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Die Rolle von Kommunikation im Führungsprozess unter Berücksichtigung neuester Forschungserkenntnisse

Scholary Paper (Seminar), 2002, 58 Pages
Author: Benjamin Klatte
Subject: Economics / Business: Personnel and Organisation

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2002
Pages: 58
Grade: 1.3
Language: German
Archive No.: V9627
ISBN (E-book): 978-3-638-16278-4
ISBN (Book): 978-3-638-73453-0
File size: 307 KB

Abstract

Im Rahmen dieser Arbeit werden die grundlegenden Erkenntnisse zu Kommunikation und Führung anhand der einschlägigen Literatur dargestellt; dabei soll im jeweiligen Kontext der Zusammenhang zwischen beiden Begriffen deutlich gemacht werden. Aufgrund der zahllosen Publikationen, insbesondere im Bereich Führungsliteratur, können angesichts des Umfangs dieser Arbeit jeweils nur die gängigen Theorien und Auffassungen Eingang finden. Ist über direkte oder indirekte Führung zu sprechen, soll strukturelle oder interaktionelle Führung beleuchtet werden, was genau unterscheidet Kommunikation von Interaktion, gibt es die Führungsdefinition? Um diese und ähnliche Fragen zu klären folgt der Einleitung zunächst eine Begriffsbestimmung in Abschnitt 2. Im darauffolgenden Abschnitt 3 wird der Bereich Kommunikation eingehend behandelt, wobei verschiedene Kommunikationsmodelle, das psychologische Modell von Schulz v. Thun, Watzlawicks Axiome zur Kommunikation und Störungen im Kommunikationsverhalten zur Sprache kommen. Falls möglich, wird bereits an dieser Stelle auf Verbindungen zum Bereich Führung eingegangen. Im daran anschließenden Abschnitt 4 (Führung und Kommunikation) wird die Brücke zum Bereich Führung geschlagen, wobei zunächst die Zielaspekte der Führung in Verbindung mit Führungserfolg und dessen Determinanten betrachtet werden. Der Abschnitt 5 (ebenenspezifische Führung und Kommunikation) liefert eine Veranschaulichung des Führungsprozesses auf mehreren Ebenen: in Dyaden, auf Gruppenebene und auf organisationaler Ebene, jeweils verbunden mit den dazugehörigen Kommunikationsstrukturen. Darauf folgt eine Zusammenfassung der Erkenntnisse sowie ein Ausblick auf mögliche zukünftige Entwicklungen in Bezug auf Kommunikation und Führung.


Excerpt (computer-generated)

Die Rolle von Kommunikation im Führungsprozess 
unter Berücksichtigung neuester Forschungserkenntnisse

Hausarbeit zum Seminar in 
,,Arbeits- und Organisationspsychologie"

Herbsttrimester 2002

Klatte, Benjamin
7. Trimester
Abgabedatum: 16.12.2002

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Anhangsverzeichnis VI
Abkürzungsverzeichnis VII

1. Einleitung 1


1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise 2

2. Grundlegendes zu den Begriffen Führung und Kommunikation 3


2.1 Führung 3

2.1.1. Definition des Begriffs Führung 3
2.1.2. Begründung von Führung und grundlegende Eingrenzungen 4


2.2 Kommunikation 5

2.2.1 Kommunikation - Interaktion 6
2.2.2 Definition des Begriffs Kommunikation 6
2.2.3. Allgemeine Feststellungen zu Kommunikation 7

3. Grundlagen der Kommunikation 8


3.1 Kommunikationsmodell und Feedback 9

3.1.1. Kommunikationsmodell 9
3.1.2. Feedback 10

3.2. Psychologisches Modell der Kommunikation 11
3.3. Watzlawicks Axiome zur Kommunikation 13
3.4. Störungen im Kommunikationsverhalten 15

4. Führung und Kommunikation 16


4.1 Zielaspekte der Führung 16


4.1.1. Motivierung 18
4.1.2. Erfüllung der Aufgabenziele 19


4.2 Messung der Zielaspekte: Führungserfolg 19

5. Ebenenspezifische Führung und Kommunikation 20


5.1 Die Dyade A - B 21


5.1.1. Grundstruktur 21
5.1.2. Kommunikation in der Dyade 21


5.2 Die Gruppenstruktur 23


5.2.1. Die Gruppe 23
5.2.2. Kommunikation in der Gruppe 25
5.2.3. Kommunikationsprobleme in der Gruppe 27


5.3. Die organisationale Ebene 28


5.3.1. Organisation und Führung 28
5.3.2. Kommunikation auf organisationaler Ebene 29
5.3.3. Kommunikationsprobleme auf der organisationalen Ebene 31

6. Zusammenfassung und Ausblick 32


6.1. Zusammenfassung der Ergebnisse 32
6.2. Ausblick 33

Anhang A. 34
Anhang B. 35
Anhang C. 36
Anhang D. 39
Anhang E. 41
Anhang F. 42

Literaturverzeichnis 43

 

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Einflussmöglichkeiten der Führungsperson auf Geführte 5
Abbildung 2: Das Systemmodell der Kommunikation 10
Abbildung 3: Kommunikationsgrundmuster 26

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Störungen der Kommunikation 16

 

Anhangsverzeichnis

Anhang A. Anforderungen an den Führungskräftenachwuchs 34
Anhang B. Führungsdefinitionen 35
Anhang C. Führungstheorien, Führungsstil, Unterscheidung Manager - Führer 36
Anhang D. Verbesserung der Kommunikation 39
Anhang E. Führung und Organisationskultur 41
Anhang F. Kommunikationsstrukturen und ihre Wirkungen 42

 

Abkürzungsverzeichnis

[...]

 

1. Einleitung
1.1 Problemstellung

Am 01. Juli 2002 kamen bei dem Zusammenstoß einer russischen Passagier- und einer Frachtmaschine am Bodensee 71 Menschen ums Leben. Wie sich in den anschließenden Untersuchungen herausgestellt hat, haben beide Piloten nach der automatischen Abstandswarnung aufgrund von Kommunikationsproblemen ein äquivalentes Ausweichmanöver eingeleitet und dadurch den Zusammenstoß verursacht (www.diezeitzeugen.de). Ereignisse wie dieses machen deutlich, dass Flugzeugführer als Verantwortungs- und Entscheidungs-träger in einem High-Tech Umfeld (o. Verf. 2002, www.lufthansa-pilot.de) auf eindeutige Kommunikation angewiesen sind.
Im Jahre 1995 hat Jürgen Schrempp die Führung bei Daimler-Benz übernommen und durch Umstrukturierung der Geschäftseinheiten sowie dem Zusammenschluss mit Chrysler einen weltweit agierenden Großkonzern geschaffen. Im Zuge dieser grundlegenden Veränderung wurde den Mitarbeitern spezifische Finanzziele, Risiko- und Innovationsbereit-schaft kommuniziert (Robbins 2001, S. 368). Ein unternehmensweites Kommunikationssystem hat diesen Prozess unterstützt und wird derzeit weiter ausgebaut (o. Verf. 2000, www.Informationsweek.de).
Diesen beiden Beispielen, mögen sie auf den ersten Blick auch noch so different erscheinen, ist gemeinsam, dass der Führungsprozess untrennbar mit Kommunikation verbunden ist (Hentze 1990, S. 39). Dies belegen auch zahlreiche Untersuchungen, wie beispielsweise eine Zusammenfassung empirischer Studien von Neuberger (1990, S. 157ff)1. Demnach verbringen Vorgesetze vier Fünftel ihrer Arbeitszeit nicht alleine und folglich mit Kommunikation, wobei mündliche Gespräche überwiegen. Dies bestätigt auch eine Umfrage des Instituts der Deutschen Wirtschaft im Auftrag des Bildungswerks der niedersächsischen Wirtschaft, bei der sich Kommunikationsfähigkeit unter den zehn wichtigsten Anforderungen an den Führungskräftenachwuchs auf Platz vier befindet (Schuh / Ambrosy 2001). Zu beachten ist, dass die zuvor genannte Kundenorientierung und Teamfähigkeit ebenfalls Kommunikationsfähigkeit erfordert (Schuh / Ambrosy 2001. S. 29 ff.; siehe auch Anhang A.). Daraus lässt sich schließen, dass im Bereich Führung die Kommunikationsfunktionen und -instrumente wieder ein größeres Gewicht erhalten, wobei insbesondere die persönliche und von den direkten Vorgesetzten wahrgenomme Kommunikation im Vordergrund steht. Beleg dafür sind abteilungsübergreifende Kommunikationsinstrumente, regelmäßige Meetings und Mitarbeitergespräche (Wunderer 1995a, Sp. 1542).
Gemäß der Themenstellung ,,Die Rolle von Kommunikation im Führungsprozess unter Berücksichtigung neuester Forschungserkenntnisse" stellt sich zunächst die Frage nach einer eingrenzenden Begriffsbestimmung, gefolgt von einer Verbindung der Kommunikation mit Führung im Zusammenhang mit Zielaspekten der Führung und Führungsprozessen auf verschiedenen Ebenen.
Das grundlegende Ziel sowie insbesondere die Vorgehensweise werden im Folgenden dargelegt.

1.2. Zielsetzung und Vorgehensweise

Im Rahmen dieser Arbeit werden die grundlegenden Erkenntnisse zu Kommunikation und Führung anhand der einschlägigen Literatur dargestellt; dabei soll im jeweiligen Kontext der Zusammenhang zwischen beiden Begriffen deutlich gemacht werden. Aufgrund der zahllosen Publikationen, insbesondere im Bereich Führungsliteratur (Neuberger 2002, S. 2; Clutterbuck & Hirst 2002, S. 351), können angesichts des Umfangs dieser Arbeit jeweils nur die gängigen Theorien und Auffassungen Eingang finden.
Ist über direkte oder indirekte Führung zu sprechen (Weibler 2001, S. 118), soll strukturelle oder interaktionelle Führung (Wunderer 1995b, Sp. 722) beleuchtet werden, was genau unterscheidet Kommunikation von Interaktion (Frey, Bente & Frenz 1995, S. 354), gibt es die Führungsdefinition? Um diese und ähnliche Fragen zu klären folgt der Einleitung zunächst eine Begriffsbestimmung in Abschnitt 2. Im darauffolgenden Abschnitt 3 wird der Bereich Kommunikation eingehend behandelt, wobei verschiedene Kommunikationsmodelle, das psychologische Modell von Schulz v. Thun, Watzlawicks Axiome zur Kommunikation und Störungen im Kommunikationsverhalten zur Sprache kommen. Falls möglich, wird bereits an dieser Stelle auf Verbindungen zum Bereich Führung eingegangen. Im daran anschließenden Abschnitt 4 (Führung und Kommu-nikation) wird die Brücke zum Bereich Führung geschlagen, wobei zunächst die Zielaspekte der Führung (Motivation, Veränderung, Aufgabenorientierung) in Verbindung mit Führungserfolg und dessen Determinanten betrachtet werden. Der Abschnitt 5 (ebenenspezifische Führung und Kommunikation) liefert eine Veranschaulichung des Führungsprozesses auf mehreren Ebenen: in Dyaden (Weibler 2001, S. 177), auf Gruppen-ebene (Nerdinger 2000, S. 55) und auf organisationaler Ebene (Wunderer 1993, S. 114), jeweils verbunden mit den dazugehörigen Kommunikationsstrukturen.
Darauf folgt eine Zusammenfassung der Erkenntnisse sowie ein Ausblick auf mögliche zukünftige Entwicklungen in Bezug auf Kommunikation und Führung.

1. Grundlegendes zu den Begriffen Führung und Kommunikation

Im Folgenden werden die Begrifflichkeiten geklärt und jeweils eine Arbeitsdefinition ausgewählt sowie grundlegende Eingrenzungen genannt.

2.1. Führung
2.1.1. Definition des Begriffs Führung

[...]


1 Vgl. auch Schilling (2001): die prototypischen Merkmale herausragender und schwacher Manager (S. 74); Konstruktkarte der Antezedenzen von Führung, bei der Kommunikation (siehe Punkt 2.2.1.) neben Person und Umwelt in direktem Zusammenhang mit Führung steht (S. 138); vgl. auch Rosenstiel (1995, S. 5)


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