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Presentation (Pre-University), 1999, 7 Pages
Author: Sascha Ruehl
Subject: Geography / Earth Science For Pre-University Students
Details
Year: 1999
Pages: 7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-08915-9
File size: 90 KB
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Fulltext (computer-generated)
Name: Sascha Rühl
http://www.sascha.de.cx
Note: 1
Klasse: 9c
Schulart: Realschule
Sedimentation und Erosion
Es gibt 2 verschiedene Kräfte, die zur Verformung der Erdoberfläche beitragen:
endogene (erdinnere) und exogene (erdäußere) Kräfte. Die Innenkräfte sind z.B.:
Erdbeben, Vulkane und Krustenbewegungen der Erde. Exogene Kräfte wirken von Außen auf
Gebirge und Festland. Diese Kräfte sind zum Beispiel Wind, Sonne, Regen und Frost. Sie
tragen "Land ab", das bezeichnet man als Erosion, welches an einer anderen
Stelle wieder abgelagert wird, dies bezeichnet man als Sedimentation. Es gibt verschiedene
Arten von Erosionen, z.B.: Verfrachtung, Winderosion, Selektive Erosion, Küstenerosion,
Flußtalerosion, Bildung von Wasserfällen, Frosterosion und andere.
Als Verfrachtung bezeichnet man den Vorgang, wenn es regnet und der Niederschlag nicht
versickert und Grundwasser bildet. Dann sammelt sich das Wasser auf der
Gesteins-oberfläche und reisst Verwitterungsprodukte, wie z. B. Sand mit sich und
transportiert sie. Dieser Gesteinsschutt "schleift" dann alles ab, woran das
Wasser vorbei fließt. Das dadurch entstehende Abfallmaterial wird auch mittransportiert,
bis es sich an einem anderen Ort ablagert, was man dann als Sedimentation bezeichnet. Es
gibt verschiedene Arten von Gesteinsschutt. Man unterscheidet zwischen der festen Fracht,
dem Schweb oder der Schwebfracht und der Geröllfracht.
Die Schwebfracht entsteht, wenn es regnet und der Niederschlag in einem kleinen, lehmigen
Bach abfließt, wodurch besonders an den unbewachsenen Stellen kleine Lehmteilchen mit dem
Wasser mitgespült werden. Diese bilden den Schweb. Deshalb haben lehmhaltige Gewässer
einen höheren Schwebstoffanteil, als solche mit meist großkörnigen oder löslichen
Gesteinen. Außerdem ist die Schwebfracht bei Hochwasser um ein Vielfaches größer als
bei normaler Wasserführung. Man könnte meinen, die Schwebfracht der Flüsse spielt keine
große Rolle bei der Erosion, doch die gesamte Schwebfracht aller Flüsse der Erde wird
auf 5-10 Milliarden t pro Jahr geschätzt. So beträgt die Dauer für 1m Abtrag auf der
ganzen Erdoberfläche im Durchschnitt etwa 20.000 Jahre.
Geröllfracht entsteht, wenn von steilen Ufern Gebirgsbrocken losbrechen oder von Hängen
Steine abrutschen und in den Bach stürzen. Da die vom Wasser noch unbearbeiteten, meist
kantigen Steine schwerer als Wasser sind, sinken sie auf den Boden des Baches. Sie wandern
besonders bei Hochwasser sehr schnell durch Überschlagen den Bach entlang. Schon nach
wenigen Kilometern sind sie kantengerundet.
Durch den Abrieb der Oberfläche werden die Steine ständig runder, bis sie zu Geröll
werden. Dies kann sehr schnell erfolgen. Bei 2% Flußgefälle können Granitbrocken, die
11km zurückgelegt haben, von 20cm auf 2cm Durchmesser abgerollt sein. Der prozentuale
Anteil der auf dem Grund des Flußbettes transportierten festen Fracht ist gegen-über den
Schwebstoffen gering (Alpenrhein 1% über 2mm Durchmesser).
Neben der Verfrachtung gibt es auch noch die Flußtalerosion. Flüsse können Erosionen
durch Abscheuern (Abrasion) der Gesteine, über die sie hinwegfließen verursachen.Als
Werkzeuge dienen der im Wasser mitgeführte Sand und die Gesteinstrümmer, was erklärt,
warum Flüsse tiefe Täler graben können. Wenn das Gestein, über das der Fluß fließt
überwiegend aus Granit und Kalk (aus härteren Materialien) besteht, entstehen oft
steilwandige Schluchten, wie z. B. bei Samaria auf der Insel Kreta Griechenland).
Ge-wöhnlich jedoch stürzen weichere Talflanken von Zeit zu Zeit nach.Wenn dieser Schutt
weggespült wird, entsteht das typische V-Tal.
Wasserfälle entstehen auch durch Erosion: Wenn ein Fluß über weiche Gesteins-
schichten, wie Tonschiefer fließt, denen härtere Lagen, z. B.aus Kalk, zwischengelagert
sind, so werden die härteren Schichten der Erosion länger standhalten. wird dieser
Widerstand gebrochen, so wird das weichere Gestein bald ausgeschürft.Dadurch entsteht ein
Wasserfall, wobei das härtere Gestein als "Deckschicht" erscheint.
Auch der Wind spielt eine große Rolle: In Wüstengegenden tritt der Wind, beladen mit
feinen Sandkörnern, als Erosionskraft auf. Er schleift dann Berge, soweit vorhanden ab.
Aber auch der Mensch nutzt diese Technik des Sandstrahlens an, um Mauerwerk zu rei-nigen.
Auf Gebirge wirkt meist die Selektive Erosion: Gebirge bestehen gewöhnlich aus
verschiedenen Schichten, welche folglich auch eine unterschiedliche Härte besitzen.
Dadurch wird das weiche Gestein schneller erodiert als das harte, man kann z. B. kleine
Sandsteinstücke leichter zerbröseln als Granitstücke. Ebenso enthalten sie
Schwachstellen wie Risse, Klüfte oder Verwerfungen als Erosionszentren. Durch diesen
Vorgang lassen sich die vielen kleinen Unebenheiten unserer Landschaft erklären.
Die Küstenerosion wirkt auf ähnliche Weise, hier ist das Wasser die Erosionskraft. Es
ist für die Formung der Küste verantwortlich und nutzt ebenfalls anfällige
Schwachstellen aus, wie es am Kreidefelsen von Sliddery Cove in der Grafschaft Antrim
(Nordirland)zu sehen ist. Hier wurden Risse und Fugen vom Meer ausgewaschen, wodurch
Höhlen entstanden. Auch an der Küste von Dorset (England) macht sich die Küstenerosion
bemerkbar. Hier steigen die ursprünglich horizontalen Schichten der sehr harten
Kalkschicht senkrecht auf, und hinter ihnen, landeinwärts erstrecken sich jüngere, viel
weichere Schichten. Das Meer hat diese Kalkwand durchbrochen, indem es im Gestein Höhlen
bildete, die später einstürzten. Als es an die weicheren Schichten gelang, schürfte es
ein großes Loch aus. In der Nähe existiert noch ein Wall aus hartem Portlandkalk, der
eine Landzunge aus weicherem Gestein abschirmt, obwohl er schon zum Teil unterspült
worden ist und natürliche Gesteinsbögen bildet. Als Überbleibsel sind eine Reihe
einzelner isolierter Felsnadeln übriggeblieben, welche hintereinander im Meer stehen.
Das Wasser kann auch auf andere Weise wirken, wie man bei der Frosterosion erkennen kann.
Die Frosterosion ist vor allem im Hochgebirge und in polaren Regionen tätig. Während
sich andere Flüssigkeiten bei Erstarren zusammenziehen, dehnt sich Wasser aus, wenn es zu
Eis gefriert. Wenn Wasser in die Felsritzen eindringt und gefriert, dehnt es das Gestein
und schafft neuen Raum für Wasser nach der Schmelze. Dadurch zersplittert die
Felsoberfläche, in Gegenden in denen es oft niedrigere Temperaturen unter 0° hat und es
bilden sich am Fuß der Felsen große Haufen von Bruchstücken.
Wasser kann auch in anderen Aggregatzuständen zur Erosion beitragen, was man anhand der
Gletschererosion sieht. In vielen hochalpinen Gebirgen und polaren Regionen liegt eine
immerwährende Schneedecke. Wenn es nun schneit, legt sich der Schnee auf die Schneedecke
und in den tieferen Schneeschichten entsteht Druck (durch das Gewicht des Schnees) ,
welcher den Schnee zu blau schimmerndem Eis erstarren läßt. Dieses zähplastische Eis
beginnt bergab zu fließen und bildet Gletscher. Durch das langsame Fließen der Gletscher
reißen sie aus dem Gestein des Untergrundes Geschiebe los und scheuern und kolken so
große Täler zur typischen U-Form aus. Diese U-Täler weisen auf dem Talboden und an den
Flanken lange, tiefe Einschürfungen (Gletscherschliffe) auf.Im Gegensatz zu Flüssen
können Gletscher auch unter der Meeresoberfläche erosiv wirken, und wenn sie ins Meer
hinaus wachsen, brechen große Stücke ab und treiben als"Eisberge" davon.
Außer den vielen verschiedenen Erosionen (Abtragungen) , gibt es auch noch
verschiedene Sedimentationen (Ablagerungen). Es gibt ,z. B.: Gletschereissedimentation,
Windakkumulation und Meeres oder Flußsedimentation. Gletschereis (ensteht durch Erosion
einer Schneedecke) führt viele Gesteinstrümmer mit sich. An den Seiten bildet sich
aufgrund von Spaltenfrost Gehängeschutt, der als "Seitenmoräne" mitgetragen
wird. Wenn sich zwei Gletscher verbinden, vermengen sich die zusammenkommenden
Seitenmoränen zu einer "Mittelmoräne". Außerdem gelangt im Eis gefrorener
Schutt an den Gletscherboden und zermahlt das Gestein über das der Gletscher
hinwegzieht.Dieses Gesteinsmehl wird vom Gletscherfluß weggespült und an der
Gletscherzunge abgelagert (dort schmilzt auch das Eis). Diese Ablagerung bildet einen
sichelförmigen Wall, der als Endmoräne oder Stirnmoräne bezeichnet wird. Wenn der
Gletscher vollständig schmilzt, bleibt der Schutt als unsortierte Mischung von allen
möglichen Korngrößen, vom Lehm bis zu riesigen kantigen Brocken liegen. Diese
Ablagerung nennt man Grundmoräne.Manchmal wird dieses Material bei späterem erneuten
Vordringen des Eises zu "Drumlins", d. h. zu stromlinienförmigen Hügeln
geformt. Im Frühling und im Sommer sind Gletscher oft von Spalten durchsetzt, durch die
Schmelzwasser fließt. Diese Spalten werden oft vom Geschiebe verstopft und wenn der
Gletscher schmilzt, kommen lange Sand- und Kiesrücken oder "Esker" zum Vor
schein. Da es unterschiedliche Sedimente gibt, haben diese auch unterschiedliche Größen
und Namen. Wenn Gesteine chemisch und mechanisch erodiert wurden, bezeichnet man sie als
Ablagerungs- und Sedimentgesteine; wenn sie nur mechanisch erodiert wurden, nennt man sie
klastische Sedimente (Trümmergesteine) , wie z. B. Flußkies und -sand(fluviale
Sedimente) . Man unterscheidet auch nach Größen (DIN 4020) :
unter 0,002 mm Ton
0,002-0,063 mm Sand
0,063-2,0 mm Kies
2,0-6,3 mm Steine
Andere Korngrößen sind die Pelite 0,02 mm (pelòs; griech. Ton, Schlamm),
Psammite0,02-2,0 mm (psàmmos; griech. Sand) , Psephite 2,0-200 mm (psèphos;
griech. Steinchen) und Blöcke 200 mm. Steine werden auch durch ihre Härte und
Bestandteile unterschieden. Kalksandstein besteht z. B. aus Kalk als Bindemittel und
Sandstein. Sind im Sandstein untergeordnet noch weitere Bestandteile, die
Nebengemengteile, vertreten, sprechen wir von Arkrosen (wenig verfestigter, meist
buntfarbiger Feldspatstein, bzw.von Grauwacken (verfestigter, grauer Feldspatstein).
Verfestigten grobklastischen Gesteinsschutt nennt man Brekzie. Die Verfestigung von
Erosionsprodukten nennt man Diagnese (dia; griech. durch, hindurch; gènesis; griech.
Entstehung).
Während des Hochwassers führt ein Fluß Kies und gröbere Schotter mit sich. Wenn sich
der Wasserstand nun normalisiert, bleibt das Geröll auf dem Flußboden liegen. In
gebirgigen Gebieten werden dadurch die Vertiefungen im Flußboden gefüllt.
Wenn ein Fluß eine Biegung beschreibt, ist die Strömung an der Außenseite schneller als
an der Innenseite, dadurch erodiert die Außenseite, versteilt (Prallhang) und an der
Innenseite lagern sich Gesteine ab (Gleithang). Dadurch entstehen immer mehr
Flußschleifen, die fast immer dort auftreten, wo Flüsse mit geringerem Gefälle ihre
Schwemmebene durchqueren. Werden die Schlingen zu groß, durchbricht der Fluß zwei
Schlingen (2 Schlingen verbinden sich) und bildet ein halbmondförmiges
"Altwasser", auch "toter Arm" genannt (Umlaufberg).
Wenn ein Fluß ins Meer eintritt, verliert seine Strömung an Kraft. Dadurch setzen
sichdir schweren Gerölle als erstes ab (z. B. Kies) und bilden eine Zone entlang der
Uferlinie. Später setzt sich der Sand ab. Zuletzt lagern sich im Wasser Schlamm und
Schluff ab.Normalerweise formen die Wellen dieses Muster noch um, nämlich in drei
Uferstreifen von Ablagerungen. Diese Streifen bestehen aus: einem Kiesstreifen (Strand),
einem Seichtwasserstreifen mit Sand und einem Streifen von Schlamm und Schluff in
tieferemWasser. Die Kies- und Sandbänder sind bei Ebbe deutlich zu unterscheiden.
Wenn ein Fluß große Geschiebemengen im Wasser ablagert, kann es das Meer oft nicht
schnell genug umlagern und es bildet sich ein Delta (Sedimentkeil). Indem sich das Delta
ins Meer hinaus ablagert, bildet sich neues Land und die Deltafläche erweitert die
Schwemmlandebene. Als Beispiel dient das Nildelte, welches 150.000 km² groß ist und aus
fruchtbarem Boden besteht, der deshalb intensiv genutzt wird (hier lagern sich jährlich
viele Tonnen von Schlamm ab).
Wie schon bei der Erosion beschrieben, schleift der Wind mit seinen Sandkörnern Gebirge
ab (durch Erosion entstanden im Sandstein des Heidelberger Schlosses innerhalb von 200
Jahren bis zu 15 cm tiefe Löcher). Wenn sich die Windgeschwindigkeit nun vermindert,
lagert der Wind das transportierte Material ab. Ähnlich wie bei der Ablagerung in
Flüssen nennt man dies Akkumulation (accumulare, lat. anhäufen, aufhäufen) durch den
Wind. Die Ablagerung geschieht meist durch Hindernisse, welche zum Beispiel Pflanzen oder
Schneezäune sind. Dort sammelt sich ein kleiner Sandberg an. Dies geschieht dadurch, daß
der Wind einem Hindernis ausweicht und die Körner nicht heben kann, welche dann abfallen.
Die Lage von Ausblasungsgebieten ändert sich mangels Pflanzenbewuchs nur wenig (dieses
Problem herrscht auch in weiten Teilen der USA, dort pflanzt man Bäume an, sogenannte
Windschutzstreifen, um Gemüse und Obst anbauen zu können, da der Wind ohne diese
Streifen das Land abträgt). Da die Winde meist aus gleicher Richtung wehen, sind die
Formen der Windaufschüttungen regelmäßig angeordnet. So haben Westwinde am Oberrhein in
den pflanzenarmen Kaltzeiten des Eiszeitalters Sand und Schluff aus der Talaue geblasen.
Dieser Sand lagerte sich dicht daneben ab, wodurch die heute fossilen (fossilis,
lateinisch ausgegraben), nicht mehr in Bewegung befindlichen "Binnendünen"
beziehungsweise Flugsanddecken enstanden. Feines Material, wie Löß und Staub
(Korngröße 0,006-0, mm), wird noch weiter transportiert. Wenn sich diese, hier
aufgeführten Ablagerungen verfestigen, was man als Diagnese bezeichnet (Verfestigung
siehe oben), entstehen Sedimente. Einige Sedimente (Ablagerungsgesteine, die durch
Akkumulation/Sedimentation und darauffolgende Diagnese entstehen) heißen: Schluff, Ton,
Sand, Kies, Granit und Sandstein.
Das Zusammenwirken von Erosion und Sedimentation nennt man auch den "Kreislauf der
Gesteine" (eigentlich können sich auch Gebirge vortbewegen, es dauert nur um
Vielfaches länger). Die Begründung liegt darin, daß Gebirge durch Erosion abgetragen
werden, weggeführt werden und an einem anderen Ort wieder durch Sedimentation abgelagert
werden und sich langsam neue "Gebirge" bilden.
Quellen: "Einführung in die Geologie" von Rüdiger German, erschienen im
Ernst Klett Verlag, 1992 (S. 32,33, 74,75);
"Grundwissen in Geologie von Martin Stirrup und Hans Heierli, erschienen im Otto
Verlag Thun; 1984 (S.49-61) und
Terra Erdkunde 9, erschienen im Ernst Klett Verlag; 1996 (S.100, 101).
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echt cool! ichhabe ne 2 bekommen,dankeeeeeeeeeeeeee!!!