Brüning, Heinrich close Bitte warten
Brüning, Heinrich

Autor: Kristof Niebuhr
Fach: Biographien

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Details

Kategorie: Referat / Schulaufsatz
Jahr: 2000
Seiten: 5
Note: 1
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 91 KB
Archivnummer: V98440
ISBN (E-Book): 978-3-638-96891-1

Volltext (computergeneriert)

 

Referat von

Kristof Niebuhr

Brüning, Heinrich

 

1885


26. November: Heinrich Brüning wird als Sohn eines Essigfabrikanten und Weinhändlers in Münster geboren. Seinen Vater verlor er schon im Alter von zwei Jahren. Großen Einfluß auf Brüning nahm seine Mutter. Die Familie lebte nach dem Tod des Vaters in bescheidenen aber auskömmlichen Verhältnissen. Vorbild Brünings war sein fast zehn Jahre älterer Bruder Hermann ( wurde bei einem französischen Orden zum Missionar ausgebildet, nach schwerer Erkrankung stiegt er jedoch aus und wurde Weltgeistlicher und reiste durch die Welt. Er engagierte sich nach dem Ersten Weltkrieg im Auftrag der katholischen Bischöfe Deutschlands für wohltätige Sammlungen in Nordamerika. 1922 wurde Hermann Brüning vom damaligen Papst für seine Verdienste zum päpstlichen Hausprälaten ernannt. 1923 starb er überraschend an der Ostküste der USA).

1904


Nach dem Abitur am Paulinum in Münster will Brüning zunächst in München, wo er einer katholischen Studentenbewegung beitrat, Jura studieren. Doch weder Jura, noch das Leben ( das viele Bier trinken) in Bayern, konnten ihn nicht lange halten. Er wechselte an die Uni Straßburg und studierte Geschichte, Germanistik, Philosophie, Nationalökonomie und Staatswissenschaften.

1911


Legte er philologische Staatsexamen für das höhere Lehramt ab. Doch sofort war klar: Lehrer wollte er nie werden. Anschließend studierte er deshalb Nationalökonomie bei Heinrich Dietzel in Bonn.

1911-1913


Fortführung des Studiums in England.

1915


Er promoviert in Bonn mit einer Arbeit über die Verstaatlichung der englischen Eisenbahnen.

1915-1918


Am Ersten Weltkrieg nimmt Brüning als Kriegsfreiwilliger teil und erlangt Offiziersrang.

Schnell war er Mitglied der von Judendorff geschaffenen Eliteeinheit der Scharfschützen. Als überlebender Rückkehrer weiß er zunächst nicht, was er machen sollte.

1919


Er wird in Berlin persönlicher Referent des katholischen Sozialpolitikers und preußischen Wohlfahrtsministers Adam Stegerwald (wurde dann zum Mentor und zum Förderer Brünings).

1920-1930


wurde Geschäftsführer des Christlichen Deutschen Gewerkschaftsbunds.

1923


Brüning beteiligt sich maßgeblich an der Organisation des passiven Widerstands im Ruhrkampf.

1924-1933


Durch den Vorschlag Stegerwalds wurde Brüning Reichstagsabgeordneter für die Zentrumspartei. Schnell wurde er im Reichstag als ein Haushalts- und Finazexperte erkannt. Gelangte dadurch sehr schnell in die erste Reihe der Zentrumspolitiker vor.

1928-1930


Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses.

1929


5. Dezember: Er wird einstimmig zum Fraktionsvorsitzenden der Zentrumspartei im Reichstag gewählt.

1930


30. März: Nach dem Sturz der von Hermann Müller geführten großen Koalition, wird Brüning von Hindenburg als neuer Reichskanzler vorgeschlagen. Sein politisches Ziel war die Beseitigung der Reparationszahlungen an die Gläubigermächte, um anschließend den Wiederaufbau der Wirtschaft zu beginnen. Er war fest davon überzeugt, daß nur so die Lage auf dem Arbeitsmarkt verändert werden könnte, womit er nach heutigen Untersuchungen auch völlig recht hatte.

1932


30. Mai: Auf Betreiben des Generals Kurt von Schleicher wurde Brüning vom altersschwachen Hindenburg aus dem Amt des Reichskanzlers entlassen. Die Ergebnisse der sehr erfolgreichen Außenpolitik heimsten die Nachfolger Papen und Schleicher, vor allem aber Adolf Hitler und der Nationalsozialismus ein. Brüning hingegen wurde die große Massenarbeitslosigkeit weiterhin aufs Heftigste angekreidet.


Er wurde zudem zum Ehrenbürger der Stadt Münster ernannt.

1933


6. Mai - 5. Juli: Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ist Brüning Vorsitzender des Zentrums bis zur Selbstauflösung der Partei.

1934


Er kann sich einer Verhaftung und Ermordung durch Emigration in die USA retten. Hitler wollte ihn, sowie Papen und Schleicher im Rahmen des ,,Röhm-Putsches" liquidieren lassen.

1936-1938


Gastprofessor in Oxford und Harvard.

1938-1951


Professor für Staatswissenschaft an der weltberühmten Harvard Universität.

1951-1955


Professor für Staatswissenschaft an der Universität Köln.

Er engagierte sich mit aller Kraft für die Wiederherstellung der staatlichen Einheit Deutschlands.

1954


aufsehenerregende Rede Brüning′s vor dem Industrieclub in Düsseldorf. Wochenlanger Medienkrieg herrschte. Die Vorwürfe der Schuld an der Massenarbeitslosigkeit, die damals gestreut wurden, haben Brüning innerlich zerbrochen, und so kehrte er

1955


zurück in die USA. Dort lebte er in Abgeschiedenheit in einem kleinen Dorf namens Norwich. Hier starb Brüning am 30. März 1970. Seine Überreste wurden auf dem Zentralfriedhof in Münster beigesetzt.

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