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Dynamische Gravitationskraft

Other, 2000, 5 Pages
Author: Walter Orlov
Subject: Physics

Details

Category: Other
Year: 2000
Pages: 5
Language: German
Archive No.: V97104
ISBN (E-book): 978-3-638-09779-6

File size: 42 KB
Notes :
Laut allgemeiner Relativitätstheorie kann man Gravitation als dynamische Kraft verstehen



Fulltext (computer-generated)

Dynamische Gravitationskraft

Dynamische Gravitationskraft

Bekannte Geschichte vom Gravitationsgesetz

Das Gravitationsgesetz wurde von Isaac Newton aufgestellt. Er fand, daß die

Gravitationskraft umgekehrt zum Quadrat der Entfernung abnehmen muß, um die

Kepler′sche Gesetze der Planetenbewegungen im Sonnensystem zu erklären.

Allerdings trat hier beim Präzisieren ein Fehler auf. Die Sache handelt sich um die

Perieheldrehung des Merkur von 43′′ pro Jahrhundert nach vorne, die bei der Newton′schen

Theorie nicht vorausgesagt wurde. An dieser Stelle gab Albert Einstein eine Lösung. Seine

Energiesatz für die Radialbewegung im Gravitationsfeld einer Zentralmasse erhielt

zusätzlichen

~1/R3

- Term, der gerade richtigen Betrag und Richtung von der

Periheldrehung des Merkur sicherte. Ferner voraussagte Einstein noch doppelten Betrag

der Ablenkung der Lichtstrahlen neben Sonne, was im Jahre 1919 bestätigt wurde.

Meine Geschichte

Mein Freund, Igor Jurev , schrieb mir einmal: "Gelegentlich habe ich Berkley′schen Kurs

Physik angeschaut. Dort gibt es die Aufgabe die Laufbahn eines Planet zu berechnen... Im

gegebenen Punkt beginnt der mit bestimmter Geschwindigkeit zu laufen... Ich habe dies

programmiert und entdeckt, dass seine Ellipsenbahn sich dreht..." Für die Programmierung

benutzte er folgenden Algorithmus:

a = -G*M/(R*R)

ax = a*X/R; ay = a*Y/R

Ä$=|Xq

1


Dynamische Gravitationskraft

Vx = Vx + ax*dt; Vy = Vy + ay*dt

X = X + Vx*dt; Y = Y + Vy*dt

Im Programm-Ziklus kommt das Ergebnis von letzter Zeile als Parameter in erste Zeile.

Daraus ergibt sich Abhängigkeit anziehender Stärke des Gravitationsfelds ruhender

Zentralmasse

M

von der Geschwindigkeit bewegender Masse

m

:

Je grosser sind

V

und

dt

desto schwächer ist Gravitationsstärke

F

. Dies bringt zur

Verschiebung der Ellipse nach hinten. Leide ist es "falsche" Richtung, weil Merkur′sche

Ellipse sich nach vorne dreht. "Wenn eine Verstärkung anstatt der Schwächung durch die

Geschwindigkeit wäre..." - dachte ich zu mir und schrieb sofort erste Zeile vom

Algorithmus um:

a = -G*M*(1 + q*V)/(R*R)

Auf diese einfache Weise bekam ich "richtige" Richtung von der Verschiebung! (

q

- ein

Faktor.) Was machte dann eigentlich Einstein?!. Vielleicht gibt es bei ihm gleiches Trick?..

Der Energiesatz für die Radialbewegung im Gravitationsfeld ist in allgemeiner

Relativitätstheorie:

Daraus können wir die Formel für das Gravitationspotential erhalten:

Der Drehimpuls

L

hat dabei den Wert:

Ä$=|Xq

2


Dynamische Gravitationskraft

Nach der Identifizierung vom Drehimpuls taucht die Beziehung zwischen

Gravitationspotential der Zentralmasse und Kreisgeschwindigkeit bewegender Masse auf:

Es gibt also keiner sogenannten

~1/R3

- Term im Gravitationspotential, wie man

behauptet, sondern kreisgeschwindigkeitsabhängiger Faktor:

Für die Kreisbahn ist die Beziehung noch mehr einfacher:

Und noch beim Grenzwert

v = c

:

Das bedeutet nicht anderes als doppelte anziehende Gravitationsstärke für ein Photon

gegen ruhendes Teilchen gleicher Masse. Daraus ergibt sich bekannte doppelte Ablenkung

des Lichtstrahles (um 1.7′′ anstatt 0.83′′) neben der Sonne:

Zusammenfassung

Das Gravitationsgesetz von Isaac Newton ist ursprünglich statisch. Irgend-welche

Geschwindigkeit wird bei dem nicht berücksichtigt. Dieser Vorstellung folgte Albert

Einstein auch. Zusätzliche Korrektur allgemeiner Relativitätstheorie interpretierte er als

~1/r3

- Term. Anderseits bei der Identifizierung vom Drehimpuls kommt ins Spiel die

Kreisgeschwindigkeit bewegter (kleiner) Masse.

Ä$=|Xq

3


Dynamische Gravitationskraft

Solche Ungewissheit ergibt sich daraus, dass der Drehimpuls Entfernung und

Geschwindigkeit so streng zusammenkoppelt, dass es nicht bestimmen lässt, welche aus

denen eigentlich "relativistische" Gravitationserscheinigung verursacht. Auf diese Weise

können wir laut allgemeiner Relativitätstheorie Gravitation noch als dynamische Kraft

verstehen. Selbst die Mathematik bleibt dabei unveränderlich.

Ä$=|Xq

4



Comments

Kathy
22.11.2001 20:14:13
klasse :-)
echt super gelungen, klar, schlüssig, war ne super vorlage!
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