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Wie ist die psychische Persönlichkeit organisiert?

Scholary Paper (Seminar), 2008, 23 Pages
Author: Swetlana Katolnik
Subject: Psychology - Personality Psychology

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2008
Pages: 23
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 6  Entries
Language: German
Archive No.: V93692
ISBN (E-book): 978-3-640-10053-8
ISBN (Book): 978-3-640-11719-2
File size: 152 KB

Abstract

Die Untersuchung der psychischen Persönlichkeit rückt das Ich in den Mittelpunkt der Betrachtung. Hierfür ist es unabdingbar, das Ich, was eigentlich dem Subjekt gleichzusetzen ist, zum Objekt werden zu lassen, dabei sich selbst also wie andere Objekte zu verstehen, zu analysieren und zu kritisieren. Bei diesem Prozess stellt sich ein Teil des Ichs dem restlichen entgegen. Dadurch wird ersichtlich, dass es sich während seiner Funktionen zeitweilig aufspalten und späterhin wieder zusammenzufügen kann. Dies stellt genau ein Gegensatz zu vielen pathologischen Prozessen, bei denen erst die Vergrößerung und Vereinfachung die normalen Verhältnisse veranschaulichen kann. Das von Sigmund Freud 1923 entwickelte Instanzenmodell gliedert die psychische Persönlichkeit in die drei Bezirke „Es“, „Ich“ und „Über-Ich“, die sich auf die Entwicklung des menschlichen Wesens stützten. Dabei umreißt das Es den ältesten der seelischen Bereiche, der bereits mit der Geburt entkeimt, geerbt und konstitutionell festgelegt wird. Er bezieht sich auf die körperlichen Triebe eines Menschen. Unter der Einwirkung des Äußeren wurde ein Teil des Es einer Veränderung unterzogen, aus der sich eine neue Instanz, welche die Rolle des Vermittlers zwischen dem Es und der Außenwelt übernommen hat, herausgebildet: das Ich. Als Ausdruck der Kindheitsphase, die die Abhängigkeit des Kindes von seinen Eltern kennzeichnet, entwickelt sich der dritte Teil des Psychischen, in dem sich die die elterliche Autorität fortführt. Hier handelt es sich um das Über-Ich, dem das Ich wie einem inneren Richter bei seinem Handeln stets unterworfen ist. Das Kapitel II betrachtet im Rahmen einer Einleitung die Beziehung zwischen bewussten und unbewussten Vorgängen. Im III. Abschnitt werden die drei Instanzen der psychischen Persönlichkeit umfassend erläutert. Teil IV fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf mögliche künftige Erkenntnisse.


Excerpt (computer-generated)


Wintersemester 2007/08

Institut für Soziologie und Sozialpsychologie, Leibniz Universität Hannover

Zuordnung zum Wahlfach ,,Psychologie", Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Leibniz

Universität Hannover

Veranstaltung: Einführung in die Psychoanalyse

Hausarbeit zum Thema

Wie ist die psychische Persönlichkeit organisiert?

Vorgelegt von:

Svetlana Katolnik

9. Fachsemester

Studienfach: Wirtschaftswissenschaften



Abkürzungsverzeichnis

akust.

akustisch

Bw, bw

Bewusste, bewusst

Ubw, ubw

Unbewusste, unbewusst

Vbw, vbw

Vorbewusste, vorbewusst

Vdgt

Verdrängte

W-Bw

Wahrnehmungs-Bewusstsein

1


Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Das Ich und Das Es

Seite 7

Abbildung 2: Persönlichkeitsmodell nach Freud

Seite 15































2


Inhalt

I Einleitung 4

II Das topologische Modell 4

III Das Instanzenmodell der psychischen Persönlichkeit 7

3.1 Das Ich und das Es 7

3.2 Das Ich und das Über-Ich 12

IV Zusammenfassung 18

Literaturverzeichnis 21

3


I Einleitung

Die Untersuchung der psychischen Persönlichkeit rückt das Ich in den Mittelpunkt der

Betrachtung. Hierfür ist es unabdingbar, das Ich, was eigentlich dem Subjekt gleichzusetzen

ist, zum Objekt werden zu lassen, dabei sich selbst also wie andere Objekte zu verstehen, zu

analysieren und zu kritisieren. Bei diesem Prozess stellt sich ein Teil des Ichs dem restlichen

entgegen. Dadurch wird ersichtlich, dass es sich während seiner Funktionen zeitweilig

aufspalten und späterhin wieder zusammenzufügen kann. Dies stellt genau ein Gegensatz zu

vielen pathologischen Prozessen, bei denen erst die Vergrößerung und Vereinfachung die

normalen Verhältnisse veranschaulichen kann.1

Das von Sigmund Freud 1923 entwickelte Instanzenmodell gliedert die psychische

Persönlichkeit in die drei Bezirke ,,Es", ,,Ich" und ,,Über-Ich", die sich auf die Entwicklung

des menschlichen Wesens stützten. Dabei umreißt das Es den ältesten der seelischen

Bereiche, der bereits mit der Geburt entkeimt, geerbt und konstitutionell festgelegt wird. Er

bezieht sich auf die körperlichen Triebe eines Menschen. Unter der Einwirkung des Äußeren

wurde ein Teil des Es einer Veränderung unterzogen, aus der sich eine neue Instanz, welche

die Rolle des Vermittlers zwischen dem Es und der Außenwelt übernommen hat,

herausgebildet: das Ich. Als Ausdruck der Kindheitsphase, die die Abhängigkeit des Kindes

von seinen Eltern kennzeichnet, entwickelt sich der dritte Teil des Psychischen, in dem sich

die die elterliche Autorität fortführt. Hier handelt es sich um das Über-Ich, dem das Ich wie

einem inneren Richter bei seinem Handeln stets unterworfen ist.2

Das Kapitel II betrachtet im Rahmen einer Einleitung die Beziehung zwischen bewussten und

unbewussten Vorgängen. Im III. Abschnitt werden die drei Instanzen der psychischen

Persönlichkeit umfassend erläutert. Teil IV fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und

gibt einen Ausblick auf mögliche künftige Erkenntnisse.

II Das topologische Modell

Als Grundvoraussetzung für die Analyse der psychischen Persönlichkeit dient das

topologische Modell der psychischen Qualitäten. Dieses beinhaltet die Separierung des

Psychischen in Bewusstes und Unbewusstes und ermöglicht die Erforschung bedeutender

pathologischer Prozesse des Seelenlebens. So ist es in der Psychoanalyse unerlässlich, das

Bewusstsein als eine Eigenschaft des Psychischen zu betrachten und nicht etwa umgekehrt,

1 Vgl. Freud, S. (1923b), S. 61.

2 Vgl. Freud, S. (1953), S. 9ff.

4



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