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Seminararbeit, 2008, 11 Seiten
Autor: Marco Joerg
Fach: Medien / Kommunikation - Massenmedien allgemein
Details
Tags: Netzwerkgesellschaft, Manuel, Castells
Jahr: 2008
Seiten: 11
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 2 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-09871-2
Dateigröße: 177 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Der Begriff „Netzwerkgesellschaft“ ist ein von Manuel Castells geprägter Begriff. Im ersten Teil seiner Trilogie „Das Informationszeitalter- Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft“, auf die ich mich im Wesentlichen beziehe, schildert er die Entwicklung einer informationsbasierten Netzwerkgesellschaft, die er als Konzept einer neuen Gesellschaftsform begreift. In meiner Ausarbeitung befasse ich mich mit Castells Begriff der Netzwerkgesellschaft und erarbeite mögliche Grenzen und Visionen seines Entwurfs.
Textauszug (computergeneriert)
Die Netzwerkgesellschaft nach Manuel Castells
Verfasser:
Marco Joerg
1
Inhalt
Einleitung 3
Castells Begriff der ,,Netzwerkgesellschaft" 3
Die Kultur der realen Virtualität 6
Diskussion 7
Konklusion 9
Literatur 10
2
Einleitung
Der Begriff ,,Netzwerkgesellschaft" ist ein von Manuel Castells geprägter Begriff. Im ersten
Teil seiner Trilogie ,,Das Informationszeitalter- Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft", auf
die ich mich im Wesentlichen beziehe, schildert er die Entwicklung einer
informationsbasierten Netzwerkgesellschaft, die er als Konzept einer neuen Gesellschaftsform
begreift. In meiner Ausarbeitung befasse ich mich mit Castells Begriff der
Netzwerkgesellschaft und erarbeite mögliche Grenzen und Visionen seines Entwurfs.
Castells Begriff der Netzwerkgesellschaft
Castells spricht von der informationstechnologischen Revolution als ein Wechsel von
industriellem Kapitalismus zu einem informationellen Kapitalismus, der seinen Ursprung
unter Anderem in den informationstechnologischen Entwicklungen der frühen 90er Jahre hat.
Denn 1993 wurde der erste grafikfähige Browser namens ,,Mosaic" veröffentlicht und
ermöglichte auch Laien das World Wide Web zu nutzen. Die Entwicklung des Internets geht
auf militärstrategische Maßnahmen des US-Verteidigungsministeriums zurück, das in den
1960er Jahren ein System namens ,,Arpanet" (Advanced Research Projects Agency Network),
das bei einem möglichen Angriff der Sowjetunion die Kommunikation amerikanischer
Behörden gewährleisten sollte, entwickelte. Heute gilt das Internet als eine der
Schlüsseltechnologien, die zur informationellen Revolution beigetragen hat. In der reinen
Existenz neuer Kommunikationstechnologien kann jedoch eine netzwerkorientierte
Gesellschaft nicht begründet sein. Castells argumentiert die Entstehung informationeller
Gesellschaften auch mit der Auflösung eines starren Kapitalismus, der seine Strukturen
dezentralisierte und liberalisierte. Weltweit wurden Finanzmärkte integriert und Netzwerke
zwischen global agierenden Wirtschaftseinheiten gebildet, was dazu führte, dass der Grad der
Information, also der Wissensstand, eine Wettbewerbsgröße wurde. Gleichzeitig fanden
politische Veränderungen statt, die dem Staatsbegriff liberalere Funktionen zusprachen und
damit eine fortschreitende Globalisierung förderten. Dieses Schlagwort der Globalisierung
beinhaltet nicht nur den informativen Austausch unterschiedlicher Kulturen, sonder auch das
Entstehen neuer Kulturen. Neue Kulturen sind einerseits aus dem verstärkten
Zusammenrücken der Kulturen entstanden, andererseits, und das ist das revolutionäre daran,
sind Kulturen innerhalb der technologischen Netzwerke entstanden. Diese Kulturen sind
Kulturen dessen Inhalt sich aus den Technologien bezieht bzw. bei denen die Technologie
3
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