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Der Einfluss der Reformbewegung am Beginn des 20. Jahrhunderts auf die Friedhofsgestaltung

Termpaper, 2007, 14 Pages
Author: Franziska Schau
Subject: Cultural Studies

Details

Category: Termpaper
Year: 2007
Pages: 14
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 6  Entries
Language: German
Archive No.: V94303
ISBN (E-book): 978-3-640-10101-6
ISBN (Book): 978-3-640-12467-1
File size: 118 KB

Abstract

„[…] man findet Friedhöfe, die alles andere sind, als Stätten des Todes! […] Die letzte Wohnung des Menschen auf dieser Erde verlangt nach mehr Sinn und Eigenart, nach mehr Ausdruck!“ . Dieses Zitat entstammt einer populären Schrift aus dem Jahr 1926, welches die Ziele der Friedhofreformer widerspiegeln. In dieser Hausarbeit „Der Einfluss der Reformbewegung am Beginn des 20. Jahrhunderts auf die Friedhofsgestaltung“ wird aufgeführt, wie die Friedhofsreformbewegung begann und wie sie sich ausdehnte. Diesbezüglich werden signifikante Vertreter Hans Grässel und Otto Linne vorgestellt.


Excerpt (computer-generated)

Friedrich ­ Schiller ­ Universität Jena

Institut für Volkskunde / Kulturgeschichte



,,Der Einfluss der Reformbewegung am Beginn des 20. Jahrhunderts auf

die Friedhofsgestaltung"

Von Franziska Schau





Seminar:

Vom Umgang mit dem Tode. Tradition und Wandel in der Friedhofs- und

Bestattungskultur

Wintersemester 2007/2008

3. Semester, Magister

HF: Volkskunde/Kulturgeschichte (3)

1. NF: Soziologie (5)

2. NF: Religionswissenschaft (3)

1


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung ________________________________________________________ 3

2 Friedhof, Grabmal und Friedhofsanlagen um 1900 ________________________ 3

3 Die Entfaltung der Friedhofsreformbewegung ____________________________ 4

3. 1 Die Grabmalreform _____________________________________________ 5

4 Die erste Phase der Friedhofsreformbewegung __________________________ 6

4.1 Hans Grässel als Pionier der Friedhofsreformbewegung am Beispiel des

Münchener Waldfriedhofes___________________________________________ 6

4.2 Religion, Handwerk und Heimat als Provenienz Grässels ________________ 8

5 Die zweite Phase der Friedhofsreformbewegung ­ Die funktionale Wende______ 9

5.1 Otto Linne als Emissär der funktionalen Wende am Beispiel des Ohlsdorfer

Friedhofs in Hamburg ______________________________________________ 10

6 Zusammenfassung ________________________________________________ 12

2


1 Einleitung

,,[...] man findet Friedhöfe, die alles andere sind, als Stätten des Todes! [...] Die

letzte Wohnung des Menschen auf dieser Erde verlangt nach mehr Sinn und

Eigenart, nach mehr Ausdruck!"1. Dieses Zitat entstammt einer populären

Schrift aus dem Jahr 1926, welches die Ziele der Friedhofreformer

widerspiegeln.

In dieser Hausarbeit ,,Der Einfluss der Reformbewegung am Beginn des 20.

Jahrhunderts auf die Friedhofsgestaltung" wird aufgeführt, wie die

Friedhofsreformbewegung begann und wie sie sich ausdehnte. Diesbezüglich

werden signifikante Vertreter Hans Grässel und Otto Linne vorgestellt.

2 Friedhof, Grabmal und Friedhofsanlagen um 1900

Der Friedhof des späten 19. Jahrhunderts besaß circa 30 Jahre lang einen

parkähnlichen beziehungsweise landschaftlichen Charakter. Dies entsprach

den Prinzipien der damaligen Landschafts- und Gartenarchitektur. Der

,,Verein deutscher Gartenkünstler" legte sein Arbeitsfeld seit 1887 auf

Friedhöfe; der parkartige Friedhof wurde hoch geschätzt und somit aktiv von

der Gesellschaft gefördert. Friedhöfe der damaligen Zeit wurden oft von

Gartenkünstlern verwaltet und somit gelang es, dieses parkartige Modell

weitläufig durchzusetzen. Des Weiteren versprach dieses Friedhofsmodell

einige Vorteile, beispielsweise in ästhetischer Sicht: durch reichhaltige

Bepflanzung sollte der Friedhof optisch aufgewertet werden. Der

landschaftliche Charakter des Friedhofs sollte tröstend und schmerzlindernd

wirken; und als ökonomischer Vorzug wäre zu nennen, dass der Friedhof als

öffentlicher Park genutzt werden kann, womit sich die höheren

Investitionskosten rentieren würden.

Das Grabmal um 1900 war gekennzeichnet durch ,,[...] Repräsentationsfreude

und Monumentalität[...]"2. Als Beispiele sind Großdenkmäler und Plastiken,

sowie Familiengrabstätten zu nennen. Durch die Industrialisierung kamen

1 Leisner, Barbara: Die Einführung von Grabmalrichtlinien und ihre Folgen ­ noch einmal

das Beispiel Friedhof Ohlsdorf in Hamburg. In: Kasseler Studien zur Sepulkralkultur. Vom

Reichsausschuss Friedhof und Denkmal e.V., Kassel 2002, S. 102

2 Happe, Barbara: Die Reform der Friedhofs- und Grabmalkultur zu Beginn des 20.

Jahrhunderts ­ die Typisierung als reformästhetisches und soziales Gestaltungskonzept. In:

Claudia Denk und Kohn Ziesemer (Hrsg.): Der bürgerliche Tod. Städtische

Bestattungskultur von der Aufklärung bis zum frühen 20. Jahrhundert. Regensburg 2007,

S. 25

3



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