007, S. 555ff., Coenenberg,
Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 985ff, Gräfer, Bilanzanalyse, 2005, S. 58ff.
6 Vgl. Paton, The "Cash-Flow" Illusion, in: The Accounting Review (AR), 1963, S. 243ff; Leffson, Cash Flow
weder Erfolgs- noch Finanzindikator, in: Forster/Schuhmacher (Hrsg.), Aktuelle Fragen der
Unternehmensfinanzierung und Unternehmensbewertung, 1970, S. 108ff; Seicht, Cash-flow-Illusionen, in: Seicht
(Hrsg.), Jahrbuch für Controlling und Rechnungswesen ´89, 1989, S 11ff.
1
Cashflow vorhanden, die wiederum eine Zielscheibe der Kritiker darstellen.7 Dies wirft die
Frage auf, wie der Cashflow tatsächlich als Analyseinstrument einzuschätzen ist: Kann
anhand des Cashflows und der Cashflow-Analyse die finanzielle Stabilität, die
Ertragskraft8 und das Erfolgspotential von Unternehmen beurteilt werden? Ist es gar
möglich, dass der Cashflow als Universalmaßstab hinreichend Aufschluss über das
Gesamtunternehmen liefert und andere Analyseinstrumente obsolet macht? Im
Folgenden werden Ausführungen zum Cashflow und der Cashflow-Analyse diese Fragen
beantworten.
Zunächst werden in Kapitel 2 Abgrenzungen des traditionellen Bilanzanalyseprozesses
sowie der finanzwirtschaftlichen, erfolgswirtschaftlichen und strategischen Bilanzanalyse
vorgenommen. Relevant sind diese Abgrenzungen für den Bereich der Cashflow-
Analyse, da dort auf die Definitionen zurückgegriffen wird.
Im Anschluss an die Begriffsabgrenzung werden im theoretischen Hauptteil Kapitel 3
der Cashflow und die Cashflow-Analyse vorgestellt. Der Definition und Entwicklung der
Kennzahl folgt eine Darstellung der Kapitalflussrechnung, als primäre Methode zur
Ermittlung des Cashflows. Grundlagen, Gestaltungsanforderungen, Fondsabgrenzung,
Darstellung und Gliederung, Ermittlungstechniken sowie nationale und internationale
Standards und Konzeptionen der Kapitalflussrechnung werden hier aufgeführt. Darüber
hinaus werden Berechnungsmethoden vorgestellt, welche, bei nicht vorhandener
Kapitalflussrechnung, den Cashflow (annäherungsweise) bestimmen können. Schließlich
wird auf die Problematik der uneinheitlichen Definition und Berechnung von Cashflow-
Größen hingewiesen.
Im Abschnitt 3.4 zur Cashflow-Analyse werden die Begriffsabgrenzungen aufgegriffen.
Die finanzwirtschaftliche Cashflow-Analyse beurteilt die finanzielle Stabilität des
Unternehmens und umfasst die Analyse des finanziellen Gleichgewichts, der Finanzkraft
und der Liquidität. Das finanzielle Gleichgewicht wird mittels der betragsmäßigen Analyse
des Cashflows, der Analyse der Ein- und Auszahlungsstruktur sowie der Spaltung der
Bereich-Cashflows analysiert. Finanzkraft und Liquidität werden hingegen auf Basis von
Verhältniszahlen beurteilt, deren Interpretation und Grenzen dargetan werden. Die
erfolgswirtschaftliche Cashflow-Analyse ist mit der künftigen Ertragskraft des
Unternehmens befasst und nutzt die Ergebnis- und die Rentabilitätsanalyse. Innerhalb
der Ergebnisanalyse wird zunächst die prinzipielle Eignung des Cashflows als
7 Vgl. Gale/Branch, Cash flow analysis: more important than ever, in: Harvard Business Review, July-August
1981, S. 131ff.
8 Hierbei ist zu beachten, dass der Begriff
Ertragskraft
Gegenstand der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse ist
und nicht etwa den Zahlungsgedanken des Cashflows untergräbt.
2
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